Ein schöner Nachmittag
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Meine Schwester und ich hatten heute einen sehr schönen Nachmittag. Wir waren auf dem Fernsehturm und auf dem Friedhof und haben dann noch in der Wohnung in Familienalben geblättert.
Meine Schwester heißt Helge Elisabeth.
Eigentlich ist Helge ein Jungennamen, aber damals im Jahr 1935, als mein Vater Bürgermeister in Langenburg war, durfte man auch Mädchen noch so nennen. Soviel ich weiß, geht das heute nicht mehr.
Meine Mutter wählte damals den Namen Helge nach dem dänischen Opernsänger Helge Roswaenge, dem wohl größten Operntenor, den die Bühne aufzuweisen hatte.
Ein besonders schönes Bild ist das hier
Helge im Kindergarten 1939, also im Alter von vier Jahren im Kindergarten in Langenburg.
Sie wird in ein paar Tagen 89 Jahre alt und kann auf ein gutes aber auch auf ein manchmal schmerzliches Leben zurückblicken.
Ich habe sie nie klagen gehört. Zwei Kinder im Babyalter sind gestorben und vieles andere mehr.
Sie konnte sich, da ja Corona, nicht mehr von ihrem Mann, der im Sterben im Krankenhaus lag, verabschieden.
Mein Schwager mußte alleine sterben und über die Umstände könnte ich ein Buch schreiben.
Wir verzeihen nie, aber wir wünschen Niemand etwas böses, haben aber auch kein Mitleid, wenn jemand durch die Impfung, die er freiwillig machen hat lassen, krank wird.
Auch die Hetzjagd, die sie ertragen mußte, sie ist nicht geimpft und lebt heute noch.
Ich wünsche ihr noch ein langes langes Leben und hoffentlich bleibt sie noch bei guter Gesundheit.
Eigentlich sollte man diese bösen Menschen alle verfluchen.
Haarschleifen waren ja bei den Kindern modern, ich hatte auch immer eine Haarschleife, bis ich sie nicht mehr wollte, ich fand das Ding hinderlich.
Ja, und hier noch ein paar schöne Fotos aus dem Jahr 1954.
Meine Schwester hatte immer schöne Röcke und Blusen, die kann man heute noch sehen. Allerdings nicht soviel zum Anziehen, wie man heute hat, auch keine Massenware, sondern sie kaufte in ganz bestimmten Geschäften in Stuttgart.
Vieles ließ sie auch von einer Schneiderin anfertigen.
Ihre Hochzeitsschuhe waren übrigens aus dem Haus Beate Mössinger.
Die Kleidung kann man heute noch tragen.
Der Post vom Besuch des Fernsehturm erscheint morgen gegen später und am Samstag kann man sehen, was wir für eine musikalische Familie waren.
Ich finde so ein Fotoalbum eine wundervolle Erinnerung.
Meine Schwester schaute die Bilder im Album an und erzählte und es tat ihr gut.
Da verzichte ich doch gerne mal auf das Radeln, wenn auch der Freund heute eine richtig schöne Tour geradelt ist.
Ich habe die Bilder aus dem Fotoalbum abfotografiert, denn das Fotoalbum gibt sie verständlicherweise nicht aus der Hand.
Deshalb ist auch nicht jedes Bild gelungen, aber ich habe noch mehr Bilder.












