Die Hundertwasser-Markthalle in Altenrhein
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Mitte August haben wir uns mit Bekannten getroffen, um die Hundertwasser-Markthalle in Altenrhein in der Schweiz zu besuchen.
Wir sind früh losgefahren und hatten ein wundervolles Morgenrot.
Wir haben keine Plaketten für Österreich oder die Schweiz am Auto, deshalb deshalb bot sich das an und man will ja auch Benzin sparen.
Organisiert haben diese Sache die Bekannten, wobei ich lieber etwas mehr von Altenrhein gesehen hätte
Hundertwasser hat soviele Zitate von sich gegeben, dass ich mich schon wundere eines davon:
Wenn
der Österreicher mit Deutschen zu tun hat, dann hat er ein ungutes
Gefühl. Es trennen ihn Welten. Der Österreicher ist gemütlich, langsam
und zufrieden mit dem, was er hat. Die Angst vor den Deutschen ist tief
im Volk verwurzelt.
Eines ist schon komisch, der größte Verbrecher kam ja aus Braunau am Inn und das ist in Österreich. Adolf Hitler (1889-1945) war Staatsbürger Österreich-Ungarns, seit 1918 der Republik Österreich; seit 1925 war er staatenlos.
Auf welchem Wege er dann Deutscher wurde, das ist ja auch bekannt.
Hierzu möchte ich auch auf das Buch
"Hitlers Wien" von Brigitte Hamann hinweisen, Sie beschreibt hier Hitlers "Lehrjahre" in Wien.
https://www.amazon.de/Hitlers-Wien-Lehrjahre-eines-Diktators/dp/3492226531
Friedenreich Hundertwasser wurde am 15. Dezember 1928 als
Friedrich Stowasser in Wien geboren. Er starb am 19. Februar 2000 an Bord der Queen Elisabeth 2 vor Brisbane in Australien.
Das Werk von Friedensreich Hundertwasser zählt zu den bedeutendsten Beiträgen innerhalb der Kunstgeschichte. Er entwickelte in den 1950er Jahren in Paris seine eigene und einzigartige Bildsprache. Im Zentrum seines Wirkens steht immer wieder die Spirale.
Wir haben hier in Plochingen auch ein Hundertwaserhaus. Vor Jahren wollte sich meine Schwester eine Wohnung dort kaufen, sie hat davon Abstand genommen, weil die Wände etwas gewöhnungsbedürftig waren. Heute bereut sie es, dass sie keine Wohnung gekauft hat.
Nun aber zur Markthalle in Altenrhein. Eigentlich war dieses Gebäude als Markthalle geplant gewesen, um heimische Produkte usw. zu verkaufen. Die Markthalle hat sich aber zu einem Treffpunkt für Ausstellung und Veranstaltungen entwickelt.
Die Flaschenwand wurde in Anlehnung an das von Hunderwasser gestaltete "Bottlehouse" auf seinem Anwesen in Neuseeland ausgeührt.
Bei der Fassadengestaltung wurde eine Riffelung durchgeführt.
Mir hat der Besuch und die Führung sehr gut gefallen. Es ist schon toll, was hier entstanden ist.
Die Markthalle wurde von 1998 bis 2001 erbaut und hier war im September 2001 die Einweihung.
Auf dem nebenliegenden Flugplatz hätte ich auch gerne vorbeigeschaut, aber die Zeit reichte nicht.
Hier im Kreisverkehr (hier herrscht ein Verkehr, man muß wirklich aufpassen) gleich bei der Markthalle sieht man eine
DH-100 Vampire J-111. Sie wird liebevoll "Biene Maya" genannt und steht hier seit dem 1. November 2020.
Nachdem er im FFA Museum eineinhalb Jahre restauriert wurde, kann man ihn heute hier oben bewundern.
Anschließend haben wir in der Markthalle noch zu Mittag gegessen, wobei das Essen nicht so preiswert war, ich habe für meinen bescheidenen Gemüseteller 17 Franken bezahlt.
Nach dem Besuch sind wir mit der Fähre von Romanshorn, das hätte ich mir auch gerne genauer angeschaut, obwohl wir dort schon mal im Hafen auf dem Boot übernachtet haben, nach Friedrichshafen geschippert.
Von Friedrichshafen sind wir dann noch zum Kloster Birnau gefahren.
Da kam ich dann auch ins Grübeln.
Papst Pius XII.
Ein höchst umstrittener Papst, der in der Gruft im Peterdom eine Ecke herausgesucht hat.
Er hattte in der Nazizeit geschwiegen und über die Rattenlinie konnten viel Nazis entkommen.
Er liegt in der Gruft im Petersdom abseits der anderen Päpste.
Seine Worte:
"Je mehr im Dunkel desto besser".
Er starb am 9. Oktober 1958. Bis dahin hatte ich mit ihm im Religionsunterricht zu tun, ganz geheuer war er mir nie.
