Speyer letzter Teil
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Nun kommt der letzte Teil meines Besuches in Speyer.
Berichtet habe ich in Teilen
HIER
Ich werde auf meiner Rheintour dort zwar vorbei kommen, aber die Zeit habe ich nicht, hier einen Besuch abzustatten.
Wann die Tour sein wird, das weiß ich noch nicht, ich brauche hier wirklich Sonnenschein und keinen Regen.
Speyer bietet doch einiges und hier gibt man sich auch Mühe, die Stadt sehenswert und auch liebenswert zu erhalten.
Mich fasziniert Speyer vor allem wegen der Geschichte.
Es gibt vieles anzuschauen und im Winter werde ich dort wieder mal hingehen und das Museum besuchen. Aber es gibt noch viel mehr.
Gleich wenn man in die Rheinauen geht, fällt einem das Denkmal von
Professor Magnus Schwerd auf.
Er war ein Geodät, Astronom und Physiker.
Geht man hier weiter, kommt man in den Domgarten und dort kann man die Standbilder der Salierkönige sehen.
Wer sich ein wenig in Kunstgeschichte auskennt, der weiß gleich, wann diese Skulpturen entstanden sind.
Wie ich ja schon berichtet habe, waren die Salier eine mittelalterliche Adelsfamilie aus der Gegend um Worms und Speyer. Aus ihr gingen von 1024 bis 1125 vier römisch-deutsche Könige und Kaiser hervor. Konrad II., Heinrich III., Heinrich IV, und Heinrich V.
Die salischen Kaiser ließen den romanischen Dom in Speyer erbauen und wählten ihn als Grabstätte.
Der Auftraggeben dieser Skulpturen war Dr. Wilhelm Frick, NS-Reichsinnenminster.
Muschelkalk, 1930 - 1940
Die aufgestellte Skulpturengruppe der salischen Kaiser mit Begleitfiguren wurde ab 1930 von dem Bildhauser Ludwig Cauer entworfen und 1940 als Auftragsarbeit des Reichsinnenministers Dr. Wilhelm Frick fertiggestellt. Dr. Wilhelm Frick war u.a. wesentlich an der Verabschiedung der "Nürnberger Gesetze" beteiligt. Diese Gesetze bildeten die Grundlage für die Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Wilhelm Frick wurde 1946 vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürmberg als Hauptkriegsverbrecher zum Tode verurteilt und im gleichen Jahr hingerichtet.
Interessant finde ich hierzu, warum ein Herr Globke so Karriere machen konnte und es bis zum Referenten bei Adenauer bringen konnte.
Ludwig Cauer stammte aus einer weitverzweigten Bildhauerfamilie. Sein bildhauerisches Werk war bis 1930 einem historisch-klassischen Stil verpflichtet. In seinem letzten Werkkomplex, der Gruppe der salischen Kaiser, hat er sich zunehmend einer nationalsozialistischen Kunstauffassung genähert. Cauer war Mitglied der NSDAP und ist 1944 in der vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter Joseph Goebbels herausgegenenen Liste der "Gottbegnadeten" aufgeführt.
1941 wurde die Figurengruppe zunächst in der Akademie der Künste in Berlin ausgestellt und dann nach Speyer verbracht. Bereits 1940 hatte der Reichsinnenminister dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt Stadt Speyer versichert, dass er die Skulpturen der Stadt als Geschenk vermache. Ziel war die Ausgestaltung des Speyerer Domes zu einer nationalsozialistischen Weihestätte. Bischof und Domkapitel waren mit der ursprünglich geplanten Aufstellung im Dom nicht einverstanden und verhielten sich zurückhaltend. Eine beschlossene Aufstellung in der Domvorhalle wurde während des Zweiten Weltkrieges nicht mehr ausgeführt.
In der Folgezeit gerieten die Figuren zunächst in Vergessenheit. Sie lagerten bis 1950 in Küsten verpackt im Hof des Landesarchivs, wo sie 1951 provisorisch platziert wurden. Nach langen Diskussionen in der Öffentlichkeit und im Stadtrat wurden sie schließlich 1964, auch mit Blick auf ihr touristisches Werbepotenzial, im Domgarten am jetzigen Standort aufgestellt. Die künstlerische und kunstpolitische Bedeutung der Standbilder ist bis heute wegen ihres Entstehungszusammenhanges in der NS-Zeit umstritten.
Quelle: Stadt Speyer
Diese Skulptur ist aus einer alten Speyerer Sage entnommen und heißt
"Fährmanns Traum". Vom Dom kommend ziehen die Kaiser über den Rhein, um in großer Not dem Reich zu helfen.
Sie rufen:
"Fährmann hol über!"
Gestiftet wurde die Skulptur vom Verkehrsverein Speyer e.v.
Sie ist von Günther Zeuner und wurde 1987 erstellt.
Sie besteht aus zwei Teilen,
dem Fährmann und den Kaisern.
Der Fährmann steht dann auf der gegenüberliegenden Seite.
Interessant fand ich auch das Heidentürmchen, das auch im Domgarten liegt, aber nur von außen besichtigt werden kann.
