Tagesbild, die Schreiter Fenster im Mainzer Dom
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Bei meinem Besuch in Mainz in einer Ausstellung war ich auch noch kurz im Mainzer Dom, der auch eine Baustelle ist.
Ich bin an diesem Tag über 25.000 Schritte gelaufen und war froh, dass ich die 2 1/2 Stunden (Fahrt nach Hause) dann im Bus ausruhen konnte.
Der Mainzer Dom ist in meinen Augen überhaupt nicht schön, zu dunkel und er macht mir Angst. Diese Dunkelheit wurde aber zu der Zeit, als er entstanden ist bewußt gewählt, um den Menschen Angst zu machen, was sie nach dem Tode erwartet.
Vor allen Dingen, wenn sie nicht das tun, was man von ihnen haben will und man die Menschen erziehen will.
Wenn ich zurückdenke, dann erinnert mich diese Dunkelheit an das Wahlergebnis in Baden-Württemberg. Was uns hier erwartet, muß man nicht erahnen, das weiß man.
Aber was will man von den Schwaben (die ja gar keine sind) erwarten.
Aber es ist, wie es ist.
Im Grund war es eine Schmutzschlacht zwischen Hagel und Özdemir, wie ich sie selten erlebt habe.
Hagel kann sich eben nicht so gut verkaufen, wie Özdemir.
Mir war er noch nie koscher.
Ich war ja vor Jahren schon einmal in Mainz und habe mir dort in der Stephans-Kapelle die Chagall-Fenster angeschaut.
Was mich aber wieder in den Bann gezogen hat, sind die Schreiter-Fenster.
Da ich ja ein Fan von Kirchenfenstern bin, war ich gefangen von diesen Fenstern.
Hier in der Sakramentkapelle, die zu den heiligsten Orten im Dom gehört ist Stille gefragt und hier kann man diese Fenster in Ruhe betrachten.
Diese 9,20 Meter hohen Maßwerkfenster bekamen eine neue kunstvolle Verglasung in mundgeblasenem Echtanikglas, die in den Glasstudios Derix in Taunusstein gefertigt wurden.
. Mit ihrer abstrahierenden Gestaltung
und der Reduzierung auf nur wenige Farbtöne von denen das Blau
dominiert, tauchen sie den Raum nun in farbiges Licht und laden so den
Betenden zur Meditation ein. Einerseits durch die lichtblauen breiten
Bahnen entrückt, wird der Betrachter durch die, die Fenster in voller
Länger durchstoßenden weißen Balken an die Kreuzigung Christi gemahnt.
Diese Mahnung wird im rechten Fenster konkretisiert durch die starken
Rottöne in Erinnerung an den blutigen Tod Christi am Kreuz sowie das
Gewebefragment im unteren Teil, das nicht nur an den zerrissenen Vorhang
im Tempel, sondern auch an das Gewand Christi denken lässt, um das die
Schergen würfelten.
Prof. Johannes Schreiter, der unzählige
Glasfenster für sakrale und profane Räume schuf, ist einer der
bedeutendsten Glaskünstler der Gegenwart. 1930 in Buchholz im Erzgebirge
geboren, entschied sich der sowohl musikalisch als auch künstlerisch
Hochbegabte nach der Schule für ein Studium der Bildenden Kunst, das er
von 1949 bis 1957 in Münster, Mainz und Berlin absolvierte. Von 1960 bis
1963 lehrte zunächst in Bremen, von 1963 bis 1987 dann als Professor
für Malerei und Graphik an der Städelschule in Frankfurt. Bereits in den
1960er Jahren arbeitete er mit Brandcollagen, die auch sein
glasbildnerisches Werk stark beeinflussten. In der Gestaltung seiner
Kirchenfenster beschritt er konsequent den Weg der Abstraktion. Geradezu
revolutionär ist seine Uminterpretation der Bleiruten, die nun nicht
mehr eine rein technische Funktion besitzen, sondern als Mittel der
Gestaltung genutzt werden. Einblicke in Schreiters zuweilen
tiefreligiöse Gedankenwelt gewähren seine beiden 2008 publizierten
Bänden „Wortfenster“.
Quelle: Schriften zu Mainzer Dom.
Grins: Ich mußte grinsen, da hat mich doch eine sehr nette junge Frau mich auf 65 Jahre geschätzt. Sie hat nicht geglaubt, dass ich 76 Jahre alt bin.
Gefreut habe ich mich aber schon.
Auch nicht schlecht.













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