Wellingtons Sieg oder die Schlacht von Vitoria von Ludwig van Beethoven
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Am 21. Juni 1813 besiegten in der Ebene von Vitoria, das in Spanien liegt, die Truppen von Sir Arthur Wellesley Herzog von Wellington, die Truppen des französischen Marschalls Jean-Baptiste Graf Jorudan und des Königs Josef von Spanien, des älteren Bruders von Napoleon.
Wer den Roman "Desiree" von Annemarie Selinko gelesen hat, weiß, dass
der Bruder von Napoleon mit einer Schwester von Desiree verheiratet war.
Desiree war mit Napoleon verlobt, heiratete aber den ehemaligen General Jean Baptiste Bernadotte,
zusammen begründeten sie das Geschlecht der Bernadottes in Schweden.
Den Roman kann man immer lesen und ich frage mich, warum er heute nicht
mehr gelesen wird, schade.
Als die Nachricht vom Sieg der Engländer am 27. Juli 1813 in Wien eintraf, hielt sich Ludwig van Beethoven zufällig an diesem Tage in Wien auf. Den Sommer verbrachte er meistens in Baden bei Wien.
Johann Nepomuk Mälzel, mit ihm verband Beethoven auch eine Freundschaft, war ein Erfinder von Musikautomaten und er baute für Beethoven auch Hörrohre.
Mälzel hatte von der Niederlage der Franzosen gehört und er hatte die Idee, aus dieser Niederlage ein Musikstück zu machen. Er beauftragte Beethoven für seine Musikautomaten (Panharmonikum) ein Musikstück zu komponieren.
Während Beethoven komponierte, stellte Mälzel allerdings fest, dass die Komposition von Beethoven recht ausführlich werden würde und so nicht zu seinen Musikautomaten - ein Musikautomat arbeitet mit abspielbaren Zylindern - passen würde.
Mälzel überredete Beethoven sein Werk für ein großes Orchester umzuarbeiten und zu diesem auch noch eine Siegessymphonie, ein musikalisches Schlachtengemälde und ein feierliches Eröffnungs- und Einleitungsstück an den Anfang zu stellen.
Wellington Sieg gehört sicherlich nicht zu Beethovens Meisterwerken und wird auch oft wegen seiner Banalität belächelt.
Das Werk traf aber 1813/14 den Zeitgeschmack und wurde für Beethoven und Mälzel zu einem großen Erfolg.
Zusammen
mit der 7. Symphonie wurde op. 91 am 8. und 12. Dezember 1813 in einem
Benefizkonzert zugunsten invalider Soldaten uraufgeführt.
Bei diesem Konzert wirkten sehr bekannte Musiker mit. Darunter waren Schuppanzigh, Romberg, Mayseder und Dragonetti. Salieri dirigierte hinter der Szene Hummel und Meyerbeer standen an den Pauken. Moscheles war an den Becken und Beethoven selbst dirigierte alles zusammen.
Das Konzert muß überwältigend gewesen sein.
Der Erfolg brachte dann leider auch die Probleme.
Beethoven
und Mälzel bekamen darüber Streit, wer die Eigentumsrechte an dem
Musikstück bekam. Beide wollten dieses doch recht populäre Stück alleine
vermarkten.
Als Mälzel mit der Partitur in der Tasche nach England ging, strengte Beethoven sogar einen Prozess an, der aber im Sande verlief. Er veröffentlichte in den Londoner Zeitungen einen Auruf, dass er der rechmäßige Besitzer des Werkes sei. Viele Jahre später legten sie ihren Streit bei.
Interessant ist, dass Beethoven für dieses Musikstück nicht nur
Rule Britania
(von Augustin Arne und David Mallet, es ist für die Engländer eine inoffizielle Nationalhyme)
verwendete, sondern auch
God save the King
dieses, um im Schlachtengemälde die englische Seite zu zeigen.
Das funktioniert aber nur, wenn die Verbindung mit der Melodie dem Land zuzuordnen ist. Also recht bekannt ist.
Beethoven schätzte die Engländer sehr und brachte ihnen sehr viel Sympathie entgegen.
Aber, es gab auch ein drittes Stück, das Beethoven verwendete.
das 1709 in der Nacht nach der Schlacht von Malplaquet zum ersten Male gesungen wurde.
Besonders populär wurde es durch Marie Antoinette, sie bekam das Lied öfters von ihrem Kindermädchen vorgesungen.
Die Melodie wurde in Frankreich so populär, dass Beethoven sie hier auch in seinem Schlachtengemälde verewigte und hier die Franzosen repräsentierte.
Wenn es auch nicht gerade ein Meisterstück von Beethoven ist, höre ich es immer wieder sehr sehr gerne.
Quellen:
Ich möchte morgen eine größere Radtour unternehmen, wohin?
Ich habe drei Touren zur Auswahl, weiß aber nicht, welche ich nehmen soll. Ich verlasse mich mal auf die Bahn, mal sehen, welcher Zug zuerst kommt und das schließe ich mich an.
:-))))
Aber, im Moment bin ich sowas von faul und vor allem müde, da muß ich mich schon zwingen, aber
Müßiggang ist aller Laster Anfang.
Ich wünsche meinen Lesern ein schönes Wochenende und danke für die vielen Zugriff. Gestern waren es 2.500 Klicks.
Danke! Mein Blog scheint doch interessant zu sein.
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Ich habe HIER eine Kritik zum Film
Der Teufel trägt Prada,
Die Filme habe ich beide nicht angesehen, aber das Schlußwort zeigt genau das, was ich von diesem Film auch denke.
Der Film ist sehr witzig, glänzt mit wunderbaren Dialogen, gesprochen von Schauspielerinnen – und dem wunderbaren Schauspieler Stanley Tucci als Nigel – denen ich gerne zuschaue, lasse mich blenden von der Glitzerwelt der Mode, aber am Ende bleibt diese Satire über das Geschäft mit der Oberfläche zwar witzig, aber an der Oberfläche einer Branche, die der Film mir nicht näherbringt.










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