Tour zu den Erligheimer Kirschgärten
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Letzte Woche war ich bei meiner wirklich sehr guten und netten Ärztin, bei der ich froh bin, dass ich sie gefunden habe. Sie macht zwar keine Hausbesuche und ist auch nicht am Ort, aber gut mit den Öffentlichen zu erreichen.
Ich wollte ein neues Rezept für die Physio und nachdem ich doch eine Zecke abbekommen habe, gegen FSME geimpft.
Ich habe das schon früher immer gemacht, weil ich dauernd im Wald bin, im Gras liege und Fotos mache und weil ich auch durch dichtes Gestrüpp gehe, das leider auch manchmal mit kurzen Hosen.
Gut, FSME-Impfung habe ich bekommen und ein Rezept für weitere Termine zur Physio auch und ich bekomme weiterhin welche, allerdings ist das eben auch immer mit einer Zuzahlung von 30 Euro verbunden.
Sie hat mir dann erklärt, dass man sich ab 60 Jahren gegen Gürtelrose impfen lassen soll. Ich war als Kind immer wieder sehr krank und hatte 3 x Lungenentzündung Röteln, Masern und was weiß ich nicht alles. Da hätte ich das wohl nicht gebraucht, aber ich habs dennoch machen lassen, denn ich hatte eine Kollegin, die das immer wieder bekommen hat und die war jedes Mal total außer Gefecht, ganz abgesehen von dem Ausschlag, den sie bekommen hat. Habs aber nur gemacht, weil Frau Doktor mir versichert hat, dass es Totimpfstoffe sind.
Also das habe ich jetzt und gut ist. Die Ärztin hat dann gemeint, ich solle mich schonen, was immer sie damit meint???
Was ist das denn SCHONEN??
Also ich behandele mich schon gut und pass auch auf mich auf.
"Wie ist es mit Radfahren", meinte ich. "Nein, das können Sie ab Sonntag wieder!"
Naja, nicht anstrengen, da kann ich ja Radeln und eine kurze aber schöne flache Strecke ist nicht anstrengend.
"Ufffff, am Sonntag da regnet es!"
Ich habe mich also entschlossen, die Erligheimer Kirschgärten anzuradeln und mich zu schonen.
Erligheim ist ein Kirschenparadies und liegt in 325 Meereshöhe. Am "Vogelsang" befindet sich zwischen Wald und Weinbergen ein Streifen mit 1200 Kirschbäumen.
Der erste Abschnitt wurde 1935 gepflanzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Anlage um ca. 4 ha vergrößert. Diese Gesamtkirschenanlage ist weit über die Grenzen bekannt und das größte geschlossene Kirschenanbaugebiet im mittleren Neckartal. Erligheim liegt nahe an der Grenze zum Kreis Heilbronn, gehört aber noch zum Kreis Ludwigsburg.
In der 2. Aprilhälfte ist es ein Anziehungpunkt der besonderen Art.
Im Juni und Juli kann man dort seinen persönlichen Bedarf an Kirschen decken. Weit über die Landengrendzen hinaus sind die Erligheimer Kirschen ein Begriff für Frische und Qualität.
Ich radle öfters durch Erligheim, wenn ich über Brackenheim von Heilbronn kommend dort durchradele, aber ich habs noch nie zu den Kirschbäumen geschafft.
Aber ich war schon öfters in der Gegend, denn dort in Löchgau liegt die Helene, das Pferd von Herzog Friedrich begraben und dort ist auch der Jüdische Friedhof und auch das Schloß Freundental, der Wohnsitz der Frau von Graevenitz auch so ein trauriges Schicksal.
Herzog Friedrich ist der Dicke, den Napoleon am 1. Januar 1806 zum ersten König von Württemberg gemacht hat. Durch den Beitritt zum Rheinbund und das Bündnis mit Frankreich im Zuge der Napoleonischen Kriege sicherte sich Friedrich diese Rangerhöhung und erhebliche territoriale Gebietserweiterungen.
Dies festigte die Macht des Hauses Württemberg im Südwesten und somit war Württemberg kein Herzogtum mehr, sondern ein Königreich.
Die dicke Friedrich war so dick, dass Napoleon wohl zu ihm gesagt hat, er wundere sich, wie menschliche Haut sich dehnen kann.
Da wundere ich mich allerdings bei manchen Leuten oft auch.
Daraufhin soll Friedrich gesagt haben:
"so klein und so giftig", soll aber nicht wahr sein.
Aber bei vielen kleinen Menschen stimmt es schon, dass sie giftig sind, habe ich selbst erfahren.
Berichtet habe ich von all dem,
es ist württembergische Geschichte und mehr als interessant.
Sodele, bevor ich nun die herrlichen Kirschbäume zeige, zeige ich den Anfang der Tour. Es sollte ja nicht anstrengend sein und so habe ich den Weg durch das Baumbachtal gewählt. Ein Tal, das ich schon so oft geradelt bin, wenn ich woanders hinwollte, da gibt es soviele an Insekten zu sehen.
Ich wurde hier nicht enttäuscht, ich habe meinen ersten Aurorafalter, ich habe schon viele gesehen, "gefangen". Die Männchen sind ja so hübsch, die Frauen bekommt man eher selten zu "fangen".
Der Nabu hat auch hier ein schönes Porträt.
Es dauerte schon eine Weile - ich durfte mich ja nicht anstrengen, so hatte ich viel Zeit - bis ich den Aurorafalter im Kasten hatte.
Man glaubt es nicht, aber ich sage immer
"lieber Gott, lass mich ihn doch fangen".
Meistens klappt das auch und dann bedanke ich mich auch.
Vielleicht würde es auch klappen, wenn ich es nicht sagen würde,
aber sicher ist sicher.
Ich renne ja jedem Schmetterling an.

