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Die Zeit fliegt und fliegt und ich bringe weder meinen Pulli fertig, noch kann ich mich kreativ austoben.
ABER, das Wetter ist so schön, da bleibe ich nicht zuhause und so war ich heute, nachdem ich durch die Wohnung gewirbelt bin, im Leudelsbachtal und nicht umsonst. Was habe ich wieder gesehen.
Ich bin hochzufrieden, wenn ich auch absolut keine Lust hatte, den Weg zu gehen und meine Radtour habe ich auf Mittwoch verschoben, weil es morgen dort, wo ich hinradeln möchte, etwas regnen soll und die Temperaturen und der Himmel werden am Mittwoch auch schöner.
Mich zieht es einfach hinaus, entweder zu Fuß oder auf das Rad.
Der Schellenhof hat zur Zeit nur von Donnerstag bis Sonntag geöffnet und das merkt man auch am Personenaufkommen. Es war derart ruhig und still, wenn ich nur die Vogelstimmen unterscheiden könnte. Ich habe mich auf ein Bänkle gesetzt und habe eine Weile zugehört, ruhig und schön und ich habe Entdeckung gemacht.
Schon alleine der Himmel und die Landschaft waren heute wunderschön anzusehen.
Die Gespinstmotte ist auch wieder unterwegs und überzieht mit ihren Netzen ganze Büsche und Bäume.
Auf der Schmetterlingswiese angekommen, habe ich gleich mal
Hannelores Lieblingspflanze fotografiert.
Den Klappertopf,
des merks dr aber jetzedle, gell.

Inzwischen ist er aufgeblüht, der Ackerwachtelweizen.
Auch eine wunderschöne Pflanze. Die ganze Wiese ist voll bestückt.
Hier toben die Schmetterlinge nur so herum.
Ich habe soviele gesehen, aber die sind im Moment noch hyperaktiv, sie werden aber mit der Zeit auch ruhiger.

Ein Trauer-Rosenkäfer (Oxytheyrea funesta) besucht eine Skabiose.
Es ist so wunderbar überall blüht das Helmknabenkraut aber auch die Bocksriemenzunge, die fotografiere ich jetzt nimmer.
Das Helmknabenkraut und die Bockriemenzunge haben sich so vermehrt.
Unglaublich, wie viele Bläulinge es hatte.
Dann habe ich festgestellt, dass - man muß hier aufpassen - als ich einem Schmetterling nachgelaufen bin, gesehen habe, dass hier auch die Spinnenragwurz blüht. Das war seiterher nicht so. Teilweise aber auch oben am Hammelrain, schon fast verblüht.
Hier oben blüht auch die Robinie wild, sehr schön anzusehen.
Da hier oben lauter Posthörnchen oder die Goldene Acht herumgeschwirrt sind und ich keines bekommen habe, dachte ich, dass ich den etwas schwereren und auch steileren Weg nach unten nehme. Der ist tatsächlich nicht ohne, sehr schmal sehr steinig, nichts zum festhalten. Aber es gibt Schmetterlinge und hier die Goldene Acht.
Ich bin den Weg, der noch ein wenig schwerer ist, als der Hammelrain, schon oft hinunter und hinauf gelaufen und es ist nicht ganz ungefährlich. Mich hats schon öfters beim Runtergehen hingehauen. Heute auch, man hat nichts zum festhalten und muß sich dann selbst wieder befreien.
Mit Rucksack und Camera um den Hals ist das nicht ganz einfach. Aber es geht. Man kann natürlich auch auf dem Popo hinunterrutschen, aber das ist auch nicht sooo toll. Wenn man hinfällt und sich etwas bricht, ist das allerdings nicht mehr lustig. Denn man kommt hier nicht so ohne weiteres wieder heraus.
Ich kenne den Weg und dennoch muß ich aufpassen.
Aber es lohnt sich.
Unter angekommen, kommt man direkt zur Enz. Man kann es auch einfacher haben, aber ich mag die Abkürzung.
Ich mag die beschnittenen Bäume an der Enz, die treiben jetzt wieder aus.
Hier tummeln sich meistens die Blauflügel-Prachtlibellen, hier ein Männchen.
Ich muß dringend eine Tour durch das untere Glemstal machen, damit ich hier auch mal schöne Schmetterlinge fangen kann. Vor allem auch die Gelbbauchunke. Vielleicht am Sonntag, mal sehen. In den Pomeranzengarten sollte ich auch, da blüht es auch wunderschön.
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, welcher Falter das ist.
Es könnte ein Waldbrettspiel sein, die fliegen hier immer herum.
Auf die Enz zu schauen und zu laufen, ist immer wieder ein Genuß, mitten in der Natur, die Fösche quaken, die Vögel singen und man ist alleine.
Es ist Natur, wo bekommt man das noch? Hier im Leudelsbachtal.
Teufelskralle mit Besucher.
Es ist der Fleckenhörnige Halsbock (Paracorymbia Maculicornis)
Dann war ich noch ganz hinten, wo der Leudelsbach in die Enz fließt.
Die Mündung sieht man aber nicht so gut, weil es jetzt alles bewachsen ist.
Immer wieder hübsch, diese kleinen Kunstwerke und den Käfer habe ich erst beim Bilder anschauen gesehen.
Wunderschöne Akeleien
Nein, das ist kein Salomonsiegel, das ist die Vielblütige Weiswurz, das wird immer und immer wieder falsch gemacht.
Überall Akeleien, die wild blühen. Wunderschön, ein Genuß.
Wer sagt es denn, ich habe die Hummel-Ragwurz wieder gefunden.
Letzte Woche war sie noch nicht zu sehen.
Um sie in die Camera zu bekommen, muß man auf allen Vieren hochkriechen, ich möchte meine blutigen Knie nicht zeigen.

