»Ich glaube, eine Frau kann viel leichter bei einem Mann etwas erreichen, wenn sie einen runden Busen hat. Deshalb habe ich mir vorgenommen, mir morgen vier Taschentücher in den Ausschnitt zu stopfen...« Annemarie Selinko "Desiree"
Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden. *René Descartes*

Bräschleng

 

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Damit Nichtschwaben, manche bemühen sich doch manchmal auch um ein tiefes Verständnis von schwäbischer Lebensart und Lebenskunst, eine Ahnung erhalten, worum es sich bei diesem doch recht rätselhaften Wort handelt, sei gesagt: 

Der "Bräschtleng" ist eine dicke, große, tiefrote und armomatische Gartenerdbeere.



Wenn der biblische Esau, der sein Erstgeburtsrecht an seinen Bruder Jakob für ein Linsengericht verkauft hat, ein Schwabe gewesen wäre, hätte man ihm dazu eine Schüssel mit Gartenerdbeeren vorsetzen müssen und bei ihm wären alle Sicherungen heiß gelaufen. 

Woher dieses doch "saftige" Wort kommt? Darüber herrscht allgemein kein großes Wissen und jeder weiß eine andere Geschichte. 

Ich habe mich für diese Geschichte entschieden. 

Das Wort leitet sich her von "Pröpstling, also "Propst". In früheren Jahrhunderten ging es den Kirchenleuten oft besser als dem gemeinen Volk.
Da gab es so manchen wohlgenährten, rotbackigen Probst, ihm gab es der Herr tatsächlich im Schlaf. Seine Gesundheit und Wohlgenährtheit konnte ja nicht vom schaffen kommen. 

Ja, ja der Herr Propst. Ka´sch nix macha, Hugole!

Aber man konnte den Rotgesichtigen wenigstens hählinga (schwäbisch für heimlich) etwas schlechtmachen und "Pröpstling" nennen.

Als es durch geduldiges Züchten gelungen war, die kleine Walderdbeere in eine riesige Gartenfrucht zu verwandeln, fiel den Züchtern gleich der richtige Name ein: dick und rot = "Bräschtleng".

Wie auch immer "Bräschtleng" klingt einfach unwiderstehlich oder?
Da kann doch die hochdeutsche Erdbeere nicht mithalten, das klingt doch richtig matt und erinnert auch ein bisschen an "Erdapfel", also an Kartoffel. 

Bei "Bräscht" spritzt geradezu der Saft links und recht zur Gosch raus, und "leng" lässt vermuten und auch hoffen, dass dieser himmlische Genuß lange anhält. 

Ond, wenn jetzt wieder so ein Griffelspitzer daherkommt und von
"Volksetymologie" zu schwätzen beginnt, dann kriegt der gleich eine an d´Gosch´na!

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 Ich habe ja hier auf dem Blog schon sovieles an Erdbeeren gezeigt und demnächst habe ich etwas neues.
Wenn du also ein Rezept suchst, dann schau mal hier: 

https://schwabenfrau.blogspot.com/search?q=Erdbeeren 

Kommentare

  1. Antworten
    1. 😅, bei uns heißt es Erbel oder Ädbevve Äd=Erde und Bevve=Beere.
      Die drehen langsam durch, die arme Erdbeere wurde auch schon mit FcK NZS Druck bedacht.
      L.G.
      Hannelore

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    2. Jaaa. die drehen am Rad und haben Sorge, dass der nächste Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund heisst.
      Man darf gespannt sein.
      Die haben doch nur Angst um ihre Pöstchen.
      LG Eva, das Teehaus hat unter der Woche je nach Wetter erst um 11.00 Uhr geöffnet. Aber wir können uns ja auch in der Stadt zum Futtern was suchen, da gibt es genug.
      LG Eva

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    3. https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a0a9c55639442857fa22b74/sachsen-anhalt-gefahr-von-parteisoldaten-an-entscheidender-stelle-polizeigewerkschaften-warnen-vor-afd-wahlsieg.html
      Gruß BB

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    4. Stimmt und Sara hat durchaus recht.
      BB.
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a098ec0d61ccb85e64b2454/sahra-wagenknecht-staatsstreich-bei-afd-wahlsieg-damit-soll-nur-vom-eigenen-versagen-abgelenkt-werden.html

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