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Max Liebermann der bedeutendste Maler des deutschen Impressionismus 2. Teil

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 Anfang Januar bin ich mit dem Zug nach Baden-Baden gefahren und mir nun endlich die Liebermann-Ausstellung im Frieder Burda Museum anzusehen.  

Den 1. Teil der Ausstellung findet man
HIER  

Es hat alles recht gut mit Bus und Bahn geklappt. Manchmal muß man eben auf Bahnhöfen warten, aber das ist ja nicht schlimm.

Ich war zu früh dort und das war auch gut so, denn nur der frühe Vogel fängt den Wurm.  Das Museum öffnet um 10.00 Uhr und ich hatte allen Platz der Welt, eine halbe Stunde später sah es ein bisschen schlechter aus. Und, als ich das Museum verlassen habe, traten sich die Menschen schon auf die Füße. Es ist ja auch etwas besonderes soviele Impressionisten verschiedenster Art betrachten zu können. 
Eine wunderbare Ausstellung. 

Den nächsten Post widme ich dann noch anderen Künstlern und da sind dann auch Frauen dabei, von denen ich noch nicht soviel gehört habe.  

Ich wollte noch in das Frida Kahlo Museum, aber die haben nur an bestimmten Tagen geöffnet. Aber ein weiterer Grund nochmals nach Baden-Baden zu fahren.

Es gibt ja so eine merkwürdige immersive Ausstellung, aber wer sich wirklich für Kunst und die Künstler interessiert, schaut sich lieber die Originale an. Ich finde es ist eine Geldmacherei.  
Nix für mich!

 Ich möchte diese Ausstellung, wie die anderen alle auch, in Erinnerung behalten und ich werde sicherlich noch einige Male nach Baden-Baden gehen und auch dort radeln. Ich freue mich darauf wirklich sehr. 


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Ein Bild von Max Liebermann in der Genremalerei, die ich im nächsten Post zeigen werde, ist das Bild von Max Liebermann, 

Samson und Delia
1902 
Städel-Museum Frankfurt, dort besuche ich demnächst wieder eine Ausstellung mit Frau Gruha. 
Was habe ich für diese Fahrten und Ausstellungen schon Geld ausgegeben, ABER, ich habe immer auch sehr viel dafür bekommen. Das ist mir lieber, als ein Aufenthalt in einem tollen Hotel oder einem Schwimmbad mit SPA-Bereich. 

 


Delila triumphiert. Mit siegreicher Geste streckt sie Simsons Locken als Trophäe ihren Verbündeten entgegen. In ihrem Schoß zusammengesunken liegt der Mann, dem sie mit dem Haar seine unbezwingbare Kraft genommen hat. Liebermann inszeniert die alttestamentliche Geschichte als modernen Geschlechterkampf: Theatralisch gebärden sich die nackten Körper vor der schlichten Kulisse aus weißen Laken und grauer Wand. Delila ist die Femme fatale, die ihren Geliebten entmachtet. Solche starken Frauenfiguren faszinierten das Publikum um die Jahrhundertwende. 

Quelle: Städel Museum Frankfurt 

Es ist ein Video dabei, das ganz interessant ist.  

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Im Paris der 1860er Jahre hatten junge Maler wie Claude Monet, Pierre Auguste Renoir, die Malweise des Impressionismus entwickelt. Gekennzeichnet war die von einer Hinwendung zur modernen Lebenswelt, die die Künstler mit energischer Pinselführung und leuchtendem Kolorit auf die Leinwand bannten. In der oft skizzenartigen Ausführung ihrer Kompositionen kam der Farbe als expressivem Eigenwert eine bis dahin unübertroffene Bedeutung zu - ein radikater erster Schritt in Richtung Abstraktion. 

Mit Max Liebermann, als ihrem Vorreiter wurde die neue Strömung auch im deutschen Kaiserreich früh zur tonangebenden Avantgarde. Viele Künstler beschäftigten sich intensiv mit dem Werk ihrer französischen Kollegen, das sie auf ausgedehnten Reisen nach Paris kennenlernen konnten. Hinzu kamen Ausstellungen in progressiven Galerien wie dem Berliner Kunstsalon von Paul Cassierer, wo regelmäßig Arbeiten von Edgar Degas, Edouard Manet, Claude Monet und anderen zu sehen waren. Der Direktor der Nationalgalerie Hugo von Tschudi, hatte bereits in den 1890er Jahren bedeutende Gemälde der französischen Moderne erworben.
Liebermann baute auf diesem Gebiet bald eine umfangreiche Privatsammlung auf, die Gäste in seiner Villa am Wannsee bewundern konnten. Ab 1909 legte er dort einen aufwendig gepflegten Garten an, dessen bunte Blütenpracht zum Fokus seines späteren impressionistischen Schaffens wurde. 

Motivisch setzten sich die deutschen Impressionisten mit einer Vielzahl von Themen auseinander von sonnendurchfluteten Landschaftsdarstellungen über einfühlsame Porträts bis zu sorgfältig arrangierten Stilleben.

