Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie können an einem Druckfehler sterben. *Mark Twain*
Rien n'est plus fort qu'une idée dont le temps est venu. *Victor Hugo*
Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung. *Albert Einstein*
Liebe, Musik, Leidenschaft, Neugier, Heldentum - was sonst macht das Leben lebenswert? Henri Stendhal

Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben. Der eine war ein Geschenk. Der andere eine Lektion.

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Für gewöhnlich handelt es sich bei Traumfrauen um eine optische Täuschung. *Peter Ustinov*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Zur Erinnerung an Eugen Bolz

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Meine Schwester und ich waren heute bei einer richtig interessanten Ausstellung in Stuttgart, die sehr umfangreich war und über die ich dann nächste Woche berichten werde.

Wir waren vorher noch in der Eberhardskirche um an einem Gottesdienst für

Eugen Bolz

teilzunehmen,
der am
23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee enthauptet wurde.
Eugen Bolz war von 1928 bis 1933 Staatspräsident des Volksstaates Württemberg. 

 Am 15.3.1933 wurde er als Staatspräsident zugunsten des NSDAP Gauleiters Wilhem Murr abgelöst. 

Zitat Murr: "Es hat sich ausgebolzt". Dazu kann man auch sehr viel im ehemaligen Hotel Silber in der Dorotheenstraße sehen und lesen.

Eugen Bolz wurde auf der Festung Hohenasperg inhaftiert und noch 1933 zur Rückkehr ins Privatleben gezwungen.

Seine Verbindung zum Kreisauer Kreis und dem Leipziger Oberbürgermeister Carl Goerdeler wurden ihm nach dem gescheiterten Attentat am 20.Juli 1944 zum Verhängnis. Verhaftet und schwer gefoltert wurde er von Roland Freisler vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode verurteilt.
 
Die Villa Reitzenstein war von 1928 bis 1933 Amtssitz des württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz. Von seinen Schreibtisch aus - die Bibliothek - steuerte er zusammen mit seiner kleinen Ministerrunde das Land Württemberg durch eine sehr unruhige Zeit.

Sein Credo:
"Weder links noch rechts regieren, sondern vernüftig".
 




An der Stuttgart Eberhardskirche hat der Bildhauer Ralph Ehmann eine Gedenkstätte geschaffen, die wir uns heute nach dem Gottesdienst angeschaut haben. Die Menschen gehen achtlos daran vorbei und bleibt man dann stehen und fotografiert, dann auf einmal fragen sie.

Sie wissen aber gar nicht WER Euren Bolz war (komisch, denn an der Seite der Bolzstraße kann man genau lesen, wer das war), wer Freisler war und vieles andere auch nicht.

Aber es gibt auch soviele Gutmenschen, die mich als Nazi beschimpfen und absolut keine aber auch nicht den Funken einer Ahnung haben. 

Mich erstaunt es halt immer wieder, dass die Leute nur das nachreden, was ihnen in den Medien vorgemacht wird. 

Mehr zur Gedenkstätte und zu Eugen Bolz, der in Rottenburg am Neckar am
15. Dezember 1881 geboren wurde, dann gelegentlich. Ich werde  auch hier im Zusammenhang mit einem anderen Haus auch hinradeln. Es muß nur ein wenig länger Tag und ein wenig wärmer sein, denn da bin ich schon eine Weile unterwegs.
 
Ab 1933 wehte auf dem Dach der Villa Reitzenstein jahrelang die Fahne der Nationalsozialisten.
Tenor NSDAP-Gauleiter Wilhelm Murr: "Es hat sich ausgebolzt".

Wer mehr über diesen Murr wissen will, der schaue sich hier den Link an. Die Stuttgarter Bevölkerung u.a. auch meine Eltern und Geschwister haben auch unter ihm gelitten, bis sie Stadt verlassen haben und zur Oma nach Cleversulzbach gezogen sind.
 

Ich habe hier schon einmal von Eugen Bolz im Zusammenhang mit einem Besuch der Villa Reitzenstein in Stuttgart geschrieben. 

 https://schwabenfrau.blogspot.com/2019/06/ein-besuch-mit-fuhrung-im.html 


Nach dem Attentat kam die sogenannte Sippenhaft.

Es traf die Frauen der Attentäter.

Die Frauen des 20. Juli 1944

 https://www.youtube.com/watch?v=uEl6xc19jJM 

https://www.youtube.com/watch?v=yq1uzrQld5M


Wer nach Stuttgart kommt, dort gibt es die
Stauffenberg Erinnerungsstätte. 

https://www.hdgbw.de/ausstellungen/stauffenberg/erinnerungsstaette/ 

Ich bin überzeugt, dass mindestens 3/4 der Leute, die am Samstag auf dem Schloßplatz waren, keine Ahnung von all dem haben und absolut auch nicht auf das Schild geachtet haben, unter dem sie gestanden sind.
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass auch selbst im Hotel Silber in der Dorotheenstraße, das war mal die Gestapozentrale in Stuttgart, sich kein Mensch überhaupt einmal damit beschäftigt hat und was denn ein Nazi ist.
Nur weil man mit gewissen Dingen mit der Regierung nicht einverstanden ist, muß man kein Nazi sein. Aber das wird einem so von den Medien eingetrichtert und dann glaubt man das und es wird immer und immer passieren.

Meine Mutter mit ihren Kinder, die Oma und der Opa haben unser der SS gelitten, denn die hatte sich im Bauernhof in Cleversulzbach einquartiert.
Mein Vater war in Festungshaft in Torgau, zum Tode verurteilt und fast erschossen worden, hätte ihn die Rote Armee nicht befreit. Die Oma und der Opa haben ein Waisenkind adoptiert und sie haben in Kriegszeiten jedem etwas zu essen gegeben, der Hunger hatte, ohne etwas dafür zu verlangen. 

Die Oma hatte sehr viele Liegenschaften und mußte nach dem Krieg jahrelang Lastenausgleich zahlen. 

Wen das interessiert, das kann man alles in Landesarchiv in Ludwigsburg nachlesen. 
Zudem auch in den Akten von Pfedelbach und in Langenburg.

Zweimal haben meine Großeltern sich wieder aufgerafft und zwei Währungsreformen überstanden. Leider hat mein Opa alles auf das Sparkonto getragen, hätte er in Stuttgart oder Heilbronn Grundstücke gekauft, wäre das besser gewesen.

Morgen gibt es darüber einen Tourenbericht. 

Für mich gilt das Zitat von Eugen Bolz 

"Weder links noch rechts regieren, sondern vernüftig".
 

 t

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