Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird. *Georg Bernhard Shaw*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Eine Bahnfahrt die ist lustig...

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 Da ich demnächst eine Radtour an den Rhein usw. machen möchte und dort auch Speyer streife, habe ich  mich schon längst entschlossen, Speyer zu besuchen. 

In Speyer war ich vor ca. 60 Jahren mit der Schulklasse schon mal, kann mich aber nicht mehr daran erinnern, nur noch an den Satz eines Herrn aus Speyer: 

"Seid Ihr Speyerer Mädsche, ihr seid so hübsch!" 

Dies sagte er in bestem pflälzerischen Dialekt. 

Die Hinfahrt hat recht gut geklappt, wenn auch der gelbe Zug ab Bietigheim, er kam von Stuttgart, Verspätung hatte und ich dachte schon, dass ich meine S-Bahn von Bruchsal aus nach Speyer nicht bekommen kann. 

Aber alles hat geklappt, die S-Bahn nach Speyer stand schon auf Gleis 5 in Bruchsal. 
Den Bahnhof von Bruchsal kenne ich gut - von hier aus beginne ich dann ja, wenn das Wetter schön ist, mal unter der Woche, da zahle ich eben für mein Fahrrad, denn ich denke, dass es an Sonntagen und Feiertagen überlaufen ist - meine Radtour. . 

Dann habe ich mir die Hauptsehenswürdigkeiten von Speyer angeschaut, bin 16 Kilometer gelaufen, was mir nicht aufgefallen ist, ich kann ja laufen.

Habe nebenher noch einen Flammkuchen, Salat und ein Spezi, mit Blick auf den Dom verschnabuliert und später noch einen Eisbecher mit einem Latte zu mir genommen. 


 

Alles in allem eine sehr sehr schöne Stadt mit einer Historie, die schon sagenhaft ist. Mich interessiert das eben, manche nicht und gut ist. 

Mir ging immer wieder durch den Kopf, dass ich doch wirklich hätte in der Schule aufpassen sollen, denn was hier alles stattgefunden hat, von Kriegen (hier wütete ja auch der pfälzische Erfolgekrieg, auf den ich in meinem Blog wiederholt aufmerksam gemacht habe) und Kaiserkrönungen usw..

Da ich gerne laufe, bin ich vom Bahnhof direkt zum Dom und auch wieder zurück zum Bahnhof gelaufen. Es fahren Busse, aber dazu hatte ich keine Lust, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass man unterwegs auch viel zu sehen bekommt. 

Wieder zurück am Bahnhof in Speyer wollte ich die S-Bahn nach Bruchsal nehmen und von dort dann wieder zurück nach Bietgheim fahren. Ich hatte in Bietigheim mein Auto im offenen Parkhaus geparkt, weil ich mir gedacht habe, dann kannst du heimkommen, wann du willst, da ist immer geöffnet. Das Sky-Parkhaus schließt um 23 Uhr. 

Man weiß ja nie, was mit der Bahn ist. 


 

Da saß ich nun und wartete und habe zwei nette junge Frauen aus Germersheim (da fahre ich ja demnächt auch mit dem Rad durch) kennengelernt. Sie haben mir einiges gesagt und gemeint, dass sich Germersheim nicht lohnt. Schaun mer mal. 

So, die zwei S-Bahnen, die vorher kommen sollten, fielen aus, wegen Bauarbeiten. Wenn man sich das alles mal auf einem Plan anschaut, was hier bei der Bahn für eine Logistik dahiersteckt, kann man sich vorstellen, dass, wenn ein schnellerer Zug Verspätung hat, der langsamere Zug eben warten muß.
Der schnellere Zug hat halt Vorfahrt.

Die S-Bahn kam dann, fuhr aber nur bis Germersheim, da mußten dann die Leute raus. Gut, dann gehen wir aufs nächste Gleis und warten auf die nächste S-Bahn aus Speyer. Inzwischen kam aber der IRE, der nach Karlsruhe fährt und mir ist es ja egal, ob ich nach Karlsruhe oder Bruchsal fahre, von hier aus komme ich immer nach Hause. 

In Karlsruhe angekommen fuhr der Zug nach Stuttgart, auf Gleis 13, auch mal wieder anders. Es ist wirklich eine Völkerwanderung, aber der Zug stand schon da und sinnigerweise fuhr ich dann nach Bruchsal und von dort nach Vaihingen-Enz, weil der Zug nur dort hält. 

