“Eines Mannes Ziel ist niemals ein Ort, sondern eine neue Art, die Dinge zu sehen.” – Henry Miller



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Im Kreuzbachtal bei Rosswag, von Käfern, von Unken und von Salamandern

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Die Wochenreise neigt sich ihrem Ende zu und morgen haben wir schon die 47. von 52 Wochen. Mein Platz Nr. 40.

Falls Jemand fragt, ich nehme mein Fahrrad mit in die Wohnung, weil ich es in der Garage nicht stellen möchte. In der Wohnung kann ich den Akku am Rad direkt aufladen und ich habe einen Aufzug und genug Platz in meinem Arbeitszimmer, das so groß ist, dass das Rad nicht stört.

Heute geht es um "Mein Platz" und das ist mein Fahrradsattel, der mich nun schon im 3. Jahr treu begleitet. Auf ihm sitze ich sehr gut und ich brauche nicht mal eine Polsterung in der Radhose und das oft über mehrere Stunden und Kilometer. Ein Sattel kostet Geld und das lohnt sich auch, denn wenn der Fahrradsattel nichts taugt, hat man gleich Popoweh. Mir tut der Popo schon lange nicht mehr weh, was aber auch an meinem Sitzfleisch liegt, das man sich im Laufe der Zeit und vielen Kilometern anschafft.

Deshalb zeige ich dir heute eine Tour, die ich wieder einmal auf diesem Sattel gemacht habe.

Eine Pedelectour führte uns letzten Samstag vom Wohnort über den Glemstalweg, Ditzingen, Gebersheim usw. ins Kreuzbachtal bei Aurich/Rosswag, das vom Kreuzbach durchquert wird. Ein herrliches Naturschutzgebiet, das mich ein wenig an das Leudelsbachtal erinnert. Schmetterlinge waren hier am Samstag zugange, doch leider habe ich keinen erwischt. Es gab vom Aurorafalter, über Tagpfauenauge, C-Falter und auch Zitronenfalter alles aber, ich bekomme die schon noch. Keine Sorge!

Sogar Alpakas gibt es

 







 

Wer das Kraichgau-Strombergebiet kennt, weiß, was man hier für Hügel überwinden muß und dieses Gebiet erinnert ein wenig an die gute alte Zeit

Es gibt diesen wunderschönen Kreuzbachsee, der schon eine kleine Pause wert ist.





 

Von Leoberg aus sind wir über Gebersheim auf die Höhe gefahren und haben hier diese Streuobstwiese bewundert, in der alte Obstsorten angebaut werden. 

Brettacher Apfel, ein Apfel, den ich noch von Kind auf kenne und der heute noch in der Gegend um Langenbrettach (Cleversulzubach) im Kreis Heilbronn angebaut wird. Ein prima Apfel, der aber erst so richtig um die Weihnachtszeit geschmacklich gut wird. Aber auch noch anderes alte Apfelsorten wie Gewürzluike oder Goldparmäne, kennt man das heute noch?


Interessant ist auch, dass man hier Apfelbäume pflanzen kann und manche Großeltern haben einen Baum für das Enkelkind gepflanzt. 

Auch weiter oben auf dem Kamm in Gebersheim kann man viel interssantes sehen, z.B. stattlilche Eichen, die nach dem Sturm Lothar hier gepflanzt worden sind und eine Allee bilden. 


 





Genau hier 

 

 

haben wir eine kleine Rast am Rande gemacht und haben uns über die vielen Löcher im Boden gewundert und das mal näher observiert.
Da gab es einige Käfer und ich hatte sowas noch nie gesehen, aber dieses angebliche Käferchen zu fotografieren, war gar nicht einfach, denn sobald man sich bewegt hat, ging das Käferchen wieder rückwärts in das Erdloch zurück. Wenn man sich ganz ruhig verhält, kann man erreichen, dass das Tierchen wieder hervorschaut und ja, meistens schafft man es nicht, das Tierchen ganz zu fotografieren aber mit Geduld und dann ist mein Freund auch weitergeradelt und wir haben uns verabschiedet, denn er wollte noch hoch ins Strudelbachtal, das mache ich aber ein anderes Mal und ich habe noch ein bisschen fotografiert. Ich finde auch alleine nach Hause.

