Glück ist, wenn das Pech die anderen trifft. *Horaz* -

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"Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen!"

Dieser Post könnte Werbung wegen Ortsnamensnennung und ein Buch enthalten. 

Der Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen löste vor 
80 Jahren den Zweiten Weltkrieg aus.
Die Bombadierung durch die Luftwaffe wurde von Hitler durch erfundene polnische Angriffe und Grenzverletzungen in der Nacht zuvor rechtfertigt. 
England und Frankreich kritisierten den Überfall, jedoch kamen sie Polen nicht zu Hilfe. 


Für mich sollte der Begriff Westerplatte, das ist eine kleine Halbinsel vor Gdansk (Danzig) und der
1. September 1939 schon zur Allgemeinbildung gehören.




 Ich habe schon soviele Berichte über Gdansk in Blogs gelesen, jedoch niemals den Begriff dabei Westerplatte. Dabei gehört das doch zu einem Besuch von Gdansk dazu, das ist aber meine Meinung.
Die Schule wird immer wieder dafür verantwortlich gemacht, dass die jungen Menschen nichts über unsere Vergangenheit wissen, jedoch die Schule streift gewisse Vorgänge in der Geschichte nur, weil das nun im Lehrplan steht. Wenn man einen engagierten Lehrer oder Vater hat wie ich, dann ist das ein Glücksfall.
Ich habe die Vorgänge damals in der Schule auch nicht begriffen und ja doch so groß interessiert hat es mich auch nicht. Aber mein Vater hat mir das schon erklärt.



So wie ich das meinem Sohn erklärt und erzählt habe.

Warum schreibe ich diesen Post, 
weil es nun 80 Jahre her ist und weil die Anzeichen immer größer werden, dass sowas passieren kann.
Wenn ich jetzt so an die kommenden Wahlen denke und was voraussichtlich im 2. Halbjahr 2020 passieren kann (alles konzentriert sich auf das Klima, was ja in Ordnung ist, aber fragt mal bei der Bank nach, vieles bekommen wir gar nicht mit) und vielleicht auch wird, dann kann man nicht genug darauf aufmerksam machen. Was dieser Mann angerichtet hat, ist so unglaublich und noch heute sind die Wunden zu sehen.
Wie sich so ein Krieg ausweiten kann, sollte man sich immer wieder vor Augen führen und sich selbst und auch die Kinder informieren. 

Der 2. Weltrieg kostete 
55 Millionen Menschen das Leben.  





Ich war in Gdansk und ich habe diese wunderschöne Stadt angesehen, aber mein erster Tag führte mich zur Westerplatte. Hier entstanden auch die Bilder.  

Die Westerplatte ist eine kleine Halbinsel vor Danzig und ist heute ein Museum, das dieser Vorgänge gedenkt. 

Die Bevölkerung Polens hatte durch die Politik schon seit Längerem damit gerechnet, dass es mit Deutschland Krieg geben wird. In den Jahren 1934 bis 1938 trat zwar eine gewisse Entspannung zwischen den beiden Ländern ein, die durch eine Art Nichtangriffspakt 1934 den Frieden für 10 Jahre sichern sollte.
Die Regelungen des Versailler Vertrages, der 1919 den polnischen Staat wieder entstehen ließ, blieben ständiger Streitpunkt für das Deutsche Reich. Gebietsverluste von mehr als 40 000 Quadratkilometer hatte dieser Vertrag mit sich gebracht. So waren der größte Teil Westpreußens und der Provinz Posen an Polen gegngen. 
Ostpreußen war weiterhin deutsch, aber vom Reichsgebiet abgetrennt durch den sogenannten "Korridor", Polens Zugang zur Ostsee  Hinzu kamen Gebietsverluste in Oberschlesien und die Entscheidung, das zum größten Teil von Deutschen bewohnte Danzig zur freien Stadt zu erklären. 
Danzig stand damit unter dem Mandat des Völkerbunds und war außenpolitisch von Polen vertreten.
Diesen Zustand wollte Hitler unbedingt revidieren. 

