Das Kunststück der Lebensweisheit ist, den Schlaf jeder Art zur rechten Zeit einzuschieben wissen. *Friedrich Nietzsche*
Die schönsten und großartigsten Dinge auf der Welt kann man nicht sehen oder hören, aber man kann sie im Herzen fühlen. *Helen Keller*
Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumen lässt. *William Shakespeare*
Man sollte auch an Wochentagen ein paar Augenblicke Sonntag sein lassen. *Unbekannt*
Es ist eine Verwandschaft zwischen den glücklichen Gedanken und den Gaben des Augenblicks: Beide fallen vom Himmel. *Friedrich Schiller*
Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. *Hans Christian Andersen*

Hänsel und Gretel im Leudelsbachtal

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Hänsel und Gretel ist ein Märchen, das ich schon als Kind "gefürchtet" hatte.


Ich konnte es nicht verstehen, dass Eltern ihre Kinder aussetzen, weil sie kein Geld und nichts zu essen hatten.



111-Arten-Korb 
hier
https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Natur/Artenschutz/Seiten/111-Artenkorb.aspx


Engelbert Humperdinck und 
Adelheit Wette (sie war eine deutsche Schriftstellerin, Librettistin und Tochter von Engelbert Humperdinck)  schufen in den frühen 1890er (Uraufführung 23. Dezember 1893 im Deutschen Nationaltheater in Weimar mit der Staatskapelle Weimar) Jahren nicht nur die berühmteste aller Märchenopern, sondern auch eine präzise Darstellung sozialer Not. So arm, dass es an Essen fehlt.



"Herrgott, wirf Geld herab! Nichts habe ich zu leben, kein Krämchen, den Würmern zu essen zu geben."! Der Ausruf von Hänsel und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen.  

Aber, wenn sie der Übermut packt, dann spielen sie doch.
Brüderchen komm tanz mit mir. Auch ein Kinderlied.
Dabei sind sie so übermütig, dass auch etwas kaputt 



 
geht und die Mutter böse ist. 



Die Kinder werden in die Wildnis geschickt und schlafen dort unter Ängsten ein. Sie sehen eine Gegenwart vor sich  - ein essbares Haus, alles für sie alleine. Aber dieses 



Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil, die Kinder sollen verspeist werden.  


Ich habe diese Oper von Engelbert Humperdinck schon mindestens 3 Mal am Opernhaus in Stuttgart gesehen, in den 70er Jahren in der ursprünglichen Fassung mit einem veralteten Bühnenbild.




Die Stinkende Nieswurz, die bald anfängt zu blühen. Leider nicht essbar. 




 Feldlager von Rittern, in einem Garten am Wald.
Ideal zum Spielen, wenn Hänsel und Gretel es dürften.




Dann in den 80er Jahren ebenfalls an der Oper in Stuttgart, mit einer Hexe, die am Glückrad drehte, sehr gewöhnungsbedürftig.


Als ich dann vor ca. 1 1/2 Jahren hörte, dass die Oper wieder in Stuttgart aufgeführt wird, unter der Regie von  
Kirill Serebrennikow , war ich gespannt. Allerdings konnte die Oper nur als Fragment aufgeführt werden, weil Kirill Serebrennikow damals in Moskau am 23. August 2017 unter Arrest gestellt wurde. Der Arrest ist bislang noch nicht aufgehoben. Meiner Ansicht nach war Serebrennikow dem Regime von Putin unangenehm und man hat ihn aus merkwürdigen Gründen bislang noch nicht vom Arrest befreit.  

Trotz allem war die Premiere als Fragment am 
22. Oktober 2017 ein recht großer Erfolg. 
Ich habe mir dann die Oper im Dezember 2017 angesehen.  



Hier ein Link zur Aufführung


Das Fragment beinhaltete die Vorarbeiten von Serebrennikow mit einem Material, das aus einem abendfüllenden, in Ruanda gedrehten Film, gestaltet wurde.




