St. Stephan in Mainz und die Fenster von Marc Chagall und Charles Marq
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"Ich bin sicher, daß Rembrandt mich liebt."
"Wenn nur Farbe da ist. Und Poesie. Der Höhepunkt der Poesie ist für mich die Bibel."
Marc Chagall
Letzte Woche war einiges los. Am Samstag hatten wir eine Einladung - sie war schon lange geplant - eines früheren Kollegen nach Mainz.
Marc Chagall, Fenster im Chor.
Anschlußfenster von Franz Marq,
Drei Fotos vom Kollegen
Was wir nicht bedachten, es war Weinfest und es war Markt. Menschen über Menschen.
Wir hätten gerne beim früheren Kollegen übernachten können, sind aber spät am Abend nach Hause gefahren, weil ich am Sonntag eine Führung auf dem Mörike-Pfad in Cleversulzbach hatte. Manchmal kommt eben alles zusammen, es war auch so in Ordnung.
So sind wir dann noch gegen 22.00 Uhr nach Hause gefahren und waren, es lief gut auf der Autobahn, um
Besichtigt haben wir sehr sehr viel. Der Kollege zeigte uns Mainz, da braucht man keinen Stadtführer mehr. Was mich aber sehr interessierte war die Kirche St. Stephan und die Fenster von Chagall und Marq.
St. Stephan wurde um 990 auf Veranlassung des Erzbischoffs von Mainz und Erzkanzler des Reiches, Willigis (gest. 23.02.1011) von Kaiser Otto III. als Kollegialstift, eine Gemeinschaft von Weltpriestern errichtet.
Eine sehr umfangreiche Geschichte umgibt diese Kirche. Im zweiten Weltkrieg 12./13.08.1942,
21.09.1944 und 27.02.1945 wurde die Kirche fast völlig zerstört.
Mainz wurde im 2. Weltkrieg zu 80 % zerstört, dazu gehörte auch ein großer Teil der Altstadt.
Von der St. Stephans-Kirche blieben nur die Außenmauern, Säulen und wenige Gebäudereste erhalten. Dank der Hilfe des Bistums und dem unermüdlichen Bemühen von
Pfarrer Adolf Jäger wurde der Wiederaufbau gewagt und das Verlorene möglichst getreu ersetzt.
Pfarrer Adolf Jäger wurde der Wiederaufbau gewagt und das Verlorene möglichst getreu ersetzt.
Im Frühjahr 1973 wandte sich Pfarrer Klaus Mayer an
Marc Chagall, den "Meister der Farbe und der biblischen Botschaft" mit der Bitte im Ostchor der Stephanskirche mit von ihm gestalteten Kirchenfenstern ein Zeichen zu setzen.
Marc Chagall, den "Meister der Farbe und der biblischen Botschaft" mit der Bitte im Ostchor der Stephanskirche mit von ihm gestalteten Kirchenfenstern ein Zeichen zu setzen.
Der Kontaktaufnahme folgten Briefe und Begegnungen. Dank Marc und Vava Chagall begann der Künstler im Jahr 1976 mit dem Entwurf für das Mittelfenster, der im Februar 1977 vollendet war.
Nach Fertigstellung des Entwurfs begannen die Arbeiten im Atelier Jacques Simon in Reims.
Mit Charles Marq und Brigitte Simon hat Marc Chagall seit 1957 seine berühmten Fenster realisiert. Ende Juni 1978 führte Marc Chagall eigenhändig die Schwarzlotmalerei auf dem Fenster aus. Am 23. September 1978 übergab
Dr. Bernhard Vogel das erste Chagall-Fenster als Stiftung des Landes Rheinland-Pfalz, in Anwesenheit von
Vava Chagall.
Marc Chagall wollte mit diesen Fenstern auch ein Zeichen auf die deutsch-französische Freundschaft setzen.
Dr. Bernhard Vogel das erste Chagall-Fenster als Stiftung des Landes Rheinland-Pfalz, in Anwesenheit von
Vava Chagall.
Marc Chagall wollte mit diesen Fenstern auch ein Zeichen auf die deutsch-französische Freundschaft setzen.