Am 24. Oktober 1938 trafen sich der deutsche Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und der polnische Botschafter Jozef Lipski in Berchtesgaden. Bei einem Essen überreichte von Ribbentrop dem Botschafter Vorschläge und Forderungen, darunter eine exterritoriale Autobahn durch den Korridor und die
"Rückkehr Danzigs ins Deutsche Reich".

Einen Monat nach diesem Treffen in Berchtesgaden im November 1938 gibt Hitler der Wehrmacht den Auftrag einen Plan für eine "handstreichartige Besetzung Danzigs" zu erstellen. Der Druck auf Polen wird immer mehr erhöht. Ende März weist die polnische Seite die Forderungen zurück. Auch Großbritanien und Frankreich sind alarmiert. 
Am 31. März gibt der britische Premierminister Chamberlain eine Garantieerklärung für die polnische Unabhängigkeit und Frankreich schließt sich ein paar Tage später an. 
Hitler lässt daraufhin einen Angriffsplan nicht nur für Danzig, sondern für ganz Polen ausarbeiten - den sogenannten "Weiß-Plan".  Die polnische Regierung versucht Entschlossenheit und Stärke zu zeigen. 
Außenminister Jozef Beck im Mai vor dem Parlament:

„Der Frieden ist eine wertvolle und wünschenswerte Sache. Unsere Generation, die viel Blut in Kriegen vergossen hat, hat den Frieden mit Sicherheit verdient. Und doch hat der Frieden, wie fast alles in dieser Welt, einen Preis. Der ist hoch, aber zugleich auch messbar. Den Begriff des Friedens um jeden Preis kennen wir Polen nicht. Im Leben der Menschen, der Völker und der Staaten gibt es nur ein Gut, das keinen Preis hat: die Ehre!“

Hitler wollte keinen Zweifrontenkrieg und wollte unbedingt verhindern, dass sich der geplante Krieg mit Polen ausweitet. Den am 24. August 1934 unterzeichneten  deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt, bekannt als Hitler-Stalin-Pakt betrachtete Hitler als großen Erfolg. 
Sein Credo, die Schuld an einem kommendenKrieg sollte bei Polen liegen, weil es die deutschen Vorschläge zu einer friedlichen Lösung abgelehnt habe. 

Am 22. August macht Hitler den Oberbefehlshabern der Wehrmacht klar:

„Vernichtung Polens im Vordergrund. Ziel ist Beseitigung der lebendigen Kräfte, nicht die Erreichung einer bestimmten Linie. Auch wenn im Westen Krieg ausbricht, bleibt Vernichtung Polens im Vordergrund.“
Und weiter:
„Ich werde propagandistischen Anlaß zur Auslösung des Krieges geben, gleichgültig, ob glaubhaft. Der Sieger wird später nicht danach gefragt, ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht. Bei Beginn und Führung des Krieges kommt es nicht auf das Recht an, sondern auf den Sieg. Herz verschließen gegen Mitleid. Brutales Vorgehen.

Am Mittag des 31. August erteilte Hitler die "Weisung Nr. 1 für die Kriegsführung" . 
Nachmittags um vier Uhr gab er der Wehrmacht den Marschbefehl. Fingierte polnische Angriffe und Grenzverletzungen in der Nacht auf den 1. September,  der Überfall auf die Radiostation Gleiwitz, sollten den Überfall auf Polen rechtfertigen. 

Hitlers Ansprache vor dem deutschen Reichstag hörten die Deutschen im Radio um 10 Uhr morgens.

„Ich will dafür sorgen, dass im Osten der Friede an der Grenze kein anderer ist, als wir ihn an unseren anderen Grenzen kennen. Ich will nicht den Kampf gegen Frauen und Kinder führen! Ich habe meiner Luftwaffe den Auftrag gegeben, sich auf militärische Objekte bei ihren Angriffen zu beschränken. Wenn aber der Gegner daraus einen Freibrief ablesen zu können glaubt, seinerseits mit umgekehrten Methoden kämpfen zu können, dann wird er eine Antwort erhalten, dass ihm Hören und Sehen vergeht!“

Was nun geschah ist wohl bekannt. Polnische Soldaten hätten in der Nacht auf deutschem Gebiet geschossen, seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen. Für die Polen war der erste Tag furchtbar. Ein Auslandssender des polnischen Rundfunks am Abend des 1. September:

„Die deutsche Luftwaffe und die Armee sind in polnisches Hoheitsgebiet eingefallen ohne entsprechende Kampferklärung. Am frühen Morgen griff die deutsche Luftwaffe eine Reihe von Städten in ganz Polen an. Zeitgleich zu den Luftangriffen haben deutsche Truppen die Grenze verletzt und an mehreren Stellen überschritten. In den Grenzgebieten wird gekämpft. In Danzig wurden drei Angriffe auf die Westerplatte abgewehrt.“

Die Westerplatte, sie hat wie kaum ein anderer Kriegsschauplatz in Polen starke Symbolkraft. 
Sie gilt vielen noch immer als der Ort, an dem der Zweite Weltkrieg begann. 
Am 1. September morgens um 4.47 Uhr wurde das polnische Munitionsdepot auf einer Halbinsel bei Danzig vom deutschen Schulschiff Schleswig-Holstein unter Beschuss genommen. 




Mehr als 200 polnische Soldaten leisteten erbitterten Widerstand - SIEBEN TAGE LANG. Ein Verteidigungskampf, der zum Mythos wurde.  Von Anfang war klar, dass von polnischer Seite 
Niemand der Westerplatte zu Hilfe kommen würde, weil die Chancen für einen Sieg hatten die Soldaten von der ersten Stunde an nicht. 
Nicht nur die Verstärkung der Soldaten auf der Westerplatte bleibt aus, auch Polens Verbündete England und Frankreich kommen nicht zu Hilfe. Dabei würde es zunächst Hoffnung geben.
Chamberlain am 3. September in einer Radioansprache an die Bürger Großbritanniens:

„Ich spreche zu Ihnen vom Kabinettzimmer in der Downing Street Nummer 10. Heute Morgen überreichte der britische Botschafter in Berlin der deutschen Regierung ein Schreiben, in dem es heißt: Sollte Deutschland nicht bis 11 Uhr erklären, seine Truppen aus Polen abzuziehen, dann würde Krieg zwischen uns herrschen. Ich muss Ihnen nun mitteilen, dass kein solcher Schritt erfolgt ist und folglich befindet sich dieses Land im Krieg mit Deutschland. Sie können sich vorstellen, welch ein bitterer Schlag es für mich ist, dass mein langer Kampf, den Frieden zu erhalten, gescheitert ist.“


Die Polen nehmen die Nachricht von der britischen und kurz danach von der französischen Kriegserklärung mit Begeisterung an.
Die Polen müssen aber bald erkennen, dass die Verbündeten keine Offensive im Westen beginnen, um damit die polnische Armee zu entlasten.  
Die Verbündeten führen einen Sitzkrieg
Man hofft zu einem späteren Zeitpunkt schlagkräftiger zu sein. Die Lage für Polen ist aussichtslos. 

Am 17. September rückt die Rote Armee in Ostpolen ein. Am 6. Oktober, einen Monat nach dem deutschen Überfall kapitulieren die letzen polnischen Truppen. 


Dann beginnt in Ostpolen auch die Herrschaft Stalins.

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Beim Massaker von Katyn (auch Massenmord oder Massenerschießungen von Katyn, oft kurz Katyn) erschossen Angehörige des sowjetischen Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten (NKWD) vom 3. April bis 11. Mai 1940 etwa 4400 gefangene Polen, größtenteils Offiziere, in einem Wald bei Katyn, einem Dorf 20 Kilometer westlich von Smolensk. Diese Tat gehörte zu einer Reihe von Massenmorden an 22.000 bis 25.000 Berufs- oder Reserveoffizieren, Polizisten und anderen Staatsbürgern Polens, darunter vielen Intellektuellen. Die Entscheidung zu diesen Massenmorden fällte der sowjetische Diktator Josef Stalin, die daraufhin vom Politbüro der Kommunistischen Partei befohlen und an mindestens fünf verschiedenen Orten in den Unionsrepubliken Russland, Ukraine und Weißrussland ausgeführt wurden. Der Ortsname „Katyn“ repräsentiert in Polen diese Mordreihe und wurde zum nationalen Symbol für das Leiden von Polen unter sowjetischer Herrschaft im Zweiten Weltkrieg.