 




 

Vom Kreuzbachtal bin ich dann über Enzweihingen und Vaihingen Enz über den Glemstalradweg geradelt und habe gedacht, ich mache noch einen Abstecher zur Gelbbauchunke. Ich hatte Glück und lernte Shirley Tümpel kennen. Ein ganz tolle Frau, die im NABU tägig ist und Teiche mit den Amphibien hier versorgt. Dabei hatte sie kleine Helferlein, Adrian ein ganz ganz taffer Junge von 6 Jahren, der hat mir hier einiges gezeigt. Shirley und ich waren uns sofort sympathisch und sie hat mir auch gesagt, dass ich hier mit dem vermeintlichen Käfer keinen Käfer habe, sondern eine Feldgrille. Noch nie gesehen, aber gehört und schau dir das mal bei Wiki an, das ist schon ein geniales Tier. 

Was ich gesehen habe ist, eine Menge von den Gelbbauchunken, die Adrian für mich sogar in die Hand genommen hat, ohne Scheu. Allerdings sind die Unken giftig und man sollte nach dem Berühren die Hände waschen.  Shirley sagte mir, dass diese gezeigte Unke etwa 5 Jahre alt ist.

Über die Gelbbuchunke habe ich ja schon viel berichtet.  Ich bin schon froh, dass diese Amphibien hier so zahlreich angesiedelt sind, das ist nicht überall so

https://schwabenfrau.blogspot.com/search?q=Gelbbauchunke




 

Shirley hat mir noch eine Menge über die Gewohnheiten der Unken erzählt, das erfährt man so gar nicht im Netz.  Ja und dann hat Adrian für mich noch eine schwangere Bergmolchdame 


gefunden und noch eine Libellenlarve

 

 und was ich auch noch nie gesehen habe und wir uns ganz vorsichtig genähert haben. Eine schwangere Salamanderdame, die gibt es hier zuhauf. 

Wir wollten sie nicht weiter stören, deshalb sieht man sie nur ein wenig.
Schwangere brauchen ihre Ruhe und man sollte sie nicht unnötig stören, darauf achtet Shirley sehr. 


Ja und nun habe ich Jemanden, den ich immer fragen kann, wenn ich nicht weiß, was ich hier für ein Tierchen habe. Die Website von Shirley findest du hier

https://www.atelier-hamburg-weltfremd.de/39994.html 

 sie ist eine großartige Frau und eine Künstlerin und ist im Naturschutz ganz schön tätig und wir werden uns wieder treffen, denn sie wohnt gar nicht weit von hier. 

Ich hoffe, es war nicht langweilig, ich fand es war ein toller Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen, wie ich sie meist habe und auch der Kontakt mit den Menschen war großartig und wir haben uns alle wunderbar verstanden und da sag einer, mal erlebt hier nichts. Man weiß oftmals gar nicht, was man für eine schöne Umgebung hat. 

Der Post geht zu
Gartenwonne und zu
Martin im Blogzimmer

Eine Collage gibt es auch wieder


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Zusammenfassung:

Pedelectour am Samstag, 10. April 2021
779 Höhenmeter,
Wetter 10 Grad
Luftfeuchtigkeit: 62 %
78,00 Kilometer
Fahrzeit: 4 Stunden

Karte: 


 
Es gibt noch mehrere Radtouren im April, die nächste am Mittwoch und auch die nächsten folgenden Monate.
das zeigen Brigitte und ich unsere Tour nach Pfedelbach und
wir radeln morgen auch wieder eine schöne Strecke und wir freuen uns drauf.


