Vom Nordbahnhof über den Pragfriedhof und andere Stationen wieder nach Hause
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Die Tour hätte ich fast vergessen, weil ich sie tatsächlich nicht richtig abgespeichert habe.
Die Tour habe ich Anfang Oktober gemacht, weil ich auch etwas Bestimmtes mir anschauen wollte, das habe ich dann aber sein lassen, weil der Weg dort sehr naß, Kopfsteinplaster und mit Blättern besetzt war.
Man muß zur Zeit schon aufpassen, weil die Blätter schon glitschig sind. Aber das wollte ich ja nachholen, aber das geht nun auch nicht, weil die Brücke zwischen Ludwigsburg und Bietigheim vom 24.10. - 30. Oktober gesperrt ist.
Es fahren Busse als Ersatz, aber die nehmen ein Rad nicht mit.
Allerdings kann ich das auch anders regeln, schaun mer mal.
Ich bin an diesem Tag mit der S-Bahn bis zum Nordbahnhof in Stuttgart gefahren und dort mal gleich zum Pragfriedhof, weil ich nach Eichhörnchen schauen wollte.
Aber die waren so beschäftig und buddelten und arbeiteten wie verrückt und huschten hin und her. Kurzum, sie hatten wohl keinen Hunger auf Erdnüsse und Walnüsse, aber meine Zeit kommt wieder und ich habe schon so schöne Fotos von den Eichhörnchen auf dem Pragfriedhof gemacht.
Aber auch so ist der Pragfriedhof immer wieder einen Besuch wert. Er hat ja auch eine lange Geschichte und viele Persönlichkeiten sind dort begraben.
Schande über mich, an Mörikes Grab war ich ganz früher mal und jedesmal vergesse ich, vor lauter Eichhörnchen, das Grab zu besuchen.
Aber ein paar Eichhörnchen habe ich doch erwischt.
Vom Pragfriedhof aus bin ich über den Killesberg zum Stuttgarter Birkenkopf, dem Monte Scherbelino, geradelt.
Man weiß ja hoffentlich, dass er aus den Trümmern, die im 2. Weltkrieg in Stuttgart entstanden sind, gebaut worden ist.
Dort wollte ich mir wieder die Nachkriegsbauten - das war echt lustig, als ich das den Leuten erzählt habe, was da mal eine Bloggerin gemeint hatte - anschauen. Sie müßte übrigens an diesem Tag jede Menge Zugriffe auf ihrem Blog verzeichnet haben.
Auch wollte ich die Eidechsen fotografieren. Aber auch die waren kaum zu sehen.
Dort kann man auch die Skulpturen und die Villa des Künstlers
Otto Hajek ansehen.
Habe ich auch schon angeradelt und darüber berichtet.
HIER
Auch von hier aus hat man einen wundervollen Blick über diese Nachkriegsbauten, ähhhh Stuttgart.
Ja, so war es nicht geplant, aber da ich eine Umleitung radeln mußte, kam ich am Schwabtunnel vorbei. Welch eine Freude.
Ich war schon sooo lange nicht mehr dort.
Ich bin ein Kind aus dem Wilden Westen, also am Anfang meines Lebens im Westen Stuttgarts aufgewachsen und kenne dort natürlich vieles. Ich habe in sämtlichen Stuttgarter Bezirken gewohnt.
Der Schwabtunnel verbindet den Stuttgarter Westen mit Heslach, das im Süden liegt und unterquert den Hasenberg.
Gebaut wurde er zwischen 1894 und 1896. Der Tunnel ist rund 125 Meter lang und etwa 10,5 Meter breit.
Benannt ist er nach dem Stuttgarter Pfarrer und Dichter Gustav Schwab (1792-1850).
Der ja - wie ich schon berichtet habe - im Schloß Gomaringen gewohnt hat.
Berichtet habe ich HIER, denn das Schloß haben wir auch schon angeradelt.
Laut Angaben der Stadt Stuttgart fuhr im Jahr 1900 das weltweit erste Automobil durch einen Tunnel ganau an dieser Stellle.
Der Tunnel wurde unter der Leitung des Stuttgarter Tiefbauamtsleiters Karl Kölle geplant, um den rasant wachsenden, industriell geprägten Stuttgarter Westen schnell mit den Arbeitersiedlungen in Heslach zu verbinden. Für die punktvolle Gestaltung der Tunnelportale im historischen Stil aus Sandstein war der Bildhauer Theodor Bausch veranwortlich.
Am 29. Juni 1896 wurde das Bauwerk feierlich eröffnet.
Zu seiner Zeit und Fertigstellung brach der Tunnel gleich mehrere Rekorde.
Breitester Tunnel Europas:
Mit der Breite von 10,5 Metern sprengte er die damaligen Standards für Stadttunnel.
Im Jahr 1900 wurde er zum ersten Autotunnel der Welt, als das erste Mal ein Automobil die Röhre durchfuhr.
Kölle war vorausschauend und deshalb hat er auch den Tunnel so breit geplant.
Ab dem 4. Dezember 1902 fuhr die erste elektrische Straßenbahn eingleisig durch.
Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens wurde die Strecke im Tunnel 1929 zweigleisig ausgebaut.
Am 9. Mai 1972 war es dann vorbei und für die Straßenbahn, die berühmte Linie 8 schlug die letzte Stunde.
