Von Bruchsal über das Wasserschloß Menzingen nach Hause
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Eigentlich sollte ja heute Musik am Samstag kommen. Aber ich habe soviele Posts noch nicht fertiggestellt, dass ich das jetzt auch mal über die Bühne bringen möchte.
Da ich heute ins Leudelsbachtal gehe und morgen auf dem Rad bin und schon wieder Posts warten. Zeige ich heute meine Tour vom Mittwoch.
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Am Mittwoch hatte ich mich dazu entschlossen eine Tour zu radeln.
Leider war es morgens noch saukalt. Plus 2 Grad und auf dem Rad ist das schon recht frisch.
Ich wollte die Tour in Bruchsal am Bahnhof beginnen.
Ich hatte schon vorher immer wieder geschaut, ob auch die Aufzüge in Ordnung sind. Waren sie auch in Bietigheim am Bahnhof.
Irgendwo sind auf sämlichen Strecken Baustellen. Der Zug fährt normalerweise von Bietigheim direkt nach Bruchsal. Im Moment aber nicht und so mußte ich in Vaihingen-Enz oder in Mühlacker umsteigen. Vaihingen-Enz ist für einen Radler viel besser, weil man da von Gleis zu Gleis hüpfen kann.
Was auch gut geklappt hat. Alles lief pünktlich und ohne Probleme.
Der Zug kam dann auf Gleis 4 an und die Aufzüge waren auch in Ordnung, da hatte ich schon Bedenken.
Ich wollte im Kraichgau radeln und wer den Kraichgau kennt, der weiß, dass das das Land der 1.000 Hügel ist. Dass ich soviele Höhenmeter machen würde, hätte ich nicht gedacht, aber es kamen dann auch noch ein paar Baustellen dazu, weil manche Wege gesperrt waren. Aber da habe ich inzwischen keine Bedenken mehr, dass der Strom nicht reichen könnte. Mit dem alten Rad hat er immer gereicht und dem Rad hier auf jeden Fall auch.
Vor ein paar Jahren war ich schon mal an der Ruine des Wasserschlosses Menzingen und da wollte ich dieses Mal wieder hin.
Damals habe ich die Tour von Heilbronn aus gemacht und bin dann heimgeradelt, war damals auch schön. Nur hatte ich mich damals im Wald so verfahren, dass ich fast nicht mehr herausgefunden habe.
Über Ubstadt-Weiher ging es in Richtung Unteröwisheim, ich bin ein Teil dieser Strecke tatsächlich schon mal geradelt.
Und schon wieder habe ich etwas gelernt, denn als ich durch die Straßen in Unteröwisheim geradelt bin, habe ich eine nette Frau getroffen, die mir alles erklärt hat.
Unteröwisheim liegt in der Hügellandschaft des Kraichgaus und ist ein Stadtteil der Stadt Kraichtal.
711 wurde der Stadtteil erstmals als Auwinsheim erwähnt. Der Ort kam von den Grafen von Calw über die Welfen und die Staufer vor 1300 in den Besitz der Markgrafen von Baden. Markgraf Friedrich II. von Baden überließ 1346 dem Kloster Maulbronn die Hälfte der Ortsherrschaft, die andere Hälfte folgte dann 1411.
Über Maulbronn übte die Pfalz die Schirmherrschaft über den Ort aus. Seit der Reformation übte Württemberg die Ortsherrschaft und übernahm den Maulbronner Pfleghof, das sogenannte Schloß Unteröwisheim.
Ab 1819 gehörte Unteröwisheim zum Oberamt bzw. Bezirksamt Bruchsal.
Am 1. September 1971 vereinigte sich Unteröwisheim mit der Stadt Gochsheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen, Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheim zur neuen Stadt Kraichtal.
Ganz interessant ist auch die evangelische Kreuzkirche, die leider verschlossen war.
Diese Kirche wurde im Weinbrenner-Stil neu erbaut und besitzt eine denkmalgeschützte Orgel von Wilhelm Friedrich Overmann.
Schade, diese Orgel hätte ich gerne gesehen.
Wer meinen Blog liest, dem ist Friedrich Weinbrenner sicherlich ein Begriff.
Leider, leider kommt man an die Kirche überhaupt nicht ran, alles mit Verkehrszeichen usw. ausgestattet.
Das Schloß Oberöwisheim
In der Frühzeit Sitz der Herren von Öwisheim. Nachweislich stand bereits 1247 im Hof des Arsenals eine Kapelle "St. Jakobus".