Im Sommer 1942 fanden polnische Zwangsarbeiter der Deutschen bei Katyn ein Massengrab der Ermordeten. Das NS-Regime gab die Funde ab 11. April 1943 bekannt, um die Anti-Hitler-Koalition zu schwächen und von eigenen Verbrechen abzulenken. Die Sowjetunion leugnete ihre Verantwortung, lehnte eine internationale Untersuchung ab und lastete das Verbrechen dem NS-Regime an. An dieser Geschichtsfälschung hielt sie bis 1990 fest. 

Volkskommisar Beria die Schlüsselfigur der stalinistischen Säuberungen.

1990 bekannte sich der damalige Kremlchef
Michail Gorbatschow zur Schuld seines Landes


Quelle: Wikipedia 
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn

Zum Massaker von Katyn gibt es einen hervorragenden Film. 

Regie führt der großartige Regisseur

Andrzej Witold Wajda



Auch sehr sehenswert ist der Film "Der Pianist"
Regie Roman Polanski,
nach einer wahren Begebenheit.

Man wird immer wieder nach der Klaviermusik gefragt.
Es ist das Nocturne in cis-moll von Frederic Chopin einem großen Polen. 






Man muß Geschichte nicht unbedingt in der Schule unterrichten. Man ist soviel im Internet und wenn man möchte, kann man sich hier sehr gut über seine Geschichte informieren und es gibt gute Filme und es gibt auch Bücher!!!! 

Wer starke Nerven hat darf sich gerne diese Dokumentation ansehen. 

https://www.youtube.com/watch?v=Cz3keutWNVs


Nicht nur die Deutschen haben Verbrechen begangen, auch andere Völker, nur vergisst man das gerne. 
Allerdings hat wohl kein Volk einen Massenmord so akribisch und sorgfältig geplant, wie die Nazis. 
In Berlin gibt es das Haus der Wannseekonferenz. Ich war schon schon dort, es war das erste, als ich mir Berlin angesehen habe. 




Die Polen sind ein friedliebendes Volk, das immer  immer wieder nur hin- und hergeschoben wurde. Mal von den Deutschen, dann von den Russen. Dass sie danach nicht so gut auf die Deutschen und die Russen zu sprechen waren, wie viele andere Völker auch, dürfte wohl klar sein.
Aber das hat sich zum heutigen Zeitpunkt auch geändert.
Als ich in Polen war, habe ich keinen einzigen unfreundlichen Menschen gesehen. Das war in England 
1990 ganz anders.  -----------------------------------

Hitler hatte das Ziel, den polnischen Staat und seine Gesellschaft zu vernichten. Bis 1945 sterben rund 15 Prozent der polnischen Bevölkerung, darunter etwa drei Millionen Juden. 

Ich danke dir, wenn du bis hierher durchgehalten hast.  Ich bin mir bewußt, dass diesen Post sehr wenige lesen werden, aber wenn nur ein oder zwei bis hierher durchgehalten haben, dann ist das für mich schon sehr wichtig, vor allem auch deshalb, weil man manche Zusammenhänge auch besser verstehen kann. Die Entwicklung in unserem Lande macht mir große Sorge auch, dass ich mir überlegt hatte, ob ich diesen Post schreiben soll.


Die Geschichte der polnischen Nationalhymne findest du hier: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Mazurek_D%C4%85browskiego

Als Quelle für diesen Post diente mir das Buch

Der Überfall
Deutschlands Krieg gegen Polen
von 
Dr. Jochen Böhler.



Es ist 2009 erschienen und da habe ich mir das Buch gekauft und es ist immer und immer wieder ein hervorragendes Nachschlagewerk.

Und hier nur ein kurzer Einblick ins Buch. 



Achso auch hier Werbung. Das Buch wurde von mir gekauft, nicht gesponsort.