Sein Nachfolger war Papst Johannes der XXIII.
Ein sehr beliebter und volksnaher Papst, den ich als Kind sehr verehrte und
ihm zu Ehren auch viele Gebete im Religionsunterricht schreiben durfte.
Er wurde selig und auch heilggesprochen.
Interessant fand ich, dass er 1949 (mein Geburtsjahr) hier in der Kirche gebetet hat.
Johannes war bis 1415 ein sehr beliebter Papstname. Allerdings gab es beim Konzil in Konstanz durch die Gegenpäpste etwas Verwirrung und der XX. Papst wurde übersprungen, sodass es schon damals einen Papst Johannes XXIII. gegeben haben soll.
Seit dieser Zeit hat kein Papst mehr den Namen Johannes geführt und durch diese Namenswahl verhalt er der letzten anerkannten Zählweise zur amtlichen Geltung.
Es Ist schon eine sehr schöne Kirche, aber nachdem ich ein Bild gemacht habe, kam gleich ein Aufpasser und hat mich zusammengebügelt, dass ich hier kein Foto machen darf, dass das verboten ist.
Achso so ja, die Begründung des Aufpassers: "das ist eine Kirche und man soll hier beten und da kann man das Klack, Klack der Cameras nicht brauchen,"
Also,
ich glaube die Meisten, die hier drinnen waren, haben nicht gebetet,
also gut. Ich gehe da nicht mehr hin, aus und vorbei.
Klar, die wollen ihre eigenen Bilder verkaufen.
Also, veröffentliche ich die gemachten Bilder nicht, es ist ja verboten zu fotografieren und ich will auch keine Strafe bezahlen.
Ich bin mal gespannt, ob die Leute, die in der Kirche Bilder gemacht haben, diese auch nicht veröffentlicht haben. Veröffentlichungen sind nämlich verboten. Dass ich nicht lache!!!!!
Gut, ich habe genug Kirchen hier in meinem Radius, die viel interessanter sind und vor allem auch darf ich fotografieren.
Von außen habe ich fotografiert, dass mir dabei angesichts dieses Erlebnisses die Lust vergangen ist, ist ja klar.
Was ich sehr schön war, dass es hier einen Kornelkirschenbaum gibt.
Leider liegen die meisten von diesen Kirschen am Boden und werden zertrampelt.
Dabei könnte man gut ein Gsälz draus machen.
Wir sind dann noch in Birnau im Oberhof Kaffee getrunken.
Ein sehr feines Lokal, super.
Danach gings von Birnau nach Meersburg und mit der Fähre nach Konstanz. Zusammen haben wir noch einen netten Abend im Haus der Bekannten verbracht und sind nach am Morgen nach einem guten Frühstück wieder nach Hause gefahren.
Am Montag radeln wir in ein Kloster im Ostalbkreis, es darf gerne virtuell mitgeradelt werden. Es sind allerdings über 100 Kilometer.
;-)))))))))











































Kommentare:
AntwortenLöschenHallo Eva,
AntwortenLöschenich finde die Gebäude von Hundertwasser außergewöhnlich. Nächste Woche werde ich auch eins sehen.
Da hattest du ja Pech mit diesem Aufpasser, du hattest doch nur bestimmt ein Schild übersehen.
Ein schönes Wochenende.
Gruß
Hannelore
Ich LIEBE Hundertwasser. Da, wo wir früher wohnten, habe ich das Bad nach dem Vorbild vom Hundertwasser-Clo gestaltet. :-) Ein schönes Wochenende wünsche ich dir. Regula
AntwortenLöschenLiebe Eva,
AntwortenLöschenwas für herrliche Himmelsfotos, das sieht gigantisch toll aus!! Das Hundertwassergebäude begeistert mich ebenso...ich liebe diese Mosaikarbeiten und kann mich da kaum sattsehen. Ja am Bodensee ist es einfach immer schee :-))) Danke für`s Mitnehmen.....
Liebe Grüße
Kerstin und Helga
Liebe Eva,
AntwortenLöschendie Werke Hundertwassers gefallen mir sehr, ich finde sie geradezu faszinierend. In der Nähe von Frankfurt steht auch ein Hundertwasserhaus, das ich mir auch mal angesehen habe, weil ich beruflich in der Nähe war. Allerdings konnte man sich das Haus nur von Außen ansehen.
Kirchen besuche ich gerne, mache allerdings keine Bilder, grundsätzlich, ich versuche die Stimmung auf mich wirken zu lassen, das tut mir regelrecht gut. Es gibt Dinge, die sind so schön, dass ich davon keine Bilder haben möchte. Sie würden nur die Erinnerung stören.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag.
Viele liebe Grüße
Wolfgang