Mulle
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Mulle
Ist das nicht ein schöner, ja der einzig richtige Name für eine Katze?
Wenn das Pelztier vor einem steht und treuherzig nach oben blickt,
dann beugt man sich doch hinunter und streichelt seinen weichen Kopf.
Dann sagt man doch, "Mulle", "Mulle", in dieser Situation fällt einem nichts anderes ein.
Wer mit dem schwäbischen Liedgut groß geworden ist, der hat dabei natürlich aus der Erinnerung geschöpft. Gemeint ist das unsterbliche Lied
"D´Bäure hot Katz verlora."
Der Bäuerin fällt auf, dass die Katze nicht mehr da ist und ihre Katze verschwunden ist.
Dann ruft die Bäuerin angstvoll: "Mulle, Mulle, wo bisch?"
Aber es geht ja gut aus, die Katze hat, Katzen machen das sehr gerne, sich ein nettes Plätzchen gesucht, um ein Nickerchen zu machen. Dieses Mal auf dem Heuboden und die Bäuerin erinnert sich an die Gewohnheiten des Tieres und stöbert es auf.
Oft hat die Bäuerin "Mulle" gesungen, zuerst angstvoll, dann flehend und beschwörend, dann freudig und erleichtert.
Das Lied hört an dieser Stelle auf und der Bauer bekommt beim Nachtessen die Story erzählt. Er nimmt den Mostkrug und steuert noch ein paar Verse bei und lässt das "Mulle" immer wieder hochleben.
Die Kinder hören das und singen nun auch mit wachsender Begeisterung "Mulle, Mulle, wo bisch?"
Diese Sangeslust ist aber nur bei dem schönen Wort möglich, wie
"MULLE".










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