Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie können an einem Druckfehler sterben. *Mark Twain*

Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Ohne Grundsätze leben, oder in den Fesseln verderblicher Grundsätze durchs Leben rasseln, ist eine gleich erbärmliche Existenz.*Daniel Christian Schubart"

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Dibbel

 Werbung

Weiter geht es heute mit urschwäbischen Begriffen.

Heute geht es um den "Dibbel". 


 "Dibbel" ist ein Schimpfwort aber, ein sehr nettes und gemütliches. 

Keiner mag es als "Dibbel" und damit als Dummkopf genannt zu werden.

Diese etwas merkwürdige Anrede kann man verdrängen und sich sagen:
"So schlimm war es doch nicht gemeint".

In manchen Familien nennt sich jeder einen "Dibbel", das geht von morgens bis abends, ohne, dass deswegen der Haussegen schief hängt. 

Manche Familien bestehen tatsächlich aus lauter "Dibbeln", manchmal kann das sogar die Nachbarschaft bestätigen. 

 Allerdings und das sei hier gesagt, dass außerhalb des Familien- und Verwandtenkreises der "Dibbel" etwas mehr Gewicht hat, was aber niemals den Tatbestand der Beleidigung erfüllen würde. 

"Herr Richter, der Kerle do dieba hot mi Dibbel g´hoißa! Des isch a granatamäßigea Beleidigung!" 

Der Richter: "Awa! Wer so rausschwätz, ischt ein Dibbel. Die Klage wird abg´wiesea."

"Dibbel" ist aber im Ursprung gar nicht soo harmlos gewesen. Es leitet sich vom Wort Diabolus, vom Teufel ab!

Dieser hatte es vor allem auf Schafe abgesehen und löste in ihnen eine böse Drehkrankheit aus.
War ein Schaf von dieser Drehkrankheit befallen, verhielt es sich nicht mehr normal, es drehte sich nach einer Seite und mochte im Vergleich zu seinen Artgenossen "dumm" erscheinen. 

Ein erfahrener Schäfer verstand es, mit einem Bohrer als chirurgisches Instrument den "Dibbel" zu bohren". 

Das Schaf war nach der Behandlung geheilt oder tot. 

Das will man aber heute nicht mehr wissen. Es ist manchmal auch gut, wenn man über so manches den Schleier des Vergessens über dunkle Vorgeschichten breitet.

Es kann aber sein, dass ein "Oberdibbel" damit rechnen kann, dass er friedlich unter uns lebt ohne, angebort zu werden. 

 Quelle: Thaddäus Troll 

Kommentare

  1. Wie sinnig liebe Eva, wie sinnig.
    Ich habe gerade so gelacht, das hat sogar der Nachbar gehört und ich wurde bestimmt als Oberdibbel,
    genannt.
    Hoffe, er bohrt nicht an mir rum.
    :-)), nu n, das kann man auch wieder falsch verstehen. Grinsekatze.
    Grüße Melitta

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Eva,
    das muss ich mir merken.
    Schönen Tag
    Grüße
    Hannelore

    AntwortenLöschen
  3. von Helga:

    Hallo Eva,

    Mama spricht eben zu mir: Seppl, warst wieder ein Seppl.
    So hört man es überall etwas anders.

    Grüße in den Montag von Helga und Kerstin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jaa, in manchen Regionen spricht man auch von Bachl, das ist immer anders,
      es geht hier aber um das Schwäbische
      ond do isch´s halt dr Dibbel.
      LG Eva

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Die linden Lüfte sind erwacht,
sie säuseln und wehen Tag und Nacht,
sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
man weiß nicht, was noch werden mag,
das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden!

*Ludwig Uhland*