Das Kunststück der Lebensweisheit ist, den Schlaf jeder Art zur rechten Zeit einzuschieben wissen. *Friedrich Nietzsche*
Die schönsten und großartigsten Dinge auf der Welt kann man nicht sehen oder hören, aber man kann sie im Herzen fühlen. *Helen Keller*
Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumen lässt. *William Shakespeare*
Man sollte auch an Wochentagen ein paar Augenblicke Sonntag sein lassen. *Unbekannt*
Es ist eine Verwandschaft zwischen den glücklichen Gedanken und den Gaben des Augenblicks: Beide fallen vom Himmel. *Friedrich Schiller*
Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. *Hans Christian Andersen*

Von Streifenwanzen, Eisvögeln und Prachtlibellen

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Ich habe gestern nach dem Einkaufen, noch eine kleine Tour von 35 Kilometern und doch einigen Höhemmetern u.a. ins Leudelsbachtal unternommen. 

Mein Freund hat gewußt, dass das eine Weile dauern würde und hatte nicht die Geduld hier zu warten, bis mal ein Insekt in die Camera geht. 

So hat er mal schnell eine Moutainbiketour nach Maulbronn (ein Weg 40 Kilometer) unternommen und war wieder mal schneller zuhause, als ich. 

Seufz!

Dafür habe ich doch einiges gesehen.
Ich mag die Wilde Möhre und ich mag auch den Fruchtstand, der jetzt immer mehr bräunlich wird und immer noch tummeln sich die Insekten drauf herum. 

So habe ich die Streifenwanze beim Liebesspiel fotografiert, geht ja eigentlich gar nicht. 

:-))

Aber es ist schon interessant, wenn man sich mit dem Tierchen mal beschäftigt. 

 Graphosoma italicum so lautet der wissenschaftliche Name der Streifenwanze. Ihr Markenzeichen: Oberseits schwarze Streifen auf rotem Grund, Unterseits rot mit schwarzen Punkten. Das auffällige Kleid des schönen Insekts dient der Abschreckung und signalisiert Fressfeinden, dass sie ungenießbar ist. Oft wird das Tier auch für einen Käfer gehalten, doch es gehört zur Familie der Baumwanzen.

Streifenwanzen sind Einzelgänger, sie treffen sich nur zur Paarungszeit.

Was die Natur hier geleistet hat ist, dass die Verbindung mittels akustischer Signale aufgenommen wird, die durch Bauchvibrationen erzeugt und von den Pflanzen übertragen werden. Da wird nichts dem Zufall überlassen, das Frequenzspektrum ist exakt auf die Resonanzeigenschaften der Wirtspflanze abgestimmt.
Ich finde das schon genial. 

Wanzenpärchen finden sich dann im Frühsommer und paaren sich. Die Eiablage ist zwischen Juni und Juli. Eine neue Generation Wanzen gibt es dann Ende Juli bis Ende August.  

Streifenwanzen mögen gerne Pflanzensäfte von Doldengewächsen. Angetan haben es ihnen z.B. Pastinake, Wilde Möhre, Giersch, Haarstrang, Mannstreu oder Engelwurz. Im Garten lieben sie Fenchel. Adulte Wanzen und auch schon die Nymphen setzten sich auf die Nahrungspflanzen und saugen dort an den reifen Samen. Streifenwanzen leben auf sonnenbeschienenen Wiesen, Trockenrasen, naturnahen Gärten und Parks.

Im Leudelsbachtal finden sie hier die allerbesten Voraussetzungen. 








Gesehen habe ich auch die Blauflügel-Prachtlibelle und ich denke, dass das hier ein Weibchen ist, denn die sind Braun. 

Am Ufer der Glems hat es nur so gebrummt und geschwirrt. 

Es ist immer und immer wieder schön dort. 





 




 




 

Hier hat Sonne so gescheint und ich fand das Schattenspiel so schön, die Libelle war richtig zahm und hat auf mich, die ich hier unter dem Baum stand, angeschaut. Nein, natürlich nicht, aber ich hatte so den Eindruck. 

Was ich auch schön fand, war an den Tümpeln der Gelbbauchunke auch der Blaupfeil, den sieht man zur Zeit überall und auch wieder das Schattenspiel.

Als ich vor zwei Jahren am Bodensee war, da hat ich die wunderschönen grünen Mosaiklibellen gefunden. Die waren aber auch schön.

 HIER  

Am Ufer der Glems haben sich die Schmetterlinge getummelt, als ich vor ein paar Tagen nach dem großen Regen dort war, habe ich keine Schmetterlinge gesehen, dafür was anderes und die Tour hat noch einiges geboten, davon aber dann beizeiten. 

Was ich ablichten konnte, war der Kleine Eisvogel, den kann man auch nur mit Geduld erwischen. Kaisermäntel war auch dort, die habe ich aber nicht bekommen, kommt noch. 

Den Kleinen Eisvogel habe ich dort auch schon oft fotografiert und auch auf dem Blog gezeigt, der hat schon einiges an Flugstunden hinter sich und wird wohl auch bald nicht mehr fliegen können. Aber, dass es keine Schmetterlinge geben soll, habe ich nicht gemerkt. Überall begleiten sie einen und man muß schon aufpassen, dass man sie mit dem Rad nicht überfährt. Deshalb schiebe ich an diesen Stellen mein Rad, was viele eben nicht machen. Die donnern da durch, es ist schlimm, obwohl der Radweg obenrum läuft, da sollte man was machen, aber da bin ich dran. 

Der Kleine Eisvogel (Limenitis camilla)
Diese Falter sind weniger an Blüten anzutreffen, sie sitzen meistens am Boden. Das Weibchen legt seine Eier an der Futterpflanze ab. Die Raupen sind grün mit feinen weißen Punkten und zwei Reihen verschiedenlanger rotbrauner Rückendornen.  Sie spinnen sich in eine Blattröhre ein (Stürzpuppe), in der sie überwintern. Im Juni des Folgejahres erfolgt die Verpuppung, nach zweiwöchigem Puppenstadium schlüpft der Falter.

Sie mögen gerne Geißblatt, Heckenkirsche oder auch Schneebeere.  

Blauflügel-Prachtlibelle Männchen


Leider habe ich die Gelbbauchunke nicht angetroffen, das Gras hinter dem die Tümpel liegen, ist meterhoch und ich hatte kurze Hosen an und da gehe ich nicht hin, zwecks der Zecken. 

Leider sterben die Salamander aus, so sagte mir Jemand vom Naturschutz, sie haben eine Hautkrankheit, die nicht so schön ist. 

https://www.welt.de/wissenschaft/article147318092/Toedlicher-Pilz-rafft-Deutschlands-Salamander-dahin.html

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Der Post erscheint heute schon, morgen muß ich zur Nachuntersuchung ins Krankenhaus nach Ludwigsburg. Das dauert! Ich hoffe, dass alles nun gut ist. 

Aber am Dienstag oder am Mittwoch möchte eine große Radtour starten.
Es sieht hier aber mit dem Wetter nicht so gut aus, am Donnerstag soll es ganz gut werden. Schaun mer mal.

Ob nun an den Rhein, mal sehen, vielleicht auch was anderes Touren gibt es ja genug und da ich nicht nur 30 Kilometer fahre, gibts was größeres.

Bei der Rheintour, die fast 100 Kilometer aber sehr wenig Höhenmeter hat (das kann man auch ohne Strom fahren), kommt es halt drauf an, wie das Wetter ist und das sieht am Dienstag und Mittwoch nicht so prickelnd aus.

Am Dienstag gibt es gesunden Salat und eine hübsche Bastelei.