Impressionismus in Deutschland. Max Liebermann und seine Zeit ist eine der umfangreichsten Ausstellungen, die dieser bedeutenden Avantgardebewegung bislang gewidmet worden ist. Anhand von über huntert Leihgaben aus mehr als sechzig internationalen Sammlungen schlägt sie einen chronologischen Bogen von den 1880er bis zu den 1920er Jahren.

Ikonische Arbeiten von weltbekannten Künstlern wie Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt und Fritz von Ude werden gezielt neben Werken von Malerinnen und Malern gezeigt, deren Beitrag es vielfach neu zu entdecken gilt. 

Darunter Dora Hintz, Philipp Franck, Friedrich Kallmorgen, Gotthardt Kuchl, 
Christian Landenberger, Sabine Lepsius, Martin Slavona, Eva Stort und Max Uth. 

Ich habe allerdings nur einige Bilder fotografiert, hier werde ich jetzt die von Max Liebermann zeigen. 

Weiter geht es dann in den nächsten Post, in diesem kommen dann die anderen Maler.

Max Liebermann

Judengasse in Amsterdam, 1909 
Privatsammlung BRENNET Gmbh

In Liebermann Schaffen kam seinen regelmäßigen Malausflügen  nach Holland größte Bedeutung zu. Das geschäftige Treiben im jüdischen Viertel von Amsterdam hielt er wiederholt in ambitionierten Genrebildern fest. Hier bannte der Künstler die schlichte Straßenszene auf ein Format, das nach dem Regelwerk der Akademien der erhabenen Historienmalerei vorbehalten werden sollte. 


Max Liebermann 

 
Der Garten des Amsterdamer Waisenhauses
1894

In konservativen Kreisen war Liebermann oft als Arme-Leute-Maler verschrien.
Sein kühler Blick auf die Ungerechtigkeiten der modernen Gesellschaft spiegelte Interessen, die zeitgleich in der sozialkritischen Literatur verhandelt wurden. Die stets würdevollen Darstellungen mittelloser Waisenmädchen waren ein wichtiges Motiv für Liebermann. 


Max Liebermann 

Schweinemarkt in Haarlem 1. Fassung
1890/91
Kunsthalle Mannheim
 
Wie die französischen Impressionisten nahm auch Liebermann häufig dasselbe Motiv in mehreren Variationen in den Blick.
Doch der Eindruck von Unmittelbarkeit täuscht. Anders als etwa Claude Monet fertigte Liebermann für seine frühen impressionistischen Arbeiten oft zahlreiche vorbereitete Studien an. Die finale Komposition in Öl stelle er über einen längeren Zeitraum in seinem Atelier fertig.
 
 

Max Liebermann 

Schweinemarkt in Haarlem 2. Fassung

1894 
Kunsthalle Mannheim 
 

Der gesellschaftliche Aufstieg des Bürgertums war eine der bedeutendsten Entwicklungen des 19. Jahrhunderts. Die französischen Impressionisten hatten das mäzenatische Potential der neuen Käuferschicht früh verstanden und erfolgreich für ihre Zwecke mobilisiert. Auch die deutschen Künstler beschäftigten sich ausgiebig mit der modernen Lebenswelt des aufstrebenden Bürgertums. Lichterfüllte Interieurs oder farbenfrohe Darstellungen von Ausflugslokalen, Biergärten und Freizeit im Grünen lieferten Wunschbilder, mit denen sich progressive Betrachter leicht identifizieren konnten. Die skizzenhafte Malweise und das leuchtende Kolorit verleihen den impressionistischen Arbeiten oft den Eindruck unbeschwerter Heiterkeit. 
 
Max Liebermann 
 
 Gartenlokal an der Havel 
1920/22
Privatsammlung

Das Berliner Publikum genießt die sommerliche Frische unter dem schattenspendenden Blattwerk. Gelb leuchtende Strohhüte setzen vereinzelt Akzente in der undifferenzierten Masse. Im Bildzentrum ist ein Kellner erkennbar, der ein reich bedecktes Tablett trägt. Im Mittelpunkt zeigt Liebermann den Blick auf die hellblau leuchtende Havel, die von zahlreichen dahingleitenden Segelbooten animiert ist. 



 Max Liebermann
 
Gartenlokal an der Havel unter Bäumen  
 1920/22
Privatsammlung 
 
Bereits seit den späten 1870er Jahren hatte sich Liebermann mit dem Motiv der Erholung im Freien beschäftigt und Gartenlokale oder Biergärten in und um München in den Blick genommen. Nachdem er 1909 ein Grundstück im Südwesten Berlins erworben hatte, wurde die sommerliche Freitzeit in Bars und Cafés am, Wannsee und entlang der Havel zu einem Fokus seiner Interessen. 
 

