Das Kunststück der Lebensweisheit ist, den Schlaf jeder Art zur rechten Zeit einzuschieben wissen. *Friedrich Nietzsche*
Die schönsten und großartigsten Dinge auf der Welt kann man nicht sehen oder hören, aber man kann sie im Herzen fühlen. *Helen Keller*
Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumen lässt. *William Shakespeare*
Man sollte auch an Wochentagen ein paar Augenblicke Sonntag sein lassen. *Unbekannt*
Es ist eine Verwandschaft zwischen den glücklichen Gedanken und den Gaben des Augenblicks: Beide fallen vom Himmel. *Friedrich Schiller*
Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. *Hans Christian Andersen*

Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs 2. Teil

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Im 1. Teil habe ich ja schon von Rottweil berichtet. Das Wahrzeigen von Rottweil ist u.a. der Elevator, aber auch die Hängebrücke über den Neckar. 

1. Teil von Rottweil  

 Da ich ja mit dem Busunternehmen nach Rottweil gefahren bin, hat uns der Fahrer am Elevator aussteigen lassen und ist dann gegen später mit einigen Mitfahrern nach Rottweil zum Essen gefahren. 

Ich wollte weder Essen noch sonst was, ich wollte nach dem Besuch des Elevators über die Hängebrücke gehen. 

Insgesamt hätte ich ja 3x drüber gehen können, der Fahrer holte uns ja am Nägelesgraben, einem großen Parkplatz in Rottweil ab. 

Einmal hin- einmal her und dann wieder nach Rottweil zurück. 

Ich bin vor Jahren mal in Südafrika, genau im Tsitsikamma Nationalpark über die Hängebrücke, die den Stroms River überspannt gegangen. 
Die Bilder von Südafrika habe ich immer wieder mal gezeigt. Wenns passt, zeige ich sie mal wieder. 

Diese Brücke war schon eine Herausforderung, man brauch hin und und zurück etwa eine Stunde. das reicht dann aber auch. 

Deshalb dachte ich, diese Brücke über den Neckar ist auch nicht sooo schlimm. Damals hatte ich mir ja geschworen, nie wieder über so eine Hängebrücke zu gehen. 

Aber, no risk no fun. 

Der Wind hat dort oben ganz schön geblasen und dann soll man noch fotografieren. Nun gut, ich bin drüber gegangen, aber zurück wollte ich nicht, hätte dann ja nochmals wieder über die Brücke müssen. 

Aber es war ein Erlebnis und gut ist. 

14 Euro kostet der Spass, egal wie lange man auf der Brücke bleibt. Natürlich wird sie ja auch mal geschlossen. 

Mir hat es gereicht. 

Auf gehts!

Naja, oben Freiheit und unten Freiheit.
Es schwangt ganz schön.








Von der Brücke aus sieht man auch die historische Ansicht der Stadt Rottweil. 
Markante Bauten, wie das Heilig-Kreuz-Münster und Teile der alten Stadtmauer oberhalb des Neckartales. 
 


Der Pulverturm, ein historischer, weiß verputzter halbrunder Eckturm der früheren Stadtbefestigung im Bockshof über dem Neckartal. 


 
Der Bockshof hat seinen Namen von der alten Rottweiler Familie Bock.
Zum Pulverturm sagt man auch Bockshofturm.
Im 14. Jahrhundert heiratet Eberhard Bock die Tochter von Konrad an der Waldstraße, Margarethe. Alle Träger dieses Namens "an der Waldstraße", die in Rottweiler Urkunden zu lesen sind, waren auch Bürger der Reichtsstadt. 
Hans Bock war von 1398 bis 1417 Schultheiß und Bürgermeister von Rottweil. Hans Bock nannte sich ab 1400 "Ritter". Er hatte also einen Adelstitel erworben 
 
Näheres HIER 

Dann gehts aber auch schnellen Schrittes bis zum Ende der Brücke. 

Hier stehen noch einige "Poller", an der die Brücke von dieser Seite befestigt ist. 





Das Gelände um den Pulver- bzw. Bocksturm wird für verschiedene Theateraufführungen und Events genützt. 

Hier stand gerade "Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff auf dem Spielplan. 


Daneben die wunderschöne Lorenzkapelle, die leider geschlossen war.
Schade. Diese Kapelle ist eine gotische Kapelle mit spitzbogigen Maßwerkfenstern. 

 
Ich habe bewußt keine Stadtführung mitgemacht, weil ich mir einen Spaziergang mit den Sehenswürdigkeiten über Komoot gespeichert hatte. 
Pustekuchen, vieles kann man gar nicht ansehen, weil die Wege gesperrt sind, viele Sehenswürdigkeiten sind eingerüstet und man muß andere Wege nehmen. So mußte ich eben anders planen, geht auch, aber ich werde mir das nochmals ansehen, wenn es wieder kühler ist.

 Man kann ja mit der sogenannten Gäubahn
 
Das ist RE IC, ich mußte erst mal schauen, was das ist.
Der RE IC, ist ein Fernverkehrszug der Deutschen Bahn (Intercity). Er fährt als Regional-Express auf dieser Strecke. Den Zug kann man auch mit der Deutschland Card nutzen, allerdings muß man sein Rad vorher anmelden.
Deshalb werde ich Rottweil von einem anderen Punkt mit dem Rad ansteuern. 
 
von Stuttgart aus nach Rottweil fahren, ist eine schöne Strecke und das werde ich auch machen. 
 
