Mich zu hassen, macht dich auch nicht hübscher, Schätzchen.
Aus ´ma Scheißhafa wird nie a Suppaschüssel. *Schwäbische Weisheit*
Vor a bees Gosch ka mr ned nastanda. *Schwäbische Weisheit*
Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden die dümmer sind, als sie. *Platon*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*

Die Butterkuchen-Serenade 14. Teil, Hochzeitstag

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Es gibt nun endlich eine Fortsetzung zur Butterkuchen Serenade. 

Alle Butterkuchen-Geschichten bis jetzt gibt es HIER  

Die letzte Folge Nr. 13 

endete hier. 

 

Hochzeitstag

Der Sommer kam und mit ihm die letzte große Renovierungsarbeit. Der Garten war an der Reihe. Eva und Lukas mähten den Rasen, schnitten die alten Büsche zurück und pflanzten neue Blumen - Lavendel, Rosen und natürlich Veilchen. Oma saß auf der Bank und dirigierte, wo was hinkam. "Der Apfelbaum bleibt, wo er ist", sagte sie bestimmt. 
"Der hat schon euren Opa erlebt. Und eure Kinder soll er auch noch erleben."

Lukas baute eine kleine Terrasse aus Holz, genau vor der Küchentür. Eva stellte einen alten Gartentisch darauf, den sie auf dem Flohmarkt in Heilbronn entdeckt hatte. Sie strichen ihn weiß und stellten einen Blumentopf mit roten Geranien in die Mitte.  

Es war nicht perfekt - es war ihr Ort. 

Im Juli war alles fertig. Das Dach hielt dicht, die Heizung summte, die Fenster glänzten in der Sonne. Jeder Raum hatte seine Farbe bekommen.

Das Wohnzimmer in warmem Beige, die Küche in Apfelgrün, das Schlafzimmer in zartem Blau wie der Himmel über Cleversulzbach. Omas Zimmer war das schönste und blieb Weiß - mit Blick auf den Garten und die alte Linde. 


 

"Jetzt fehlt nur noch eines", sagte Lukas an einem Abend, als sie auf der Terrasse saßen. 

"Die Hochzeit". 

Eva sah ihn an. Sie hatten nie einen großen Tag geplant, keinen teueren Ring, keine hundert Gäste. "Dann machen wir es einfach", sagte sie. "Hier im Garten. Mit Oma, deinen Freunden, meiner Mutter. Und Butterkuchen."

Lukas lächelte. "Das ist perfekt."

Die Hochzeit fand Ende August statt, an einem Samstag, als die Sonne golden über den Feldern stand. Der Garten war geschmückt mit weißen Lichterketten und wilden Blumen, die Eva am Morgen selbst gepflückt hatte. Lukas trug ein helles Leinenhemd, Eva ein einfaches weißes Kleid, das sie in einem Second-Laden gefunden hatte. Kein Schleier, keine Schleppe - nur sie. 


 

Oma kam in ihrem besten Kleid, das sie seit zwanzig Jahren nicht mehr getragen hatte. Es passte immer noch. Evas Mutter hatte einen Blumenstrauß gebunden - lauter Veilchen, nichts weiter. " Das ist doch deine Lieblingsblume", sagte sie. Eva drückte sie.


 

Der Bürgermeister von Neuenstadt, ein freundlicher Mann, traute sie unter dem Apfelbaum. Lukas Freundin Jule spielte Gitarre und die Nachbarn standen mit Sektgläsern im Kreis. Als der Bürgermeister endlich sagte, "Sie dürfen die Braut jetzt küssen", flüsterte Lukas. "Endlich." Und er küsste sie, während der Wind durch die Blätter fuhr und ein paar Veilchenblüten auf ihre Schultern rieselten. 

Danach gab es Butterkuchen - so viel, wie alle essen konnten. Oma hatte die Nacht durchgebacken, und der Tisch bog sich fast unter den Blechen. Lukas Freunde aus Stuttgart hatten eine Kühlbox mit selbst gebrautem Bier mitgebracht und die Nachbarin vom Mühlenweg spielte auf ihrer Ziehharmonika alte Volkslieder. 

Am späten Abend, als die Lichterketten in ein warmes Licht tauchten, tanzte Eva mit Lukas. Keine Choreografie, kein Tanzkurz - einfach nur sie, eng umschlungen, während Jule leise auf der Gitarre spielte. 

"Bist du glücklich?", fragte Lukas 

"Ich bin zuhause", sagte Eva. "Das ist mehr als glücklich."

Oma saß auf der Bank, ein Stück Butterkuchen auf dem Teller und sah den Enkelkindern zu. Evas Mutter stand neben ihr. "Mama", sagte sie leise. "Du hast alles richtig gemacht mit ihr." Oma nickte. "Manchmal muß man die Kinder einfach lassen. Sie finden ihren Weg. Eva hat ihren gefunden. Direkt vor unserer Haustüre. 

Die letzten Gäste gingen nach Mitternacht. Eva und Lukas blieben alleine im Garten zurück. Der Apfelbaum rauschte, die Sterne blinkten und irgendwo rief eine Eule.

"Das Haus ist fertig", sagte Lukas. "Wir sind verheiratet. Und alles ist gut." Eva lehnte ihren Kopf an seine Schulter. "Alles ist gut", wiederholte sie. Aber das Beste kommt erst noch." 

Sie wußte noch nicht, was sie meinte. Vielleicht Kinder. Vielleicht einen Hund oder eine Katze. Vielleicht viele, viele weitere Sommer mit Butterkuchen, Veilchen und ihm. 

Sie gingen ins Haus, schlossen die Tür und Cleversulzbach lag still unter dem Sternenhimmel. Das alte Haus hatte einen neuen Anfang gefunden und die Geschichte von Eva und Luks ging erst richtig los.   


                                                    
Fortsetzung folgt.  

Kommentare

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Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt "wie ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.