„Die Hosenknöpfe sind so teuer geworden, dass es sich wieder lohnt, echte Münzen in den Klingelbeutel zu werfen.“ *Gabriela Mistral"

Zeichen der Erinnerung Charlotte Salomon

Werbung, Verlinkung. Ortsnamensnennung und Vorstellung eines Buches, ohne Auftrag und Vergütung.






Das weiß ich nicht
und ich kann über dich nicht richten.
Nur eines weiß ich:
Morgen wird keiner von uns
leben bleiben
wenn wir heute wieder nichts tun.

Erich Fried


Diesen Beitrag wollte ich schon länger schreiben, habe es dann aber gelassen, weil ich ganz merkwürdige Post bekommen habe und daraufhin auch rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Ich habe daraufhin meine Adresse im Impressum entfernt, was mir dann mein Rechtsanwalt aber abgeraten hat. Denn, wenn ich mich auf das Telemediengesetz berufe, muß ich meine Adresse im Impressum angeben. Das dazu. 

Schimm ist der Judenhass, der immer mehr zunimmt und ich hoffe, dass mir dieses Mal nach diesem Post keine Post ins Haus flattert. 

Ich weiss jedes Volk hat eine dunkle Geschichte. Von den Spaniern bis hin zu den Türken. Nur wir Deutschen wärmen das immer wieder auf, so der Tenor im Brief.
Kein Volk hat soviele Gedenkstätten wie wir Deutschen.

Nun, wir sollten dieses Verbrechen aber niemals vergessen und ich habe schon den Eindruck, dass es in Vergessenheit gerät, weil die Zeitzeugen immer weniger werden. 

Aus diesem Grunde möchte ich dir heute die Gedenkstätte
Zeichen der Erinnerung  

in Stuttgart am Nordbahnhof in der Otto-Umfrid-Straße 
vorstellen. 



Zugleich auch noch ein Buch über Charlotte Salomon.

2006 wurde die Gedenkstätte "Zeichen der Erinnerung" am
Inneren Nordbahnhof Stuttgart eingeweiht.
Erinnert wird an die Deportation von mehr als 
2.500 jüdischen Opfern aus Württemberg, Hohenzollern, Baden und etwa 250 Sinti und Roma. 



Aus einem offenen Wettbewerb im Dezember 2001 gingen die jungen Architekten Ole und Anne-Christin Saß im Mai 2002 als Preisträger hervor. 

Hier an dieser Stelle wurden jüdische Mitbürger, Sinti und Roma mit den Zügen in die Vernichtungslager gefahren.
Die Prellböcke und Gleise sind noch aus diesen Jahren.




Ich habe noch soviele Bücher vorzustellen, die in meinem Bücherschrank stehen, schaffe es aber nicht mehr alle bei Andrea zu verlinken. Aber die kommen und gerade für die österreichischen Leser ist ein Buch bestimmt recht interessant. Aber das wird noch kommen.









Charlotte Salomon
Bilder eines Lebens  
von Astrid Schmetterling.





Ein sehr bewegendes Buch mit vielen Bildern von 
Charlotte Salomon

Charlotte Salomon wurde 1917 in Berlin geboren,
emigrierte 1939 nach Südfrankreich.
1943 wurde sie in Auschwitz ermordet.

Charlotte Salomon hat ein außergewöhnliches Werk hinterlassen. Es ist die Lebensgeschichte einer jungen Frau im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre. 
Charlotte Salomon geht nach der Reichsprognomnacht   
ins Exil. Sie erzählt von der zunehmenden Verfolgung der Juden, von Liebes- und Familienbeziehungen. 

Charlotte Salomon mit ihren Großeltern,


 die seit 1934 in Nizza in Frankreich lebten.

Am 22.Juni 1940 unterschrieb Marschall Pétain einen Waffenstillstand mit Deutschland, in dem auch die Auslieferung von 200.000 Juden an die Gestapo geregelt wurde. Die Großmutter von Charlotte hatte sich im März des Jahres das Leben genommen. Charlotte wurde im Lager Camp de Gurs interniert, wurde aber wegen des hohen Alters des Großvaters freigelassen. Eine tiefe Krise folgte und auf Anraten eines Arztes begann Charlotte wieder zu malen.

