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Poesie des Lichts, im Frieder Burda Museum in Baden-Baden

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Warum auch immer, hat mir dieser Post nur Schwierigkeiten gebracht, die Schreibfehler waren immer noch da und die Fotos vom Museum sind einfach verschwunden. Deshalb habe ich mich entschlossen, den Post nochmals zu veröffentlichen und jetzt mit allem drum und dran. 

 

Ich hatte ja gesagt, dass ich mit Baden-Baden noch lange nicht fertig bin. 

Einen Tag im September habe ich nochmals in dieser Stadt verbracht und ich habe mir das Frieder Burda Museum in der Lichtentaler Allee angesehen. 

Ich wollte hier schon immer hin und als die Frau meines Neffe mir gesagt hat, dass hier eine prima Ausstellung ist, habe ich mich dafür interessiert und bin dann nochmals nach Baden-Baden gefahren. 

 Aber ich habe an diesem Tag dann noch einiges mehr gesehen, das kommt aber in einem anderen Post. 

"Unprätentiös", "bescheiden". Das sind Begriffe, die häufig im Zusammenhang mit Frieder Burdas Leidenschaft für die Kunst fielen. Das gilt auch für seine Rolle als einer der wichtigsten euopäischen Privatsammler des anbrechenden 21. Jahrhunderts und als Gründer des vom New Yorker Architekten Richard Meier entworfenen Museums in Baden-Baden. Der modernitisch-weiße Bau an der Lichtentaler Allee verkörpert gleichermaßen diesen Anspruch auf Zurückhaltung und Funktionalität wie das Streben nach Offenheit, Nüchternheit und Harmonie. Das Gebäude ist ebenso wie sein Erbauer für die Kunst da, und nicht umgekeht. 

Burda, der 2019 verstarb, sammelte über ein halbes Jahrhundert lang oft ikonische, immer relevante Werke deutscher und internationaler Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Das Spekturm reicht dabei vom Abstrakten Expressionismus mit Jackson Pollock, Willem de Kooning und Mark Rothko, bis zu den Großen der deutschen Kunst nach 1960 - Gerhard Richter, Sigmar Polke, Georg Baselitz, Anselm Kiefer. Hinzu kommt die Leidenschaft für das Alterswerk von Pablo Picasso.  

 

 

Was trieb Frieder Burda zu seiner außergewöhnlichen Sammlung, zum Bau eines Museums an, das heute untrennbar mit Baden-Baden verbunden ist. Schaut mal genauer auf die Sammlung des Museums, ergibt sich ein komplexes Bild. Schon sein erstes von dem italienischen Maler und Bildhauer Lucio Fontana, das Burda im Jahr 1968  im Todesjahr des Künstlers auf der Documenta in Kassel erwarb, entspricht so gar nicht der Vorstellung eines leicht zugänglichen Bildes. Im Gegenteil dieses Bild aus der Werkgruppe der Tagli oder Schnittbilder ist eine monochrome knallrote Leinwand, die Fontana mit dem Messer mit drei vertikalen Schnitten aufgeschlitzt hat. Damit wollte Burda, wie er es oft erzählte, seinen Vater Franz Burda, den Senator und Verleger "schockieren" Wie auch Frieder Burdas prominente Mutter Aenne, die Verlegerin der Burda Moden war er bereits in den 1960er Jahren eine legendäre Figur, beide verkörperten das deutsche Wirtschaftswunder, den Aufschwung, das neue rehabilitierte Deutschland.  





Hier im Untergeschoß kann man sich mit exqisiten hochpreisigen Dingen eindecken. 







Zu den Hasen komme ich noch. 




 

Ich könnte geradezu jetzt weiterschreiben, aber das ist selbst mir zuviel. Jedenfalls ist das Museum etwas, das man was einen gefangen nimmt.  

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Gefangen nahm mich auch die Ausstellung "Poesie des Lichts" von Richard Pousette-Dart. 
Ich kannte - wie so viele Leute - diesen Künstler nicht und war sehr gespannt darauf, seine Werke zu sehen. 

