Die kloine Lomba sperrt mr ei, vor de große lupft mr dr Hut. Schwäbischer Spruch

Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden. *René Descartes*

Von Orchideen, Käfern, Bunkern, Gelbbauchunken und Bäumen

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Wie ich schon berichtet habe, bin ich am Samstag noch eine kleine Abendrunde geradelt.  

Ich hatte mir vorgenommen, nochmals ein paar Bunker der Neckar-Enz-Stellung zu suchen, die ich schon vergeblich gesucht habe, aber das war noch schwerer, weil eben der Wald nun zugewachsen ist. 

Allerdings habe ich schon sehr viele Bunker bewandert. 

HIER  

Aber nun von Anfang an. 

Zuerst bin ich von Zuhause zum Schellenhof geradelt und wollte mal gucken, was die Orchideen machen.

Klar doch, die Bocksriemenzunge steht in voller Pracht.



 
Auch das Pyramidenknabenkraut steht wunderbar in der Landschaft und es werden tatsächlich immer mehr Orchideen. Ach, es ist so schön. 



 

 Aber auch Hannelores Lieblingsblume, der Klappertopf ist schon da, wie viele andere Wildblumen auch. Nur, die Schmetterlinge haben gefehlt, die waren wohl mal wieder auf Betriebsausflug. 


Aber, was sehe ich da? Einen Schmalflügel-Weißling, diese Schmetterlinge habe ich noch nie gesehen, oder habe sie mit einem anderen Schmetterling verwechselt. 


Aber, wie ich schon öfters geschrieben habe, dieses Tal bietet immer und immer wieder Überraschungen. 

 Am Enzeck, das ist dort, wo der Leudelsbach in die Enz fließt.

Als Hannelore mich damals besucht hat und wir im Leudelsbachtal waren, habe ich ihr das gezeigt und auch den Trail, den ich schon mal geradelt bin und an diesem Tag nochmals radeln wollte, denn dort oben befindet sich noch ein Bunker. 

HIER  

 Leider war es, da es geregnet hatte, ziemlich glitschig, aber ich habs dennoch geschafft. Da kam mir ein junger Mountainbiker entgegen, als ich den Bunker fotografiert habe. 
Der meinte wohl, die Oma da schafft den Trail nicht.

"Bisch du dir sicher, dass du des macha willsch?" 

"Ja, klar des isch doch net des erschde Mol, dass ich den Trail radele".

"Aha, dann pass aber bloß uff die Stoi uff, des isch glitschig!"

"Ja, klar, ich steig ab, wenns zu schwierig wird, aber es isch ja koin so an schwerer Trail!" 

Naja, ein bisschen Baumwurzeln, Steine und viel Moos und recht eng. Aber no risk, no fun. Meine Devise und so bin ich dann am folgenden Sonntag den Abhang bei den Treppen am Burgholzhof in Stuttgart heruntergeradelt. Klappt gut, man muß halt seinen Sitz nach unten drücken (das funktioniert aber nur, wenn man am Lenker eine Sitzhöhenverstellung per Knopfdruck hat), den Hintern hochhalten und bremsen. 
Ich habs lange nicht kapiert, wie das geht, aber nun kann ich es und ich bin nun wirklich kein Sonntagsradler, sondern kann das. 
Man muß halt aufpassen. 

Eigentlich ist es gar kein Trail, nur zwischendurch ein bisschen und da muß man aufpassen, dass man nicht in die Enz rutscht. Aber hier kommt ja auch ab und an ein Boot vorbei, das einen dann auch aufnehmen kann. 

Dann war der Kerle beruhigt und ich auch, aber ist doch nett, dass der sich Sorgen um mich macht. 

 


Der Bunker viele kriechen hinein, aber das mag ich dann doch nicht. 




Hier ist das Schlimmste schon vorbei, dabei ist es gar nicht schlimm, man muß halt aufpassen, das ist alles. Aber manche sind ja so Dapferle und fahren mit dem Rad auch stockvoll auf eine Bank. Die bleiben da lieber weg.
Alles schon gesehen. Kann ja passieren.  



und es erwartet einen eine tolle Landschaft. 
 