Zwei Kinder aus Ruanda (Hänsel und Gretel) kommen in Plastiktüten auf märchenhafte Art auf dem Stuttgarter Flughafen an, nachdem sie von ihrer Mutter und ihrem Vater in Ruanda vergessen wurden.
Diese beiden Kinder gehen auf der Königstraße spazieren und erleben den Luxus.


Dazu waren auf der Bühne Stühle aufgestellt, auf denen die Opernsänger die Arien zum Film dazu singen.
Es ist gewöhnungsgedürftig und die Einführung wurde dann extra noch für Kinder gestaltet. Manch ein Kind war enttäuscht und ich habe mich gefragt, was die Eltern dabei gedacht haben, als sie die Karten für die Kinder gekauft haben. Man informiert sich doch vorher. 


Es ist und bleibt ein Fragment und ich bin froh, dass ich es damals gesehen habe. Es war ein Versuch, weil man auch zu dem damaligen Zeitpunkt die Proben usw. soweit fertiggestellt hatte, dass man auch im Hinblick auf Kirill Serebrennikows Schaffen das alles nicht mehr absetzen wollte.

Inzwischen ist die Oper nicht mehr im Programm und ich bin gespannt, was weiter passieren wird.

Ich habe ein kleines Märchen draus gemacht und zwischen den Bildern aus dem Leudelsdbachtal siehst du Hänsel und Gretel in grüner Kleidung wandeln, vom Anfang als sie ausgesetzt werden bis hin zum Bunker in dem sie übernachten und den Abendsegen empfangen. Das Leudelsbachtal ist ein Naturschutzgebiet mit 
117,9 Hektar zwischen Markgröningen, Möglingen und auch Bietigheim-Bissingen mit einer großen Artenvielfalt an Libellen, Schmetterlingen, Käfern und auch den seltensten Blumen.

Hier findet am - sie hält sich sehr gerne am Wasser auf - die Blauflügelige Prachtlibelle, die Weibchen wie hier im Bild sind grünmetallig glänzend und die Männchen blauglänzend.




Ich werde verstärkt wieder darüber berichten, denn es ist wirklich einmalig. Ganz besonders freue ich mich dieses Jahr wieder über die Akelei- und Orchideenblüte. 

Im Frühjahr-, Sommer halte ich mich dort sehr viele auf.
Schau am Mittwoch mal herein da schreibe ich einen Post. 



Abends, will ich schlafen geh! Ein Kinderlied, das ich meinem Sohn beim Einschlafen immer gesungen habe.
Es ist wunderschön und da denke ich gerade an meinen Bruder, der das auch sehr mochte. 

https://www.youtube.com/watch?v=96pW-o2tzjA

und die Traumpantomime, hier träumen die Kinder vom essen.

https://www.youtube.com/watch?v=HR6EmxZYMJQ 

Da hier in diesem Post auch vieles auch auf den zweiten Blick erkennbar ist, schicke ich den Post auch noch zu 

Lottas Aktion (auf den 2. Blick  
und natürlich zur Zitronenfalterin und auch zu 
Loretta und Wolfgangs Gartenglück.


Dieser Bunker gehört zur Neckar-Enz-Stellung, wie sie hier in der Umgegend sehr viel zu finden sind. Das wäre auch mal etwas für einen 12tel-Blick, denn im Sommer ist er fast nicht zu sehen. Es macht aber tatsächlich schon Spaß drin herumzukrabseln. Auf eigene Gefahr natürlich. 

Das Leudelsbachtal alleine ist schon ein Märchen und Bunker kann man übigens kaufen, allerdings muß man für die Unterhaltung und Pflege selbst aufkommen. 

https://faszination-bunker.bundesimmobilien.de/776285/forschungsprojekt-bunker-beleben-










Kommentare

  1. Ein wunderbarer Text mit tollen Bildern. Ich hab Dir Märchenoper erst einmal gesehen, die Aufführung war gut, hat mich aber nicht so in den Bann gezogen wie die "Märchen"ballette Dornröschen oder Der Nussknacker. Obwohl ich die Oper sehr liebe, würde ich Hänsel und Gretel nicht nochmals anschauen... Genieß Deinen Sonntag.

