Auf dem Glatteis des Lebens rutscht nur der ohne Brüche, der ein Korsett trägt mit Stäben aus geistiger Frische.
*Christa Schyboll*


Der nackte Berg, 21/52

 Werbung Verlinkungen und Werbung für ein Buch ohne Auftrag und Vergütung sowie Ortsnamensnennungen.

Schon wieder ist eine Woche herum, aber die Wochen sind ja auch nicht langweilig, vielleicht fliegt die Zeit deshalb auch so. 

Bei der 52 Woche-Reise geht es heute um das Thema Leseratte. 

Ob ich nun eine Leseratte bin, das mag ich so nicht einfach sagen, denn ich lese nur Bücher, die entweder Biographien oder auch Tatsachenberichte enthalten, eben aus dem Leben. Ich muß gestehen, ich habe z.B. nicht einen Harry Potter gelesen und mir fehlt auch nichts.

Krimis oder Zukunftsromane mag ich gar nicht, vielleicht mal einen historischen Roman, aber eher nicht.  So enthält meine Büchersammlung viele Bücher über unsere Vergangenheit und Bücher über das Bergsteigen. 

Aber auch der gute Bergonkel Luis Trenker mit seinen Filmen war mir schon als Kind ein Begriff, was da dahinter stand, habe ich mir erst später angelesen. Nun und Namen wie Leni Riefenstahl sind mir auch ein Begriff. Der erste Film über dieses Thema,  den ich als Kind gesehen habe, war "Der Heilige Berg". Mein Vater kannte sie persönlich, sie wollte eben Karriere machen und war auch in späteren Jahren sehr umstritten.

Ein besonders fesselndes Buch über diese besondere Welt, war für mich das Buch über die beiden Bergsteiger

Toni Kurz und Anderl Hinterstoißer,

 über die Eiger-Nordwand. Beide kamen bei dieser Besteigung ums Leben. Toni Kurz konnte sich noch retten, stellte aber dann fest, dass sein Seil zu kurz war, um noch den rettenden Boden zu erreichen. Er starb dann am Seil mit den Worten:

 "Ich kann nicht mehr!"

Mehr und mehr beschäftigte ich mich mit dem Bergsteigen und den wahren Geschichten darüber. So bin ich dann vor Jahren mit Reinhold Messner in Berührung bekommen und bin immer noch fasziniert von diesem Mann. Ich habe schon einige Bücher von ihm gelesen und habe auch sein Schloß Juval im Schnalstal besucht. Man muß es gesehen habe. Wir waren dort und sind dann auch den Meraner Höhenweg gegangen. Die Bilder kann ich gerne mal zeigen, sie sind nicht besonders gut, weil teilweise auch noch Papierfotos. 

Heute möchte ich dir das Buch

Der nackte Berg


 von Reinhold Messner vorstellen. Das Buch dreht sich um den Nanga Parbat, den Schicksalsberg der Deutschen. Nanga Parbat auch Diamir, König der Berge" genannt. Seine Rupalwand ist die Größte und Steilste der Welt. 

Für mich total faszinierend, obwohl ich das nie machen würde. Das Buch beschreibt verschiedene Expeditionen und ich habe wieder mal einiges gelernt. Zum Beispiel über Adolf Schlagintweit, der schon 1857 den Himalaya bereiste und auch Pflanzen erforschte, z.B. die Schlagintweitiella. Er wurde 1857 in Kaschgar enthauptet, über die näheren Umstände ist nichts bekannt. 

Das Buch beschreibt auch die erste Expedition von Dr. Herrligkoffer von 1953, in der Hermann Buhl im Alleingang, sehr zum Ärger von Herrligkoffer, den Gipfel erklommen hat.

Bei der nächsten Expedition von Dr. Herrligkoffer 1970 waren u.a. zwei Bergsteiger dabei, Reinhold Messner und sein Bruder Günter. Sie machten sich zum Gipfel auf und es kam zu einer Tragödie. Günter und Reinhold Messer galten als verschollen. 

 Einheimische fanden Reinhold Messer im Diamir-Tal. Es wurde Reinhold Messner immer wieder zum Vorwurf gemacht, dass er seinen Bruder im Stich gelassen hat. Ich kann es mir nicht vorstellen und glaube es auch nicht. 

