Max Liebermann der bedeutendste Maler des deutschen Impressionismus 1. Teil
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Wie ich ja geschrieben habe, war ich nun endlich in der Liebermann-Ausstellung im Frieder Burda Haus in Baden-Baden.
Schon, als ich im Mai 2011 zum letzten Male in Berlin war und mir dort das Liebermann-Haus am Wannsee und vor allem den Garten angeschaut habe, war ich begeistert von diesem Maler.
Das Haus ist ein Schmuckstück und daneben ist das Haus am Wannsee.
Ich frage mich immer wieder, warum die Leute, die nach Berlin gehen, sich diese doch recht bedeutenden Dinge entgehen lassen. Aber auch den Bendler-Block sollte man sich anschauen.
Es ist aber auch diese Leute, die meinen immer so eine große Ahnung zu haben und nichts dahinter ist. Sie haben sich diese Dinger sicherlich noch nie angeschaut, waren aber in Berlin und haben groß getutet.
Für mich damals die ersten Anlaufstellen.
Max Liebermann (1847 - 1935).
Er war einer der bedeutensten Künstler der Moderne.
Anfangs ohne Erfolg und ein Armeleutemaler, wurde er zum Vorreiter einer neuen Kunstrichtung, die den Weg in die Moderne ebnet.
Liebermann zählt heute neben Max Slevogt und Lovis Corinth zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus.
Als Sohn eines wohlhabenden jüdischen Textilfabrikanten in Berlin wird er am 20. Juli 1847 (so ein Datum) ebenda geboren. Als Schüler erhielt er Zeichenunterricht bei Carl Steffeck und studierte ab 1868 an der Kunstakademie in Weimar.
Dort entstand auch sein größtes Gemälde, das sich heute in der Nationalgalerie in Berlin befindet, Die Gänserupferinnen 1872.
Er war während seiner Studienjahre in Paris und widmete sich 1874 verstärkt dem Leben und der Arbeit der einfachen Leute auf dem Land.
Einfluss auf die Malerei Max Liebermann übte auch die niederländische Malerei des 17. Jahrhundert aus. Er verbrachte ab 1878 die Sommermonate regelmäßig in Holland.
1878 zog er nach München und hatte hier seine Auseinandersetzung mit ländlichen Motiven, die er dort noch intensivierter gestaltete.
Werke, wie Kartoffelernte in Barbizon (1875) oder die Netzflickerinnen (1887/89) führten hier zu großem Aufsehen weil die gewählten Vorlagen den zu dieser Zeit doch recht konservativen Menschen nicht passte.
Im Jahr 1884 kehrte Liebermann wieder zurück nach Berlin und dort heirate er Martha Marckwald (1857-1943) .
Seit 1892 war er Mitbegründer der Künstlergruppe Vereinigung der XI, diese Künstlergruppe strebte freie Kunstausstellungen außerhalb des festen und anerkannten Kunstbetriebs in Berlin an.
Mitbegründer und erster Präsident wurde er im Jahre 1898 der Berliner Secession.
Berlin hatte sich nach München und Wien damit die dritte Gründung dieser Art etabliert. Die Berliner Secession wandte sich gezielt gegen das Kunstverständis der Preußischen Akadamie der Künste und des Vereins Berliner Künstler.
Wie bei vielen Malern wandelten sich Liebermanns Bilder in den 1890er Jahren.
Sie hellten sich auf und die Farben leuchteten mehr und er gab nun den Szenen des gehobenen Bürgertum den Vorzug.
Es entstanden in den Sommermonaten, in denen er sich in Holland im Badeort Noordwijk aufgehalten hat, Strand- und Reiterbilder. In Berlin entwickelte sich Liebermann aber auch zu einem gefragten Porträtmaler.
Im Jahr 1909 erwarb Liebermann noch eines der letzten freien Grundstücke in der sogenannten Colonie Alsen am Wannsee.
Mas Liebermann ließ sich von Paul Otto Baumgarten ein Sommerhaus errrichten. Den Garten plante sein Freund Alfred Lichtwark (1852-1914). Er war Direktor der Hamburger Kunsthalle, im Sinne der Gartenreform.
