Virginischer Tabak (Nicotiana tabacum)

Werbung wegen Namensnennung und Verlinkungen. 

Gesehen habe ihn noch nie und ich wußte auch nicht, dass es ihn gibt.
Auf der Radtour nach Heilbronn haben wir ihn zwischen Talheim und Heilbronn gesehen und wir haben uns dann kundig gemacht, was hier wächst.



Ich war etwas erstaunt, dass hier in der Nähe von Heilbronn der Virginische Tabak wächst.

Der Virginische Tabak ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tabak in der Familie der Nachtschattengewächse und die wirtschaftlich bedeutendste Art der Tabakindustrie und wird in einer Vielzahl von Sorten angebaut.  


 
Ursprünglich war der Virginische Tabak im tropischen Amerika beheimatet. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 80 bis 200 cm und trägt großes, ovales Blattwerk.
Im Juni bis September ist er mit zahlreichen, trompetenförmigen, stark duftenden wunderschönen rosa Blüten übersäht. 

Die Indianer rauchten Tabak seit 2000 Jahren. Die ersten Spanier, die den amerikanischen Kontinent betraten, waren über die "tabago" rauchenden Ureinwohner erstaunt. 
Jean Nicot de Villemain, ein Gesandter in Lissabon hat den Tabak verbreitet und hat im Nikotin seinen Namen verewigt. 


Der französische Königshof bekam von ihm Samen und im "Jardin d'acclimatisation de Paris" (das ist heute ein Freitzeitpark), begann hier, was zu einer weltweit verbreiteten Sucht werden sollte. 

Ich werde gelegentlich, sofern das Wetter so bleiben wird, wieder nach Heilbronn mit dem Rad fahren und dann mal schauen, ob er schon geerntet ist.

Aber vorher darf ich dir noch eine Radrunde durch den Schönbuch und das Schleichtal und andere nebenliegende Täler zeigen, hier hat leider der Regen der Radtour ein Ende gemacht.  Am Samstag machen wir die nächste Tour, die wird wohl auch einiges an württembergischer Geschichte in sich haben.  

Kennst du den Virginischen Tabak?



Es gibt ihn auch noch in Weiß, da habe ich ihn auf der Bundesgartenschau in Heilbronn gesehen, aber nicht in dem Ausmaß und auf der Radtour am Samstag habe ich ihn im Glemstal in einem Garten gesehen. 
 


Rauchen ist nicht gut und das hier soll keine Aufforderung zum Rauchen sein. Ich fand die Pflanze sehr interessant.

Ja, schau morgen unbedingt vorbei, ich zeige dir ein Tierchen, das nach der Bundesartenschutzverordnung 
eine "streng geschützte Art" ist.

Der Post geht heute zu Artis "Anna" 
denn den Virginischen Tabak sieht man nicht alle Tage.


Kommentare

  1. Liebe EVA
    Ja, so langsam sind die Pflanzenfelder am verschwinden, die hat man bei uns früher recht häufig gesehen, zusammen mit den hohen Trocknungsscheunen. Das Hndpflücken war eine imense Arbeit, jedes Blatt musste von Hand gepflückt und dann auf eine dicke Schnur aufgefädelt werden, bevor sie auf hohen Stangen zum trockenen aufgehängt werden konnten. Frauchen liebt die Variante Art des Gartentabaks wegen ihrer hüpschen Blühten.
    Morgengruss von Ayka

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  2. Guten Morgen liebe Eva,
    so interessant. Ich wusste gar nicht, dass Tabak hier wächst und nein, ich kannte den virginischen Tabak nicht. Seine lila-rosa Blüte gefällt mir aber sehr.
    Dir einen schönen Wochenteiler und
    liebe Grüsse
    Eda

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  3. Guten Morgen, liebe Eva,
    Tabak wird doch schon sehr lange in Deutschland angebaut, wenn ich mich recht erinnerne, wurde dies zum ersten Mal 1573 in der Pfalz gemacht ;O) Das größte Anbaugebiet ist Baden-Württemberg, gefolgt von der Pfalz udn Bayern, aber auch ansonsten wird fast überall in Deutschland Tabak angebaut ;O)
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und freundlichen Wochenteiler!
    ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

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    1. Liebe Claudia,
      ich habe so den Virginischen Tabak zum ersten Male gesehen.
      Lieben Gruß Eva

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    2. Liebe Eva,
      ich kann mich an Tabakfelder erinnern, die ich schon als Kind gesehen habe, als ich immer mit Opa und Pma in die Ferien fahren durfte ;O)
      Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
      ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