In Karlsruhe habe ich eine nette Frau kennenlernt, die das auch immer wieder mitmacht, weil sie ihre Mutter in Sachsenheim, das ist bei Vaihingen-Enz, besucht. 

Unterwegs im Zug hörten wir einen Herrn immer wieder fragen, ob der Zug nach Vaihingen-Enz fährt.
Er hatte einen Zettel mit den Verbindungen dabei, der schon recht abgegriffen war, weil er immer wieder draufschaute. 

Ich habe ihn dann gefragt, wo er hin möchte, nach Bietigheim, o.k. da wollte ich ja auch hin und meinte, er solle sich zurücklehnen und die Fahrt von Bruchsal (hier ist der Herr eingestiegen) nach Vaihingen-Enz genießen. In Vaihingen-Enz mußten wir in den Folgezug nach Bietigheim umsteigen.

Der Herr war so aufgeregt, schaute wieder auf den Zettel, auf die Fahrtanzeige im Zug usw.
Dann stand er auf und hat nochmals alle Leute im Zug gefragt, ob der Zug nach Vaihingen-Enz fährt.

Er war schon etwas verwirrt und er hat mir nichts geglaubt, 

Gut, dann habe ich den Zettel mal genauer angeschaut. Der Herr kam von Brühl, das ist in Baden (deshalb Einstieg in Bruchsal) und wollte in ihrgendeine Stadt - das weiß ich jetzt nicht mehr - hinter Würzburg. Ich habe dann festgestellt, dass er in Würzburg nochmals 2 x umsteigen muß, um in seine Stadt zu gelangen und das bei den Verspätungen. 

So, wie es so ist, der Zug nach Vaihingen-Enz hatte Verspätung und so war es dann auch, dass wir den Anschlußzug nach Bietgheim nicht mehr bekommen haben und 30 Minuten auf den nächsten Zug warten mußten. 

Inwischen war der Zug nach Würzburg in Bietigheim natürlich weg. Zudem hatte er - wenn das alles auch richtig gelaufen wäre - in Bietgheim nur vier Minuten Zeit, um auf Gleis 10 zu kommen. Das schafft ein so älterer Herr mit einer Behinderung nicht.
Ich weiß nicht, wer ihm diese Verbindung so gesagt hat. 

Aber gut, ich habe ihm dann erklärt, dass er in Bietigheim mindestens 90 Minuten auf den Zug nach Würzburg warten muß. Das hat er mir nicht geglaubt und hat wieder alle Leute gefragt.

Ein junger Mann hat ihm dann die Verbindungen auf einen Zettel geschrieben. Das finde ich sowas von klasse.
Hätte ich auch drauf kommen können, aber ich hatte weder Schreibzeug noch Zettel dabei, das habe ich beim Radeln immer dabei, werde es künftig aber beachten. 

Mir tat der ältere Herrn wirklich leid und es ist bewundernswert, wie der das mit der Regionalbahn ohne Handy nur mit einem Zettel, von Brühl aus in Richtung Schweinfurt in einem Tag schafft. Alle Achtung.
Auf dem Zettel wurden allerdings auch keine Verbindungen zwecks Verspätung angeboten.

Ich hatte ihn aber immer im Auge und als wir dann in Bietigheim angekommen sind, habe ich ihn dann zum Gleis 10 gebracht und ich hoffe sehr, dass er gut nach Hause gekommen ist. 

Die Bilder von Speyer, dem Dom und allem anderen, was ich so gesehen habe, kommen so nach und nach. 

Es war alles so interessant und ich weiß gar nicht, wo ich erst mal anfangen soll. 

Wünsche einen schönen Tag, aber dennoch kommt morgen wieder Musik, denn da ist Musik am Samstag und das wird wieder interessant, zumindest für mich.
Auf jeden Fall war diese Zugfahrt wieder mal im postiven Sinne richtig gut. Man muß sich eben die Zeit nehmen und auf Imponderabilien einstellen, dann ist das gar kein Problem. 

Ich freue mich schon auf die Zugfahrt nach Karlsruhe, wo ich mich nächste Woche mit Hannelore treffe. 

 


 

Aber ehrlich, mit dem Auto hätte ich soviel nicht erlebt und ob ich hier auch nicht solange, Stau usw., gebraucht hätte, ist auch nicht von der Hand zu weisen. .

 

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