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Dibbel

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Weiter geht es heute mit urschwäbischen Begriffen.

Heute geht es um den "Dibbel". 


 "Dibbel" ist ein Schimpfwort aber, ein sehr nettes und gemütliches. 

Keiner mag es als "Dibbel" und damit als Dummkopf genannt zu werden.

Diese etwas merkwürdige Anrede kann man verdrängen und sich sagen:
"So schlimm war es doch nicht gemeint".

In manchen Familien nennt sich jeder einen "Dibbel", das geht von morgens bis abends, ohne, dass deswegen der Haussegen schief hängt. 

Manche Familien bestehen tatsächlich aus lauter "Dibbeln", manchmal kann das sogar die Nachbarschaft bestätigen. 

 Allerdings und das sei hier gesagt, dass außerhalb des Familien- und Verwandtenkreises der "Dibbel" etwas mehr Gewicht hat, was aber niemals den Tatbestand der Beleidigung erfüllen würde. 

"Herr Richter, der Kerle do dieba hot mi Dibbel g´hoißa! Des isch a granatamäßigea Beleidigung!" 

Der Richter: "Awa! Wer so rausschwätz, ischt ein Dibbel. Die Klage wird abg´wiesea."

"Dibbel" ist aber im Ursprung gar nicht soo harmlos gewesen. Es leitet sich vom Wort Diabolus, vom Teufel ab!

Dieser hatte es vor allem auf Schafe abgesehen und löste in ihnen eine böse Drehkrankheit aus.
War ein Schaf von dieser Drehkrankheit befallen, verhielt es sich nicht mehr normal, es drehte sich nach einer Seite und mochte im Vergleich zu seinen Artgenossen "dumm" erscheinen. 

Ein erfahrener Schäfer verstand es, mit einem Bohrer als chirurgisches Instrument den "Dibbel" zu bohren". 

Das Schaf war nach der Behandlung geheilt oder tot. 

Das will man aber heute nicht mehr wissen. Es ist manchmal auch gut, wenn man über so manches den Schleier des Vergessens über dunkle Vorgeschichten breitet.

Es kann aber sein, dass ein "Oberdibbel" damit rechnen kann, dass er friedlich unter uns lebt ohne, angebort zu werden. 

 Quelle: Thaddäus Troll 

Kommentare

  1. Wie sinnig liebe Eva, wie sinnig.
    Ich habe gerade so gelacht, das hat sogar der Nachbar gehört und ich wurde bestimmt als Oberdibbel,
    genannt.
    Hoffe, er bohrt nicht an mir rum.
    :-)), nu n, das kann man auch wieder falsch verstehen. Grinsekatze.
    Grüße Melitta

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  2. Hallo Eva,
    das muss ich mir merken.
    Schönen Tag
    Grüße
    Hannelore

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  3. von Helga:

    Hallo Eva,

    Mama spricht eben zu mir: Seppl, warst wieder ein Seppl.
    So hört man es überall etwas anders.

    Grüße in den Montag von Helga und Kerstin

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    Antworten
    1. Jaa, in manchen Regionen spricht man auch von Bachl, das ist immer anders,
      es geht hier aber um das Schwäbische
      ond do isch´s halt dr Dibbel.
      LG Eva

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