Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden. *René Descartes*
Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn. *Arthur Schopenhauer*
Die schönsten Momente im Leben sind nicht die, in denen man atmet, sondern die, die einem den Atem rauben. *Rainer Maria Rilke*

Das Leben ist kurz. Verschwende es nicht damit, ein langsamer Radfahrer zu sein. *Unbekannt*

Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft, als eine geleimte Freundschaft! *Friedrich Nietzsche*

Ich fahre kein Fahrrad, um meinem Leben Tage hinzuzufügen. Ich fahre Fahrrad, um meinen Tagen Leben hinzuzufügen! *Unbekannt*

Besuch der Hochkönigsburg im Elsass

 

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Mit unserer Kegelgruppe und einem Busunternehmen haben wir am 4. Mai 2026 einen Ausflug ins Elsass gemacht. 

Einmal im Monat gehe ich ja zusammen mit meinem Freund kegeln und was da an Geld zusammenkommt, wird dann zu einem Ausflug verarbeitet. 

Wir hatten uns das allerdings etwas anders vorgestellt. Auf der Autobahn sind wir von einem Stau in den anderen gerutscht und unser Busfahrer hat danach die Autobahn verlassen und wir sind über Land gefahren. Das war nicht schlecht, aber hat eben länger gedauert und so sind wir eben auch später zu unserem Ziel der Haut-Königsburg bei Orschwiller im Elsass angekommen.

 



Was zur Folge hatte, dass wir zu einer Gruppe von 50 Leuten bei einer Führung zusammengefasst wurden. 
Man stelle sich vor, wir sind einen kleinen Wendelgang hochgegangen 50 Leute, wenn da einer hingefallen wäre, dann hätte er die anderen mitgerissen. 

DAS wäre allerdings auch aus Brandschutzgründen usw. in Deutschland nicht möglich. Auch einen Notausgang habe ich nicht gesehen, wäre was passiert, wären wir hier nicht mehr herausgekommen.  

Dazu haben noch einen absolut schlechten Audioguide bekommen, der nicht funktioniert hat. Der Erzähler sprach so ein schlechtes Deutsch, dass die Hälfte der Leute, die diese Burg besuchen wollten, nichts verstanden haben.
Zudem muß man das Teil immer in der Hand halten, man konnte es nicht mal - wie sonst üblich - um den Hals hängen.

 Ich hatte mir aber sowas gedacht.

 Es war Montag und ich frage mich, wie es hier wohl am Wochenende aussieht. Wir dachten, gut, Montag ist es ruhiger, da ist das Wochenende vorbei, aber wahrscheinlich dachten das andere Menschen auch. Wir sind uns gegenseitig auf den Füßen herumgetrampelt. 

Fotos machen von den Innenhöfen oder den Sälen usw., war nicht drin. Es kam immer Jemand daher, der eben auch Fotos machen wollte.  
Sowas habe ich noch nie erlebt. 

Ich gehe lieber hier auf eine kleinere Burg und habe meine Ruhe. Ob man sich das antun muß, nee. Wer diese Burg besuchen will, sollte festes Schuhwerk tragen, trittsicher sein und auch aufpassen können, wenn mal ein Stein auf dem Boden höher ist, als der andere Stein. Sturzgefahr bei manchen Leuten ist gegeben. Ich weiß nicht, ob darauf hingewiesen wird, gelesen habe ich es nirgends. 

Die Burg ansich ist nicht schlecht, aber mir viel zu groß und zu mächtig, sie erschlägt einen. 

Die Führung (Durchschleusen) dauert eine Stunde. 
























Hoch über der Rheinebene thront diese imposante Hochkönigsburg. Man kann, prachtvolle Säle, historische Verteidigungsanlagen und das haben wir auch gemacht einen atemberaubenden Blick über die Region machen. 
Wenn es nicht diesig ist. Aber es war diesig. 
Auch hier ist einer einem ständig vor die Nase gelaufen und hat mit dem Handy fotografiert.

 Ich glaube fast, die Leute können gar nichts mehr ohne ihr Handy tun. 

Handysucht

Kleines Video von der Aussicht





Schnappschuß eines neueren Modells der Burg, bevor das Modell wieder heiß umlagert war. 



Und hier auch schnell fotografiert ein Modell, wie sie nach lange ausgesehen hat, bis der Kaiser kam. 
 

 





 Errichtet wurde die Burg im 12. Jahrhundert und diese Burg ist Zeuge von Konflikten und Rivalitäten  zwischen Herren Königen und Kaisern. Es gab eine Reihe illustrer Besitzer, die ihre Spuren in der Geschichte dieser Burg hinterlassen haben und viele Ereignisse, die die Physiognomie verändert haben. 