Richard Pousette-Dart wurde in eine Familie hineingeboren, in der es etliche Künstler, Schriftsteller und Musiker gab. Er stammte von französischen Hugenotten ab, die im 19. Jahrhundert als Auswanderer von Minnesota gekommen waren. Richards Eltern, die ursprünglich Nathaniel Pousette und Flora Dart hießen, waren äußerst fortschrittlich. Bei der Eheschließung 1913 wählten sie einen Doppelnamen mit Bindestrich  - eine für die damalige Zeit radikale Entscheidung, die das Paar als "Zeichen gegenseitiger Wertschätzung" verstand. 

1918, als Richard zwei Jahre alt war, zog die Familie Pousette-Dart in den New Yorker Vorort Valhalla, Nathaniels Berusleben war ein Balanceakt. Neben seiner Karriere als Gebrauchsgrafiker in leitender Stellung ging er seinen Interessen auf dem Gebiet der bildenden Künste nach, indem er unter anderem Bücher über bekannte amerikanische Maler und zwei Kunstzeitschriften herausgab und die Art Adventure League gründete, die kunsterzieherischen Fernunterricht anbot. Parallel arbeitete er an seiner eigenen Karriere als Maler. 

Flora bewegte sich in einem Umfeld von Dichtern und Musikern und vermittelte ihrem Sohn eine tiefe Wertschätzung für die Lyrik von John Keats, Ezra Pound und den Transzendentalisten sowie für die Musik von Johann Sebastian Bach.  

Richards familiäres Umfeld spielte eine wesentliche Rolle für die Herausbildung seiner künstlerischen Persönlichkeit. Anders als die meisten Kollegen im Kreis der Abstrakten Expressionisten kam er mit der Abstraktion schon sehr früh in Berührung und wurde in seinen künstlerischen Ambitionen bestärkt und gefördert.  

Darüber hinaus vermittelte Nathaniel seinem Sohn ein Bewusstsein für den Wert geistig fundierter Kunst, die sich nicht mit einem formalhaften Bildvokabular begnügte. 

Diese Haltung vermittelte er auch in seiner Rede, die er 1951 in Boston gehalten hat. 

"Für mühelos erzielte Effekte bringe ich keine Bewunderung auf. Mir gefällt, was dem innersten Charakterkern abgerungen wird". 

Später ermutigten Richard und Evelyn Pousette-Dart, die fast 50 Jahre verheiratet waren , ihre eigenen Kinder ebenfalls, ihren individuellen schöpferischen Impulsen zu folgen. 

Joanna Pousette-Dart ist heute eine bekannte abstrakte Malerin, Jonathan Pousette-Dart ein erfolgreicher Musiker. 

Quelle: Museum Frieder Burda 

 Sodele, ich war begeistert von den Bilder und wenn man bedenkt, zu welcher Zeit er das gestaltet hat, dann kann man nur schauen. 

Er war nicht nur ein guter Fotograf, sondern auch Bildhauer und auch Goldschmid. 

Alles habe ich nicht fotografiert, aber ein paar Bilder und Skulpturen, die mir sehr gefallen haben. 

Ich habe bei manchen Bildern gedacht, ich sollte wieder malen, aber dieses Mal mit Öl. 

Ich habe meistens immer mit Acrylfarben gemalt, aber mit Öl ist das doch etwas ganz anderes. 

Die Ausstellung geht nur noch bis zum 14. September 2025 und dann kommt 

Max Liebermann,

 ich war vor Jahren mal in der Liebermann-Villa in Berlin und kann jedem einen Besuch dort nur empfehlen. 

Fast daneben ist das Haus der Wannseekonferenz, das haben wir damals bei einer Besichtigung auch noch gesehen. 

Eigentlich sollte man sich bei einem Berlinbesuch gerade das Haus der Wannseekonferenz nicht entgehen lassen.  

