Tour von Bruchsal über über das Eisinger Loch nach Hause
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Letzten Donnerstag bin ich mit dem Zug über Vaihingen-Enz, hier mußte ich umsteigen, nach Bruchsal gefahren.
Warum diese Strecke zur Zeit so ist, dass ich in Vaihingen-Enz umsteigen muß, weiß ich nicht, aber es ist mal wieder von Baustellen die Rede.
Es ist blöd, weil man nur vier Minuten Umsteigezeit hat, deshalb nehme ich immer einen Zug früher und warte dann eben.
Ich sags immer wieder, wenn man werktags im Zug mit dem Rad vor 9.00 Uhr fährt und eine Deutschlandkarte hat, dann kostet das Rad 7,50 Euro. Wenn man ein Ticket löst, kostet das Rad nichts. Schon blöd, aber in Bayern z.B. kostet es immer etwas, wenn man das Rad mitnimmt, egal wann und wohin.
Samstags und Sonntags gilt das allerdings nicht.
Ich bin im Zug tatsächlich dieses Mal kontrolliert worden und es hat sich zwischen der Zugbegleiterin, die aus Sachsen war, ein nettes Gespräch entwickelt. War ja auch nicht viel los.
Ich bin nicht alleine.
Der Zug in Vaihingen-Enz kam und war proppenvoll. Die Leute saßen auf den Radplätzen und ich habe geschimpft, wie ein Rohrspatz und wenn ich schimpfe, dann ist was los. Einer meckerte mich an wegen des Rades und 9.00 Uhr an, ich zeigte ihm mein Radticket, dann stand er auf. Was glaubt der eigentlich, das sind Radplätze und viele Leute fahren ja auch mit dem Rad zur Arbeit.
Bruchsal war für mich immer der Bahnhof Nr. 1, weil hier auf Gleis 9 der Zug nach Bietigheim angekommen und wieder abgefahren ist. Man konnte wunderbar mit dem Fahrrad ebenerdig ein- und aussteigen.
Es ist leider nicht mehr so, schade. Jetzt kommt er auf einem anderen Gleis an und da braucht man einen Aufzug. Da Aufzüge vorhanden sind, fehlt eine Rampe. Als Gehbehinderter oder Rollstuhlfahrer hat man schlechte Karten.
Unterwegs dachte ich schon, hoffentlich sind die Aufzüge in Ordnung. Laut App waren sie es auch.
Gut ein Aufzug zum Runterkommen war in Ordnung, nur den, den ich gebraucht hätte, um nach oben zu kommen, der war defekt.
Naja, was soll man machen. Ich habe mein Rad gepackt und mich schon mit der Situation abgefunden, da kam eine Dame, die wollte mir helfen und dann kam ein junger Mann, ca. 25 Jahre alt, drückte mir seine Tasche in die Hand, nahm meine Fahrrad freihändig und trug es nach oben.
So schnell konnte ich gar nicht gucken. Naja, ein junger Mann hat ja die Kraft noch. Hab mich artig bedankt und mir zur Belohnung gleich mal beim Bäcker zwei Brezeln und einen Kaffee gekauft.
Ich hatte eine Tour geplant, die mich auf demselben Wege, auf dem ich neulich nach Menzingen geradelt bin und dabei auch Oberöwisheim besucht habe.
Die Tour kann man hier sehen.
Auch das Schloß ist zu sehen und beschrieben.
Unterwegs gab es wunderschöne Rapsfelder. Es war noch ordentlich frisch und die Sonne hat gefehlt, die kam dann erst nachmittags, als ich auf dem Enztalradweg nach Hause gefahren bin. Schade. Dabei sah der Wetterbericht anders aus.
Von der Tradition der Osterbrunnen habe ich ja schon gestern geschrieben.
Hier bin ich aber dann in Richtung Kraichtalradweg abgebogen und habe mir das Schloß Gochsheim von unten angeschaut.
Schafe gab es auch, die waren hinter dem Zaun, schade.
Wer sich für Gochsheim und das Schloß interessiert, schaut
unten beim Link, da bin ich auch schon mal eine Runde geradelt.
Das Schloß und Gochsheim lohnt sich auf jeden Fall,
und
In beiden Posts sind auch die notwendigen Infos zu Gochsheim, Flehingen usw. beschrieben.
Ich bin hier auf dem Kaiserlichen Postweg geradelt und genau hier befindet sich der Jüdische Friedhof von Flehingen.
Unterwegs gab es blühende Apfelbäume und Löwenzahn und und und.
Auch die Kraich, die ja im Kraichsee beim Sternenfels entspringt und in Ketsch auf der Rheininsel in den Rhein fliesst.
Auch schon dort gewesen.
und
Leider, leider war der Friedhof geschlossen und man kann nicht hinein, auch der Zaun und der Bewuchs der Bäume bietet keine Einsicht.
Durch Flehingen hindurch und auch am Schloß vorbei. Auch die Beschreibung dazu findet man
HIER
Ich hätte jetzt weiterradeln können in Richtung Sternenfels und dann nach Hause, aber das war nicht mein Ziel, ich wollte nach Bretten.
So war der Weg, denn ich wollte ja auch zu einem ganz bestimmten Ort und dennoch einiges mitnehmen.
Solche Touren kann man aber nur alleine machen, ich denke meine Radler würden das schon alleine der Pausen wegen und dem Fotografieren, nicht mitmachen. Von den Kilometern aber schon und ich bin auch nicht der Typ, der unterwegs auch einkehren muß, das geht bei mir nebenher.
Am Ortsausgang von Flehingen stand dieser wunderschöne Japanische Kirschenbaum, überhaupt blühen die Kirschen hier im Kraichgau immer noch wunderschön.