Zahllose Gemälde (einige werde ich noch zeigen) aus der Zeit ab 1910 zeigen, wie einzigartig die vielen sommerlichen Aufenthalte am Wannsee für die Kunst Liebermanns wurden.
1920 wurde Liebermann zum Präsidenten der Preußischen Akademie berufen. Trotz dieser hohen Ehre verliefen seine letzten Lebensjahrzehnte jedoch alles andere als ungetrübt. Der Antisemitismus, mit dem er zeitlebens zu kämpfen hatte, spielte nach dem ersten Weltkrieg eine zunehmende Rolle in der deutschen Gesellschaft. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 zementierte diese äußerst bedrohliche Entwicklung. Max Liebermanns Tod im Februar 1935 wurde offiziell mit Stillschweigen übergangen und nur wenige Menschen wohnten der Trauerfeier bei. Als jüdischer Künstler wurde seine Kunst aus deutschen Museen entfernt, die Tochter Käthe musste mit ihrer Familie ins Ausland flüchten. Martha Liebermann jedoch blieb in Berlin zurück und entzog sich durch Freitod 1943 der unmittelbar bevorstehenden Deportation.
Was diese Frau in dieser Zeit mitgemacht hat, das ist unbeschreiblich.
Aber davon werde ich gelegentlich berichten, weil ich morgen in Stuttgart eine bestimmte Stelle anradeln werde. Sie ist nicht so bekannt, ich weiss das auch erst seit ein paar Tagen.
Nach dem zweiten Weltkrieg blieb Max Liebermann als Repräsentant einer vergangenen Zeit lange vergessen. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann sich ein breiteres Interesse zu regen. Die 1995 gegründete Max-Liebermann-Gesellschaft setzt sich zum Ziel, in seiner Villa am Wannsee an das Wirken und die Welt dieses großen Künstlers zu erinnern. 2006 konnte das Haus als Museum eröffnet werden, seither erfreut es sich als Ort des Andenkens an diese außergewöhnliche Persönlichkeit und als eine Stätte der Versöhnung mit der deutschen Vergangenheit großer Beliebtheit.
Ich habe diesen Text zum großen Teil aus der Website der
Liebermann-Villa in Berlin entnommen, die auch einiges mehr hier in der Website zeigt.
Website Liebermann-Haus
es lohnt sich auch in den Blog zu schauen.
https://liebermann-villa.de/blog/
Ich war sehr ergriffen damals von diesem Haus und den Bildern, die man auch hier sehen kann.
Falls man in Berlin ist und sich ein wenig für Liebermanns Kunst interessiert und auch an unserer Vergangenheit interessiert ist,
sollte sich das Liebermann-Haus und auch das Haus der Wannseekonferenz anschauen.
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass viele Leute die einen so gerne als Nazi bezeichen, keine Ahnung von diesem Haus der Wannsee-Konferenz haben, geschweige denn, von dem, was hier durch Eichmann beschlossen wurde.
Die wissen ja nicht mal, wer Eichmann war.
Alles Nachschwätzer und keine Ahnung.
Nun bin ich aber abgeschweift.
Ich werde nun in den nächsten Posts von Max Liebermann berichten. Aber als Einstimmung kommen jetzt einige Bilder von 2011 aus dem Liebermann-Haus und dem wunderschönen Garten.
Aber Blumen und Gebasteltes, sowie Radtouren werden nicht zu kurz kommen.
Dort war ich damals mit einem Berliner Bekannten, der leider schon gestorben ist.
Jede Spritze war eine zuviel.
Der Garten und das Liebermann-Haus am Wannsee in Berlin.
Ja, das ist nun schon 15 Jahre her.
Selbstbildnis.
Seine Witwe Martha begang 1943 Selbstmord, wenige Tage vor ihrer geplanten Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt.
Die Blumenterrasse im Wannseegarten von Norwesten
1921
Kunstmuseum Gelsenkirchen
Voraussichtlich geht es dann am Freitag weiter mit dem
Museum Frieder Burda.
Quelle: Liebermann-Haus Berlin
Frieder Burda Museum Baden-Baden


























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