52 Wochen-Reise 45/52 "Abseits" die Gelbbauchunke
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"Abseits" vom Radweg gibt es viele kleine Teiche, die der Nabu Markgröningen in Unterrixingen angelegt hat.
Dort kann man die Gelbbauchunke finden.
Ich habe
schon verschiedene Berichte über die Gelbbauchunke geschrieben, die
wohl im Bloggerland nicht so bekannt ist.
Als ich die Gelbbauchunke vor 2 Jahren gefunden habe, waren auch zwei Kinder mit ihrer Mama vor Ort und haben die Gelbbauchunke aus dem Wasser geholt.
Hier siehst du auch, warum sie Gelbbauchunke heisst. Sie ist am Bauch gelb.
Aber auch letztes Jahr waren die Gelbbauchunken vor Ort und hingen dort im Wasser ab. Es ist wirkilch so, die hängen im Wasser ab. Sieht lustig aus, nur das Köpfchen schaut heraus und die haben so doch ein schönes Leben, wenn man sie allerdings ärgert, dann tauchen sie ab, kommen aber nach einiger Zeit wieder nach oben
Am Dienstag war ich kurz an den Teichen, allerdings waren noch keine Gelbbauchunken zu sehen. Es wird aber sicherlich nicht mehr lange dauern, bis sie wieder da sein werden.
Ich freue mich drauf und ich finde den lateinischen Namen der Gelbbauchunke so nett, der heisst
Bombina variegata
Den Namen finde ich schon bombig und die Gelbbauchunke ist äußerst selten und wird auch geschützt. Ich freue mich, dass sie doch hier recht gut vorhanden ist.
Nun noch eine kleine Einführung zur Gelbbauchunke, die übernehme ich mal von meinen Posts. Leider bekomme ich die Schrift nicht klein, ich bitte um Entschuldigung.
Die
Zuordnung der Gelbbauchunke gehört in die Klasse der Lurche (Amphibia)
in der Ordnung Froschluche und in die Familie Bombina.
Gelbbauchunken
erreichen Körperlängen von vier bis fünf Zentimetern. Sie haben eine
krötenähnlilche Gestalt, aber einen deutlich flacheren Körper als diese.
Ihre Pupillen sind bei Helligkeit herzförmig. Kröten haben dagegen
quer-ovale Pupillen. Das Trommelfell der Gelbbauchunken ist äußerlich
nicht erkennbar. Die Oberseite der Tiere ist lehm- bis graubraun oder
oliv und mit Warzen besetzt. Die Färbung der Unterseite sowie die
Innenseite der Gliedmaßen, Finger und Zehen der Unken war einst
namensgebend, denn sie ist meist zu mehr als 50 % gelb. Die übrige
Fläche ist mit dunklen Flächen versehen. Die Männchen tragen zur
Paarungzeit an den Unterarmen und an den zwei oder drei inneren Fingern
dunkelbraune Brunftschwielen, die nach der Paarungszeit wieder hellbraun
werden. Bei uns in Deutschland kommen Gelbbachunken im Süden und Westen
des Landes vor. Im Norddeutschen Tiefland sowie in den größten teilen
Ostdeutschlands fehlen die Tiere. Die nördliche Grenze der natürlichen
Gesamtverbreitung befindet sich im niedersächsischen
Weser-Leinebergland. Die Unken haben eine enge Gewässerbindung.
