Simon Boccanegra, Oper von Giuseppe Verdi
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Ich möchte meine "Musik am Samstag" heute mit der Oper Simon Boccanegara fortsetzen.
Overtüre
Es ist eine Oper, die nicht so bekannt ist. Ich bin, wie beim Maskenball über den ich am letzten Samstag berichtet habe, sehr spät zu dieser Oper gekommen.
Die Handlung der Oper kann man
HIER
lesen.
Außer dem Simón Bocanegra von Gutiérrez, einem Schauspiel über den ersten vom Volk gewählten Dogen von Genua (1339), studierte Verdi Schillers "Die Verschwörung des Fiesko zu Genua" (1784) und fertigte selbst das Szenarium an, welche Piave Ende 1856 vollendete. Wie im Falle des "Trovador" von Gutiérez schreckte Verdi nicht vor der hochkomplizierten Handlung zurück, sondern begeisterte sich an dem Drama menschlicher Leidenschaften vor einem historisch verbürgten politischen Hintergrund. Doch erst in der unter Mithilfe Boitos entstandenen Umgestaltung der Oper 1881 trat Simons politisches Kalkül durch die Einbeziehung des historischen Briefwechsels Boccanegras mit Petrarca in den Vordergrund und gewann das 2. Bild des 1. Aktes, die Ratsszene, ihre zentrale Bedeutung. Im Einigungsgedanken Boccanegras sah Verdi die politischen Fragen seiner eigenen Gegenwart vorweggenommen.
Nach der durchgefallenen Uraufführung brauchte die Umgestaltung von 1881 eine Straffung der Handlung und eine musikalische Verdichtung im bruchlosen Wechsel von rezitativischen und ariosen Formen; neu war auch das komplette, brillant verdichtete 1. Finale. Das in dunklen Schattierungen raffiniert gewobene Farbenspiel des Orchesters zeugt bereits von der seit Aida vollendeten Meisterschaft der Komposition und die lautmalerischen Naturschilderungen sind Widerspiegelungen intensiver psychologischer Betrachtungen - ein Höhepunkt ist die orchestrale Beschreibung des Meeres (durch ständiges Wechseln der Tonarten), während der sterbende Simon voll Resignation und Melancholie zum Horizont blickt.
als ergreifende Bassarie,
Amelias Auftrittsarie (Come in quest óra bruna)
O, inferno! Sento avvampar nell´ anima.
Boccanegra hat keine eigene Arie, dennoch zählt die Figur des Dogen, des guten Vaters, des großzügigen Herrschers und vergebenden Gegners zu den markantesten und nuancenreichsten Porträt in Verdis Schaffen.
Erstaufführung der Neufassung mit überarbeitetem Text von Arrigo Boito am 24. März 1881 in Mailand, Teatro alla Scala.
Quellen:
Knaurs Opernführer, Fath,
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Erst kommt das Fressen,
dann die Moral.
Bert Brecht, Dreigroschenoper












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