Der ist aber auch hyperaktiv.
Ich finde ihn sehr gut und habe ihn auch schon verarbeitet.
Über die Wanderung berichte ich noch, ich mache ja demnächst wieder eine Kräuter- bzw. eine Orchideenwanderung.
HIER

Erligheim streifend durchgeradelt, muß ich irgendwann mal näher erkunden.
Habe ich teilweise auch schon gemacht.
Dann geht es dann dem Berg hinauf in Richtung "Vogelsang" und hier hat man eine traumhafte Aussicht.
Ich mache die Tour mal wieder, dann wird sie aber etwas schwieriger und etwas anders, denn die Weinkanzel hatte ich nicht gesehen, ich war zu faul, um nochmals dorthin zu radeln, zudem war es auch sehr diesig. Da warte ich auf besseres Wetter.
Jaaaa, und hier breitet sich ein Vergnügen aus.
Es blüht und es blüht und es gibt soviel Schönes.
Leider keine Schmetterlinge, die kamen wohl erst später.
Es sind tatsächlich sehr viele Bilder, aber ich kann nicht anders und will es auch nicht.
Der Mäuseturm wurde 1509 erbaut. Der massive Rundturm ist ein geschützes Kulturdenkmal.
Der Turm wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Arresthaus der Gemeinde Freudental benützt. Allerdings in der Regel nur ein paar Stunden, da keine ausreichenden sanitären Anlagen vorhanden sind.
Dieser Turm ist das letzte erhaltene Teil des im 17. Jahrhundert abgebrochenen Schloß, das als Mittleres Schloss bezeichnet wurde, da es in der Dorfmitte lag.
Der Turm wurde 1961 instand gesetzt.
Noch ein Blick auf die evangelische Kirche, die ich auch mal innen sehen würde.
Vielleicht kommt das noch.
Vor allem würde mich die Orgel interessieren. Sie stand früher in der Ordenskapelle des Schlosses Ludwigsburg, später in der Kapelle des Schlosses Hohenheim und König Friedrich machte sie Freudental zum Geschenk.
Sie ist die einzige erhaltene württembergische Hoforgel.
Ich schau mal, dass ich da mal hinein kann.
Noch kurz ein Stück der alten Mettermühle und ein Blick in die Metter, hier
kommt wieder die Pestwurz, die von letztem Jahr ist schon verblüht.
Besucht habe ich den Metterursprung erst neulich, als ich in Diefenbach war.
Aber mir sagte ein Fußgänger, ich soll da nicht hineingehen.
Hier würde es Zecken geben, das war aber auch ein Dickicht.
Wem das Grundstück gehört und was damit passiert, weiß ich auch nicht.
von Mode Gieck, da habe ich auch noch reingeschaut, aber der hat nix, was ich nicht auch habe.
Tour am 9. April 2026
41 Kilometer
846 Höhenmeter
423 Climb
423 Downhill
2,5 Stunden Fahrzeit, sagte mir mein Kiox 500,
unterwegs mit Fotografieren und so, war ich länger.
Gesamtkalorien: 1.198 KCAL
Wetter: 9 Grad bedeckt
59 % Luftfeuchtigkeit
Luftqualität 2
Dann radele ich von dort aus nach Hause.
Falls sich nicht das Wetter noch ändert.
Ich fahre so gerne Rad und erkunde damit die Gegend und es hält mich fit und ich bekomme was von der Landschaft mit.
Ich habe den Eindruck, mich muß man tatsächlich mal totschlagen, schließlich bin ich Rentner und nach Meinung unserer Regierung ein Schmarotzer.
„Cycling can be lonely, but in a good way.“
David Byrne

























































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