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Je älter ich werde, umso mehr verstehe ich, warum Katzen mitten im Gespräch einfach weggehen. *Unbekannt*
Ich bin ein Katzenfan und ich hätte gerne eine Katze, doch ist mir hier doch meine Wohnung wichtiger. Deshalb habe ich keine, aber ich mag Katzen und fast jede Katze kommt unterwegs zu mir, wenn ich sie locke und sie schmeicheln mir um die Beine. Es ist ein so schönes Gefühl. *Eveline Heyden*
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Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*

Der Dom zu Speyer mit Krypta

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 Heute geht es weiter mit meinem Besuch von Speyer, eine Stadt, die in
Rheinland-Pfalz liegt und soviel Geschichte hat, dass einem schwindelig wird. 

Ich mache ja gelegentlich, wenn es mal nicht regnet, eine Rheintour und die geht über Speyer, da ich da aber nicht soviel Zeit unterwegs verbringen möchte, habe ich Speyer erst mal mit dem Zug erkundet. 

Wer mich kennt, kann sich vorstellen, dass ich nicht mit Satteltaschen usw. unterwegs sein möchte.



 

Geschichte haben ja viele Städte und ich war mal vor Jahren bei einem Ausflug der Schule in Speyer und leider hat mich das damals so gar nicht interessiert. Schade, die Zusammenhänge, wenn man sich dafür interessiert, sind schon mehr als interessant. Nun habe ich aber auch die Zeit und Lust, mich etwas näher damit zu beschäftigen.

Ursprünglich sah der Dom auch noch anders aus. Er war farbig und im nebenliegenden Museum kann man die Geschichte des Domes auch verfolgen. 

Auch so eine Stadt, die ich mir im Winter, oder an einem Regentag nochmals anschauen möchte, denn hier im Dom lohnt es sich auch, den Domschatz zu besichtigen.

Die ersten Posts von Speyer hatte ich ja schon beschrieben und auch die Bahnfahrt, die wieder mal ganz interessant war. Leider war das Wetter auch an diesem Tag gar nicht so prickelnd.

HIER  





Interessant ist für mich immer, wenn ich manche Posts über Städte lese, was die Leute anschauen und wie sie die Städte anschauen, hier berichtet jeder anders und hier schaut jeder etwas anderes an. Nur, bei manchen denke ich oft, dass ein wenig mehr Information schon nicht schlecht gewesen wäre. Ja, gut, man kann vieles im Internet lesen, dennoch finde ich, dass persönliche Eindrücke doch auch nicht schlecht wären.
Manchmal ist aber Essen und Trinken wichtiger. Das ist für mich nebensächlich.

Der Kaiserdom oder auch offiziell Domkirche St. Maria und St. Stephan wurde im Jahr 1061 geweiht, also lange vor Canossa. 

 Es ist die größte romanische Kirche der Welt. Seit  dem Jahr 1981 steht der Dom auf der Weltliste des Kulturerbes UNESCO und gehört zum Hauptwerk romanischer  Baukunst in Deutschland. 

Als ich den Speyerer Dom betreten habe, war ich überwältig.
Überwältigt auch vom Kreuz des Auferstandenen, das beim Hauptaltar hängt.

Hier ist dieses Kreuz wundervoll beschrieben. 


 



Der Salische Herrscher Konrad II. gab den Auftrag zum Bau der romanischen Kathedrale in Speyer. Er hatte das ergeizige Ziel, der Dom sollte die längste Kathedrale der Welt werden. Somit wurde der Herrschaftsanspruch Konrads als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches untermauert. Er erlebte die Fertigstellung des Doms nicht mehr, als er im Jahr 1039 in der Kathedrale beigesetzt wurde und hier noch eine Baustelle war. Deshalb ist sein Grab auch besonders gesichert.

Erst unter Heinrich IV. wurde der Dom vergrößert und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild.

Diesen Kaiser mochte ich in der Schule schon und finde ihn heute noch interessanter. Aber damals gelebt hätte ich tatsächlich nicht gerne. Kriege und Streitigkeiten und Machtansprüche waren hier zugange. Frauen wurden entweder ins Kloster geschickt oder aber jung verheiratet. Dieses geschah nur durch die Männer und auch den Klerus.

