Das Kunststück der Lebensweisheit ist, den Schlaf jeder Art zur rechten Zeit einzuschieben wissen. *Friedrich Nietzsche*
Die schönsten und großartigsten Dinge auf der Welt kann man nicht sehen oder hören, aber man kann sie im Herzen fühlen. *Helen Keller*
Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumen lässt. *William Shakespeare*
Man sollte auch an Wochentagen ein paar Augenblicke Sonntag sein lassen. *Unbekannt*
Es ist eine Verwandschaft zwischen den glücklichen Gedanken und den Gaben des Augenblicks: Beide fallen vom Himmel. *Friedrich Schiller*
Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. *Hans Christian Andersen*

Schwäbischer Zopf und das Montagsherz

Werbung Verlinkungen

Meine Nachbarin und ich dürfen ja nicht zusammenkommen, d. h. schon, aber mit Abstand und so habe ich ihr am gestrigen Sonntag, da bin ich zuhause geblieben - es war schon einiges los draußen - einen
Schwäbischen Zopf gebacken. Ich habe ihn ihr vor die Türe gelegt.

Wir haben den Zopf redlich geteilt und haben dann am Nachmittag zusammen Kaffee getrunken. 
Das geht, von Balkon zu Balkon haben wir geschwätzt und unseren Kaffee getrunken und den Zopf gefuttert. Die Nachbarschaft hat mitgehört, lustig wars.

Ja, aber zuerst das Montagsherz, das habe ich neulich am Biotop bei einer Schülerin aufgenommen.
Ein Pailettenherz, das ist doch schön. 



Eine kleine Anekdote:

Den Schwaben sagt man nach, sie seien sparsam. Nicht ganz zu unrecht. Umd so sagt einer jener Sprüche, dass Kuchen und Gebäck nur deshalb erfunden worden sind, weil sie sparsamen Schwaben, die Hitze beim Anheizen des Brotbackofens ausnützen wollten.  

Ich hoffe, du bekommst Hefe, Trockenhefe geht auch. 





Schwäbischer Zopf 

Teig

500 g Mehl, 20 g Hefe,
80 g Zucker, 1/4 Liter Milch, 
100 g Butter, 1 Prise Salz,
1 bis 2 Eier, etwas Zitronenschale oder Anis

Füllung

 1 großer Eßlöffel Butter, 80 g Zucker,
Zimt, 50 - 100 g Rosinen,
30 g in Scheiben geschnittene Mandeln oder Haselnüsse. 

Zubereitung

Mehl in Backschüssel geben, eine Vertiefung eindrücken, mit zerbröckelter Hefe, einem Teelöffel Zucker, etwas lauwarmer Milch, einen Vorteig anrühren. 

Dann nach und nach den Rest der Milch, Zucker, Salz, Eier Zitronenschale zufügen. Ganz zum Schluß die erwärmte und zerlassene Butter hinzufügen. 

Drauf achten, dass alles zimmerwarm ist und meine Oma hat immer gesagt, dass Hefe und Butter sich nicht vertragen, deshalb die Butter zum Schluß hinzufügen.  

Dann den Teig durcharbeiten, bis er Blasen wirft und sich von der Schüsselwand löst. Nochmals 30 Minuten gehen lassen. 

Hier sagte meine Oma dann immer, wenn der Teig zum letzten Mal gehen mußte:

"Herr segne diesen Teig!" 

Ich mache das auch so und mein Hefeteig ist immer was geworden und ist immer und immer wieder schön fluffig und nicht fest, wie ich oftmals bei anderen feststellen kann.
Das mag ich gar nicht. 

Nachdem der Teig nun gegangen ist und hoffentlich vom Herrn gesegnet wurde, diesen zu einem fingerdicken, rechteckigen Streifen auswellen, mit zerlassener Butter bestreichen und Zucker, Zimt, Sultaninen und Mandeln oder Haselnüssen bestreuen.



Jeweils von der Breitseite her aufwickeln.
Rolle mit einem Messer der Länge nach durchneiden, beide Hälften so zusammenschlingen, dass die Schnittflächen oben sind. 



Nochmals gehen lassen.

Als Zopf oder Kranz bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ca. 40 Minuten backen.



Noch heiss mit Zuckerglasur bestreichen.



Mein Zopf ist klasse geworden, danke lieber Gott.  




Gestern war Plamsonntag,
der Schlußchor aus der Johannespassion von
Johann Sebastian Bach.



Es ist so wunderschön. 

Ach Herr, lass dein lieb Engelein
Am letzten End die Seele mein
In Abrahams Schoss tragen,
Den Leib in seim Schlafkämmerlein
Gar sanft ohn eigne Qual und Pein
Ruhn bis am jüngsten Tage!
Alsdenn vom Tod erwecke mich,
Dass meine Augen sehen dich
In aller Freud, o Gottes Sohn,
Mein Heiland und Genadenthron!
Herr Jesu Christ, erhöre mich,
Ich will dich preisen ewiglich!


