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Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Für gewöhnlich handelt es sich bei Traumfrauen um eine optische Täuschung. *Peter Ustinov*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Roxelana und Burhan Öçal , "Sultans Secret Door"

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Burhan Öçal ist ein türkischer Perkussionist und Sänger, der mit den verschiedensten Musikern zusammenarbeitet.

Bekannt ist sein Istanbul Oriental Ensemble, mit dem er schon verschiedene Alben produziert hat. 

Aus diesem Album möchte ich heute den Titel Roxelana vorstellen. In diesem Album geht es um eine Fest und um den Serail in Istanbul.

Wer schon mal im Topkapi Palast in Istanbul war, der kann ein wenig Serailluft schnuppern, so wie wir das vor Jahren auch gemacht haben. 

Hier von der Anhöhe des Topkapi hat man eine wunderschöne Aussicht über den Bosporus. Da das schon lange her ist, habe ich hier nur Papierbilder und die kommen hier nicht richtig raus.

Allerdings würde ich heute nicht mehr nach Istanbul gehen, damals war ich ja hier schon Feuer und Flamme und habe mir auf dem Großen Markt in Istanbul zwei Bauchtanzkostüme gekauft, mit denen ich auch aufgetreten bin. 

Diese Kostüme habe ich heute noch und sie passen auch noch. 

Nun geht es aber zu Roxalana und zum Stück, den heute 
ist ja Samstag und somit gibt es einen Post "Musik am Samstag".


 

In diesem Stück, das Roxelana heisst geht es um diese Haremsdame. Ihr ist dieses Stück gewidmet, das im Verlauf eines Festes im Palast eine große Rolle spielt.

Roxelana wurde aus Russland verschleppt und von einem Pascha erstanden, der sie dann dem Sultan schenkte. Sie ist sinnlich, gilt als listig, klug und selbstbewußt. 

Systematisch strebt sie ihr Ziel an, dem Sultan einen Sohn zu gebären und später zur Sultansmutter aufzusteigen. Sie hat es bereits zur zweiten Konkubine gebracht und lebt in einem gut eingerichteten Separée im Harem mit einem kleinen Hofstab und eigenem Sekretär, von dem sie feurige Briefe an den Sultan schreiben lässt. 

 

Der Ud-Spieler entdeckt Roxelana am Fenster und stimmt mit verführerischen Blicken eine melancholische Weise an, Der Klarinettist stimmt feinfühlig mit ein. Er kennt die Zeichen der sogenannten Blumensprache, mit der die Haremsdamen verschlüsselte Botschaften nach draußen senden. Der Goldfaden an Roxalenas Hand bedeutet: "Ich brenne. Meine Flamme verbrennt mich." Der Kapellmeister weiß, was die Stunde geschlagen hat.

Mit seiner Baß-Darabuka leitet er -  bei den Frauen ein sehr beliebtes Bauchtanzstück - ein. Roxelana ist nicht mehr zu haben und wagt ein gefährliches Unterfangen. Sie schleicht sich an den dösenden Haremswächtern vorbei zu den Musikern, die hinter dicken Säulen spielen. Fast im Verborgenen tanzt sie nun in ihrem seidenen Negligé, inmitten des Ensembles. 

Die verheirateten Prinzessinen nutzen die Gelegenheit, zu einigen ihrer Freundinnen in den Harem zu huschen. Als wichtige Informationsquellen über das Leben außerhalb des Serails werden sie sofort von den Haremsfrauen bestürmt. Den Prinzessinnen fällt auf, wie stark einige der Frauen an Leibesumfang zugenommen haben. Die Haremsdamen werden entsprechend ihrer Stellung in der Haremhirarchie entlohnt. Besonders die Besserverdienenden naschen gerne an den von ihnen selbst zubereiteten Süßigkeiten. Fülligkeit gilt als Zeichen der Stärke und Wohlstand. 

 Ein Jahrzehnt später wollte Roxelana zu großer Berühmtheit gelangen und für ewig in den Geschichtsbüchern als Unikum festgehalten werden.  Sie hatte es tatsächlich geschafft, vom Sultan (Süleyman des Prächtigen)  geheiratet zu werden, nachdem sie ihn überredet hatte, ihr die Freiheit zu schenken.