Der wohl bekannteste salische Herrscher war Heinrich IV. ihn sollte man schon kennen, denn zu Zeiten seiner Herrschaft kam es zum "Investiturstreit" mit dem Papsttum um die Frage, wer befugt war, die kirchlichen Ämter im Heiligen römischen Reich zu besitzen. Im Jahr 1077 kam es dann zum berühmten Gang von Canossa.

Es gibt eine Quelle, die besagt, dass Heinrich IV. ein Vergewaltiger und auch Tyrann gewesen sein soll. Bruno von Magdeburg schildert ihn so, aber dieser Bruno von Magdeburg war auch ein sehr großer Gegner von Heinrich IV. 

Neben verschiedenen Geschichtszahlen ist mir immer wieder ein Jahr im Gedächtnis geblieben, das war 1077 der Gang nach Canossa. Das sagt man ja auch im Sprachgebrauch, wenn man irgendwo hingehen muß, um Abbitte zu leisten. 

Ich bin ja der Meinung, dass man sich bestimmte Geschichtszahlen schon merken sollte, das kann ich schon. Eines werde ich wohl nicht vergessen und weiß das auch im Schlaf, 1077 Burg Canossa. Heinrich IV. überquerte die Alpen, was damals schon sehr gewagt war und bekam nicht sogleich Einlaß in die Burg Canossa. Hier unterwarf er sich Papst Gregor VII.

Ich konnte es schon als Jugendliche nicht verstehen, wie man sich einem Papst unterwerfen kann. Aber die Zeiten waren damals eben auch anders. 

Heinrich konnte dadurch, dass er sich dem Papst unterworfen hat, nur seine Königswürde und sein Reich retten. Ob es nun Kalkül war oder tatsächlich auch Reue und er um sein Seelenheil besorgt war?
Wenn nicht, so hätte er doch den Dom in Speyer nicht umbauen lassen. Aber, er machte schon sehr tyrannisch weiter und mehr und mehr wandten sich selbst seine Anhänger, selbst seine Söhne von ihm ab.

Sein Sohn Heinrich V. zwang seinen Vater dann auch ihm die Reichsinsignien zu übergeben und Heinrich starb einsam und alleine.
Erst fünf Jahre nach seinem Tode wurde Heinrich IV. im Dom zu Speyer beigesetzt.
Ich finde das interessant.

HIER gibt es auch einen Link zu Heinrich IV. ich finde ihn sehr beeindruckend.

Seine Schwester Adelheid, die erste Äbtissin von Quedlinburg soll er vergewaltigt haben oder auch vergewaltigen haben lassen.

Ob das so stimmt, es gibt Quellen, die besagen, dass das die Strafe für Adelheid war, weil sie mit den Sachsen kooperiert hat. Das war auch zur Zeit der Sachsenkriege, als ich das so gelesen habe, habe ich nur noch den Kopf geschüttelt.

Ich war vor Jahren mal in Quedlingburg und habe dort auch viel besichtigt. Habe davon auch in meinem alten Blog berichtet, wenn ich mal viel Lust und Zeit habe, werde davon wieder berichten.

Interessant ist auch das Verhältnis der SS zu Quedlinburg und Heinrich I. dem ersten deutschen Kaiser, das lese ich aber kaum auf den Blogs.
Geschichte  ist so interessant.
Heinrich I. und wie ihn die Nazis mißbraucht haben.

HIER

In der Krypta im Dom zu Speyer liegt Heinrich IV. auch begraben, da hatte ich schon ein sehr erhebendes Gefühl, hier das Grab zu sehen.
Manche mögen sagen, das ist doch nur Stein, ja, aber mit einer Menge Geschichte und ich bin daran sehr interessiert.






 

Neben Heinrich IV. sind noch viele andere Herrscher und die Gemahlinnen und Söhne und Töchter begraben.

Unter anderem auch das Grab von Heinrich V., er stieß seinen Vater vom Throne und damit endete dann auch die Dynastie der Salier. 

Wer sich für die Salier interessiert, diese Seite ist sehr interessant. 