Kommentare

  1. Antworten
    1. Liebe Eva,
      das mit deinen Bayrischen Zopf zum Teilen mit der Nachbarin ist eine wunderbare Idee. Bei uns finden solche Gespräche, leider ohne Kaffe und Zugemüse, aktuell regelmässig über den Garten und die angrenzende Strasse statt, dabei ist es spannend wer sich da manchmal sontan daran beteiligt.
      Grüsse von Ayka, die von einen fast "baugleichen" Zopf dieses WE auch ein bisschen abbekommen hat

      Löschen
    2. Schwäbischer Zopf liebe Ayka,
      erschreckt habe ich jetzt geguckt, ob ich bayerischen Zopf geschrieben habe.
      Ja, das ist schön, wie sich da manche auch beteiligen, aber mal sehen, vielleicht kann man
      so einen Zopf auch öfter backen und verteilen und dann ein "Schwätzle"
      machen.
      Aber es reicht mir schon das Singen, das jetzt Jemand anderes übernommen hat.
      Liebe Grüße Eva

      Löschen
    3. Sorry, da waren wohl die Finger etwas zu selbständig - schon spannend dass Bayern und Schwaben fast das gleiche Rezept nutzen.

      Löschen
  2. Liebe Eva,
    ein leckerer Zopf, die Nachbarin hat sich sicher sehr gefreut darüber!
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Osterwoche!
    ♥️ Allerliebste Grüße, paß gut auf Dich auf und bleib gesund,Claudia ♥️

    AntwortenLöschen
  3. Eine wunderbare Idee, der gemeinsame Zopfverzehr.
    Der Zopf sieht sehr lecker aus und ein herzliches Danke für das Rezept.
    Viele Grüße!

    AntwortenLöschen
  4. guten morgen Eva,

    Das ist ein schönes herziges Oberteil, gefällt mir sehr gut =)
    Der Zopf sieht sehr lecker aus, esse so einen auch immer gern.

    Herzlich Sheena

    AntwortenLöschen
  5. Mmh lecker schaut Deine Zopf aus liebe Eva, da würde ich mir doch glatt was von abschneiden.
    Mit Hefe sieht es hier im Moment nicht so gut aus, weder frisch noch trocken. Dabei backe ich auch immer einen Osterzopf, aber naja mal schauen vielleicht habe ich ja Glück diese Woche.
    Liebe Grüße und pass weiterhin schön auf Dich auf und ja das ist eine gute Idee so von Balkon zu Balkon, wir führen jetzt auch viele Gespräche über den Gartenzaun ;-)
    Kirsi

    AntwortenLöschen
  6. Na den backe ich doch glatt nach, klingt sehr lecker. Es wird dann ein "Geburtstags-Osterkranz", ein Geburtstag steht noch an. Gefeiert werden kann ja nicht und wir zwei schaffen den sicherlich spielend.
    Liebe Grüße
    Edith

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Eva,
    wie köstlich schaut dein Hefezopf aus...direkt zum Anbeißen. Hefeteig gelingt mir schon, doch hier mangelt es an Hefe. Der Hausherr versucht heute im Nachbarort einige Würfel zu ergattern, da es an Karfreitag immer die münsterl. Struwen gibt. Zur Not machen wir sie erstmals mit Trockenhefe/Backpulver.
    Also der Nachmittagskaffee mit der Nachbarin von Balkon zu Balkon hört sich richtig gemütlich an und diese Zeit macht erfinderisch und vielleicht behält man die ein oder andere Idee dann bei.
    Hab einen feinen Montag - lieben Gruß, Marita

    AntwortenLöschen
  8. Guten Morgen Eva!

    Hach, mit so etwas Leckerem kann der Tag gerne beginnen. Den würde ich zum Frühstück verspeisen. Obwohl, gleich ist Mittagszeit...egal, dann auch :-)) Und während ich hier lese und schreibe, höre ich mir den Chor an. Wunderschön!

    Liebe Grüße

    Anne

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Eva,
    das habt ihr gut gemacht mit dem auf Abstand genossenen Zopf etc. Abstand gewahrt und trotzdem nicht alleine.♥♥♥
    Der Zopf ist Dir ja wirklich hervorragend gelungen. Ich esse Hefezopf sehr gerne und habe auch ein eigenes Rezept dafür, das bisher immer gelungen ist. Dann macht das Ganze Freude, gell.
    Gesunden Wochenstart und liebe Grüße
    moni

    AntwortenLöschen
  10. Lecker, lecker, aber für mich als Diabetikerin so gar nicht geeignet ;-)
    Aber deine fotos sind klasse, auch die Beschreibung daz, wie aus einem Backbuch !
    Und das Pailettenherz auf dem Tshirt gefällt mir auch sehr.
    Liebe, ♥liche Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen

  11. Guten Abend liebe Eva
    Schön, dass ihr auf diese Weise zusammen den Zopf geniessen konntet. Der sieht sehr lecker aus und es juckt mich, ihn nach zu backen. Vielen Dank für das Rezept, eigentlich nicht wirklich schwierig, das nehme ich in Angriff.
    Dir einen angenehmen Abend und liebe Grüessli
    Eda

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Laut DSGVO bin ich verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, was mit Ihren Daten passiert, die Sie hier in den Kommentarfeldern hinterlassen. Bitte beachten Sie dazu die
Datenschutzhinweise, die Sie oben in der Startseite finden.

Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt, wie "ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.