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Wer noch eine Osterdeko braucht! Nächste Woche zeige ich noch eine andere, der beschäftigt sich mit so einer.
Es ist einmal etwas ganz anderes und mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Osternest zu fertigen.
Man kann das Nest ganz individuell gestalten.
Was man braucht, ist eine runde Unterlage.
Z.B. einen Pappdeckel.
Dann stanzt man runde Kreise aus, wie groß sie sind, bleibt jedem selbst überlassen. Rollt diese Kreise zu kleinen Tüten auf und setzt diese dicht an dich, die Öffnung nach vorne. Das macht man dann rundherum über 4 Reihen.
Oben lässt man dann eine Öffnung.
Ich habe in die Mitte ein kaputtes Gänseei gestellt mit Islandmoos, das finde ich besser, als normales Moos bestückt und in das Gänseei habe ich Chrysanthemen gestellt.
Man kann das aber auch mit anderen Blümchen gestalten, da ist die Kreativität gefragt.
Ich bin heute wieder auf Radtour und dahin, wohin ich es letztes Jahr nicht geschafft habe. Ich möchte auch wieder mit dem Zug in anderen Gegenden radeln, aber im Moment sind soviele Baustellen. Sie sollen bis April behoben sein
Schaun mer mal.
Zu diesem Osternest habe ich aber auch noch eine nette Geschichte geschrieben.
An
einem sonnigen Frühlingsmorgen im Jahr 2026 hoppelte der Osterhase
durch einen verwunschenen Garten am Stadtrand. Zwischen blühenden
Krokussen entdeckte er plötzlich etwas Ungewöhnliches: Ein Nest, das
nicht aus Stroh, sondern aus kunstvoll gesteckten, alten Buchrollen
bestand.
Neugierig
blieb er stehen. Er freute sich über diesen besonderen Fund, denn die
vergilbten Seiten dufteten herrlich nach Abenteuer und altem Papier.
Genüsslich wackelte er mit der Nase und schnupperte an den beschriebenen Buchseiten, die wohl Geschichten aus längst vergangenen Zeiten
hüteten.
Er schnupperte nur kurz. Plötzlich stürmten lachende Kinder in den
Garten, die den flauschigen Gast entdeckt hatten. „Schaut mal, der
Osterhase!“, riefen sie voller Begeisterung und streckten ihre Hände
aus, um sein weiches Fell zu streicheln.
Dem
Osterhasen wurde das Getümmel zu bunt. Mit einem gewaltigen Satz und
einem letzten Flattern der Buchrollen verschwand er im dichten Gebüsch.
Er war auf und davon und ließ nur den Duft von alten Geschichten im
Garten zurück.
In
den vergilbten Zeilen, die der Osterhase dort im Nest beschnupperte,
verbargen sich ausschweifende Schilderungen von stürmischen Begegnungen
und Abenteuern, die so gar nicht zum braven Image des Osterfestes
passten. Es waren Texte voller Leidenschaft und pikanter Details, die
einst mit viel Pathos niedergeschrieben worden waren.
Doch die literarische Qualität konnte mit dem Feuer der Handlung nicht mithalten.
Die Sätze waren so verschachtelt und die Metapher so übertrieben, dass diese Seiten als Lektüre kaum zu gebrauchen waren, deshalb wurden diese Seiten auch zu einem Osternest verwendet.
Für
den Osterhasen spielte das jedoch keine Rolle. Er scherte sich nicht um
den zweifelhaften Inhalt oder den schwülstigen Schreibstil. Für ihn
zählte nur die haptische Struktur des Papiers und der vertraute, leicht
modrige Geruch von Tinte, der so wunderbar in seine kleine Frühlingswelt
passte – bevor die Kinder ihn wieder in die Realität zurückholten.
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