Solange der Nagellack nicht trocken ist, ist eine Frau wehrlos. *Burt Reynolds*
Ich muß doch die Bemerkung machen, daß die schönen lange nicht so gefährlich sind wie die häßlichen. Denn jene sind gewohnt, daß man ihnen den Hof macht, letztere aber machen jedem Manne die Kur und gewinnen dadurch einen großen Anhang. *Heinrich Heine*
„Tragödie ist eine Nahaufnahme; Komödie, eine Totale.“ *Buster Keaton*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*

Tour über den Ludwigsburger Hungerberg zum Korber Kopf

 Werbung


Die Tage sind zwar angenehm in der Temperatur, aber meist alles ein wenig bedeckt. Ich hätte es gerne nochmals so warm, wie einige Tage im August, denn ich möchte schon noch zwei Touren etwas außerhalb angehen. Morgens ist es doch schon recht dunkel und die Züge, die ich eben brauche um hier hinzukommen, fahren recht früh ab. Aber schaun wir mal. 

Zudem habe ich ja mit dieser Baker-Zyste zu tun, wobei es heute schon etwas besser ist und ich wenigstens ordentlich auftreten kann. Wer weiß, wie weh das tut, der weiß auch von was ich schreibe. Manche Leute machen hier ja gar nichts mehr. 

Gleich Anfang September bin ich eine Tour geradelt, die mein Freund mit seinen Radlern einige Wochen vorher geradelt ist. 

Es sollte eine Mountain-Bike-Tour sein, wobei ich mir die ganze Zeit am Anfang überlegt habe, wo denn nun das Mountain-Biking beginnt. Aber das sollte noch kommen. 

Zwar kurz, aber kräftig. 

Die Tour sollte zum Korber Kopf gehen, denn da gab es neue Köpfe. Ich habe vom Korber Kopf und seinen Köpfen schon oft gepostet, weil es dort oben schon sehr schön ist und man einen schönen Blick ins Remstal hat. 

HIER 

Der Korber Kopf ist eine 456 m ü. NHN hohe Erhebung als Ausläufer der Buochener Höhe in Baden-Württemberg und im Remstal.  

Das Remstal ist bekannt für seine Weinberge und seinen Wein. 
Aber man sieht immer mehr Weinberge, die aufgelassen sind, weil sich die Arbeit als Weingärtner nicht mehr lohnt. Solange die Weine aus fernen Ländern eben so billig sind, lohnt es sich wohl nimmer. 

Gefahren bin ich von hier aus über den Hungerberg, den kannte ich gar nicht und wußte auch nicht, dass es hier mal einen Steinbruch gab. 

Der Hungerberg ist eine Grünanlage und ein Naherholungsgebiet ganz nahe am Neckar bei Ludwigsburg-Hoheneck. Es ist ein gigantischer Kessel zwischen dem Heilbad und dem Aldi-Markt zwischen Neckar und Reichershalde.  

Hier betrieb die Firma Hubele seit 1837 eine Ziegelei und seit 1928 auch einen Steinbruch. Das ist nun der Lebensraum für Wildbienen, Wechselkröten und Gelbbauchunken, für heimische Obstbäume und Sträucher und nicht zuletzt für Menschen, die ihre Freizeit an diesem besonderen Ort verbringen wollen. 
Hier unten in der Sohle des ehemaligen Steinbruchs stehen Stelen wie Schauspieler in einem Amphitheater. 

Der Hungerberg war früher, wenn sich die Herrschaften in den schönen Gartenanlagen der Schlösser in Ludwigsburg herumtrieben, für die Bevölkerung konzipiert. Deshalb auch der Name. 

An besonderen Stellen lässt sich im Gelände die Entwicklung der Geologie im Lauf der letzten 235 Millionen Jahre hervorragend nachvollziehen. 

Es gibt ein Spielgelände für Kinder, feste Tisch und Bänke, man kann hier wundervoll seine Zeit verbringen und die Natur beobachten. 








Mein Weg führte mich dann über die Zugwiesen, auch ein sehr schönes Naturschutzgebiet in Richtung Remseck, am Neckar über Hohenacker in Richtung Korb. 
 
 



 

Da gibt es übrigens die schöne Firma bei der ich mein Sofa gekauft habe. 
Knoll International, die gibt es auch in Herrenberg. 

    Hier die erste Skulptur 
von Werner Bitzigeio
Stille
 




Nebenbei habe ich die wunderbare Landschaft genossen. 




Einige Weingärtner waren auch vor Ort und ernteten die Trauben.

Immer noch überlege ich mir, wo hier Mountain-Biking sein soll. Gut, es geht ordentlich rauf, aber alles auf ordentlich geteerten Wege, zwischendurch auch etwas Schotter, aber absolut nicht schlimm. 
 