Es wird damit geworben, dass man, wenn man durch das hohe Tor von Haut-Koenigbourg geht, in die Welt des Mittelalters eintauchen kann. 

Davon habe ich vor lauter Menschen nichts gemerkt. Aber man kann sich vieles ja auch schön reden. Ich mache das aber nicht. 

Im unteren Schloßhof - mit Gasthaus, Schmiede und Mühle - bis zu den Wendeltreppen, die zu den möblierten Gemächern des Herrn führen, entdeckt man Architektur, Möbel und man soll eine besondere Atmosphäre verspüren. 

Ja, klar, man kann sich auch vieles einbilden. Ich bin ehrlich, ich und meine Kegler haben davon nichts gemerkt, nur ein Gestoße und Gerangele um einen Fotoplatz und vor allem Filmen mit dem Handy, ich weiß nicht, wie oft ich auf so einem Film drauf bin und, wenn ich mich mal irgendwo entdecke, werde ich den Menschen, der so einen Film veröffentlicht anschreiben. 
Das darf er nämlich nicht. Das war eine geschlossene Führung. 

Hätte man die Gruppe geteilt zu 25 Personen, wäre es besser gewesen, aber die nächte Führung gabs ja auch schon. Für mich ist das Massenabfertigung und das mag ich nicht. 

Geschichtlich ist die Burg sehr interessant, aber ehrlich, das kann ich auch nachlesen. 

Zugbrücke, Waffenkammer (wie viele habe ich schon gesehen, sogar die im Tower in London), Bergfried und Kanonen erinnern ständig an die Berufung dieser Bergfestung, die im 12. Jahrhundert von einer germanischen Kaiserfamilie erbaut wurde. 

 

In ihrer Geschichte wurde die Hochkönigsburg zweimal zerstört:

1462 nach einer Belagerung als Raubritternest und endgültig während des Dreißigjährigen Krieges durch schwedische Truppen, worauf sie zur Ruine verkam. Hätte ich gerne fotografiert, war leider nicht möglich.  

Nach 1633 verlassen, wurde diese angesehene befestigte Burg 1899 von der Stadt Sélestat Wilhelm II. von Hohenzollern angeboten. 
Dieser Kaiser ist eh ein Fall für sich. 

Er träumte davon, das ehemalige Deutsche Reich wiederzubeleben, und befriedigte seine Leidenschaft für das Mittelalter, indem er die Restaurierung der Burg Haut-Koenigsbourg dem Architekten Bodo Ebhardt, einem Spezialisten für mittelalterliche Befestigungen, anvertraute.

Anfang des 20. Jahrhunderts bestand die politische Dimension dieses großen Projekts darin, die sehr junge Kaiserdynastie der Hohenzollern zu legitimieren und die Macht des neuen Reiches in den Augen der Welt zu bekräftigen.

Seinen Sohn, der wie die Adeligen an die Nazis glaubten, habe ich HIER mal in einem Buch vorgestellt.  

Heute bewundern wir mehr den pädagogischen Aspekt dieser Restaurierung, der ohne unbestreitbar zu sein, meist plausibel ist.

Von der Artillerieplattform, auch bekannt als Grand Bastion, bietet dieses außergewöhnliche Monument mit seiner charakteristischen Silhouette ein einzigartiges Panorama auf die Elsassebene, die Vogesen, den Schwarzwald und an einem klaren Tag... die schneebedeckten Gipfel der Alpen!

Da wäre ich gerne raufgegangen, aber auch das wäre tatsächlich nur Stress gewesen, deshalb habe ich es gelassen.  

Ein wesentliches Element des Elsässer Erbes, ein Zeuge einer europäischen Geschichte, ermöglicht die Burg Haut-Koenigsbourg heute einem breiten Publikum die Möglichkeit, sich mit der Burgarchitektur, dem Mittelalter und der Restaurierung des frühen 20. Jahrhunderts vertraut zu machen.

Strategisch ist sie schon wunderbar gelegen.  

Ein Besuch des Château du Haut-Koenigsbourg ist ein unvergessliches Highlight jedes Aufenthalts im Elsass, besonders da seine geografische Lage – im Zentrum des Elsass – und die nahegelegene touristische Infrastruktur es erleichtern, sich in eine umfassendere Route zu integrieren.
Es ist kein Zufall, dass das Schloss eines der meistbesuchten Denkmäler Frankreichs ist und jedes Jahr mehr als eine halbe Million Besucher empfängt!

Naja, mich sehen sie nicht wieder.  Man kann natürlich um die Burg herrliche Wanderungen machen, was die wenigsten machen, denn die Parkplätze, das haben wir vom Bus aus gesehen, waren alle belegt und da war es erst 10.00 Uhr. 

Fotografiert haben natürlich auch, aber eher nur von außen.