Ja, und hier stand auch das Schwedenhaus, von dem ich berichtet habe.
Ich finde es hübsch, aber es passt hier nicht her.
Ich möchte einmal eine klare Sicht haben, ich hoffe, das kommt noch.
Hier verläuft auch die Strecke Stuttgart nach Karlsruhe. Ich dachte ich erwische einen ICE, der fuhr gerade durch, als ich auf der Brücke angehalten habe. Schade!
Interessant ist auch Bauerbach, das ist ein Stadtteil von Bretten.
Ein schöner Ort mit sehr schönen Fachwerkhäusern.
Dann gings den Weg rauf und runter, Kraichgau halt, Land der tausend Hügel. Immer wieder schaute ich auf meinen Navi, wie lange ich da noch durch Wiesen und Felder muß, wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann dauert es noch länger.
Ein lang gezogenes Stück durch den Wald immer ansteigend nach oben.
Man gönnt sich ja sonst nichts und so habe ich meine Tour auch geplant.
Nur Flachetappen sind nicht so meines.
Schmetterlinge umschwirrten mich, vor allem Zitronenfalter und Tagpfauenaugen, aber erwischt habe ich keine. Kommt noch.
Endlich fahre ich in Bretten ein, es mag ja eine schöne Stadt sein, ich war ja auch schon zwei Mal mit dem Rad dort, aber der Verkehr furchtbar und Rücksichtnahme auf Radler = Null.
Ja, ich sags ja Karlsruher, Pforzheimer und Heilbronner.
Bretten, von dieser Stadt habe ich ja auch schon berichtet, als ich sie angeradelt hatte.
Bretten rühmt sich als Melanchthonstadt. Neben Luther einer der wichtigsten Reformatoren.
Ich habe nur ein paar Aufnahmen gemacht und bin dann in ein Eiscafe gegangen und habe geschlemmt.
Ach, war das guuuuttt.
Bretten
Noch ein Blick auf den Marktbrunnen und auf den Pfeiferturm.
Überall Verkehrszeichen, Parkverbote usw. Ich würde, wenn ich könnte viele Städte einfach sperren. Die Leute sollen laufen. Aber die würden, wenn sie könnten auch noch in den Laden mit dem Auto hineinfahren.
Was Bretten auch hat, ist eine sehr schöne Einkaufsstraße, ich hätte am liebsten überall eingekauft. Gottseidank ging das nicht, weil das Rad dazu nicht in der Lage ist. Aber man muß ja auch nicht alles haben, soweit ist man dann erst im Alter.
Um hier hinzukommen, wo ich hinwollte, mußte ich doch einige Steigungen überwinden und nach Bauschlott radeln.
Da ich dort auch schon öfters war, habe ich hier nicht fotografiert. Schloß Bauschlott ist der Geburtsort von Heinrich Hübsch, wer meinen Blog liest, der weiß, wer es war.
Berichtet habe ich von Bauschlott
Nach Bauschlott gibt es einen kleinen Abzweig und es geht zum Eisinger Loch. Da wollte ich schon länger hin und dieses Mal hats auch geklappt.
Ich habe mich schon oft gefragt, was die Kinder heute in der Schule lernen und viele nicht mal wissen, was eine Doline ist.
Aber von Anfang an:
Ich war ja schon so oft in dieser Gegend, aber mein Weg hat mich nie zum Eisinger Loch geführt, dabei finde ich das richtig interessant.
Es ist eine Attraktion der besonderen Art. Mit dem berühmten Eisinger Loch, nahe der Kreisstraße nach Neulingen-Göbrichen hat Eisingen einiges zu bieten.
Genauer gesagt, sind es zwei Löcher, die seit 1985 als Naturdenkmale geschützt sind.
Das Alte Eisinger Loch ist vermutlich 1527 entstanden, wenige Meter daneben befindet sich das Neue Eisinger Loch, das 47 Meter tief ist.
Es handelt sich in beiden Fällen um Einsturztrichter, das sind Dolinen, im für die Bauschlotter Platte typischen Karstgestein, das zuvor durch Auswaschung von Gips und Steinsalz ausgehöhlt wurde.
Ich finde das total interessant, eine Treppe führt in das Alte Loch, jedoch das ist gesperrt und ich würde da auch nicht reingehen, man weiß ja nicht, ob es nicht weiter einstürzt.

vielleicht radele ich am Dienstag doch mal hin.
Da weiß man wohl immer noch nicht, was damit passieren wird.
Im Moment soll es ja noch leer stehen. Aber die Aussicht von hier oben ist wunderbar.
Unterwegs sind mir soviele Ölkäfer begegnet, ich mußte aufpassen, dass ich sie nicht überfahren habe. Einige mußte schon ihr Leben lassen, dann ist die Versorgung auch geregelt.
Inzwischen habe ich nicht mal mehr ein paar Kilo zuviel und das finde ich in Ordnung.
Zusammenstellung
Tour am 16. April 2026
102 Kilometer
1.649 Höhenmeter
899 Climb
750 Downhill
Fahrzeit: 6,40 Stunden
Gesamtkalorien: 2.500 KCAL
Wetter: 12 Grad
Luftfeuchtigkeit: 75 %
Luftqualität: 2
Ganz wichtig ist auch das Gesamtgewicht. Ich habe neulich einen schwergewichtigen Mann gesehen und da war das Gesamtgewicht mit Sicherheit überschritten.











































































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