Mein Weg führte mich auch zur Predigerkirche. 
Das ist eine wunderschöne ehemalige Dominikanerkirche und wurde 1268 erbaut und ist seit 1806 eine evangelische Gemeindekirche. 
Es ist eine barocke Kirche mit einer ausgeprägten Marien- und Rosenkranz-Frömmigkeit des 18. Jahrhunderts. 
Hier findet man auch eine Replik der Madonna von der Augenwende, die 2024 hier eingeführt wurde. 

Ich mag diesen Marienkult der katholischen Kirche absolut nicht. 
 





 Hier steht auch das Dominikanermuseum mit dem ganz berühmten 
Orpheus-Mosaik. 

Info

Ich konnte mir das nicht anschauen, weil ich die Zeit nicht dafür hatte, aber ich werde es mir noch anschauen, wenn ich diese Stadt nochmals besuchen werde. 
 
Über das Schwarze Tor habe ich ja schon berichtet, hier fängt die Fasnet am Fasnetsmontag um 8.00 Uhr mit dem Rottweiler Narrensprung an. 
Das Schwarze Tor ist das letzte erhaltene Stadttor der historischen Stadtbefestigung und gilt als eines der ältesten Baudenkmäler der Stadt. 

Der massive Unterbau aus staufischen Buckelquadersteinen stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert (um 1442), als das Bauwerk noch als "Waldtor" bekannt war. Im 16. Jahrhundert wurde der Turm aufgestockt und erhielt seinen heutigen Namen sowie die charakteristische Uhr.  
 


Rottweil ist eine einzige Baustelle auch um das Münster und man muß aufpassen, dass  man sich nicht die Haxen bricht. Man kommt an das Münster gar nicht ran. 
Da vergeht einem schon die Lust. 
Das Heilig-Kreuz-Münster ist die katholische Hauptkirche von Rottweil. Die Ursprünge gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Der Turm und das spätgotische Landhaus prägen die historische Altstadt. 

Im Inneren befindet sich auch ein dem Bildhauer Veit Stoß zugeschriebenes Kreuz. 
Ich habe dieses Münster innen auch nicht besichtigt. 
Aber ich denke, irgendwann bauen die ja auch nicht mehr. 
Übrigens befindet sich in der Kaiserburg in Nürnberg auch ein
Kreuz, das Veit Stoß zugeschrieben wird. 
HIER 

Diese Ölbergszene ist eine rund 500 Jahre alte Figurengruppe aus Lindenholz. Die Holzfiguren wurden im Jahr 2005 von Fachleuten gründlich renoviert. 

 






Ich wollte noch zum Hochturm in Rottweil, der ist aber total eingerüstet und das muß ich nun nicht fotografieren. 

Deshalb HIER eine Info und ein Plakat.

 

Gefreut habe ich mich über die Wunderblume oder den Rizinus
Ich habe ihn schon so lange nicht mehr gesehen und mich daran aber gefreut. 

 


Und klar doch auch  über den Waldtabak. Erkennbar ist er den charakteristischen, langen hängenden weißen Trompetenblüten. 


Mein Weg führte mich dann über einige Umwege zum Hofgerichtsstuhl 1781. Er befindet sich an der Königsstraße am dortigen Landgericht. 

Das Original steht im Stadtmuseum. Der Platz ist allerdings nicht gerade einladend. Schade!

Der Stuhl erinnert an das einstige Kaiserliche Hofgericht zu Rottweil, das von 1299 bis 1806 eine der bedeutendsten Gerichtsinstitutionen des Heiligen Römischen Reiches war. 

Es wurde aus rotem Stein gehauen und zeigt auf der Rückenlehne und den geschwungenen Armlehnen herrschaftliche Ornamente sowie das kaiserliche Wappenmotiv. 

 





Auch ein historisches Gebäude in Rottweil ist das Gebäude an der Hochbrücke. Es ist der ehemalige Pflegehof des Klosters Rottenmünster, das auf das 14. Jahrhundert zurückgeht.


Hier wollte ich hinunter den Weg zur Hochbrücke gehen und durch diese durchlaufen. Alles gesperrt, das gibt einen besonderen Weg für die Landesgartenschau, dabei ist diese Brücke wirklich interessant. 

 

Im Jahre 1280 wird zum erstenmal eine Holzbrücke an der Stelle der heutigen Hochbrücke genannt. Im frühen 13. Jahrhundert entstanden die Brückenpfeiler aus Buckelquadern. 

Was man im Rottweil auch immer wieder sehen kann, sind die wunderschönen Erker und hier auch das älteste Haus von Rottweil. 


 




Auf dem Weg zum Nägelsgraben kommt man auch am Gefängnis vorbei. 
Ich habe das gar nicht gewußt, dass es hier ein Gefängnis gibt und nicht schlecht gestaunt, als sich ein Mann mit einem "Häftling", er auf der Straße und der andere an Gitterfenster in einer mir nicht verständlichen Sprache unterhalten hat. 
 
Ein neues Gefängnis wird aber auch gebaut. Man sieht es auch vom Elevator aus. 
 

Hier bei Petite Confiserie Graf, habe ich einen wunderbaren Kaffee und einen richtig guten Kuchen gegessen, dort ist alles handgemacht und vom Feinsten.  Ein wirklich liebevoll gemachtes Lädchen, Tina ist wundervoll. 

Klar, es gibt noch viel mehr in Rottweil, der ältesten Stadt in Baden-Württemberg, aber das mache ich dann im Herbst oder Winter. 

Geplant und gebucht sind noch zwei Reisen, allerdings erst im September und Oktober. 
 
Und am Sonntag gehts wieder auf das Rad.  
 

Kommentare

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Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt, wie "ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.