HIER 

In der Krypta befinden sich aber auch die Gräber von gefundenen Gebeinen und von Bischöfen

Ich kann alle nicht aufführen

Sehenswert im Speyerer Dom ist die Krypta auf jeden Fall, das ist der älteste Teil des Doms. Sie ist die größte romanische Hallenkrypta weltweit. Insgesamt hat sie eine Breite von 35 Metern und eine Länge von 46 Metern. Die Höhe der Gewölbe beträgt sieben Meter, das ist für eine Unterkirche ein gewaltiges Maß. 

Was ist eine Krypta?
Das Wort Krypta stammt aus dem Griechischen und bezeichnet etwas "verborgenes". Auch das deutsche Wort "Gruft" leitet sich davon ab. Tatsächlich gelten die frühchristlichen, unterirdischen Grabanlagen vor den Mauern des antiken Roms als Vorläufer der Krypten. Über einigen dieser Gräber wurden später Kirchen errichtet, so z.B. St. Peter in Rom über dem Grab des Apostels Paulus. Die Kirchengebäude wurden dabei so angelegt, dass der Altar genau über dem Heiligengrab stand. Der Wunsch der Heiligen nahe zu sein und sie zu verehren, führte schließlich zum Bau der Krypta, eines Untergeschosses unter dem Chorraum der Kirche mit dem Heiligengrab als Zentrum. In der Kypta des Speyerer Doms befindet sich heute kein Heiligengrab, ob dies im Mittelalter geplant war, ist unklar.

 1041 wurde die Krypa geweiht. Sie war von Anfang an als Gottesdienstraum, als Kirche gedacht. 

Man sollte auch hier in der Krypta nicht zu laut sein, um die Totenruhe nicht zu stören, was viele nicht beachten. Ich finde das so respektlos.

Der Dom war von Anfang an als Grablege für Kaiser Konrad II. und seine Frau vorgesehen. Eine Neuerung war, dass auch alle weiteren Herrscher der Salierdynastie sich hier begraben ließen. Spätestens mit der Bestattung des ersten nicht-salischen Herrschers wurde der Dom ein Denkmal, das Zeugnis von der Kontinuität des König- und Kaisertums ablegen sollte. Nach den Saliern wählten auch die nachfolgenden Herrschergeschlechter der Staufer, Habsburger und Nassauer über weitere 200 Jahre hinweg den Dom zu Speyer als ihre letzte Ruhestätte und machten ihn damit zur Reichsgrablege. Der Speyerer Dom birgt somit die bedeutendste Königs- und Kaisergrablege in Deutschland - vorgleichbar mit den Grablegen für die französischen Könige in St. Denis bei Paris, der Spanischen Könige im Escorial bei Madrid oder der englischen Könige in der Westminster Abbey in London.
Dort war ich auch schon, 1991 mit meinem Sohn und da haben wir auch soviele bekannte Grablegen gesehen. 



„Maior omni laude – Größer als alles Lob“ ist ein Halbsatz und ein Herzstück der zweiten Strophe aus dem eucharistischen Hymnus "Lauda Sion", den Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert verfasst hat. 

"Gott ist größer als alle menschlichen Vorstellungen".

 Es ist ein alter Brauch in der katholischen Kirche, dass sich jeder geweihte Bischof einen Wahlspruch und ein Wappen wähl. Seinen Wahlspruch "Maior omni laude", (Größer als alles Lob), der seit der Bischofsweihe 2002 in Paderborn sein Wappen ziert, verwedet Dr. Karl-Heinz Wiesemann auch als Bischof von Speyer. Das Wappen wurde im Hinblick auf sein neues Bistum ergänzt.  










 

Zerstörungen waren im Laufe der Jahrhunderte die Folge. Schwere Zerstörungen erlitt der Dom 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg, hier brannten einige Teile des Doms ab, dann nach deren Fertigstellung brach die Französische Revolution aus und er wäre fast 1806 abgerissen worden.
Im 19. Jahrhundert erhielt der Dom seine heutige Westansicht, sie hebt sich deutlich vom älteren Gebäudeteil ab.

 Der Speyerer Dom, das ist pure Geschichte und das gefällt mir schon, das war ja auch ein Lieblingsfach in der Schule von mir. Ich hatte eine wunderbare Geschichtsleherin, die das so gut rübergebracht hat, ohne immer nur Geschichtszahlen zu pauken. Man kann Geschichte als Lehrer auch interessant rüberbringen.
Wenn ich das heute so sehe, dann muß ich wieder sagen, hätte ich nur besser aufgepasst, o.k. heute interessiert mich das aber auch.