Das erste was einen beim Anblick der Fenster fasziniert, sind die Farben, die das Lebensgefühl unmittelbar ansprechen. Sie erzählen von Optimismus, Hoffnung und Freude am Leben. Seine Lebensbejahung und Hoffnung entnimmt Chagall aus der Bibel. Alleine schon von den singenden Farben hat Chagall die Gabe etwas davon auf den einzelnen Betrachter überspringen zu lassen.
Marc Chagall sieht die Welt und Gottes Schöpfung. Deshalb ist alles was er malt, zutiefst hintergründig, offen auf Gott hin und letztlich religiös.
Marc Chagall sieht die Welt und Gottes Schöpfung. Deshalb ist alles was er malt, zutiefst hintergründig, offen auf Gott hin und letztlich religiös.
Der Stil von Marc Chagall ist unverwechselbar und in Anlehnung, der zu den Wegbereitern des Surrealismus gehört, nennt der Künstler seine Kunst "Supranatural".
Mit den Fenstern der Stephanskirche wollte der Künstler ein Zeichen setzen.
Auf die einzelnen Fenster gehe ich hier nicht ein, das muß man selbst gesehen haben und jetzt im Nachhinein tue ich mich wirklich schwer, zu sagen welche welche Fenster sind.
Chagall wußte, dass ein Künstler besonders qualifiziert sei, die Anschlußfenster im nördlichen und südlichen Seitenschiff zu gestalten.
Charles Marq, Seniorchef des Ateliers Jacques Simon in Reims, mit ihm verband Marc Chagall eine über
28-jährige Feundschaft.
Im Programm und der Führung in der Stephanskirche gab es noch ein kleines Orgelkonzert von
Franz Liszt "Salve Regina" und von
Charles-Maria Widor, die "Toccata" aus der 5. Orgelsinfonie g-moll.
Ich bin ein großer Verehrer von Charles-Marie Widor und diese Toccata liebe ich seit 1959, als meine Schwester und mein Schwager heirateten und sie zu dieser Toccata zum Altar gingen.
Schon damals war ich von diesem kraftvollen Werk begeistert und ja der Organist "zieht tatsächlich am Spieltisch alle Register".
Wieder einmal bin ich begeistert von der Fußarbeit, die ein Organist leistet. Ich sehe das immer bei unserer Chorleiterin, die ja auch Organistin ist.
Es war wundervoll zu dieser Musik die wundervollen Fenster der Stephanskirche anzusehen.
Neben Bach gehört Widor für mich zu den Größten der Orgelmusik.
Zu seiner "Toccata" meinte Charles-Marie Widor:
„Ich habe bei dieser Toccata den Manualklavieren eine Figur von äußerst
rascher und gleichmäßig fließender Bewegung gegeben, um den breiten
Triumphgesang des Doppelpedals im Wiederholungsteil desto
eindrucksvoller zu gestalten".
Dieser Aussage kann ich durchaus zustimmen. Schau selbst!
Franz Liszt "Salve Regina"
Heute bekommen wir Besuch und es gibt einen Kuchen, den serviere ich am Dienstag und morgen werden wir uns - nachdem diese Woche nicht viel mit dem Rad passiert ist, aufs Rad schwingen und ich bin sicher, dass das doch einiges geradelt wird.
Määnzer Mädcher
Der Mädchenbrunnen am Ballplatz in Mainz, der durch den Brunnen eine Aufwertung bekommen hat.
Die Mädchen stehen im Regen und sind doch gut geschützt. Drei Määnzer Mädcher halten aufgespannte Regenschirme in der Hand.
Die Tauben sitzen auch einträchtig beieinander.
Der Brunnen wurde 1978 vom Salzburger Kunstprofessor Josef Magnus geschaffen.
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Der Betrieb des Brunnens wird durch eine großzügige Spende des Rotary Clubs Mainz ermöglicht.
Mehr Mainz gibt es demnächst.