Nur Landschaft, wunderschön und kein Mensch da, das ist der Lohn der Arbeit. 
 

Auch hier soll sich noch ein Bunker befinden, ich habe keinen gesehen. Aber im Herbst vielleicht, dann. Dabei ist er da, aber woooo!
 
Diese Eiche am Wegesrand zeigt wieder, wie schön doch die Natur auch Kunst vermitteln kann. 
 


Das Sprichwort vor lauter Bäumen sieht man die Mündung der Glems in die Enz bei Unterrixingen nicht mehr. 

Man kommt aber ganz schlecht ran 
 

Sodele, jetzt gehts weiter auf Bunkersuche. 
Hier ganz in der Nähe soll ein vollständig erhaltener Bunker sein. 
 
Den Bunker, der in der Nähe ist, den habe ich schon auskundschaftet. 
 
Die Frauenkirche in Unterriexingen. 
Ich durfte sie mal alleine besichtigen und fotografieren und habe darüber auch einen Post geschrieben. Ist eine so interessante Kirche. 



 
 
Den Bunker hatte ich auf meinem Navi und ich bin ewig im Kreis herumgelaufen, im Wald den Abhang hinunter und hinauf, samt Rad und habe mich halbtot geschleppt. Aber den Bunker habe ich nicht gefunden. Dabei muß er doch ganz in der Nähe sein.
 
Er ist da und hier ist er auch auf Fotos zu sehen, aber es könnte sein, dass er hinter dem Wall ist, den ich sehen konnte. Hätte mich aber durch ein elendes Gestrüpp quälen müssen und da ich kurze Hosen getragen habe, war mir das dann doch nicht wert. 
Kommt aber sicherlich noch, dass ich ihn auch fotografieren kann.
 
HIER ein Bericht über diesen Bunker der Neckar-Enz-Stellung. 
 
Ich bin dann weiter durch den Wald gegangen und habe mein Rad mehr oder weniger geschoben und wo kam ich raus?
Am KZ-Friedhof in Unterriexingen, da war ich auch schon mal. 
 
Den habe ich damals auf meiner Tour von Pforzheim auch noch besucht.
 
HIER  
beim Post bitte ganz nach unten scollen. 
 
Da ich ja in der Nähe vom Glemstal war, habe ich mich entschlossen, die Tour nicht weiterzuradeln, sondern meine Bombina, die Gelbbauchunke zu besuchen. 

Ach, ist es schön dort und es ist so grandios, zu beobachten, wie die Gelbbauchunken hier gemütlich im Wasser herumhängen. 
 
Aber da tut sich noch mehr im Wasser, wenn man genau schaut.
 
Dieser Scharlachrote Feuerkäfer schaute mir zu. Mal flog er weg aber, er konnte sich nicht von mir trennen und  kam immer wieder. 
 

 
 
 Im Wasser tut sich einiges.
 

Hier kann es sich um eine Rattenschwanzlarve (Larve der Schwebfliege) handeln und daneben um die Larve einer Köcherfliege handeln. 
Statt der Rattenschwanzlarve kann es sich auch um eine Waffenfliegenlave handeln, die wie hier zu sehen ist, ein Atemröhrchen am Hinterleib hat. 
Auf jeden Fall interessant.

Die Laven sind aqatisch und verbringen ihr Leben unter dem Wasser, oft in Seen und Flüssen. 
 
Ehrlich, ich kann gar nicht genug davon bekommen, hier noch mehr zu gucken und zu forschen. 
Schade, das Shirley, die hier immer wieder zu Gange ist und die Sache am Laufen hält, nicht da war. 

Das ist Shirley, sie weiß soviel.  
 

 Ist sie nicht süß, die Bombina
die Gelbbauchunke, schon der lateinische Name ist Musik. 
Ich bin so fasziniert, wenn sie im Wasser herumhängt und mit ihren Augen in den Himmel schaut. 
Ein richtiger Hans-guck-in die Luft 
 



Was habe ich  noch gesehen:
Das sind Süßwasserschnecken und wahrscheinlich die Eiförmige Schlammschnecke.  
 