Kommentare

  1. Guten Morgen,
    ein hervorragender Bericht.
    Er eignet sich auch, um Geschichtslücken aufzuarbeiten.
    Leider haben manche Leute gar keine Ahnung und wohl eher kein
    Interesse unsere Geschichte zu erhalten. Bald sind alle Zeitzeugen verstorben
    und man vergißt vieles.
    Vielen Dank für den Bericht.
    Klaus Herwig

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  2. Danke für diesen lesenswerten Beitrag, liebe Eva.
    Viele Grüße
    Anni

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  3. Da ich mit einem Danziger verheiratet bin, ist die Westerplatte und die ganze Geschichte drumherum natürlich immer Thema gewesen und bei Besuch der Stadt ein Besichtigungspunkt.
    Ich stimme dir zu, dass man als Deutscher in Polen nicht so viele Ressentiments erlebt wie in England, da ist man schon mal schnell der Nazi gewesen ( ich war aber auch das letzte Mal 2001 dort ). Insgesamt habe ich in vielen Orten Europas, wo die Deutschen übelst Zivilisten aus purer Rache gemordet haben - in Griechenland, Ex.-Jugoslawien, Frankreich z.B. - immer freundlich die Hand entgegengestreckt bekommen. Deshalb ist mir Europa auch eine Herzenssache, denn die Versöhnung war immer der Wunsch auch der Nachkriegsgeneration.
    Ich werde heute Mittag einen Post frei schalten, der deinen ergänzen wird.
    LG
    Astrid

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  4. Ich kann da nur wauzen, spannen, spannend was du da aufgearbeitet hast . Ich und mein Frauchen staunen ob dem Einblick in die Geschichte - erst 80 Jahre und für uns unvorstellbar.
    Ob die Menschen da dazugelernt haben - bleibt unklar.
    Mit tiefgründigen Gedanken grüssen Ayka mit Frauche

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  5. Liebe Eva,
    zum heutigen Gedenktag ein wichtiger und unbedingt lesenswerter Beitrag von Dir. Ich kenne das Buch zwar nicht, Deine Einblicke machen aber neugierig auf mehr.
    Liebe Sonntagsgrüße
    moni

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  6. Liebe Eva,
    selbstverständlich habe ich deinen Beitrag bis zu Ende gelesen und es war sehr interessant. Wenn ich zur Zeit die Nachrichten über ein beginnendes Wettrüsten so höre, wird mir Angst und Bange.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  7. Hallo Eva,
    natürlich habe auch ich den Beitrag ganz gelesen und könnte noch viel eigene Erfahrungen dazu schreiben, ich tat es ja schon einmal bei dir im Blog. Meine Wurzeln liegen ja in Polen, Konin mein Geburtsort, von daher habe ich Bezug zu dem Geschehen damals. Ich bin auch der Meinung, der Jugend sollte dieses Geschehen jedes Jahr neu ins Gedächtnis gerufen werden, damit sie in ihrer Zukunft nicht so leichtsinnig allen Großmäulern hinterher laufen, auch nicht als Protest. Da sind auch wir Alten stark gefordert.
    Liebe Grüße
    machs gut,
    Edith

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  8. Hallo, ich habe durchgehalten. Dabei wollte ich nur kurz schauen, wer bei mir kommentiert hat.
    Auch mir macht die aktuelle politische Lage Angst. Ich hoffe sehr, dass die Menschen zur Besinnung kommen, ehe es zu spät ist und dass wir den Frieden bewahren können.
    LG von TAC

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    1. Woher kommt es, dass in den neuen Bundesländern die Menschen diese Partei gewählt haben.
      Herr Gauland hat es gestern gesagt, die AfD wird überall ausgerenzt und genau das meinen
      die Menschen in den neuen Bundesländern, also fühlen sie sich mit der Partei verbunden, die sowas erzählt.
      Lieben Gruß Eva

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  9. 80 Jahre ..eine lange Zeit
    und doch gibt es noch Menschen die es erlebt haben
    und denen es unauslöschlich eingebrannt ist
    ein Gedenktag der mahnt
    und doch gibt es schon wieder "Verschwörungstheoretiker" die das Ganze als Fälschung hinstellen wollen ..als Verleumdung
    man kann nur den Kopf schütteln
    ich tu mir den Schmutz nicht an ..aber ich sehe die Überschriften :(

