Die Butterkuchen-Verschwörung 3. Teil
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Eva hatte in Cleversulzbach nicht nur Doris als Freundin, sondern da gab es noch den Horst, den sie auch jedes Jahr im Sommer traf.
Horst war der Sohn des Bäckers, mit strohblondem Haar und Sommersprossen auf der Nase.
Er half im Laden des Vaters aus, aber wenn die Nachmittagssonne brannte, saß er auf der Mauer vor der Kirche und wartete, bis Eva kam und sich zu ihm setzte.
Anmerkung: Das Bild ist genau 60 Jahre alt, damals war ich 16 Jahre alt.
Das Oberteil hatte ich selbst genäht und war mächtig stolz.
An einem sehr warmen Julimorgen klopfte es an Omas Haustüre.
Eva öffnete - und dort stand Horst, etwas verlegen, mit einem Strauß Vergissmeinnicht
in der Hand. Die kleinen blauen Blüten leuchteten im Sonnenlicht, zudem hatte Horst noch rosa Ranunkeln dazu gebunden.
"Für dich", sagte Horst und drückte ihr den Strauß entgegen. "Hab sie am Wiesenweg gepflückt und die Ranunkeln hatte meine Mutter im Garten. "Ganz alleine für dich, Eva."
Sie nahm die Blumen und roch daran - sie dufteten nach Sommer, nach Heu, ja und nach Cleversulzbach.
Und die Blumen rochen nach etwas, das sich anfühlte, wie ein Versprechen.
"Danke Horst", sagte sie leise.
Hinter ihr rief Oma aus der Küche:
"Kinder, es gibt Butterkuchen!"
Horst grinste. "Na, dann lass uns reingehen."
Er steckte die Hand aus und Eva ergiff sie.
Das war der Sommer, in dem aus dem Strauß mit den Vergissmeinnicht und den Ranunkeln mehr wurde - und aus Cleversulzbach ein Stück Heimat.
Für Immer??
Die ersten Geschichten von Cleversulzbach findet man
Mit dem Geschichten aus Cleversulzbach mit Horst und Doris wird es weitergehen.
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Ich wünsche meinen Lesern ein schönes Osterfest und mache eine kleine Pause bis Dienstag, da kann es aber sein, dass der Post erst am Abend kommen wird, da ich auf einer größeren Radtour bin.













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