Das pompöse Hochzeitsfest fand sogar außerhalb der Mauern des Serails statt. Mit vielen Intrigen schaffe sie alle Konkurrentinnen und auch die Thronfolger-Konkurrenten ihrer Söhne aus dem Wege.


 

Am Rande dieses Festes kam es auch zu intensiven Gesprächen. Die Handels- und Bündnisbeziehungen mit den westlichen Ländern Europas hatten sich intensiviert. Bei ihren Besuchen im Westen hatte die Orientalen insbesondere die Rolle der Frauen in  Aristokratie und Bürgertum beeindruckt. Die Frauen bewegten sich freier und führten Salons. Eine Liberalisierung der "Strukturen" im Serail deutete sich bereits an. Frauen hinter Gittern wurden als nicht mehr zeitgemäß angesehen.

Sowohl bei den feinen Damen der Aristokratie, die durchaus Kontakt zur westlichen  Welt hatten, als auch bei den Haremsfrauen, die vor allem über jüdische Stoffhändlerinnen Bilder westlichen Lebens und der dort aktuellen Mode zugespielt bekamen, regte sich Unmut. Und dies fast zeitgleich mit dem wachsenden orientalisierenden Interesse westeuropäischer Künstler, Komponisten und Romanciers an dem schillernden, geheimnisvollen Leben an den orientalischen Höfen.

In den oberen Schichten des Westens war es geradezu eine Mode geworden, sich phantasievoll über das soziale Leben in den Serails, insbesondere des Harems auszulassen. Auf den Kostümfesten der höfischen Gesellschaft wurde Orientalismus geübt. Das Haremssujet gab hier die Form für erotische Selbstinszenierungen ab, wobei es durchaus freizügiger und ungezügelter zuging, als in den nach strengen sozialen Regeln organisierten orentalischen Harems. 

Unter den Sultanen vor der letzten Jahrhundertwende waren die alten Haremsstrukturen bereits in Auflösung begriffen. Wachpersonal und Spitzelwesen nahmen zu und sollten auch zum Wesensmerkmal des geschichtlichen Fortlaufs werden.

Die traurigen orientierungslosen Gestalten der letzten Großharems sollten später gar in Westeuropa auf "Ausstellungen exotischer Völker" gegen Einritt zu besichtigen sein. Sie paßten so gar nicht in das Bild, das sich im Westen vom Haremsleben gemacht wurde - und auch nicht zu ihrem Selbstbild und ihrem bisherigen Leben als Beschützer und zugleich reglementierter Teil eines sonderbaren Mikrokosmos. 

Es sollte noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts dauern, bis der klassische Sklavenhandel und Großharems im Orient und im arabischen Raum der Vergangenheit angehören sollen. An den autokratischen Strukturen änderte sich allerdings wenig. Auch die Bewegungsfreiheit der Frauen blieb stark eingeschränkt. 

Quelle:
Christos Scholzakis 
Roswitha Gast "Der Harem" Köln 1994, Deutscher Buchverlag.
Die Bilder sind aus diesem Buch

Roxelana


Burhan Öçal & Trakya All-Stars



 Ihr gefällt die Musik auch. 

Eine Heidelibelle, aus dem Leudelsbachtal, da gehen wir heute nochmals hin zum Schmetterlingsfangen. 

Am Sonntag machen wir eine Tour mit dem Rad zur Unke und dann ist hier zwei Tage Ruhe, denn ich muß kurz ins Krankenhaus. 

Ich sage ja, einmal in den Händen der Ärzte.....! Deshalb geht meine Schwester nicht hin.

Ab Mittwoch gehts dann weiter mit einer Radtour.

 Noch was zum Fußball, ich habs nicht angeschaut, nur zum Schluß.
Ich verstehe nichts vom Fußball, will ich auch nicht, aber es ist sicher, dass es hier nur ums Geld geht und das muß ich nicht haben. 
Rufe werden laut, dass die Spanier ungerecht gewonnen haben. Keine Ahnung und eines ist sicher, man muß auch verlieren können.
Warum traurige Gesichter, Deutschland hat im Moment doch andere Sorgen, als Europameister zu werden, oder???

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