Kommentare

  1. Oh nein gelangweilt habe ich mich überhaupt nicht liebe Eva, sondern ich habe Deine Landschaftsfotos sehr genossen und die Informationen welche Du "sammeln" konntest über Unken etc. gerne gelesen.
    Diese Streuobstwiesen darf sich dann jeder der vorbeigeht etwas Pflücken, oder "gehören" die jemanden?
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Kirsi

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    1. Uiii, das ist eine Frage, die kann ich dir nicht beantworten, aber diese Frage werde ich nächst Woche mal bei der Gemeinde stellen.
      In der Regel nehme ich mir aber von solchen Wiesen nichts mit.
      Deshalb habe ich auch nicht drüber nachgedacht.
      Liebe Grüße Eva

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  2. Liebe Eva,
    langweilig wird es mit Dir sicher nicht! Wieder eine ganze Menge an Informationen und Neues für mich. Die Feldgrille ist ja klasse. Deine Berichte bewirken, dass man mit offeneren Augen durch die Umwelt streift und man stellt dabei fest wie viel schönes unsere direkte Umgebung zu bieten hat. Freu mich auf Morgen.
    Liebe Grüße, Brigitte

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    1. Ich auch, das Wetter sieht ein wenig komisch aus, aber das wird.
      Schwing mich jetzt unter die Dusche und dann sehen wir uns.
      Freue mich schon sehr. Aber ich habe geschaut, wir müssen ganz schön strampeln,
      da hat es recht gute Erhebungen
      Liebe Grüße Eva

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    2. War echt gut heute, mir hats gut gefallen und das wird wieder mal ein guter Bericht, so wie der am Mittwoch auch.
      Guads Nächtle!
      Eva

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  3. Ich bin gerne mit dir unterwegs, Eva und deine Bilder und Ausführungen finde ich immer interessant.
    Hab einen feinen Sonntag - lieben Gruß, Marita

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  4. eine sehr schöne Tour
    hier bei uns hat es auch einen Kreuzbach.. dogar mit einer Klamm
    die kann ich aber nicht mehr begehen
    da der frühere Wanderweg teilweise weggespült wurde und man jetzt
    über Leitern klettern muss
    das kann ich nicht mehr
    schön dass alte Baumsorten bewahrt werden
    und die Idee mit Bäumen für die Enkel finde ich auch toll
    Feldgrillen habe ich auch noch nicht gesehen
    wie schön dass du sie beobachten konntest
    auch die anderen Tiere sind interessant
    viel Spaß heute auf eurer Tour
    bei uns regnet es

    liebe Grüße
    Rosi

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  5. Hallo Eva,
    wieder ein sehr schöner Bericht.
    Bei uns gibt es einen Obstwanderweg. Dort kann man sich Obst pflücken, wenn es vom Weg aus erreichbar ist.
    Falls du mal schauen möchtest
    nabu-bslk.de/obstweg-wdr/
    Früher gab es hier sehr viele Streuobstwiesen.
    Grüße
    Hannelore

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  6. Es war sogar höchst spannend, liebe Eva! Du unternimmst immer so schöne Radtouren, Da kriege ich richtig Lust, auch wieder öfter Rad zu fahren. Den Hunden macht es im Anhänger keinen Spass und Mitlaufen geht auch nicht, weil Emil dann immer so gehetzt ist und Layana blind ist. Also gehe ich eben zu Fuss...
    Auch deine Begegnung mit Adrian und Shirley Tümpel (cooler Name!) waren sehr interessant. Nun frage ich mich die ganze Zeit, woran man ein schwangeres Salamander und Molche erkennt? Aber immerhin hätte ich die Feldgrille als Grille erkannt.
    Lieb Grüsse, Monika

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    1. Woran man erkennt, dass sie schwanger sind? Keine Ahnung die Shirley hat es gesagt und die kennt sich ja aus. Ich habe keine Ahnung
      Lieben Gruß Eva

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  7. Frösche, Molche, Gekreuche immer gerne. Letztens haben Nachbars Kinder, über und über mit Schlamm verschmiert, stolz ihre "Beute" gezeigt: Sie haben in einer Röhre mit Quellwasser aus dem Bodensatz 13 Molche finen können. Nachher habe sie alle wieder frei gelassen. Beim nächsten Spaziergang, als das Wasser wieder klar war, konnte ich drei Molche erspähen.

    Grüsse

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  8. Huch, war das heute wieder spannend dich in der erwachenden Frühlingslandschaft zu begleiten. Da hast du aber auch wirklich ganz feines Krabelzeugs gefunden. Ja, die Natur und ihre Tiere erwachen so langsam.
    Einen guten Start in die neue Woche wünscht Ayka

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