 


Ich kann in diesem Post nur einen kleinen Überblick geben und werde immer wieder gefragt, ob sich Speyer lohnt?
Das ist nun mal die Entscheidung eines jeden selbst, ich kann das Niemand empfehlen, denn jeder sieht das eben anders.
Ich fands wirklich sehr interessant und gewaltig.
Im übrigen finde ich Empfehlungen sowieso nicht so gut, es empfindet jeder anders.
Ich gebe keine.

Ich bin nur immer wieder erstaunt, wie das Geschlecht der Habsburger zu einer solchen Blüte kommen konnte und so kläglich sich selbst zerstörte. 

Durch eine geschickte Heiratspolitik schufen die Habsburger aus Österreich ein Weltreich. Damit das Gebilde fortbestand, ehelichten sie 200 Jahre lang untereinander – mit schrecklichen Folgen.

HIER

Wer sich für weitere Infos interessiert, kann sich im Internet kundig machen. 

Wenn man auf den Dom zugeht, kommt man zuerst in die Vorhalle, die schon überwältigend ist. 

Leider kommt man hier von Norden, westhalb der Dom ohne Sonne von mir fotografiert wurde. Später wollte ich nochmals fotografieren, aber das war der Verkehr zu stark und auch zuviele Leute vor dem Dom. 









 

Die Vorhalle wurde nachdem sie vollständig renoviert ist, wieder geöffnet, wenngleich da einige Schwierigkeiten wie die Corona-Krise gewesen sind. Dass das alles nicht nötig gewesen wäre, wissen wir ja jetzt. 

Der neoromanische Westbau, der 1858 durch Heinrich Hübsch (winke winke zu Hannelore und Karlsruhe) fertiggstellt wurde, gehörte damals zu den nicht so sehr gemochten Teilen des Doms. Er ist im Verhältnis zum romischen Baukörper sehr viel jünger und hat auch einen neueren Stil. Dabei wurde sehr lange übersehen, dass es sich hier um ein historisches Gesamtkunstwerk handelt, das jetzt so richtig zur Geltung kommt.
Verschmutzungen hatten den Skulpturen und den Vergoldungen so sehr zugesetzt, dass sich die Eingangshalle zum Dom nicht sehr einladend gestaltete. 

Die Nischenfiguren in der Vorhalle zeigen die im Dom beigesetzten Kaiser und Könige u.a. ein Kentograph von Rudolf von Habsburg.  

Sämtliche schon seit jeher mit Blattgold verzierten Figuren und Fresken wurden wieder mit neuem Blattgold verziert. 

Es kommt noch ein Post über Speyer, dann bin ich damit fertig und dann kommt  eine andere Stadt. 

Das ist auch ganz spannend, was sich hier zugetragen hat. 

Am Sonntag soll es schönes Wetter geben, aber da wäre auch noch die Fahrradführung mit der Unke, mal sehen.

Mein Fahrrad ist fertig und hat ordentlich was gekostet, aber eine neue Kette mit einer XT-Kassette u.a. kostet halt (neue Kette, neuer Antrieb und ich habe nurn mal eine Shimano XT-Schaltung) mit allem drum und dran, war ich bei
522 Euro. Ist ne Menge Geld, aber ich habe Garantie drauf und kann wieder
10.000 Kilometer fahren, wird daber dieses Jahr wohl nichts mehr werden.
:-))). 
Soviel hat mein Auto bei der Inspektion nicht gekostet, aber das wird ja auch kaum bewegt.

Der eine gibt sein Geld für Urlaube aus, der andere für Objektive, seine Katzen o.ä. Ich eben für mein Rad, das ist es mir wert.
Urlaube sind mir nicht so wichtig. Wo ich aber noch hinmöchte, das ist Palermo und in die Kathedrale, denn dort ist das Grab von Kaiser Friedrich II. einem Staufer.
  Sein Enkel Konstantin wurde ja in Neapel hingerichtet.

Ich total glücklich, wenn ich durch die Landschaft radeln kann.

Quellen: Bistum Speyer,



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Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.