1346 wurde die Anlage an das Kloster Maulbronn verkauft, das hier einen Pfleghof errichtetet. Der Pfleghof war ein Klösterliches Verwaltungszentrum, von dem aus zehn verschiedene Orte verwaltet wurden.
Der Pfleger (Verwalter/Amtmann) übte die Gerichtsbarkeit aus, er war zuständig für das Einziehen der Abgaben und Steuern für die Verwaltung und Verteidigung.
1826 wurde die "Jakobs-Kapelle" bzw. "Schlosskirche" aufgegeben. Eine Steintafel, die an den Neubau der Kirche von 1709 erinnert wurde gesichert und an der Toreinfahrt des Hauptgebäudes angebracht.
1847 wurde das Schloß Areal von der Stadtgemeinde erworben und eine Schule mit vier Schulräumen eingerichtet. 1908 - 1911 wurde im hinteren Teil des Schlosshofes ein neues modernes Schulhaus gebaut, es galt als eines der Schönsten in der Region. Nach dem Neubau der Eisenhutschule wurden mehrere Gebäudeteile als Sozialwohnungen von den Vereinen genutzt.
1989 wurden der Dachstuhl und das Obergeschloß des Hauptgebäudes durch einen Großbrand zerstört.
1991 hat der CVJM Landesverband Baden das Areal für seine "Lebenshaus-Arbeit", Tagungsstätte und Geschäftsstelle erworben und vorbildlich wieder aufgebaut bzw. saniert.
Sehr schön finde ich das alte Rathaus in Oberöwisheim.
Nun zu etwas ganz besonderem, der hat mir schon gut gefallen.
"Der Kerschdekipper"
Eine besondere Eigenheit des Kraichgauer Humors sind die Ortsneckereien. Fast jedes Dorf im Kraichgau hat seine eigene, meist unverwechselbare Geschichte, die den Bewohnern einen „Uznamen“ eingebracht hat. So werden Leute aus Zeutern auch als „Weinschläuch“ bezeichnet, die Weiherer sind „Schnecke“ und Odenheimer sind auch als „Linsenbäuch“ bekannt.
Kein Ort im Kraichgau identifiziert sich so stark mit der Kirsche wie
Unteröwisheim. Sie hat den Bewohnern nicht nur den Spitznamen
„Kerschdekipper“ gegeben, sondern auch eine ruhmreiche Vergangenheit.
Das Gedicht „Der Lebenslauf einer Kirsche“ von der Ur-Unteröwisheimerin
Linda Hettinger gibt uns ein Bild des Geschichtsverlaufes. Es beginnt
mit den Zeilen:
Als sie reif waren, kam der Bauer und probierte.
Er stellte fest, das ist eine ganz besondere Sorte,
sehr edel und fein, die Schwarze Glanzkirsche.“
So ist die Schwarze Glanzkirsche das Symbol Unteröwisheims, mit dem sich das Dorf bis heute identifiziert.
Die Bevölkerung Anfang des 20. Jahrhunderts war arm und schwer gezeichnet vom gerade vergangenen Krieg. Die jährliche Erntezeit brachte den Familien die Haupteinnahmen. Mit Wagen und Leitern ging es auf die Hügel. Auch die Kinder kamen mit und halfen bei der mühsamen Arbeit. Die Eltern stiegen auf die Bäume und brachen die Kirschen.
Als Sammelort diente ein großer, auf dem Rücken getragener Korb. An dieser Stelle definiert sich teilweise die Begriffsherkunft der Bezeichnung „Kerschdekipper“. Für die einen gilt der geflochtene Korb als „Kippe“ und erklärt so die Wortendung „Kipper“. Für Andere ist die Kippe zwar ebenfalls ein Korb, nur eben einer, der ausschließlich bei der Weinlese zum Einsatz kommt. Die originäre Bezeichnung des „Kerschdekorbes“ lautet „Kradde“.
"An Krädda", sagen aber auch wir hier zu einem Korb.
Aber dieses Oberöwisheim ist ein furchtbares Kaff.
Was es hier gibt sind aber schöne Autos und sehr viele.
Was es hier gab, ist dieses schöne alte Haus und es gibt eine Mühle, die vom Kraichbach irgendwann mal angetrieben wurde. Aber die Mühle ist so potthässlich, dass ich das nicht fotografiert habe.
Ich las Maria Barbara an diesem Haus und dachte an die 1. Frau von Johann Sebastian Bach.
Menzingen ist ebenfalls ein Stadtteil der Stadt Kraichtal.