Ich war froh, als ich das hinter mir hatte und nicht nur ich. 

Was sehr hübsch ist, ist der kleine Garten unterhalb der Burg, dort habe ich auch eine Eidechse gesehen und kleine Gewürzgärten usw. Aber auch hier einige Besucher und die Wege waren so klein.  


Das sind Mispelblüten, die Mispel habe ich HIER
mal vorgestellt. 





 

Nachmittags ging es dann weiter in ein kleine Stadt, aber auch dort hätte man wegen Überfüllung schließen müssen. 

Wieder einmal dachte ich, dass ich doch lieber alleine oder mit meiner Gruppe durch den Wald radele und dort kleinere Burgen oder Schlösser anschaue. 

Den nächsten Kegelausflug werde ich planen. Entweder wird hier geradelt oder gewandert, aber das gibt es auch wieder welche, die eben gerne lieber ins Cafe oder in die Wirtschaft hocken oder Hotels mieten, aber sonst nichts  mitbekommen und das war dann ein toller Tag. 

Aber ich erwarte eben dann mehr von so einem Ausflug, aber. wenn man in der Gruppe ist, muß man sich eben nach allen Seiten richten. 

Auch von dem Busunternehmen war diese Tagesfahrt absolut nicht gut geplant, aber ich habe mich mal wieder breitschlagen lassen und werde demnächst nochmals ins Elsass fahren und je nachdem, wie ich das empfinde, werde ich das entweder abhaken oder nicht. 

Dieses Mal mache ich mich in dieser Stadt aber alleine auf den Weg. 

ABER, das möche ich anfügen, die Burg muß unterhalten werden und da braucht man eben die Eintrittsgelder dringend.  
Auch während wir hier zu Besuch waren, ist es doch auch eine Baustelle, an der immer etwas gemacht werden muß. 

  

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Bekannte von uns waren am Königsee, man mußte sich zu den Booten in einer Schlange anstellen und da die Boote dann zu einer gewissen Zeit nicht mehr fahren, kamen sie hier nicht mehr mit.

Auch hier waren soviele Menschen, wo ich auch immer gelesen habe, das war wohl immer schön und wunderbar und von den schlechten Erfahrungen schreibt niemand etwas. 

Das ist genauso wie 1999 auf unserer Radtour von Passau nach Wien. 
Ich habe hier keine so guten Erfahrungen gemacht. 
Was sehr schön war, war die Wachau, aber dort wollte uns einer seinen Marillenlikör anbieten. Den wollten wir aber nicht. 

Dankeschön, Piefke ist halt auch ein schönes Wort.  
Meine damals gute Deutsche Mark haben sie aber immer gerne genommen. 

Fazit: Diese Burg muß man nicht unbedingt gesehen haben und auch das Städtchen im Elsass, das ich nächste Woche zeige nicht. 

Alles ist überlaufen, unsere Freitzeitgesellschaft ist tatsächlich zu groß. 

Es war so ziemlich das erste Mal, dass ich von einer Burg so enttäuscht war. 

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Was mache ich heute, ich werde erst mal auf den Markt gehen, nach grünem Spargel schauen und noch in den Supermarkt gehen. 

Heute nachmittag mache ich eine kleine Radtour hier, weil ich etwas schauen möchte und morgen gibt es eine große Radtour, entweder in den Odenwald, aber da ist die Zugverbindung nicht so gut, oder aber in den Schwarzwald. 

Ich wünsche meinen Lesern ein schönes Wochenende. 

Danke auch für die vielen Zugriffe, insbesondere auf das Interview in Frankfurt, es ist schon erstaunlich, wie die Menschen auf sowas zufliegen. 

Soviele Zugriffe hat der Post über Èntretat, den ich interessant fand, nicht bekommen. 

Aber so send halt dui Leut.  

 Eines muß ich noch schreiben.
Eine Kegelfreundin hatte - aus welchen Gründen auch immer - ihren Rucksack irgendwo stehen lassen. 
Als sie im Bus angekommen ist, hat sie gemerkt, dass dieser Rucksack nicht mehr da ist. 

In diesem Rucksack war alles enthalten, also praktisch ihr Leben. 

Man kann sich vorstellen, wie sie sich gefühlt habt, die einen haben den Bus durchsucht, die anderen sind mit ihr nochmals auf die Burg gegangen und siehe da im obigen Kiosk hat jemand den Rucksack abgegeben. 

Alle Achtung an die Ehrlichkeit der Leute, ich hätte das nicht gedacht, dass sie ihren Rucksack, in dem noch alles noch vorhanden war, wieder bekommt. 

Es ist mir tatsächlich zuviel Stress mit sovielen Leuten unterwegs zu sein.  

 Netzfund 

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