Wahlen alleine machen noch keine Demokratie. *Barack Obama*
Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. *Otto von Bismarck*
Demokratie ist die Wahl durch die beschränkte Mehrheit anstelle der Ernennung durch die bestechliche Minderheit. *George Bernard Shaw*
Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

"Ich bin ein großer Jäger, ich jage wilde Vögel, Opernlibretti und schöne Frauen." *Giacomo Puccini*

Für gewöhnlich handelt es sich bei Traumfrauen um eine optische Täuschung. *Peter Ustinov*

Bastien und Bastienne von Wolfgang Amadeus Mozart

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Es ist ein Singspiel in einem Akt von Friedrich Wilhelm Weiskern. Johann H.F. Müller und Johann Andreas Schachtner nach 

Les amours de Bastien et Bastienne 

von Marie-Justine Favart, Charles-Simon Favart und Harny de Guerville. 

Erste nachgewiesene Aufführung am 2. Oktober 1890 in Berlin. Architektenhaus. 

Overtüre Bastien und Bastienne

 

  

Friedrich Wilhelm Weiskern (1710 in Sachsen * -  + 29.12.1768 in Wien) war Schauspieler in Wien. Er genoß die Bewunderung der Kaiserin Maria Theresia, die ihm die Umgestaltung des Ballhaustheaters in das Burgtheater anvertraute. Er trat auch als Bearbeiter und Übersetzer französischer, spanischer, englischer und italienischer Bühnentexte hervor, wie hier der

Amours de Bastien et Bastienne.  

Der Burgschauspieler Johann Heinrich Friedrich Müller, ein Vertrauter
Kaiser Josephs II. in Theaterfragen, fügte Weiskerns Übersetzung einiges hinzu. 

Dann formte der Gelegenheitsdichter, Salzburger Hoftrompeter und enger Freund der Familie Mozart, Johann Andreas Schachtner (*9.3.1731 in Dingolfing - +20.7.1795 in Salzburg) den Text zur eigentlichen Grundlage von Mozarts Singspiel. Schachtner schrieb später das Libretto zu Zaide und besorgte auf Wunsch Leopold Mozarts die deutsche Fassung des Idomeneo. Seine Berichte über Mozarts Kindheit bildeten die Grundlage der ersten Mozart-Biographien. 

 Personen.

Bastienne eine Schäferin (Sopran) 
Bastien, ihr Geliebter (Tenor)
Colas, ein vermeintlicher Zauberer (Baß)
Schäfer und Schäferinnen

Ort und Zeit: Frankreich um die Mitte des 18. Jahrhunderts.

Weil ihr geliebter Bastien sich offenbar von ihr ab- und einer anderen zugewandt hat, bittet die betrübt ihr Schicksal beklagende Bastienne Colas um Rat.  Colas, der sich als Zauberer gibt, in Wirklichkeit aber nur über gute Menschenkenntnis verfügt, rät Bastienne, sich auch so kokett und flatterhaft zu geben wie die Damen in der Stadt, die damit ihre Liebhaber an sich zu binden verstehen. 


 

So werde Bastien zu ihr zurückkehren. Durch den Rat des "Zauberers" sind Bastien die Augen aufgegangen. Er möchte die Schätze der anderen Geliebten, eines Schloßfräuleins, nicht tauschen gegen die Lieblichkeit seiner Bastienne. Umso mehr trifft es ihn, von Colas zu hören, die hübsche Schäferin habe bereits einen anderen. Der "Zauberer" macht promt ein bisschen Hokuspokus und prophezeit ihm ein Wiedersehen mit ihr.  Als Bastienne und Bastien einander begegnen, gibt sich jeder trotzig. Bastienne tut, als sei sie völlig uninteressiert. Bastien zieht alle Register, droht sogar mit Selbstmord. Im Duett schleudern sie sich Abschiedsschwüre zu - und schmelzen gleich dahin. 

 


Die Liebe erweist sich als stärker. Versöhnt und mit den Schäferinnen und Schäfern im Bunde singen sie das Lob des "Zauberers" Colas, der alles so gut gefügt hat und zu guter Letzt auch noch die Hochzeit ausrichten soll. 

 




Bei keinem anderen Werk Mozarts ist die Entstehungsgeschichte ähnlich verschlungen, wie bei diesem. Schließlich ist gar nicht bekannt, ob es zu Lebzeiten Mozarts überhaupt aufgeführt wurde. Ausgangspunkt war Jean-Jacques Rousseaus 1752 in Paris aufgeführtes Interméde (musikalisches Zwischenspiel)  Le devin du village

Dem großartigen Erfolg ließ die Comédie Italienne im Jahr darauf die von Charles-Simon Favart (1710 - 1792), seiner Frau, der Schauspielerin Marie-Justine Favart (1727-1772) sowie Harny de Guerville verfasste Parodie Les amours de Bastien et Basienne folgen, die Rousseaus arkadische Idylle in ein bäuerliches Milieu versetzte. 

Bereits 1755 gelangte dieses Stück nach Wien. Im Zuge der Bemühungen des Grafen Durazzo, das französische Singspiel in Wien zu etablieren, erteilte dieser 1764 Friedrich Wilhelm Weiskern den Auftrag zur Übersetzung.

Wahrscheinlich wurde Mozart in Salzburg durch Schachtner auf 
Bastian und Bastienne  aufmerksam gemacht. Schachtner selbst wandelte die Prosa-Arientexte von Weiskern/Müller in Verse um und fügte die Zauberformel Colas hinzu.
 
Von den 16 Nummern der Endfassung stammen 7 von Weiskern (Nr. 1,6,8, 9 14-16), je 2 von Müller (Nr. 11,13) und Schachtner (Nr. 4,12), bei den übrigen handelt es sich um Gemeinschaftswerke. 
 
Um 1770 komponierte Mozart Secco-Rezitative (komponiert wurden, bzw. erhalten sind nur die ersten beiden Szenen), welche die gesprochenen Texte ersetzen sollten, die Rezitative des Colas sind hier in der Alt-Lage notiert, während die übrige Partie als Baß-Rolle angelegt ist. Mozart beginnt mit einer kurzen Intrada (Overtüre) lässt einfache Arien folgen und endet mit einem Duett und einem Terzett.
 
Diese "Operetta in Teutsch" (Leopold Mozart) ist stilistisch ein Vorläufer der deutschen Opern Entführung aus dem Serail und Die Zauberflöte (obwohl sie für die Entwicklung des deutschen Singspiels keine Rolle spielen konnte) und umkreist inhaltlich bereits Themenkreise aus Figaro und Cosi fan tutte. Aus der Naturschwärmerei eines Philosophen wurde über mehrere Umwege eine Idylle der Kindheit schlechthin. 
 
Die ursprüngliche Annahme, das wohl 1767/68 entstandene Werk sei im Gartenhaus des Wiener Magnetiseurs und Aztes Dr. Mesmer aufgeführt worden, hält die Wissenschaft nicht mehr aufrecht. Die erste Auffkührung hat demnach 1890 (gemeinsam mit Mendelssohn Bartholdys Heimkehr aus der Fremde stattgefunden. 
 
Bearbeitungen stammen u.a. von Mayx Kalbeck, J.N. Fuchs, RAiner Simons, Richard Kleinmichel und von Wilhelm Zentner. 
Spieldauer: ca. 45 Minuten.  

 
Quelle: Wikipedia
Mozart Biographie Wolfgang Hildesheimer
Knaurs Opernführer 
Rolf Fath, Anton Würz 

 

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