Menzingen hat auch ein Schloß, das ich gerne fotografiert hätte, aber es wird gerade renoviert, also muß ich irgendwann nochmals hier hin.
Ich denke, diese Stützen waren früher aus Holz.
Nun wurden sie neu gemacht. Aber ob ich hier drin und in Menzingen wohnen möchte, glaube ich nicht.
Dieses Fachwerkhaus kann man auch oben in der INFO sehen.
Ich kam aber nicht so recht ran, weil auch hier wohl Sperrmüllabfuhr war.
Nein danke!
Nun aber zum Hauptgrund meiner Tour.
Es ist das Wasserschloß Menzingen.
Ich war im Mai 2022 schon mal hier und hatte schönes Wetter.
Wer zum Wasserschloß Informationen sucht, der kann sie im unten angegebenen Post finden.
Damals bin ich 107 Kilometer geradelt, weil ich mich im Wald derart verfahren habe.
Nun aber zum Wasserschloß Menzingen, das im 2. Weltkrieg zerstört wurde.
Verändert hat sich seit 2022 nichts. Nur die Jahreszeit war anders.
Essen kann man in dem Vereinsheim, nach dem haben mich 5 alte Damen mit Stöcken gefragt, als sie aus der S-Bahn gekrabbelt sind.
Ich hoffe, sie haben das Vereinsheim gefunden.
Über eine Anhöhe ging es weiter in Richtung Zaisenhausen.
So weit oben ist es eben auch gegen Mittag noch diesig.
Mein Weg führte mich dann an Eppingen vorbei. Ich war da schon so oft und habe hier nicht gehalten.
Wer schauen möchte
Über Sulzfeld gelangte ich dann zur Ravensburg.
Die Ravensburg gehört zu den bedeutenden Burgen des Kraichgaus und hat eine ebenso interessante Geschichte und es geht abartig den Berg hinauf.
Hat mein Rad aber sehr gut in der Autostufe genommen.
Leider war die Gaststätte zu dieser Zeit nicht geöffnet und so konnte ich auch nicht in die Burg hinein.
In meinem Dress hätte mich der Gaststättenbesitzer sicherlich hinausgeworfen.
Meine Radler waren schon mal dort und wollten hier etwas essen. Sie durften nicht hinein.
Es wird wohl Wert auf gute Kleidung gelegt.
Für die Ravensburg ist es mir zuviel zu schreiben.
Interessantes gibt es HIER
Auf dem Wege und Blicke von der Ravensburg, leider immer noch
diesig. Aber das wird schon noch, wenn es wärmer wird.
Ich habe ja noch so viele Touren in den Kraichgau vor.
Es ging dann noch an der Raußmühle vorbei.
Leider durfte ich nicht hinein. Aber man kann sich voranmelden.
Mal sehen, ob ich hier nochmals herkomme. Landwirtschaftliche Geräte kenne ich genug aus den 1950er und 1960er Jahren von Cleversulzbach.
HIER
und
Aber es gab Bärlauch, man mußte nur zugreifen, aber bis ich zuhause gewesen wäre, wäre der kaputt gewesen. Aber ich werde schon noch Bärlauch futtern.
Was habe ich schon alles mit Bärlauch gemacht.
Hier in Stetten am Heuchelberg blühte es wunderschön und es gab auch Zitronenfalter, zwei Stück aber die sind im Moment noch hyperaktiv.
Aber mal sehen, vielleicht erwische ich heute Schmetterlinge im Leudelsbachtal oder am Sonntag, wenn ich wieder radeln gehe aber zuerst muß ich gleich um 8:00 Uhr wählen und dann gehts auf Tour. Im Moment ist es recht schlecht mit den Zügen, weil überall Baustellen sind.
Schöne, Veilchen, Scilla, Krokusse, Narzissen, Traubenhyazinthen,
so schön.
Der Weg war gesperrt und so mußte ich auf die Straße ausweichen, die mich nach Brackenheim führte.
Es wäre besser auf dem Feldweg gewesen, aber wenn gesperrt ist, ist es halt so.
Aber es ging abwärts auf einem schönen geteerten Radweg neben der Straße und hier sah ich alte landwirtschaftliche Geräte, wie ich sie noch von Cleversulzbach kannte.
Was haben die Leute in diesen 1950er und 1960er Jahren arbeiten müssen.
Unglaublich und da gabs nix zu jammern und Depressionen durfte man da auch nicht haben. Hatte man auch nicht, dazu war keine Zeit, um sie auszuleben.