Nochmals ein Helm-Knabenkraut, ich mags sehr.
Das ist ein großes Zweiblatt, auch eine Orchideenart.
Diese Pflanze wurde 1992 vom Arbeitskreis Heimische Orchideen zur Orchidee des Jahres gewählt.
Ich habe geschaut, da sind noch mehr von dem großen Zweiblatt am Wachsen, man muß schon sehr genau schauen, dass man diese Pflanze findet.
Ich habe übrigens heute für ca. 7 Kilometer fast 4 Stunden gebraucht, aber es war mir egal. Wer ins Tal geht und sucht, muß Zeit mitnehmen und die habe ich in diesem Falle.
Jetzt geht es den Hammelrain hoch und natürlich habe ich wieder die Spinnenragwurz gefunden.
Jaaaa und hier auch das Ohnhorn, das Hängende Männchen.
Es ist noch nicht ganz aufgegangen und ich muß unbedingt
am Samstag oder Sonntag hier nochmals her, vielleicht blühen hier noch mehr.
Diese Orchideenart ist dieses Jahr sehr spät dran.
Das Ohnhorn gehört auch zu den Knabenkräutern.
Man muß schon einiges arbeiten, damit man das Ohnhorn auch findet, teilweise auch wieder auf allen Vieren.
Sodele, hier oben steht eine Bank und auf die habe ich mich erst mal fallen lassen.
Dabei leistete mir ein Hauhechel-Bläuling Gesellschaft.
Der ist nicht mehr weggegangen und hat meine Fahrradbrille in Beschlag genommen.
Natürlich gabs hier auch viele von den Spinnenragwurzen, so ist das nicht.
Mir ist kein Tal bekannt, in dem es nahezu soviele Überraschungen gibt.
Sodele, jetzt gehts ins Bett, morgen ist ein arbeitsreicher Tag.
Das hätte ich vergessen, das
Weiße Waldvögelchen habe ich auch noch gesehen.
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