Der Rhein floss ursprünglich direkt unterhalb des Doms um Speyer. Das Heidentürmchen markiert die östliche Stadgrenze und ist ein Rest der mittelalterlichen Stadtmauer, erbaut 1280.
Es ist nicht nachgewiesen, ob der Turm seinen Namen von der unten liegenden Heidenwiese hat, oder von den steinernen Köpfen, die man für römisch gehalten hat oder ob der Riese Olps der Namensgeber war. Es soll hier auch ein Heide mit seiner Frau gewohnt haben, das ist aber nicht geklärt.
Das historische Rathaus steht an der Stelle der aus dem 15. Jahrhundert stammenden zerstörten städtischen Kanzlei und zweier anderer Hausplätze.
Nach dem Stadtbrand von 1689 und der Wiederbesiedelung der Stadt 1698 hielt der Rat zwei Sitzungen zunächst in einem Gasthaus ab. Die Grundsteinlegung des Neubaus erfolgte 1712, das Gebäude konnte aber erst 1725 vollendet werden.
Sehenswert ist der Ratssaal im Stil des frühen Rokoko, dieser wird heute für Konzerte genutzt. Das baugeschichtlich sehr interessante ebenerdige historische Stadtarchiv wird heute als Trausaal genützt.
Auch interessant, die "Alte Münze". erbaut 1748.
Nach heftigen Kontroversen zwischen Bischof und Bürgern im 12. und 13. Jahrhundert wurde Speyer 1294 Freie Reichsstadt und das Münzrecht ging auf das Patriziat über.
Dieses errichtete das Haus der Münzer, das auch dem Stadtrat als Amtssitz diente.
Erweitert wurde die "Alte Münze" 1874.
Auch hier wird kräftig renoviert.
Vor der Münze steht der St. Georgs-Brunnen.
Den konnte ich leider nicht so gut fotografieren, weil soviele Leute drumherum standen. Es war auch sehr viel los in der Stadt.
Der St. Georgs-Brunnen ist der bekannteste Brunnen der Stadt, weil er mitten im Zentrum vor der "Alten Münze" steht.
Der Brunnen wurde 1930 errichtet als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Welkrieges, oftmals wird er deshalb auch als Kriegerdenkmal bezeichnet.
Auch hier fällt einem sofort auf, dass die Inschriften sehr nationalistisch geprägt sind.
Ein Schild weist darauf hin, dass es sich um den damaligen Geist handelte.
Auf der Maximillianstraße in Speyer gibt es ein wunderschönes Geschäft mit lauter schönen Dingen, die das Herz höher schlagen lassen.

1230 begann man mit dem Bau, dem 300 Jahre später das oberste Turmgeschoss mit der spätgotischen Maßwerkbrüstung und den Arkadenbögen der Galerie hinzugefügt wurde. Das steile Dach mit der Laterne stammt aus dem Jahr 1709. Mit 55 Metern ist es eines der höchsten und bedeutenden Stadttore Deutschlands.
Leider war mir vieles nicht möglich zu fotografieren. Auf der Maximilianstraße fahren Autos, Busse, Radler usw. usw. ein Verkehr unglaublich.
Schöne große Blumenkisten aus Holz erfreuen die Besucher und auch die Autos, die dort herumfahren.
Zu sehen sind auch allerhand Schmetterlinge.
Dort ist etwas weiter hinten auch Helmut Kohl begraben.
Aber der Adenauerpark mit der Gotischen Kapelle zählt zu den schönsten Parkanlagen von Speyer und ist in seiner Vielfältigkeit ein unterschätzes Stück Grün in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, das zu Entdeckungen einlädt.
Der alte Friedhof inmitten malerisch wuchernder Bäume und Sträucher ist ein Ort von melancholischem Zauber. Scheinbar Gegensätzliches, Vergangenheit und Gegenwart, Zeit und Ewigkeit - aber auch der herrliche alte Baumbestand und eine Fülle exotischer Gewächse lassen die Gärtner*innen hier ineinanderfließen.Kunst-Installationen. Botanische und historische Führungen gewährten Einblicke in die Geschichte des Alten Friedhofes und der Gotischen Kapelle.
Aber ich komme auch zum Ende des Jahres wieder, dann sehen wir weiter.
Unglaublich, was diese Stadt an Geschichte zu bieten hat.
Seine Gruppe das sind alles alte Hasen und Radler (+74 Jahre, der Älteste wird in diesem Jahr 80 Jahre alt) und gestern sind sie ordentlich geradelt, machten sie ja in dieser Woche jeden Tag.
Ob ich das schaffen würde? Ich denke schon, ich müsste halt unterwegs den Akku laden. Aber sie haben auch gute E-Mountainbikes.
Das geht natürlich mit einem 0815 Rad nicht.
Trotzdem eine Leistung auf solchem Schotter zu fahren.
eine super Leistung.
Kilometer zu schaffen auf ebener Strecke ist keine Kunst, aber diese Höhenmeter schon.














