In Brackenheim, wers nicht weiß, es ist die Geburtsstadt unseres
1. Bundespräsidenten Theodor Heuss.
Bekannt auch als Papa Heuss, der gerne auch mal ein Gläschen Wein zuviel getrunken hat.
In Brackenhein war ich auch schon oft
Und in der Heuss-Villa in Stuttgart auch.
In Brackenheim am Rathaus habe ich bei dem Bäcker noch einen Kaffee und eine Schokoladenbanane in mich reingestopft.
Ich hatte den ganzen Tag nur einen Riegel und einen Apfel gegessen.
Ich gehe unterwegs ganz selten in ein Cafe, immer erst am Ende einer Tour. Aber hier war es notwendig, denn ich bin derart in den Unterzucker gekommen und dass es mich vom Rad wirft, das muß nicht sein.
War eine schöne Tour, für Wanderer war es warm, aber ich habe immer meine Jacken getragen, nur meine Sturmhaube habe ich abgemacht.
Ich freue mich so auf weitere Touren und die nächste dann am Sonntag.
Zusammenfassung
Tour am 4.März 2026
88 Kilometer
1.673 Höhenmeter
910 Climb
763 Downhill
4,00 Stunden Fahrzeit
2.500 Gesamtkalorien KCAL
Wetter: 8 Grad sonnig und bedeckt
80 % Luftfeuchtigkeit
Luftqualität 3, die Luft wird immer schlechter, sind halt viele Autos unterwegs
gewesen.
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Was mich wundert, der Spritpreis zieht ja an und trotzdem rasen die Autofahrer mit ihren Benzinern durch die Gegend. Ich bin gespannt, ob der Spritpreis am Montag bei 3 Euro liegt.
Durch die Spritpreise werden ja auch die Lebensmittel usw. teuerer.
Fall jemand meint, er fahre ja kein Auto. Saudummes Geschwätz.
Nach einer knappen Woche Luftangriffen steht fest:
Die ökonomischen, energiepolitischen und geostrategischen Auswirkungen des Krieges Israels und USA gegen den Iran werden gravierend sein.
Die Preise für Erdöl und Erdgas ziehen in Deutschland bereits massiv an.
Nun rächt es sich, dass die ideologiegetriebene deutsche Energiepolitik uns in Abhängigkeiten von Gaslieferungen aus den USA und den Golfstaaten gebracht hat. Für uns Bürger sind die Auswirkungen bereits an den Tankstellen spürbar.
Was daraus entsteht, lässt sich nur erahnen. Beibt die Straße von Hormuz, über die der Großexporteur Katar sein Flüssigas verschifft, länger gesperrt, ist mit einer Preisexplosion zu rechnen. Der deutschen Wirschaft drohen daher bei längerem Andauern der Kampfhandlungen gravierende Schäden.
Ich habe gelesen, dass man bei diesem Krieg von Monaten ausgeht.
Ich weiß noch, als wir die Ölkrise hatten. Da durften die Autos nicht mehr fahren, da gab es Beschränkungen. Auf den Autobahnen fuhren keine Autos und die Leute gingen hier spazieren. Vielleicht wird mein Wunsch doch noch wahr, einmal auf der Autobahn zu radeln. So habe ich das aber nicht gewollt.
Die Ölkrise 1973 war eine tiefgreifende Zäsur für die Bundesrepublik, ausgelöst durch ein von der OPEC verhängtes Ölembargo nach dem Jom-Kippur-Krieg. Aufgrund der hohen Abhängigkeit vom Arabischen Öl (75 %) vervierfachten sich die Preise, was zu autofreien Sonntagen, Tempolimits, hoher Arbeitslosigkeit und dem Ende des Wirtschaftswunders führte.
Wenn sich das alles nicht auch noch auf einen 3. Weltkrieg ausbreitet.
Der Iran ist stärker, als wir alle denken und ich glaube auch impulsiver.
Spontan und unüberlegt.
Wer das noch nicht mitbekommen hat, die iranischen Geistlichen haben die Muslime in der Welt aufgerufen, Rache zu üben.
Wir können warten, bis wieder etwas passieren wird.
https://www.dw.com/de/iran-krieg-us-geleit-f%C3%BCr-schiffe-in-der-stra%C3%9Fe-von-hormus/a-76241292





















































































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