Dieses Buch ist so aufschlußreich und man lernt so vieles auch über den Nanga Parbat, der nicht nur ein Berg ist, sondern ein Gebirge, stufenartig aufgebaut. Man fragt sich, warum sind Menschen so verrückt und gehen bis ans Limit?

Warum riskieren sie ihr Leben? Es ist verrückt, aber für mich schon nachvollziehbar. Wenn man ganz oben auf dem Gipfel steht, dann ist das ein Gefühl, das kann man nicht beschreiben und wenn man das noch als Erster macht, ein ganz besonderes. 

Ich hatte das Gefühl, als ich im Jahr 2004 meinen ersten Klettersteig gegangen bin. Einen nicht so ganz leichten, den Hindelanger Klettersteig bei Oberstdorf im Allgäu. Hier gibt es nur ein ganz kleines Bild, wie ich die Leiter hochsteige, der Bergführer hat damals nur kurz ein Foto gemacht.  Natürlich nie ohne Sicherung mit dem Karabiner am Klettersteigset. Da hatte ich Knieschlottern, wirklich.


 Dann gab es im Jahr 2006, noch einen, einen etwas leichteren, den Mittenwalder Klettersteig. Hier hatte ich dann eine Digitalcamera und konnte auch fotografieren. 

Bei solchen Klettertouren braucht man natürlich einen Helm und ein Klettersteigset, das habe ich mir damals für diese Touren extra gekauft. 

Beim Mittenwalder Klettersteig wurden wir damals von einem Unwetter überrascht, das passiert in den Bergen und wir sind auf dem Bergkamm auf allen Vieren gekrabbelt. Das schwierigste an diesem Klettersteig ist aber auch der Kamin, der zwar eingelassene Eisenstäbe hat, aber man muß sich breitbeinig mit den Armen hochziehen. Ich weiss nicht, ob ich das heute noch könnte, vielleicht mit viel Training. Als ich dann im Jahr 2016 mit meinem damaligen Freund in Mittenwald war, haben wir uns so verkracht, dass mein Freund alleine den Klettersteig gegangen ist und ich dann mit Bekannten und einem Bergfüher den Abstieg über die Dammkarhütte gemacht habe. Es gibt bei Youtube einen Film darüber, den ich dir zeige.

Ich denke, dass ich das in den nächsten Jahren nochmals machen werde. Es ist unbeschreiblich schön. Natürlich würde ich das niemals alleine machen. Es gibt aber genügend Institutionen, die solche Führungen anbieten.


 

Reinhold Messner ist in gewisser Weise auch Schuld daran, dass mich der Ergeiz gepackt hat und ich - im kleinen - sowas auch mal machen konnte. Heute kann man sich Bergsteiger mieten, die einen im Himalaya auf die Berge führen. Ich könnte mir das schon - mit Training - vorstellen, aber mir fehlt das Geld dafür. Aber das Gefühl, ganz oben zu stehen und etwas geleistet zu haben, das ist unvorstellbar, wenn man es nicht selbst einmal gemacht hat.

Lese mal die Bücher von Reinhold Messner und erlebe es. Es ist etwas ganz besonderes. Ich stelle dir demnächst wieder ein Buch von diesem Bergsteiger vor. Es gibt aber noch viel mehr Bergsteiger, die an das Limit gehen und auch am Berg ihr Leben lassen. Das kalkulieren sie aber auch ein, verrückt ist das schon, aber nachzuvollziehen.

Hier meine Bilder vom Klettersteig im Jahr 2006, die Qualität ist nicht gut.

Vorbereitung und Einführung 

 

Hier geht es hoch, das ist der Einstieg.  Da bekommt man schon Knieschlottern, aber es ist ein tolles Gefühl.


Hier müssen wir hin und durch den Kamin


Kurz noch ein Lächeln, dann gehts auf den Grad.


Beinahe geschafft, 



Ansichten von 2016






 


 

52-Wochen-Reise bei Martin

Eine Collage gibt es auch wieder


Was bisher geschehen ist:

https://schwabenfrau.blogspot.com/search?q=52+Wochen

 



Kommentare

  1. guten morgen liebe Eva,

    Jaja der gute Reinhold Messner , ihm bin ich in den vergangen Jahren öfters auf der Frankfurter Buchmesse begegnet. Ein sehr herzlicher Mensch. Von ihm hab ich auch mal vor Jahren ein Buch gelesen. Und ja Bergen sind sehr faszinierend, das stimmt, direkt am Berg zu klettern das würde ich mich nie trauen. Deine Bilder sind echt toll geworden.