Liebermanns Künstlergarten
 
Liebermann kaufte 1909 ein Anwesen am Berliner Wannsee, wo er neben dem Bau einer Villa auch die Gestaltung eines weiterläufigen Gartens in Auftrag gab. 
 Ab 1915/16 widmete er sich der Darstellung dieses reich bepflanzen, selbst erschaffenen Paradieses mit großer Entschiedenheit. Mit der Unmittelbarkeit der Freilichtmalerei eiferte der Künstler den Landschaftsdarstellungen der französischen Impressionisten nach. Die unterschiedlichsten Bereiche des 
Terrains - Blumengarten, Nutzgarten, Gärtnerhäuschen, Wannseeterrasse und Birkenwäldchen - nahm er in mehr als zweihundert Gemälden seriell in den Blick. Dabei wusste er eine differenzierte Valeurmalerei in satten Grüntönen gekonnt mit Akzenten in Rot, Blau, Pink, Orange und Violett zu durchbrechen. 

Max Liebermann
 
Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Süden
1921
Privatsammlung
 
In der reich mit Geranien bepflanzten Wannseeterrasse zeigte sich das steng formale Gestaltungsprinzip von Liebermanns Garten besonders deutlich. 
Die gemalten Ansichten von diesem Teil der Anlage zeichnen sich durch lebendige Kontraste zwischen Rot- und Grüntönen aus. Um das Farbschema zu bereichern, flankierte Liebermann die Beete mit Blumenkübeln, die mit üppig blühenden blauvioletten Schmucklilien bepflanzt waren. 
 


 
Max Liebermann

Der Nutzgarten in Wannsee nach Westen auf dem Weg eine Gärtnerin
1924
Privatsammlung


Die meisten von Max Liebermanns Gartenansichten sind menschenleer, das reiche Wachstum der Beete steht im Vordergrund. Sind Figuren in diese Komposition eingebunden - sei es eine Gärtnerin am Wegrand wie hier oder die Enkelin des Künstlers in Begleitung ihrer Gouvernante - sind sie der Landschaft stets untergeordnet. Ihre harmonische Einbettung  in die Natur unterstreicht das betont idyllische Moment, das für Liebermanns Gartenbilder charakteristisch ist. 





Dieses Bild gefällt mir ganz besonders. Auch weil ich diesen Platz, auch, wenn es schon lange her ist, doch kenne. 




Max Liebermann 
 
Gartenbank unter dem Kastanienbaum
1916
Privatsammlung
 

Max Liebermann 
 
Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Nordwesten
1921 
Kunstmuseum Gelsenkirchen
 

 
 
Max Liebermann 
 
Mein Haus am Wannsee mit Garten
1926
Privatsammlung
 

Der Nutzgarten am Wannsee 
1923
Privatsammlung
 

Sein zentrales Frühwerk "Kartoffelernte" von 1875 sowie das spätere Gemälde 
"Der zwölfjährige Jesus im Tempel" kamen in der Presse nicht gut an und er bekam schlimme Beschimpfungen. Das ging über Jahre so weiter.  
 
 Sein großformatiges Bild von 1883 "Die Rasenbleiche" , das er auf der Kunstausstellung "Pariser Salon" präsentierte bekam ganz schlechte Kommentare. Liebermann passte sich an und änderte das Format. 
 
Als er 87jährig am 8. Februar 1935 in Berlin starb, hatte er sich schon längst zurückgezogen. Die Nationalsozialisten waren an der Macht und hatten den ehemaligen Präsidenten der "Berliner Secession" 
 
 
und späteren Leiter der Preußischen Akademie der Künste verdrängt. 
Der Tod des bedeutenden deutschen Impressionisten und Wegbereiters der Moderne in Deutschland war dem NS-Staat keine Nachricht wert.  

  Ein 3. und noch 4. Teil wird folgen.

Es gibt auf dieser Ausstellung noch mehr Bilder von Liebermann, die alle wunderbar sind, doch alles kann man nicht zeigen. 

Einen Ausstellungskatalog habe ich mir aber inzwischen schicken lassen. 

Das lohnt sich schon, denn man schaut immer hinein. 

 Quellen:
Frieder Burda Museum
Ausstellungskatalog Impressionsmus in Deutschland
 

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 Ich schicke den Post heute schon ins Internet, da ich morgen früh beim Augenarzt bin. Leider sieht es gerade wettermäßig nicht gut aus. Der Freund ist gerade nach Hause gefahren, ist auch gut dort angekommen. Aber es ist kein Vergnügen, morgen soll es Glatteis geben. 

Ich hoffe, dass alle Straßen geräumt sind und Bus und S-Bahn fahren.
Es ist wie letztes Jahr um diese Zeit, da bin ich auch nach der Augenop am nächsten Tag zum Augenarzt geschlittert.

Am Dienstag gibt wieder einen Post, mit etwas Gebasteltem.

Es ist unglaublich, was der Osterhase letzte Woche an Klicks bekommen hat. 

Der ist inzwischen in einen Rahmen gewandert und wartet dort auf das Osterfest. 

Vielen Dank, einen schönen Abend und morgen einen schönen Tag. 

Ich hatte ja geschrieben, dass es auch im Impressionismus entsprechende Musik gibt.

 

Das hier gefällt mir sehr gut 

Isaac Albéniz


 



Ich mags! 


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