Man kann sich hier stundenlang aufhalten und immer sieht man etwas anderes. Wenn man ganz ruhig ist, kann man auch eine Ringelnatter im Wasser beobachten, die habe ich mit der Camera nicht mehr erwischt.
Diese Schlange ist sehr scheu und bemerkt jeden Tritt der näherkommt. Diese Ringenatter war noch sehr klein, aber es gibt auch andere hier. 

 
Ich bin noch auf dem Friedhof hier  vorbei, denn dort liegt eine Bekannte in einem Urnengrab, ab und an besuche ich sie.
Gleich in der Nähe ihres Urnengrabes blüht der
 
Rhododendron 
 


Es war nur eine kleine Feierabendtour, aber der Vollständigkeit halber
mache ich dennoch eine Zusammenstellung.

Zum Abschluß bin ich dann nochmals nach oben ins Leudelsbachtal geradelt um das Ohnhorn anzuschauen. 
Es ist ein schönes Knabenkraut.
 


 
 
 
Leider war nur eines zu sehen, aber ich denke, dass schon mehrere jetzt zu sehen sind. 
Normalerweise mache ich Sonntags nach dem Muttertag immer eine Führung dort, aber dieses Mal nicht, denn ich möchte hier radeln und zwar habe ich mir eine klasse Tour herausgesucht. 
Im Moment herrschen ja die Eisheiligen und am 15. Mai ist ja die Kalte Sophie dran, die letzte der Eisheiligen. Die Kalte Sophie war früher immer der Startschuß für die Sommerbalkonbepflanzung. 

Ich hoffe, es wird wieder wärmer.  
 
 
 Zusammenfassung
Kleine Feierabendtour am 9. Mai 2026
36 Kilometer
985 Höhenmeter
494 Climb
492 Downhill 
Aktivitätskalorien 886 KCAL
2 Stunden Fahrzeit
Temperatur: 20 Grad sonnig
Luftqualität 2
Luftqualität 56 %

CO 2 Einsparung 5,8 Kg
 


Gestern war ich nun beim Orthopäden. 
Man ist eben so alt und da gibt es halt den Verschleiß der Wirbel. 

Der Karpalkanal muß auch gemacht werden, da kommt ich nicht drum rum.
Macht man es nicht, kann das noch schlimmer werden.
Ich habs aber, da ich dann pro Hand 2 Wochen keinen Sport machen kann, auf den Herbst/Winter verschoben.  
 
Heute mache ich mich auf nach Stuttgart und gucke hier im Kino den
Film "Nürnberg" an.
 
Da bin ich mal gespannt, ich möchte eh nochmals nach Nürnberg, des Radels wegen und von dort aus nach Hiltpoltstein radeln.

Verwandte besuchen und dann weiter nach Hause radeln. 
Wann wie und wo ich das machen werde, steht noch in den Sternen. 
 
Ich war zwar schon in Nürnberg habe mir auch das  Reichsparteitagsgelände angeschaut, das heute ein Dokumentationszentrum ist. 
Da bekommt man mal einen Eidruck, wie größenwahnsinnig das alles war. 
 
HIER

und war auch auf der Burg
 
 
 
Aber ich möchte unbedingt noch in diesen Gerichtssaal, in dem der Prozess gegen die Kriegsverbrecher stattgefunden hat. 
 
Ist halt eine lange und stressige Fahrt mit dem Zug.
Wer es mal von Stuttgart aus mitgemacht hat, der weiß, was ich meine. 

Oft fährt man tatsächlich besser mit dem Auto und wenn ich es umrechne, ist so eine Autofahrt doch preiswerter, als mit dem Zug. 

Es ist wirklich so.  
 
Morgen ist wieder Donnerstag und somit gibt es Blümchen. 
 
Kaum ist Mittwoch ist die Woche auch schon wieder rum.  
 
Nun haben wir wieder einen Virus, der böse Bube heisst Hanta. 

Der digitale Chronist ist so gut. 
 
Und künftig dürfen alle wieder etwas länger arbeiten. 
 Naja, die Freizeitgesellschaft ist eh zu groß und durch die vielen Urlaube und Aktivitäten wird ja soviel Umwelt kaputt gemacht. 
Auf in die alte Zeit. 
 


Ach wie schön ist doch das Leben.  
Ich bin froh, dass ich sooo alt bin. 




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