Headerbild: Dickkopffalter
Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn. *Arthur Schopenhauer*
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. *Kurt Tucholsky*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft, als eine geleimte Freundschaft! *Friedrich Nietzsche*

Dumme Frauen werden mit gescheiten Männern fertig, aber es bedarf einer klugen Frau, um einen Dummkopf zu lenken. *Rudyard Kipling*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Die Butterkuchen-Verschwörung 7. Teil

Werbung

 Der Abschied

Zwei Jahre war alles gut. Horst lernte das Bäckerhandwerk von Grund auf und Eva machte ihren Fachhochschulabschluß in Neuenstadt. Sie sahen sich jeden Tag, backten zusammen Butterkuchen, pflückten Vergissmeinnicht an Wiesenwegen oder in Omas Garten und träumten von einer gemeinsamen Zukunft in Cleversulzbach. 

Doch dann kam der Brief.

Die Akademie für Bäckerhandwerk in München nahm Horst an.
Er hatte hier ein Stipendium beantragt (Eva hatte er nichts davon gesagt) und dieses Stipendium bekamen nur die Besten. 

"Drei Jahre", sagte Horst und hielt den Brief in zitternden Händen .

"Drei Jahre, und dann komme ich zurück als Bäckermeister. Wir können unser eigenes Geschäft aufmachen. 

Hier in Cleversulzbach. 

Eva wollte sich freuen. Sie wollte stark sein. Aber etwas in ihr wehrte sich. Drei Jahre, Briefe und Telefonate und dann? Würde er wirklich zurückkommen?

Die ersten Monate der Fernbeziehung waren schwer, aber sie schafften es. Horst rief jeden Abend an erzählte von der Stadt, von den neuen Freunden, von den aufregenden Backtechniken. 

Eva hörte zu und merkte , wie seine Stimme sich veränderte. Es klang nicht mehr nach Cleversulzbach. Es klang nach München.

Sie überlegte sich, was sie denn nur in Cleversulzbach wollte, aber da war ja auch noch Doris, die ja in Stuttgart studierte und auch jedes Wochenende nach Cleversulzbach kam.  Aber auch sie wollte weg und in Stuttgart bleiben. 
Die Freundschaft mit Doris war auch nicht mehr so, wie in Kindertagen. Nun gut, eine Freundschaft muß man pflegen, vielleicht war da doch zuviel Horst gewesen. Aber auch Doris hatte inzwischen Jemand kennengelernt, rückte aber nicht damit heraus. 

Nach einem halben Jahr kam Horst zu Weihnachten nach Hause. Er war anders. Redete immer von einer Lena, die Kunstgeschichte studierte. "Sie zeigt mir soviele Ausstellungen und davon hat München ja genug", sagte er beiläufig. Eva nickte, ihr wurde kalt. 

Im Februar, bei einem Telefonat, sagte Horst den Satz, den sie schon seit Wochen kommen sah:

"Eva, ich weiß nicht, ob wir das noch können."

Sie schwieg.

"Es ist nicht deine Schuld", sagte er schnell "Aber ich habe mich verändert. Und du ......., du bist immer noch hier in Cleversulzbach. 
Und ich........ ich will noch nicht zurück."

Eva schloß die Augen. Sie dachte an die Vergissmeinnicht, an den Butterkuchen, an den Sommer. Sie dachte an das Versprechen am Gartentor. "Dann ist es wohl vorbei", sagte sie ruhig.

Es tat ihr weh, mehr als alles andere. 

Horst sagte nichts mehr. Nur ein leises "Es tut mir leid" und dann das Klicken der aufgelegten Leitung. 

Eva setzte sich auf Omas alte Holzbank unter dem Apfelbaum. Es war Februar, kalt und grau. Kein Vergissmeinnicht weit und breit. Oma kam heraus, setzte sich wortlos neben sie und legte den Arm um Evas Schulter. 


 

"Kinder", sagte Oma nach einer Weile. "Die müssen manchmal weg, um zu wissen, was sie hatten. Und manchmal kommen sie zurück. Und manchmal auch nicht".

Eva weinte. Aber als die Tränen versiegten, spürte sie etwas Seltsames:

Nicht nur Schmerz, sondern auch einen Hauch von Freiheit. Sie hätte  Cleversulzbach für Horst verlassen, vielleicht war es jetzt auch Zeit für sich selbst zu bleiben. 

Am nächsten Morgen buk Oma Butterkuchen. Eva aß zwei Stücke, wischte sich die Krümel vom Mund und sagte: "Oma, ich glaube, ich studiere auch. Aber nicht in München, sondern in der Nähe, bei dir."

Oma lächelte: "Das wäre sehr schön, mein Kind". 

Und irgendwo in München, ganz weit weg, backte Horst an diesem Morgen seine ersten eigenen Croissants - und er dachte für einen winzigen Moment an Vergissmeinnicht. 

Aber nur für einen kleinen Moment. 

 

Fortsetzung folgt

Die ersten 6 Teile der Butterkuchenverschwörung
findet man
HIER 

 

  

Wie ich schon geschrieben habe, haben wir morgen vier Stunden keinen Strom, also entfällt morgen ein Post, den hier hatte ich für morgen vorgesehen. 

Am Donnerstag konmmen wie gewohnt die Blumen am Donnerstag. 

Ich bin aber am Donnerstag mit dem Rad unterwegs und fahre mit dem Zug in eine Stadt, von der ich dann nach Hause radele und hoffentlich bei schönem Wetter und vielen Fotos wieder nach Hause komme. 
Zu sehen gibt es auf dieser Tour einiges. 

 Von wo ich am Donnerstag wegfahre, soll es wunderschönes Wetter geben. Die Tour, die ich geplant habe, ist schon gewaltig und sehr schön. 

Hoffentlich. 

 

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Laut DSGVO bin ich verpflichtet, dich darauf hinzuweisen, was mit deinen Daten passiert, die du hier in den Kommentarfeldern hinterlässt. Bitte beachte dazu die Datenschutzhinweise die du oben in der Startseite findest.