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  4. Ja, den Virginischen Tabak kenne ich, aber nur vom Anschauen, ich bin Nichtraucherin Bei uns gibt es auch Gegenden da baut man ihn an, in der Nähe von Lahr, dort soll auch eine Roth-Händel Niederlassung sein, ob die noch aktuell besteht, kann ich nicht sagen.
    Auf das geschützte Tierchen bin ich schon neugierig.
    Liebe Grüße
    Edith

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  5. Da hast du auf deiner Tour aber wirklich etwas sehr Schönes und nicht Alltägliches entdeckt. Das muss ein ganz wundervoller Anblick sein, wenn das ganze Gebiet mit rosa Blüten übersät ist.
    Gleich gehe ich mal in meinen Bildern von Kuba stöbern, welche Farbe die Blüten dort hatten. Wäre sicher ein super Ereignis, wenn du die Ernte beobachten könntest. Die Blätter müssen ja ganz sorgsam geschnitten werden.
    Über diese tollen Pflanzen (für mich wegen des Aussehens und nicht wegen des Endproduktes) habe ich mich wieder sehr gefreut und bedanke mich recht herzlich dafür.

    Herzliche Grüße
    Arti

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    1. Liebe Arti,
      mein Sohn und ich haben uns früher mal, wenn es etwas Besonderes zu feiern gab, eine Cohiba gegönnt, die sind sehr sehr teuer. Aber das war es uns wert und das hat wunderbar gerochen.
      Aber sonst sind wir alle hier in der Familie Nichtraucher.
      Aber mal sehen zum 70. Geburtstag werde ich mir wieder mal eine gönnen.
      Das ist sicher.
      Lieben GRuß Eva

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  6. Ob der Bauer wohl Kubaner ist? In Kuba sieht man viele Tabakfelder, aber bei uns kenne ich nur den Ziertabak im Garten und der hat ganz ähnliche Blüten.
    L G Pia

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  7. Liebe Eva,
    ich wusste nicht, das die Tabakpflanze so wunderschöne Blüten hat.
    Danke für die interessanten Infos und die herrlichen Bilder.
    Schönen restlichen Mittwoch,
    liebe Grüße
    moni

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  8. Guten Tag Eva,
    Ich kenne den Tabakanbau aus DDR - Zeiten. Da haben viele Familie sich viel Geld dazu verdienen können. Vor allem ehemalige größere Bauersfamilien. Man brauchte ja zum einen das Land zum Anbau und man mußte unbedingt die Möglichkeit haben, den Tabak in großen, luftigen Scheunen zu trocknen. Das war viel Arbeit, denn der Tabak wurde von Hand gepflückt, von Hand aufgefädelt und getrocknet. Je größer die Blätter, desto mehr Geld gab es. Da mußten alle Familienmitglieder auch die Kinder, mit ran.
    Im Sommer wurde bewässert, dass der Tabak gut wuchs und möglichst große Blätter bekam.
    Auch einige LPG's bauten Tabak an. Welche speziellen Sorten das waren, weiß ich nicht. Für mich war der Tabak eine ganz normale Nutzpflanze, genau so wie der Mohn der auf riesigen Feldern angebaut wurde und wo ich mit meiner Mutti nach der Ernte Körbeweise liegengebliebene Mohnkapsel aufgelesen habe, um Mohn zum Kuchen backen zu haben. Mohn gab es selten zu kaufen und Geld hatten wir auch nicht viel.
    Bei uns sieht man keine Tabakfelder mehr. Der Absatzmarkt ist mit Einführung der D-Mark wie vieles andere auch, plötzlich weggebrochen.

    Danke für Deinen Beitrag, der meine Erinnerungen wieder mal aufgefrischt hat. Einen schönen Tag noch und viele liebe Grüße
    Ute

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  9. Liebe Eva,

    gehört habe ich davon schon und in der Familie wurde auch von früher und dem Tabakanbau erzählt aber gesehen habe ich ihn noch nicht. Vielen Dank dafür ... es ist doch immer wieder interessant mal aufs Rad zu steigen und durch die Gegend zu stromern. (grins)

    Habe einen tollen Wochenteiler und ganz liebe Grüße
    die nähbegeisterte Andrea

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  10. Na klar kenne ich ihn, wurde er doch in einem Nachbartal ( einem der schönsten im übrigen des badischen Odenwaldes, das Morretal ), über 125 Jahre bis zur Jahrtausendwende in bester Qualität angebaut, zuletzt für Roth-Händle. Noch heute gibt es dort die Tabakscheuern, Tabakbauern aber keine mehr. Auch nicht mehr das nette Hotel, in dem wir immer gerne unterkamen. Der Ort wäre nämlich eine Stippvisite wert.
    LG
    Astrid

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  11. Liebe Eva,
    ich habe noch nie Tabakpflanzen gesehen. Wunderschöne Blüten hat er. Zwar haben meine Großeltern immer mal davon erzählt, aber ich war damals noch zu klein.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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