Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn. *Arthur Schopenhauer*
Schwachheit, dein Name sei Weib. *William Shakespeare:

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft, als eine geleimte Freundschaft! *Friedrich Nietzsche*

Dumme Frauen werden mit gescheiten Männern fertig, aber es bedarf einer klugen Frau, um einen Dummkopf zu lenken. *Rudyard Kipling*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Die Butterkuchen-Verschwörung 4. Teil

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Der Butterkuchen an jedem Vormittag schmeckte Eva besser, als je zuvor.  Oma schaute nur still lächend zwischen den beiden hin und her, sagte nichts und schenkte noch eine zweite Tasse Kaffee ein.

Die folgenden Wochen vergingen wie im Fluge. Jeden Tag fand Horst einen Grund, bei Omas Haus vorbeizukommen. Mal brachte er frische Brötchen aus der Backstube, mal einen Zettel mit einem selbstgemalten Blumenstrauß, manchmal auch nur sich selbst. 

Eva half Oma im Garten, band Tomaten hoch und jätete Unkraut. Wobei sie hier sehr vorsichtig vorging, denn sie wußte, es gibt doch kein Unkraut. 

Horst setzte sich dann auf die Holzbank unter dem Apfelbaum und erzählte von seinen Plänen. Vom Bäckerhandwerk, das er eigentlich nicht lernen wollte. "Ich will lieber draußen sein" gestand er. "Im Wald, am Bach, nicht immer in der Backstube." Eva hörte zu und dachte: 

"Vielleicht ist das der Grund, warum ich in so mag. Weil er nicht tut, was andere von ihm erwarten."

An einem besonders heißen Nachmittag gingen sie zusammen zur Bettacher Mühle. 


Die Brettach war nur noch ein schmales Rinnsal, aber unter der Brücke gab es Schatten. Horst pflückte am Wege ein Paar Vergissmeinnicht machte daraus einen Kranz und setzte ihn Eva ins Haar. 

Sie lachte und sagte: "Bin ich jetzt eine Wiese?" Er antwortete: "Die schönste Wiese weit und breit."

Doch dann, Ende August, kam der Abschied. Evas Bruder, mit den Eltern im Schlepptau, holten Eva mit der Borgward Isabella ab. 


 

Die letzten Tage war Horst stiller geworden, und als der Wagen vorfuhr, stand er am Gartentor , die Hände in den Taschen vergraben. 

"Komm nächstes Jahr wieder", sagte er leise. 

"Versprochen", sagte Eva

Er drückte ihr ein getrocknetes Vergissmeinnichtblütchen in die Hand, flachgepresst zwischen einem Leporello, das er selbst gebastelt hatte. 

Darin stand auch ein Gedichtchen:

Ich möchte eine Blume sein
und blühn vor deinem Fensterlein,
vielleicht ein klein Vergissmeinnicht,
das jeden Tag zu dir spricht:

"Eva ich liebe dich!"

 

"Damit du mich nicht vergisst.", meinte er.  

Eva stieg ins Auto und winkte, bis Horst nur noch ein kleiner Punkt hinter der Dorfkurve war. Sie hielt das Leporello mit dem Blümchen fest und wusste: 

Sie würde nie vergessen. Nicht Cleversulzbach. Nicht den Sommer und vor allem nicht Horst. 

Als das Auto um die letzte Ecke bog, sah sie im Rückspiegel, dass er immer noch am Tor stand.  

 Fortsetzung folgt:  

 Die letzten Teile der Butterkuchen-Verschwörung kann man

HIER 

lesen.  

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