Meinen Post schicke ich heute zum
und zum




























Hallo Eva,
AntwortenLöschenwenn die Fenster schon auf den Bildern so wunderschön sind, wie müssen sie dann erst vor Ort strahlen wenn die Sonne ihre Strahlen hinschickt. Das ist Kunst, die mir sehr gut gefällt. Überhaupt kein Vergleich zu dem hochgelobten Richter-Fenster im Kölner Dom, das ich nur hässlich finde.
Die drei Mädels im Brunnen sind ja gut beschirmt, denen macht das Wasser nichts aus und die Tauben fühlen sich wohl auch wohl dort.
Viel Spaß am Wochenende und liebe Grüße
Arti
Liebe Arti,
Löschenes ist eben Chagall und die Farben nicht nur eintöiges grau,weiß,schwarz.
Doch und die Führung war so wunderbar und wurde so gut rübergebracht.
Im Mainzer Dom gibt es auch noch zwei Fenster, aber die kommen noch.
Nach Köln muß ich auchn ochmals aber dieses Jahr nicht mehr, dann schau ich mir die Fenster an.
Lieben Gruß Eva
Ja, Rembrandt liebte zweifellos Marc Chagalls Farben und Kreativität! Vielleicht neidisch auf Chagalls unerschütterliche Phantasie. Atemberaubende Glasfenster. Ich mag die Arbeit des Künstlers und die Menschen- und Tierfiguren, die am Himmel fliegen. Liebe Grüsse, riitta
AntwortenLöschenWas für tolle Fenster - ich kannte sie nicht. Ich mag Marc Chagall sehr und bewundere viele seiner Werke. Die Fenster sind sehr schön, durch die blaue Farbe haben sie etwas Mystisches... Danke fürs Zeigen, man lernt bei Dir immer so tolle Ecken von Deutschland kennen.
AntwortenLöschenMein Beitrag zum Klimaschutz, ich fliege nicht mehr. Ich war in sovielen Länder und habe leider zu spät festgestellt, was wir für Schätze in Deutschland haben.
LöschenDie muß ich alle noch entdecken, solange ich kann.
Liebe Grüße Eva
Liebe Eva,
AntwortenLöschenwas für ein sagenhaftes Blau...die Fenster müssen in natura beeindruckend sein, ich kenne sie nur von Bildern. Danke dir auch für deine Info rund um die Glasfenster.
Hab einen schönen Tag und morgen eine schöne Radtour.
Lieben Gruß, Marita
Chagall: Man kennt ihn gleich. Im Fraumnünster in Zürich gibt es auch Fenster von Chagall. Liebe Grüsse von mir
AntwortenLöschen'Es gibt verschiedene Fenster, in Zürich habe ich die Fenster, die übrigens auch ein interessante Interpreation haben schon gesehen, als ich in der Oper war und mit mit Samuel Ramey den
LöschenDon Giovanni angesehen habe. Das ist aber auch schon einige Zeit her.
Das war damals eine Studienfahrt.
Hier ist aber auch das Giacomettifenster nicht zu verachten, das war schon vor Chagall da.
Lieben Gruß Eva
Guten Morgen liebe Eva,
AntwortenLöschenwie beeindruckend diese Kirchenfenster in echt sein müssen. Herrlich dieses Blau. Ich habe das icht gewusst mit den Kirchenfenstern, aber sollte ich mal Mainz besuchen, werde ich auch in diese Kirche gehen. Schön das Du auch im Inneren fotografieren durftest!
Es gab vor einigen Jahren im Sprengelmuseum eine wundervolle Ausstellung "Marc, Macke und Chagall". An diese denke ich immer wieder gerne zurück ...
Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende
Kirsi
Ein herrlicher Post, liebe Eva. In Mainz war ich selbst noch nicht... aber wer weiß, ob mich der Weg noch dorthin führen kann?!
AntwortenLöschenWundervolle Impressionen brrachtest Du mit. Den Text werde ich morgen nochmals in aller Ruhe genießen und lesen. Ich bin gespannt!
Das Licht durch die fantastischen Kirchenfenster ist jeweils wie ein Gemälde - es wird je nach Tageszeit neu gemalt.
