Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Verfolgt und entartet diffamiert. Zwei Künstlerschicksale, Tagesbild

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Die Künstler Rudolf Levy und Hermann Lismann lernten sich in Paris im Café des Dome kurz nach der Jahrhundertwende kennen.  

Es ist das Künstlerumfeld rund um Hans Purrmann (über ihn berichte ich noch), das dort durch die Avantgarde inspiriert wurde.

Diese unbeschwerte Zeit endete für beide abrupt mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Als deutsche Soldaten kämpften sie an der Front. Danach nahmen sie ihre künstlerische Passion wieder auf. Lismann hatte ein eigenes Atelier und eine Malschule in der Städelschule in Frankfurt inne.

Levy verschlug es nach Zwischenstationen nach Berlin. Beide waren produktiv, hatten zahlreiche Ausstellungen, feierten Erfolge und etablierten sich im Kunstmarkt. 

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte für beide jüdischen Künstler ihr bisheriges Leben schlagartig. Levy verließt Deutschland sofort. Lismann erhielt aufgrund seiner jüdischen Herkunft 1934 Berufsverbot. Zahlreiche Werke wurden von beiden Künstlern 1937 als sogenannte "entartete Kunst" beschlagnahmt und vernichtet. 

Lismann floh schließlich 1938 nach Paris. Er wurde 1943 in das Konzentrationslager Majdanek deportiert, wo sich seine Spur verliert. 

Levy erlebte folgend eine Odyssee durch halb Europa, die ihn letztlich nach Italien führte. Er wurde vermutlich durch einen Hinterhalt 1943 in Florenz verhaftet. Mit der Nummer 207 findet sich sein Name auf der Deportationsliste nach Auschwitz.  Es ist davon auzugehen, dass er bereits beim Transport ums Leben gekommen ist. 

 Hermann Lismann
München 1978 bis 1943 Majdanek
Frau mit Blumengarbe, ohne Datierung, Öl, Leinwand 


Rudolf Levy 
Stettin 1875-1944 KZ Auschwitz
Bildnis Margot Lachmann 
Schwägerin des Künstlers, um 1928
ÖL, Leinwand



Quelle: Landesmuseum Mainz   

 

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