Ohhh, was bin ich mit dem Achter gfara.
Busse übernahmen dann den Dienst und heute fährt der 42er durch den Tunnel.
Ab Dezember 1943 wurde der Tunnel für den Fahrzeugverkehr gestoppt. Um die Stuttgarter Bevölkerung vor den schweren Luftangriffen zu schützen, bauten Arbeiter eine Zwischendecke aus Holz in die Röhre ein. Dadurch entstand ein zweistöckiger Schutzraum und massive Splitterschutzmauern riegelten die Portale ab. Bis zu 2.000 Menschen fanden in diesem Provisorium Schutz.
Ab Juni 1946 rollte der normale Verkehr wieder.
Der Tunnel ist heute ein geschützes Kulturdenkmal und wurde 2019 bis 2021 aufwendig saniert.
Zum Schutz der Radfahrer gilt im Tunnel Tempo 30.
Blöderweise habe ich nur das Nordportal (Stuttgarter Westen) fotografiert aber ich bin mir sicher, ich fotografiere auch nochmals von der anderen Seite.
Aber das Nordportal ist auch das punkvollere, weil es direkt zur städtischen Prachtstraße, der Schwabstraße ausgerichtet ist.
Ein Wappen-Ensembel (Attika)
Oben thront ein großes, plastisch ausgearbeitetes Wappen der Stadt Stuttgart, flankiert von zwei liegenden, allegorischen Figuren, die Fruchtbarkeit und städtischen Fleiß symbolisieren.
Der große Löwenkopf, der grimmig direkt über dem Scheitelpunkt des Tunnelbogens herunterblickt. Er gilt in der Heraldik als Symbol für Stärke, Mut und Herrschaft, passend zur damaligen Residensstadt des Königreichs Württemberg.
Flankiert wird der Bogen von den Jahreszahlen 1994 Baubeginn und 1896 Fertigstellung.
Als Kind bin ich, da wir im Stuttgarter Westen in der Grimmstraße gewohnt haben, meist mit meinem Vater durch den Tunnel.
Schwab machte Stuttgart zu einem literarischen Treffpunkt. In seinem Haus gingen berühmte Autoren wie Wilhelm Hauff (Lichtenstein) und Eduard Mörike ein und aus.
Ja, Stuttgart ist eine Stadt mit viel Geschichte.
Die Markuskirche wurde von Heinrich Dolmetsch geplant und ist ein wundervolles Stück Jugendstil. Mein Bruder Udo und meine Schwägerin Renate haben dort geheiratet.
Denn da habe ich auch beschrieben, wer das ist, für den dieser Grabstein geschaffen wurde.
Ich kenne ihn schon als Kind und da stand er noch an einem Grab, das inzwischen aufgelassen ist.
Genau war das in der Schreiberstraße und ich besuche den Engel immer wieder, der allerdings schon vor Jahren versetzt und auch sauber gemacht wurde. Aber er hätte es wieder nötig.
Aber auch heute zieht es mich immer wieder zu diesem Engel hin und da denke ich doch an meine Zeit in Stuttgart-Süd zurück.
Ja, die Markus Buchhandlung, in der ich immer neue Bücher gekauft habe, gibt es auch noch.
Friedhöfe erzählen immer wieder Geschichten.
Noch kurz zu einen Besuch auf dem Karlsplatz in Stuttgart vorbeigeradelt und den
Kaiser Wilhelm I. besucht. Der Karlsplatz ist nicht nach diesem deutschen Kaiser benannt, sondern nach dem Herzog Karl Eugen, das wissen viele auch nicht.
10 Jahre nach seinem Tode wurde das Denkmal enthüllt. Die Sonne stand schlecht, aber ich denke ich zeige das Monument, das ist es, ein anderes Mal.
Ich habe noch viiieeellll mehr Geschichten um Stuttgart. Ein Kollege von mir, das Bärle war Stadtführer in Stuttgart, leider ist er kurz nach seinem Ruhestand verstorben, dabei hatte er noch soviel vor.
Bin durch den Schloßgarten davon habe ich
HIER berichtet.
Das Volkfest war noch in Gange und es war fast kein Durchkommen.
Die Hall of Fame in Stuttgart am Wasen ist ein Durchgang, da kann jeder Graffiti zeigen, wie er will. Jeder meint halt, er sei ein Künstler, wie fast jede Eltern meinen, dass ihr Kind ein Genie ist und auf das Gymnasium muß.
und die Wolken schoben sich hin und her, noch eine kleine Abzweigung über den Grüß Gott Weg in Neckarweihingen.
Also bin ich gelaufen, viele Tiere gab es nicht. Aber das kommt auch wieder.
83 Kilometer
1.725 Höhenmeter
862 Climb
863 Downhill
4:00 Stunden Fahrzeit
Gesamtkalorien 1.365 KCAL
Wetter: 14 Grad sonnig und bedeckt
Luftfeuchtigkeit: 79 %
Luftqualität3
Wenn ich es schaffe, schau ich noch am Feld vorbei, wo es den Fruchtstand der Karden gibt, denn hieraus möchte ich noch etwas Feines machen.
Lapidarium der Stadt Stuttgart
Forstamt Stuttgart
Wikipedia


















































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