Zur Erinnerung an Eugen Bolz
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Meine Schwester und ich waren heute bei einer richtig interessanten Ausstellung in Stuttgart, die sehr umfangreich war und über die ich dann nächste Woche berichten werde.
Wir waren vorher noch in der Eberhardskirche um an einem Gottesdienst für
Eugen Bolz
teilzunehmen,
der am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee enthauptet wurde.
Eugen Bolz war von 1928 bis 1933 Staatspräsident des Volksstaates Württemberg.
Am 15.3.1933 wurde er als Staatspräsident zugunsten des NSDAP Gauleiters Wilhem Murr abgelöst.
Zitat Murr: "Es hat sich ausgebolzt". Dazu kann man auch sehr viel im ehemaligen Hotel Silber in der Dorotheenstraße sehen und lesen.
Eugen Bolz wurde auf der Festung Hohenasperg
inhaftiert und noch 1933 zur Rückkehr ins Privatleben gezwungen.
An der Stuttgart Eberhardskirche hat der Bildhauer Ralph Ehmann eine Gedenkstätte geschaffen, die wir uns heute nach dem Gottesdienst angeschaut haben. Die Menschen gehen achtlos daran vorbei und bleibt man dann stehen und fotografiert, dann auf einmal fragen sie.
Sie wissen aber gar nicht WER Euren Bolz war (komisch, denn an der Seite der Bolzstraße kann man genau lesen, wer das war), wer Freisler war und vieles andere auch nicht.
Aber es gibt auch soviele Gutmenschen, die mich als Nazi beschimpfen und absolut keine aber auch nicht den Funken einer Ahnung haben.
Mehr zur Gedenkstätte und zu Eugen Bolz, der in Rottenburg am Neckar am
15. Dezember 1881 geboren wurde, dann gelegentlich. Ich werde auch hier im Zusammenhang mit einem anderen Haus auch hinradeln. Es muß nur ein wenig länger Tag und ein wenig wärmer sein, denn da bin ich schon eine Weile unterwegs.
Ich habe hier schon einmal von Eugen Bolz im Zusammenhang mit einem Besuch der Villa Reitzenstein in Stuttgart geschrieben.
https://schwabenfrau.blogspot.com/2019/06/ein-besuch-mit-fuhrung-im.html
Nach dem Attentat kam die sogenannte Sippenhaft.
Es traf die Frauen der Attentäter.
Die Frauen des 20. Juli 1944
https://www.youtube.com/watch?v=uEl6xc19jJM
https://www.youtube.com/watch?v=yq1uzrQld5M
Wer nach Stuttgart kommt, dort gibt es die
Stauffenberg Erinnerungsstätte.
https://www.hdgbw.de/ausstellungen/stauffenberg/erinnerungsstaette/
Ich bin überzeugt, dass mindestens 3/4 der Leute, die am Samstag auf dem Schloßplatz waren, keine Ahnung von all dem haben und absolut auch nicht auf das Schild geachtet haben, unter dem sie gestanden sind.
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass auch selbst im Hotel Silber in der Dorotheenstraße, das war mal die Gestapozentrale in Stuttgart, sich kein Mensch überhaupt einmal damit beschäftigt hat und was denn ein Nazi ist.
Nur weil man mit gewissen Dingen mit der Regierung nicht einverstanden ist, muß man kein Nazi sein. Aber das wird einem so von den Medien eingetrichtert und dann glaubt man das und es wird immer und immer passieren.
Meine Mutter mit ihren Kinder, die Oma und der Opa haben unser der SS gelitten, denn die hatte sich im Bauernhof in Cleversulzbach einquartiert.
Mein Vater war in Festungshaft in Torgau, zum Tode verurteilt und fast erschossen worden, hätte ihn die Rote Armee nicht befreit. Die Oma und der Opa haben ein Waisenkind adoptiert und sie haben in Kriegszeiten jedem etwas zu essen gegeben, der Hunger hatte, ohne etwas dafür zu verlangen.
Die Oma hatte sehr viele Liegenschaften und mußte nach dem Krieg jahrelang Lastenausgleich zahlen.
Wen das interessiert, das kann man alles in Landesarchiv in Ludwigsburg nachlesen.
Zudem auch in den Akten von Pfedelbach und in Langenburg.
Zweimal haben meine Großeltern sich wieder aufgerafft und zwei Währungsreformen überstanden. Leider hat mein Opa alles auf das Sparkonto getragen, hätte er in Stuttgart oder Heilbronn Grundstücke gekauft, wäre das besser gewesen.
Morgen gibt es darüber einen Tourenbericht.
Für mich gilt das Zitat von Eugen Bolz
"Weder links noch rechts regieren, sondern vernüftig".
t













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