Hier hat mich ein ganz besonderes Projekt interessiert. Es ist ein Projekt des Leistungskurses des Staufer-Gymnasiums in Waiblingen. 

Höhenruf und Erdenruf von 2025 aus 
Stahl, Blech, Stoff, Schnüren, Holz und Beton u.v.m.

Es hat mich schon beeindruckt. Was hier die Leistungsstufe Kunst vollbracht hat. 
 
Hoch oben gleiten Vögel wie schwerelose Paradiesvögel durch den Himmel. Von oben blicken sie herab auf die Tiere am Boden - einen Elch, einen Esel und einen Hasen, die sich ihren Platz in dieser besonderen Szenerie suchen. Doch nicht nur Tiere bevölkern diese Welt. Aus der Erde ragen Menschenköpfe hervor, jeder mit seinem eigenen Ausdruck seiner eigenen Geschichte. Alles scheint unterschiedlich und doch gehört alles zusammen. Luft, Boden und Untergrund verbinden sich zu einer fantasievollen Landschaft, die durch diese gemeinsame Arbeit entstanden ist. 
 
Das Staufer-Gymnasium in Waiblingen bietet als Besonderheit das "Profil Bildende Kunst" an und dies kann als Schwerpunkt gewählt werden.
Ich finde das schon wunderbar. 
 
  











Ich hatte diese Skulptur schon mal vorgestellt, sie ist von Guido Messer, auch ihn kennt man, wenn man meinen Blog liest. 

Kopf und Hand und das Sprüchlein sollten sich viele auch merken. 
 


Auch das Gedankenspiel der Jugendmusik- und Kunstschule Backnang
von 2015 aus Astholz und Farbe ist interessant. 
Das Kunstobjekt "Gedankenspiel" verknüpft Natur und Kunst. Um eine Visuell ansprechende Installation zu schaffen, wurden bemalte Äste zum Hauptmaterial. Diese stehen symbolisch für das Wachstum und die Verzweigungen unserer Gedanken, die in alle Richtungen streben. Die Farben und Muster auf den Ästen stellen verschiedene Stimmungen und Emotionen dar. Verbindendes Element ist dabei die gemeinschaftliche Arbeit. Verschiedene Ideen und Ansätze werden zu einem Gesamtkunstwerk zusammengeführt. 
Das Projekt lädt ein, die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur zu erkunden und gleichzeitig die Vielfalt und Einzigartigkeit eines jeden Gedankens zu feiern. 







Ich war bin ja schon so oft auf den Korber Kopf geradelt, aber dieses Häuschen habe ich erst jetzt entdeckt. 


Sowie diese Platte mit Pfeilen, die in verschiedene Windrichtungen zeigen und einem Spiegel, der leider wieder vollgeschmiert war. 




Auch schön, der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna).


Verloren ins weite Blau, 2022, Eisenblech
 
Verloren ins weite Blau,
blick ich oft hinauf an den Aether und hinein ins heilige Meer,
und mir ist, als öffnet ein verwandter Geist mir die Arme,
als löse der Schmerz der Eisamkeit sich auf ins Leben der Götter.
Friedrich Hölderlin aus Hyperion




Und welche ein schöner Anblick ein Oldtimer, ein Mustang, ich bekomme bei diesem Auto immer Schnappatmung. 
Dicht daneben eine Harley. die hat mich weniger interessiert. 
Ford Mustang Baujahr vermutlich zwischen 1965 und 1967.

Der typische Kühlergrill mit dem Mustang Logo.  





 Immer noch dachte ich, wo denn nun die Mountain Biking Tour anfängt und ich bewunderte den Wald mit dem 

Kleinen Springkraut (Impatiens paviflora), das man übrigens im Wald immer sehen kann. 

Diese Art wächst gerne an schattigen und feuchten Orten, wie unter Bäumen im Wald. Sie breitet sich schnell aus, weil ihre reifen Samenkapseln bei Berührung explosiv aufspringen.  




Sogar Pilze gab es und es gibt dieses Jahr sehr viele. Gestern waren wir fast nur am Pilze fotografieren. 

Ich habe mal wieder in meinem Pilzbuch nachgeschaut und stellte fest, dass es wahrscheinlich eine Buckeltramete (Trametes gibbosa) zu sein scheint.

Sie hebt sich durch ihre helle, ocker, bis weißliche, oft unebene Oberfläche und die feine Porenstruktur auf der Unterseite hervor.  
Sie ist zäh und ungenießbar. 



 Ja und dann habe ich mir den Weg angeschaut, der hier link abgebogen ist. Ich dachte noch, "nee", das fährst du nicht, sondern geradeaus. Aber, wenn der Freund und die Radler das gefahren sind, dann kann ich das auch. 