    warum die Menschen AFD wählen??Ich kann es nicht verstehen
    man kann ja unzufrieden sein
    man kann Kritik üben
    und man kann Alternativen wählen .. das muss nicht diese Partei sein
    noch viel besser ist es sich selber einzubringen
    wenn man Veränderungen möchte darf man nicht die Hände in den Schoß legen und darauf warten dass Andere es richten werden

    liebe Grüße
    Rosi

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  10. Hallo Eva,

    aufgrund sehr knapp bemessener Zeit habe ich Deinen Post erst heute gelesen. Ich lese immer alle Posts bis zum Ende. Ich bin sehr beeindruckt über Deine umfangreiche Darstellung diese Ereignisses. Ich wußten zwar was an diesem Tag passiert ist, aber so detailliert habe ich das noch nie gelesen bzw. gehört. Ich bin in der damaligen DDR aufgewachsen und zur Schule gegangen. Uns wurde das von klein auf immer und immer wieder erzählt, aber nicht die ganze Wahrheit. Mir war ganz neu, dass Stalin auch gleich zu Beginn des Krieges in Polen einmarschiert ist und so viele Menschen ermorden ließ.
    Ich bin Dir wirklich dankbar, das Du so viel Geschichte in Deinen Posts verarbeitest. Ich habe schon viel von Dir gelernt. 🙂 Sicher steht es jeden frei sich mit der Geschichte zu befassen. Gerade wenn ich solche Posts bei Dir lese, nehme ich mir immer vor, mich noch intensiver damit zu beschäftigen. Letztendlich fehlt mir einfach die Zeit. Ich bin in Vollzeit angestellt, habe ein Haus und ein großes Grundstück zu versorgen und habe eine kleine Hobbyimkerei.
    Ich bin auch immer sehr beeindruckt, wenn Du über Deinen Vater schreibst. Du kannst Dich sehr glücklich schätzen, das er Dir so viel erzählt und beigebracht hat. Mein Vati musste auch im 2. Weltkrieg an die Front. Er ist 1942 mit gerade mal 16 Jahren einberufen wurden. Er hat viel erleben müssen und ist erst Ende 1945 aus der Gefangenschaft nach Hause gekommen. Leider hat er erst die letzten Jahre darüber gesprochen, was er so erlebt hat. Er hat wahrscheinlich versucht viel zu verdrängen. Für mich ist das kaum vorstellbar, so etwas erleben zu müssen. Es ist ganz wichtig, diese Erinnerung wach zu halten und vor allem die vielen Einzelschicksale nicht zu vergessen, denn diese zeigen ganz detailliert das ganze dramatische Ausmaß eines Krieges.

    Viele liebe Grüße und Dir einen schönen Tag!
    Ute

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    1. Liebe Ute,
      vielen Dank für deinen guten Kommentar. Es ist gut, wenn du etwas aus meinem Post gelernt hast, dazu mache ich mir ja auch die Mühe, um die Menschen auf manches aufmerksam zu machen.
      In der DDR hat man natürlich über diese Dinge nichts gelernt, das weiß ich wohl und die Verbrecher waren ja nur in Westdeutschland.
      Aber eines fand ich schon gut, es gab ein Fach Staatsbürgerkunde und da haben die Kinder doch einiges über ihren Staat gelernt, manchmal halt auch Lügen. Aber sie wußten da schon über manches Bescheid.
      Wenn ich von einem BEkannten höre, der Personalchef ist und Einstellungen macht und die Bewerber fragt, da ist der manchmal auch erstaunt, wenn er auf die Frage hört, wer war der erste Bundeskanzler
      Adolf Hitler.
      Aber das ist nicht der einzige Fall, die jungen Leute wissen heute so wenig. Leider!
      Die Jugendlichen sind damals um ihre Jugend betrogen worden, mein Onkel Erwin war 17, als er in russische Gefangenschaft geraten ist. Er hat nicht viel erzählt, aber das was er erzählt hat, war nicht gerade toll. Er war in einem Erzbergwerk in Sibirien.
      Man weiss vieles nicht und ich denke, ich werde doch in dieser Hinsicht den einen oder anderen Post noch schreiben.
      Mit ganz lieben Grüßen Eva, die sich freut, dass doch ein wenig angekommen ist.
      Ist wirklich positiv gemeint.
      Lieben Gruß Eva

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