Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Die Stimmung kippte

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Dorothea war Krankenschwester an einem großen Krankenhaus in Hessen. Ihr Beruf verlangte ihr alles ab; sie liebte die Arbeit mit den Menschen, doch wenn sie nach der Schicht das Klinikgebäude verließ, fühlte sie sich oft wie eine leere Hülle. 
 
Rettung fand sie in ihrer Kamera. Wenn sie mit ihrem Stativ im Schilf eines Sees hockte und stundenlang auf den perfekten Moment wartete, in dem ein Eisvogel als blauer Blitz ins Wasser stieß, fiel der Stress der Station von ihr ab. Dorothea war keine Amateurin; sie beherrschte das Spiel mit Licht und Blende meisterhaft.
An einem dieser Nachmittage trat Tabea in ihr Leben. Tabea hatte ebenfalls eine Kamera um den Hals, doch sie kämpfte sichtlich mit den Einstellungen. Sie kamen ins Gespräch, und schnell wurde klar: Es war nicht nur das Fotografieren, das sie verband, sondern auch die Lust am Wandern.
Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. In den folgenden Monaten legten sie gemeinsam unzählige Kilometer durch die hessischen Wälder und Auen zurück. Dorothea, die Profi-Fotografin der beiden, war dabei eine angenehme Begleiterin. Sie belehrte Tabea nie, sondern ließ sie ihre eigenen Fehler machen, während sie selbst schweigend ihre preisverdächtigen Aufnahmen machte.
 
Die Krönung ihrer Freundschaft war eine Tour von Hütte zu Hütte in den Alpen. Es war eine Zeit voller Lachen, Blasen an den Füßen und dem gemeinsamen Stolz auf die mitgebrachten Bilder.

Doch dann, ohne Vorwarnung, kippte die Stimmung.
Es begann auf einer vertrauten Route im Taunus. Dorothea, sonst die Ruhe selbst, wurde mürrisch. Sie kritisierte die Wege, die sie gemeinsam ausgesucht hatten, beschwerte sich über das Wetter und die Ausrüstung. Tabea versuchte anfangs, die Launen mit Humor zu nehmen, doch Dorotheas Bitterkeit wurde von Mal zu Mal schärfer.

„Vielleicht ist es besser, wenn wir uns trennen“, sagte Tabea schließlich eines Tages, verletzt und ratlos, als sie wieder einmal wegen einer Nichtigkeit angefahren wurde.
Dorothea zuckte nur die Achseln. „Dann wird das wohl so sein“, antwortete sie lakonisch. Kein Versuch einer Erklärung, kein Abschiedswort.

Tabea fuhr frustriert nach Hause. Sie wartete auf einen Anruf, eine Entschuldigung, doch das Telefon blieb stumm. Die gemeinsamen Wanderungen waren vorbei, die Funkstille war absolut.



 

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