Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*
Ihr jubelt über die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer Tyrannei? *Marie von Ebner-Eschenbach*
Opportunisten sind Spezialisten im Umgang mit wechselnden Windrichtungen.
*Thom Renzie*
Opportunist = Ein Jenachdemer. *Wilhelm Busch*
Opportunisten sind Leute, die schon heute die Windrichtung von übermorgen kennen.
*Sir Alec Guinness*
„Tragödie ist eine Nahaufnahme; Komödie, eine Totale.“
*Buster Keaton*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel.
*Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann!
*Rolf-Bernhard Essig*
Wenn ich meinen Purzelbaum machen kann, was ficht die Politik mich an.
*Eduard Mörike*
Der Herrenberger Altar von Jerg Ratgeb in der Staatsgalerie Stuttgart
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Worum es geht
Vom ehemaligen Hochaltar der Stiftskirche "Unserer Lieben Frau" in Herrenberg haben sich die beidseitig bemalten Doppelflügel, die Ecküberhöhungen und die dreiteilige Predellenrückseite erhalten.
Das Gesprenge, die Predellenvorderseite und der geschnitzte Schrein, in dem sich mit aller Wahrscheinlichkeit eine je von zwei Heiligen flankierte Strahlenmadonna mit Kind befunden hat, sind verloren.
Die beiden seitlich der Ecküberhöhung angebrachten, geschweiften Abschlüsse mit der Verkündigung an Maria sind spätere, allerdings noch vor Mitte des 16. Jahrhunderts entstandene Zufügungen.
Die Brüder vom Gemeinsamen Leben, eine klösterliche Gemeinschaft von Weltpriestern und Klerikern, hatten den Altar 1517 an Jerg Ratgeb in Auftrag gegeben. Wie urkundliche Quellen ergeben, bezieht sich die auf den Ecküberhöhungen (vorn und hinten) zu seiten des Monogramms angebrachte Datierung (2519R) nicht auf die endgültige Fertigstellung des Altars, die sich wohl bis in das Jahr 1521 hinzog.
Jerg Ratgeb, Herzog Ulrich verurteilte ihn wegen Hochverrats zum Tode durch Vierteilung.
Die
Noli-me tangere-Szene (Begegnung des Auferstandenen mit Maria Magdalena
am Ostermorgen) und die Totenerweckung der Heiligen finden sich im
Hintergrund der Tafel. Der gesamte Passionszyklus nimmt deutlich Bezug
"auf das sakramentum, auf das Mysterium von Einsetzung, Besiegelung und
Fortwirken des Opferwerkes Christi und dessen unblutige Erneuerung am
Messopfer vor dem Altar". Die Festtagsseite zeigt bei zweimal geöffneten
Flügeln zu seiten des Schreins Szenen aus der Vorgeschichte bzw.
Kindheit Christi unter Einbindung der Marienthematik. Die Begegnung von
Joachim und Anna an der Goldenen Pforte, der Tempelgang der Maria und
die Heimsuchung ordnen sich dem Hauptereignis des linken Innenflügels,
dem Verlöbnis von Maria und Joseph, unter. Der rechte Innenflügel
schließt mit der Beschneidung Christi, der vorangegangenen Darbringung
im Tempel und auf der die Passion vorausweisenden Flucht nach Ägypten
die Szenenfolge der Festtagsseite ab.
In geschlossenem Zustand präsentiert sich der Abschied der Apostel. Der biblisch nicht überlieferte Abschied der reisefertigen oder bereits auf der Wanderschaft befindlichen Apostel findet vor einer weiten Weltlandschaft statt.
Einmal geöffnet (bei geschlossenen Innen- und geöffneten Außenflügeln) zeigt der Altar die Passion Christi.
Der linke Flügel vereint das Letzte Abendmahl mit den Darstellungen von Christus am Ölberg und seiner Gefangenennahme.
Die Geißelung, Dornenkrönung und Verspottung Christi schließen sich an; das Verhör Christi durch Pilatus und seine als Ecce homo bezeichnete Zurschaustellung begegnen als verkleidete Nebenszenen auf der gleichen Tafel.
Der nächste Flügel schildert die Kreuzigung, außerdem die Kreuztragung und Grablegung.
Abgeschlossen wird die Passionsfolge durch die Darstellung der Auferstehung Christi, die Matthias Grünewalds themengleiche Komposition auf dem Isenheimer Altar voraussetzt.
Mischtechnik. Tannenholz,
Höhe
400,00
Einheit
cm
Typ
Breite
680,00
Einheit
cm
Typ
Höhe
400,00
Einheit
cm
Typ
Breite
342,00
Einheit
cm
Ich habe mir den Herrenberger Altar nun endlich bei meinem letzten Besuch in der Staatsgalerie in Stuttgart angesehen und war begeistert. Er ist schwer zu fotografieren, das Licht und auch der Platz, aber ich denke, man kann sich schon von diesem schönen und wertvollen Altar ein Bild machen.
Quelle: Staatsgalerie Stuttgart
Ich habe noch ein paar Schätzchen mehr aus der Staatsgalerie.
In der Stiftskirche in Herrenberg war ich schon ein paar mal. Die Kirche ist von Montag bis Sonntag zu den üblichen Zeiten geöffnet. Es lohnt sich.
Hier in der Kirche gibt es am Seitenschiff eine kleine Kopie dieses Altars. Er zu kostbar in der Kirche zu lassen. Nachdem, was ich so lese und höre, nimmt der Vandalismus immer mehr zu.
Das fängt beim Müllsortieren an und hört beim Abfall liegen lassen im Wald auf. Dazwischen gibt es noch viel mehr.
Es gibt auch einen sehr interessanten Film über den Altar.
Empfehlen kann ich ab April die Künstlerin Katharina Grosse im Rahmen einer Landesausstellung im Kunstmuseum in Stuttgart. Ich werde diese mir ansehen und freue mich schon drauf. .
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