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  2. Ich mochte als Kind das Märchen sehr, denn es hatte ja ein gutes Ende. Auch den Wald mag ich sehr und alte Bunker findet man bei uns im Pfälzerwald ebenfalls. Vielen Dank für die wundervollen Naturaufnahmen, die mich an unsere Wanderungen jetzt im kahlen Wald erinnern.
    Deinen Blog habe ich bei Wolfgangs Gartenglück entdeckt und gerne lese ich hier mit.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

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    1. Ganz lieben Dank, wenn dich das Leudelsbachtal interessiert, dann komm doch am Mittwoch vorbei, das zeige ich was im Leudelsbachtal so alles passiert und was es für eine Artenvielfalt hat.
      Es ist schon gewaltig.
      Lieben Gruß Eva

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  3. Liebe Eva,
    ich gratuliere von Herzen zu den Bildern, mit denen Du uns die verschiedenen Teile und Fassungen dieses weltbekannten Märchens nahe gebracht hast.
    Hab einen feinen Sonntag,
    herzlichst moni

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  4. Ein spannender Weg, sich diesem Märchen zu nähern! Es ist auch immer wieder interessant, sich die Urfassungen anzuschauen, denn die Gebrüder Grimm haben ja auch manches verändert.
    Wir Erwachsenen gehen auch oft zu sehr mit dem Intellekt an die Geschichten heran und vergessen die inneren Bilder. Aber manches Märchen mag man intuitiv nicht, und das ist ja auch vollkommen in Ordnung so.
    (Ich erinnere mich, wie meine damals dreijährige Tochter schreiend aus dem Kleinkinder-Spielturnen gerannt kam, weil sie dort "Die sieben Geißlein" nachgespielt haben. Das Märchen mochte sie, diese interpretierte aktive Form sprach sie ganz anders an und ängstigte sie. Da müsste man als Pädagoge eigentlich auch sofort eingreifen, aber das ist ein anderes Thema...)
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. Da hast du ja fast wie Serebrennikow inszeniert. Interessant, auch was du da an Bildern gefunden hast.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid,
      das Leudeslsbachtal ist voller Überraschungen. Nimm dir ein Thema vor und du wirst immer wieder etwas finden. Am Mittwoch zeige ich dir, was ich letztes Jahr alles gefunden habe und das war noch lange nicht alles.
      Ich denke mal, sowas, wie dieses Tal findest du ganz ganz selten.
      Man kann hier Geschichten schreiben und vor allem ist es niemals überlaufen.
      Manchmal ist man sogar ganz alleine auf Feld und Flur.
      Lieben Gruß Eva

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  6. liebe Eva
    fantastische Bilder sind dir da gelungen
    und ja.. manchmal muss man 2 x hinschauen ..um den Dinosaurier zu entdecken
    oder den Astvogel
    wie schön dass alles zum Märchen passt

    liebe Grüße
    Rosi

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  7. Liebe Eva,
    wenn man es sich einmal richtig überlegt, dann sind viele Märchen sehr grausam. Da kann einem als Kind Angst und Bange werden. Ehrlich gesagt waren mir als kleines Kind diese Märchen nicht so geheuer. Sehr schöne Fotos hast du aus dem Leudelsbachtal mitgebracht. Besonders gefällt mir das Foto von der Libelle.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  8. Liebe Eva,
    ich kann auch dazu nur sagen:
    Herzlichen Dank für diese wunderbare Inszenierung! Ich liebe dieses Märchen und ich liebe Deine wunderbaren Bilder!
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt, wie "ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.