  In den Jahren 1940 bis 1942 sind Charlottes Elemente Musik, Malerei, Literatur und Film, die sie spielerisch miteinander umwoben im Exil im Frankreich erstellt. 

 


 Im Juni 1943 heiratete Charlotte den österreichischen Emigranten Alexander Nagler, den sie nach ihrer Flucht kennengelernt hatte.  Charlotte und Alexander wurden verraten und im September 1944 verhaftet und ins Sammellager Drancy bei Paris verschleppt.
Am 7. Oktober kam das Ehepaar in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Charlotte war im fünften Monat schwanger und wurde gleich nach der Ankunft in Auschwitz ermordet. Ihr Ehemann starb am 2. Januar 1944 an den Folgen der unmenschlichen Haftbedingungen.  



Charlotte mit Freundin Hase auf Sylt




Am 21. April 2012 wurde vor dem ehemaligen Wohnhaus in Berlin-Charlottenburg, Wielandstr. 15, ein Stolperstein für Charlotte Salomon verlegt. Eine Straße in 
Berlin-Rummelsburg wurde nach ihr benannt und bereits seit 1992 trägt eine Berliner Grundschule ihren Namen.


Erschienen
Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag

Zitronenfalterin
Bücherschätze



Kommentare

  1. Vielen Dank für Deinen Beitrag. Danke, dass Du Dir nicht den Mut nehmen lässt. Ich halte es für sehr wichtig, zu erinnern und zu gedenken... Ich habe als Jugendlicher das Buch "Als Mädchen im Warschauer Ghetto" gelesen. Das Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Noch heute kenne ich einige Passagen auswendig... Danke!!!

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    1. Dein Post hat mich heute inspiriert, das Buch hervorzukramen. So habe ich den Tag beim Lesen verbracht. Es rührte mich zu Tränen... Sehr empfehlenswert...

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  2. Lieben Dank für diesen sehr informativen Beitrag! Ich habe auch schon viele Bücher zum Thema gelesen , und Filme gesehen. Eine schreckliche Zeit, die wir niemals vergessen dürfen. Schade, dass du von einem Menschen derart verunsichert wurdest und ich freue mich sehr, dass du deinen Beitrag dann doch noch veröffentlicht hast. Ich habe ihn sehr gerne gelesen! Danke!
    Liebe Sonntagsgrüße, Delia

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  3. Liebe Eva,
    ein sehr interessanter Beitrag. Das Ausmaß dieses unmenschlichen Krieges wird ja gerade durch die Einzelschicksale deutlich. Vor allem berühren sie uns zutiefst.
    Lieben Gruß
    moni

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  4. Niemals darf man vergessen
    und da die Menschen damals umgebracht wurden und nur noch wenige Zeitzeugen leben ist es an uns die Erinnerung wach zu halten
    und es ist wieder so weit dass man sagen muss : wehret den Anfängen
    lass dich nicht irre machen
    dumme Menschen gibt es leider genug
    doch die dürfen unser denken nicht beeinträchtigen

    liebe Grüße
    Rosi

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  5. Eine heikle Sache die du aufgreifst, leider ist sie bittere Geschichte und nicht wegzuleugnen. Dennoch besitzen manche Menschen die Frechheit, sie als "Vogelschiess" zu bezeichnen, bedauernswert. Man könnte viel darüber reden, damit wird der Teil unserer Geschichte nicht besser.
    Guten Start in die neue Woche
    liebe Grüße
    Edith

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  6. Gerade die Reaktion auf deinen mutigen Beitrag zeigt ja, dass das Erinnern immer wieder nötig ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  7. Liebe Eva,
    Kirche und Juden, das ist ein sehr schwieriges Thema. Ich möchte da jetzt aber auch gar nicht weiter drauf eingehen. Sonst bekommst du wieder böse Post. Kennst du den Film: "Die Reise der Verdammten"? Ein beeindruckendes Filmdrama.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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