    Herzliche Sonntagsgrüße

    Sheena

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    1. Hallo Verena,
      dein Päckchen kommt noch zu dir, nur das was ich bestellt habe, ist unterwegs wohl irgendwo hängen geblieben, also nicht verzweifeln. :-))
      Ja, ich freue mich auch auf den Februar, wenn ich ihn im Forum in Ludwigsburg kennenlerne.
      Hier habe ich Karten bekommen - natürlich unter den üblichen Bedingungen - und freue mich so sehr darauf.
      Er ist eben extrem und zieht sein Ding durch, das finde ich richtig gut.
      Lieben Gruß Eva

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  2. Liebe Eva,
    wieso schlechte Bilder? Ich finde sie auf jeden Fall sehr ausdrucksstark, ob ich mich getraut hätte?? Ich weiß es nicht. Ja, der Messmer ist schon aussergewöhnlich in dem was er tut und gemacht hat. Er hat einem breiten Publikum das Bergwandern nahe gebracht.
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Ja, einen Klettersteig zu machen, da braucht man ein wenig Kondition, vo allem eben in den Beinen und auch in den Armen, weil du dich oft hochziehen mußt. Ich habe zwei gemacht, das reicht mir.
      Aber den Abstieg von der Spitze zur Dammkarhütte, den möchte ich nochmals machen, das war nicht sooo schwer, man muß eben aufpassen. Ich würde mir das sogar alleine zutrauen.
      Sodele, jetzt schein ein wenig die Sonne und ich gehe mal eine kleine Rundtour machen, mein 12tel Blick und auch noch mal nach Pizen suchen, die habe ich zu Hauf am Mittwoch bei der 2. Tour gesehen.
      Kommt halt auf den Boden an.
      Nun bin ich auch mal wech.
      Liebe Grüße Eva, die es sooo kalt gar nicht findet, wer viele an die frische Luft geht auch wenn es kalt ist, der wird wohl kaum krank werden.
      Libe Grüße Eva

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    2. Hallo Eva,
      nun muss ich doch mal schmunzelnd fragen: Was willst du suchen?? Pizzen oder Pilze? Ein netter Verschreiber.
      Liebe Grüße
      Edith

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    3. Ojeee, natürlich Pilz und ich bin sowas von fündig geworden, bald zeige ich sie. Von wegen es gibt keine Pilze. Die wachsen wie die Pilze, ich weiss halt auch wo. Das ist einfach herrlich.
      Ich glaube, die kann man alle essen.
      Habe mal geschaut.
      Tja, so isch des halt, wenn man in Eile ist.
      Lieben Gruß Eva

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  3. In der Höhe die Rundumsicht geniessen, das ist die Belohnung für die Arbeit. :-) Mein Berg ist der Säntis, den ich vom Haus aus sehe. Liebe Grüsse zu dir. Regula

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  4. Hallo Eva,
    in Mittenwald waren wir auch schon öfters, aber wir genießen eher die Aussicht auf die Berge und machen eher leichte Spaziergänge, so ein Klettersteig wäre nichts für mich.
    Zur Zeit bin ich rund um Baiersbronn unterwegs und schon gut gewandert, aber wenn ich sehe das ein Wanderweg zu schwierig ist, dann nehme ich einen anderen.
    Hauptsache man hat Spaß.
    Liebe Grüße
    Hannelore

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  5. Unglaublich, diese Berge, diese Blicke und du mittendrinn !
    Du hast meine Hochachtung, ich würde mir da nie zutrauen, schon aus gesundheitlichen Gründen nicht, leider !
    Toller Beitrag wieder.
    Liebe Grüße

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    1. Es ist ja auch schon eine Weile her, doch ich denke immer wieder daran zurück und ich kann mich auch noch an vieles erinnern.
      Heute würde ich das ohne Training wohl nicht mehr schaffen. Aber den Abstieg von über das Tunnel werde ich wohl nochmals machen.
      Liebe Grüße Eva

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