Habe ich ja auch gemacht, aber der Weg war schon sehr viel Mountain-Biking. 

Bis ich dann angehalten habe und abgestiegen und promt ausgeruscht bin und unter meinem Fahrrad gelegen bin. 

Meine Apple-Watch schrie, denn die ist so eingestellt, dass, wenn etwas passiert man antworten muß, ob man gefallen ist und wenn man nicht antwortet, wird der Notfallkontakt benachrichtigt. 

Klar habe ich das Teil gleich ausgeschaltet, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich vom Rad bei solchen Wegen falle und alleine bin. 

Erst mal überlegt, ob alles in Ordnung ist, das war es und dann eben unter dem Rad hervorgekrochen, 28 Kilo zu bewegen ist nicht so einfach und ich merke schon, dass ich nicht mehr die Kraft in den Armen habe, die ich mal hatte. Aber ich habs geschafft und dann habe ich aber mein Rad auf diesem bescheidenen Weg abwärts geschoben. Es kam aber noch schlimmer, aber das konnte ich nicht mehr fotografieren, denn da galt die Aufmerksamkeit dem Weg. 
Alles Achtung meinem Freund und den Radlern. Die sind das gefahren. 

Tja, das sind halt so diese Überraschungen, wo ich dann sage, du hast so ein Rad, mit dem du das radeln kannst und "no risk no fun"!

Mein Rad wurde gestern übrigens bewundert und ich habe für die Herrschaften auch eine Beratung vollbracht. Ich bin mir sicher, dass sich die Dame des Hauses auch dieses Rad kaufen wird, ob sie damit zurecht kommt, bezweifle ich aber. 

Der Weg sieht auf den Fotos nicht so aus, aber da, wo es schlimm war, konnte ich ja nicht auch noch ein Foto machen. 

Das Blöde ist halt, dass man durch das Laub nicht sieht, was unter dem Laub ist.  




Schließlich war es bewältigt und es ging ins Zipfelbachtal, da mußte ich dann noch eine Zipfelbachfurt überwinden um später zu sehen, dass es auch noch eine Brücke gegeben hätte. 

Hätte ich wissen müssen, denn ich war vor vielen Jahren schon mal hier. 




Ein schönes Tal, aber auch hier wird gebaut und ich mußte einige Umwege hinter mich bringen.

Dann habe ich noch ein Reiher Paar gesehen, das hat aber so gar nicht auf das Bild gewollt. 

 



Über Ludwigsburg-Hoheneck hier habe ich den gestern gezeigten jungen Neckar gesehen, 

HIER  

bin ich noch zum Favoritepark geradelt, weil ich mir die Kastanienallee ansehen wollte. 


 


 Was sehe ich hier, ein weibliches Mufflon, diese Wildart ist im Favoritepark anzutreffen. Eine Wildart zwischen Widder und Schaf. 

Auch hier, wer meinen Blog kennt, weiß, dass im Favoritepark diese Tiere frei herumlaufen.

HIER  


 

Dieses weibliche Mufflon lag hinter einem Stein und bewegte sich nicht, auch, als ich auf sie zuging, lag sie still hinter dem Stein und weit und breit kein Muffelwild in der Nähe. Ich rief dann den Förster an, der mir versprach nach dem Tier zu schauen, ich habs ihm geglaubt und als er dann kam, sprang die Dame auf und ging ihres Weges. Naja, typisch Frau. 

:-))))


Zusammenstellung

Tour am 3. September 2026 
72 Kilometer
1.536 Höhenmeter
769 Climb
767 Downhill
4,00 Stunden Fahrzeit
Gesamtkalorien 2.157 KCAL
Wetter: 17 Grad
Luftfeuchtigkeit 76 %
Luftqualität: 2

CO 2 Einsparung = 11,4 KG

Übrigens, ich habe wieder 45 % Strom mit nach Hause gebracht.
Da habe ich die Kraft in den Beinen, die hätte ich auch gerne in den Armen.  
Muß ich trainieren, die Beine sind ja immer in Betrieb.  

 


Ich dachte, dass ich am Donnerstag die eine größere Tour manchen kann, aber da muß ich zur Fußpflege. 
Dann komme ich erst so gegen 10.00 Uhr weg, das macht auch nichts, denn dann mache ich halt eine Tour von hier aus. Man darf eben immer die Anfahrt mit dem Zug nicht vergessen. 

 

Quelle: Faltblatt zum Skulpturenpfad Korber Köpfe 

 

 

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Laut DSGVO bin ich verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, was mit Ihren Daten passiert, die Sie hier in den Kommentarfeldern hinterlassen. Bitte beachten Sie dazu die
Datenschutzhinweise, die Sie oben in der Startseite finden.

Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt, wie "ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.