Herbstbunte Grüße aus Augsburg von Heidrun
Liebe Eva,
AntwortenLöschendie Fenster sind nicht nur beeindruckend, sie sind ein Erlebnis! Selbst auf den Fotos. Mir sind auch zuerst die wundervollen Farben aufgefallen. Es muss toll sein, diese Fenster aus der Nähe zu sehen, und Mainz ist von uns aus nur 130 km weit weg. Da werde ich mit Loretta hinfahren. Danke für den Tipp.
Das Lied vom Wind gefällt mir auch sehr gut.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
Viele liebe Grüße
Wolfgang
Liebe Eva,
AntwortenLöschenich kenne natürlich den Stephansdom und die berühmten Chagall-Fenster. Deine Bilder sind wunderschön und zeigen viel von der besonderen Schönheit dieser Glasmalerei. Ich habe mal ein sehr schönes Konzert in dieser Kirche gehört und dabei wirkten die Fenster zusammen mit der Musik doppelt schön.
Liebe Grüße zum Wochenende,
herzlichst moni
Wie kommst du denn darauf? Wer verwechselt denn St. Stephan mit dem Mainzer Dom
AntwortenLöschenHier ging es um die Schreiterfenster und die gibt es auch im Mainzer Dom, die sind aber weitaus nicht so schön wie die von Chagall.
Ich kann schon Str. Stephan vom Mainzer Dom unterscheiden, das ist ja auch eine ganz andere Bauweise und der Mainzer Dom ist weitaus größer, der kommt noch und noch vieles andere mehr.
Lieben Gruß Eva
So jetzt konnte ich mich nochmals vertiefen und genießen... inklusive der stimmigen Orgelmusik.
AntwortenLöschenHab einen schönen Sonntag, liebe Grüße von Heidrun
Ach Eva,
AntwortenLöschendas hätte ich Dir auch alles erklären können.
Am Ballplatz hoch bin ich aufs Gymnasium gegangen, und unser damaliger Kunstlehrer hat uns mehr als einmal in die Kirche geschleppt, damit wir Marc Chagall bewundern konnten.
Damals fanden wir es soooo langweilig, heute finde ich die Fenster klasse.
Und den Brunnen kenne ich natürlich auch noch.
Dir einen schönen Abend, lieben Gruß
Nicole
Das habe ich nicht gewußt, aber so war es auch mit dem Kollegen nett.
LöschenWenn du Mainz kennst, es kommen noch ein paar andere Sachen von Manz.
Aber ob du das kennst? Schau am Mittwoch vorbei.
Lieben Gruß Eva
Hallo Eva nun schaffe ich es endlich zu Dir. Deinen Blog hebe ich mir immer zum Schluss auf. Damit ich in Ruhe lesen kann. Das war ja ein schöner Ausflug. Sehr interessante Gestaltung der Fenster. Was für eine tolle Leistung.
AntwortenLöschenIch wünsche Dir einen schönen Start in die neue Woche. Herzlichen Gruß Sylvia
Liebe Eva,
AntwortenLöschendie Fenster sind beeindruckend, allein die Farben sind wunderschön. Es muss herrlich aussehen, wenn dort die Sonne hindurch funkelt. Tolle Fotos hast du mitgebracht. Der Brunnen gefällt mir auch sehr. So niedlich wie die Tauben dort sitzen. es scheint eine Riesenbadewanne für die Tauben zu sein.
Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen
Liebe Eva,
AntwortenLöschenwir haben in Metz Fenster von Chagall bewundern können, ihre Farbenpracht ist einmalig. Man hat damals sein Handwerk verstanden. Ich wundere mich immer wieder darüber, wie sie damals so tolle Farben mischen konnten und über die vielen Jahre immer noch ihre Leuchtkraft erhalten konnten.
Liebe Grüße
Edith
Liebe Eva,
AntwortenLöschenja, diese Fenster sind einzigartig schön, ich habe sie oft gesehen, denn mein Bruder lebte in Mainz ;O)
Danke für die schönen Bilder!
Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️
ich kenne die Fenster aus einem Buch
AntwortenLöschenin natura habe ich sie noch nicht gesehen
das ergab sich einfach nicht ;)
die Farben sind schon beeindruckend
lustig ndie Tauben im Brunnen ;)
liebe Grüße
Rosi