Ursprünglich waren sie in Bach und Flußauen zuhause. Sie besiedeln hier
die, in Abhängigkeit von der Auendynamik immer wieder neu entstehenden,
tem porären Kleingewässer. Aufgrund der Trockenlegung vieler Auen sind
die Tiere heute auf vom Menschen geschaffene Ersatzbiotope angewiesen. So leben sie vor allem in Abgrabungen, auf Industriebrachen und auf Truppenübungsplätze mit temporären, wasserführenden Klein- und Kleinstgewässern. Auch Traktorspuren und Pfützen werden genutzt. In der Regel sind die Gewässer vegetationsarm und frei von konkurrierenden Arten und Fressfeinden. Da die Tiere sehr Wärme liebend sind, findet man sie vorrangig in gut besonnten Gewässern. An Land suchen sie sich Verstecke unter Steinen, Totholz und in Spalten von Felsen. Sie sind überwiegend Bewohner des Berg- und Hügellandes. Ihre überwiegende Nahrung sind Insekten wie Käfer, Schmetterlingsraupen, Ameisen und Mückenlarven. Auch Spinnen, Milben und kleinere Krebstiere werden verzehrt. Gelbbauchunken gehören zu den „Langzeitlaichern“. Ihre Fortpflanzungszeit beginnt im Mai und kann bis Juli/ August dauern. Dabei wechseln einzelne Individuen durchaus auch mehrfach das Gewässer. Die Paarungsrufe der Männchen hört man im Spätfrühling und Frühsommer. Sie sind dumpf und melodiös aber recht leise, da die Tiere keine Schallblase besitzen. Die Weibchen legen bis zu 170 Eier, die sie in kleinen Klümpchen von meist 2 bis 20 Stück an untergetauchte Pflanzenteile heften. Die Kaulquappen schlüpfen bereits nach zwei bis drei Tagen. Die Dauer der Larvenentwicklung hängt von der Umgebungstemperatur ab. Unter günstigen Bedingungen von 18 bis 27 Grad kann die gesamte Metamorphose in ein bis eineinhalb Monaten abgeschlossen sein. Bei Gefahr nehmen die Unken eine Schreckstellung ein. Arme und Beine werden hoch gehoben. Dadurch wird das Gelb ihrer Unterseite sichtbar. Parallel dazu wird der Rücken hoch gebogen. Diese konkave Haltung wird als „Kahnstellung“ oder „Unkenreflex“ bezeichnet. Sie soll Fressfeinde vor ihrem Hautgift warnen.April bis September. Gelbbauchunken stehen in der Kategorie 2 (Stark gefährdet) der Roten Liste.
Quelle: Naturschutzbund Markgröningen und Deutschland.
Letztes Jahr war ich auch bei den Gelbbauchunken. Das war ja ein sehr heißer Sommer und so haben sich die Gelbbauchunken in den hinteren Teil der Tümpel verzogen, weil in den vorderen Teichen nicht mehr viel Wasser enthalten war.
Da konnte man sie unter den Wasserlinsen aber sehen.
Ich habe mich mal schlau gemacht und mal geforscht, was denn Wasserlinsen sind.
Erstaunt war ich, dass die Wasserlinsen zu den Aronstabgewächsen gehören, das hätte ich niemals gedacht. Also auch zu den Callas und dem Aronstab gehören.
Schaut man genauer hin, so kann man erkennen, dass sich an den Laubgliedern zwei seitliche, nach hinten gerichtete Spalten befinden, aus denen seitliche Sprossen hervorgehen. Es gibt wohl auch einen Fruchtknoten, der mehrere feste Samen aufweist.
Abwarten, bald sind die Gelbbauchunken wieder da und dann gibt es wohl auch wieder die Ringelnatter und die vielen Schmetterlinge und Libellen.
Aber es wird wohl auch mein Geheimtip bleiben, es gibt nicht viele Leute, die wissen, wo diese Teiche sind und das ist auch in Ordnung. Es soll nämlich böse Buben geben, die diesen Tieren nichts Gutes tun wollen.
Beide Posts findest du unter
https://schwabenfrau.blogspot.com/2020/09/wasserlinsen-und-die-gelbbauchunke.html
und
https://schwabenfrau.blogspot.com/2019/09/gelbbauchunke-bombina-variegata.html
Heute gibt es auch wieder eine Collage
52 Wochen-Reise



















Kommentare:
AntwortenLöschenCoole Fotos von den Badenixen, Gelbbauchunken. Wir mussten damals in der Schule alle Frösche und Kröten und Unken kennen, was ich schwieriger fand, als die Fische. :-) Liebe Grüsse zu dir. Regula
LöschenTolle Aufnahmen, liebe Eva...hab einen gemütlichen Osterabend.
AntwortenLöschenLieben Gruß, Marita
Was für tolle Bilder! Und der Text ist es sowieso.
AntwortenLöschenDeine Posts zur Gelbbauchunke muss ich unbedingt meinem Mann zeigen. Er führt einen kleinen Bauernhof auf dem auch Menschen mit einer Beeinträchtigung arbeiten. Dort in der Nähe gibt es in einem Steinbruch noch Gelbbauchunken. Diese fühlen sich nun auch in den Suhlen der Wollschweine und in den kleinen Flachwassertümpeln wohl und werden langsam mehr. Die Gelbbauchunken sind in der Schweiz gefährdet, weil ihr natürlicher Lebensraum immer weniger wird.
Herzliche Grüsse, Monika
Tolle Bilder von den Unken und das mit den Wasserlinsen ist ja auch interessant!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Nanni