Hier habe ich doch noch tatsächlich Fotos von einem Berlinbesuch von 2011 gefunden.
Ich glaube ich zeige die Bilder mal und den schönen Garten am Wannsee. 

Hier die Liebermannvilla


 

Nun einige Bilder, Fotografien und Skulpturen von Richard Pousette-Dart.


Neapolitanische Fuge 

Acryl auf Leinwand 1982

Meisterhaft tariert hier Pousette-Dart hier zwei Aspekte aus, für die er sich besonders interessierte universelle Grundformen und die malerischen Eigenschaften des Lichts. 
Im Laufe seiner Schaffenszeit entwickelte der Künstler ein Vokabular aus organischen und geometrischen Formen, die ihren Ursprung in seinen flachen, von Hand geschnittenen Messingarbeiten haben. In Neapolitanische Fuge treten diese Formen als leuchtend weiße, pastose Farbansammlungen in Erscheinung und verleihen dem Bild eine nahezu skulpturale Dimension. In seiner strahlenden Farbigkeit erinnert das Gemälde an eine Landschaft im flirrenden Sonnenlicht oder an Lichtreflektionen auf einer Wasserfläche - wie möglicherweise der Golf von Neapel. 


 


Verloren am Anfang der Unendlichkeit 
Acryl auf Leinwand 1991 





Adlerhorst 1946
Öl auf Leinen

In den 1940er Jahren stellte Pousette-Dart  regelmäßig mit Jackson Pollock, Willem de Kooning, Mark Rothko und anderen Künstlern aus, die ebenfalls an der Entstehung des Abstrakten Expressionismus beteiligt waren. Ein pastoser Farbauftrag, eine lockere Pinselführung sowie eine flächige Handhabung der Bildebene wurden zu Erkennungsmerkmalen dieser Künstler. In dieser Komposition sind Schnäbel und Augen auszumachen, die die stark abstrahierende Darstellung eines Adlers andeuten sollen. Das Motiv des Vogelfluges kommt in Pousette-Darts Werk häufig vor - vielfach als Metapher für die Reise, als die der Künstler den schöpferischen Prozess verstand. 

 


 Wolkenwesen 1951

Stahldraht und Blech, grau lackiert

 









Gotisch Nr. 1

Öl auf Leinen 
 

Gemälde in Schwarz und Weiß

"Schwarz und Weiß sind die Fasern der Erde, Sie sind die Struktur, die Basis, der Korpus, die Quintessenz." 

Zwischen 1978 und 1980 schuf Pousette-Dart eine Reihe von Gemälden mit eng begrenztem Farbspektrum. Diese Werke sind dem Augenschein nach ganz in Schwarz und Weiß gehalten, wobei in Gemälden wie Fuge in Schwarz und Weiß 1979/1980 bei näherem Hinsehen auch andere Pigmente zu entdecken sind.  Die Beschränkung der eigenen Palette wurde von Malern und Glaskünstlern schon seit der Renaissance als bewußtes Stilmittel eingesetzt. 

Zeichenwand  

Acryl auf Leinen 1979/80

Für Pousette-Dart hatte die Kalligraphie eine enorme Anziehungskraft. Sein Vater betätigte sich als Graphologe und Richard übte sich in seinen Notizbüchern mit großer Sorgfalt in verschiedensten Schriftarten. 
Zeichenwand ist ein monumentales und minutiös ausgeführtes Werk, in dem Pousette-Dart verschiedene Ausdrucksformen austarierte, die auf Strichen basieren und von einfachen Linien über geometrische Umrisse bis zur kurvigen oder schnörkelähnlichen reichen. 

Das mehrteilige Werk wirkt wie eine mit Graffiti überzogene Wand.  


Es gibt noch so viele andere sehr interessante Werke, die ich mir genau angesehen habe. 

Richard Pousette-Dart  war auch ein Fotograf. 

Wilde Möhre II
Mitte der 1950er Jahre

 Hier sind ausladende Blumen so ins Bild gesetzt, dass sie vor dem weiten Himmel wie eine Lichtexplosion wirken und an Feuerwerksraketen denken lassen. 

Ein Bild von sehr vielen Fotografien, man kann nicht alles zeigen, mal muß es selbst erleben. 


 

Joanna mit Katze
1952 
Silbergelatineabzug

Für Joanna mit Katze erhielt der Künstler 1953 im Internationalen Fotowettbewerb der Zeitschrift Photography den dritten Preis. Das Porträt zeigt seine Tochter im Haus der Pousette-Darts. Die Beleuchtungssituation mit nur einer Lichtquelle lässt die linke Gesichtshälfte des Mädchens weitwehend im Schatten verschwinden und betont die vertikale Symmetrie der Frontalansicht.

Das kegelförmige Kleid und die konzentrierte Miene des Kindes wecken Assoziationen an Grenzfigurenporträts in der europäischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Einen Kontrapunkt bildet die fast eiförmige Gestalt der Katze mit dem herunterhängenden Schwanz und den angespannten Beinen, die das Bild mit einem gewissen Energiepotential aufladen. Ähnlich wie Diego Velázquez Gemälde Les Meninas weist eine Tür in der rückwärtigen Zimmerwand auf eine Welt jenseits des Vordergrundgeschehens. Die Aktfigur, die dort undeutlich zu erkennen ist, erscheint wie eine Halluzination und wirkt als destabilisierendes Moment. 
Joanna Pousette-Dart, geboren 1947, die eine führende Vertreterin der abstrakten Malerei wurde, lebt und arbeitet in New York. 






Dieses Foto finde ich genial. 

Leider hat es sich gespiegelt, aber ich zeige es trotzdem weil es auch eine Geschichte hat. 

1955 Silbergelatineabzug

Roy Eldridge 1911-1989 war einer der größten Jazztrompeter aller Zeiten. Das Wunderkind, das in Pittsburg geboren wurde und dort aufgewachsen ist, avanchierte in den 1930er Jahren zu einem der führenden Erneuerer des Jazz und zur wichtigsten Vermittlerfigur zwischen Louis Armstrongs klassischem Stil und dem Beobop eines Dizzy Gillespie. Pousette-Darts Porträtfotografie von Roy Eldridge entstand am 7. Juli 1955 in dessen New Yorker Wohnung für ein Jazz-Dossiere, das im September des gleichen Jahres in der Vogue erschienen ist. 

  


Ich kannte Roy Eldridge und habe auch eine CD von ihm, die aber in der Versenkung verschwand. Nun wurde sie hervorgeholt und läuft rauf und runter. 

 




Sodele, das war ein Teil eines neuerlichen Tages in Baden-Baden. Ich war vier Stunden in dem Museum und ging dann einen Kaffee trinken. 

Aber der Tag war noch lange nicht zu Ende und neuerliche Besuche werden folgen. 

Dieses Stadt ist eine große Liebe von mir, weil auch sehr gut zu erreichen. 

Ich bin morgens unterwegs mit meinem Rädle, ich hoffe, ich kann noch radeln. 
Karlsruhe habe ich auf nächste Woche verschoben, denn es soll ja regnen. 

Aber keine Sorge, ich habe noch einige Touren auf Lager.  

Dizzy Gillespie 

Klasse


 

 


 
Ich weiß nicht warum, aber irgendwas stimmt mit Blogger nicht, ich habe jetzt x-mal meine Schreibfehler bereinigt und immer wieder sind sie drin. Auch, wenn ich aktualisiere.  
 
Ich war gestern noch im Grundstück und habe noch Quitten und Äpfel geholt. 
Man könnte damit eine ganze Kompanie versorgen. 
Aber, Quitten und diese Äpfel, die nicht so gut schmecken, möchte ja keiner.
Aber für Apfelgrütze usw. reicht es doch auch. 
 
Sodele und jetzt gehts ab aufs Rad.  

 

 


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