Leos Janacek, Jenufa
Werbung
Zuerst möchte ich zum Text folgendes schreiben: Ich habe keine tschechische Tastatur. Dadurch habe ich auch die kleinen Striche, die man in der tschechischen Sprache čárka = Komma nennt, nicht. In der tschechischen Sprache hat dieses Wort eine ganz besondere Funktion. Es zeigt an, dass der jeweilige Vokal lang gesprochen wird und das verändert oft auch die Bedeutung des Wortes.
Sicherlich kann man diese Striche auch in der deutschen Tastatur finden, aber es ist mir zu kompliziert, diese anzuwenden.
Es muß auch so gehen und da ich meine Texte nicht mit KI schreibe, sind sie hier auch meistens nicht vorhanden.
-------------------------------
Mit Smetana und Dvorak gehört Janacek zu den bedeutendesten tschechischen Komponisten, seine 9 Bühnenwerke weisen ihn überdies als einen der eigenständigsten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts aus.
Geboren 3. Jul 1853 in Kukvaldy/Hochwald Mähren
Gestorben: 12. August 1928 in Ostrava / Mährisch Ostrau
Zehntes von 14 Kindern eines Dorfschulmeisters (5 Kinder wurden entweder tot geboren oder starben im Säuglingsalter) wurde der Elfjährige Chorsänger an der Schule des Augustinerklosters in Brünn, wo er, wie Vater und Großvater, eine Lehrerausbildung absolvierte. Nach zweijähriger Tätigkeit als Aushilfslehrer besuchte er ab 1874 die Prager Orgelschule, wirkte dann in Brünn als Lehrer und Chorleiter und setzte das Studium 1879/80 In Leipzig und Wien fort. 1881 wurde er Direktor der neugegründeten mährischen Orgelschule in Brünn, war als Dirigent, Chorleiter und Kritiker, schließlich 1919-1925 als Kompositionslehrer am Prager Konservatorium tätig. In den 1890er Jahren beschäftigte er sich intensiv mit den Volksliedern seiner Heimat, die er (wie später Bartok und Kodaly im ungarischen Sprachgebiet) in Mähren gesammelt und notiert hatte. Aus solchen Quellen leitete Janacek wesentliche Elemente seiner Tonsprache ab. Genaue Deklamation, ein enges Wort-Ton-Verhältnis, eine dem Tonfall der Umgangssprache abgewonnene Gesangslinie und rhythmische Akzentuierung bestimmten die "Sprachmelodie" seiner Opern.
Dieser musikalische Stil trat in Jenufa deutlich hervor, mit der 1916 die allgemeine Wertschätzung seiner Werke einsetzte.
Im hohen Alter schuf Janacek eine dichte Reihe der Meisteropern, die ich alle noch vorstellen werde.
Janaceks tragische Opern berühren den Zuschauer mit ihrer einzigartigen Kombination emotionaler und intellektureller Kräfte. Da Janacek die Wurzeln tragischen Handelns unmittelbar bloßlegt, wird es möglich, seine Gestalten, nicht nur mitleidend zu betrachten, sondern als Geschöpfe zu erkennen, die ein gewisser Adel auszeichnet. "Das Fehlen einer systematischen Mythologie oder eines religiösen Wertsystems in den Opern wird von der Musik wettgemacht", schrieb der englische Theaterwissenschaftler Michael Ewans zu ihrer Charakterisierung.
Ich möchte heute die Oper Jenufa vorstellen.
Es ist eine Oper aus dem mährischen Bauernleben in 3 Akten. Text von Gariela Preissová.
Gabriela Preissová, geborene Sekerová (23.3.1862 in Kuttenberg bis 27.3.1946 in Prag), gebürtige Böhmin, lebte viele Jahre in Mähren und erregte mit ihrem auf wirklichen Vorgängen basierenden Drama Jeji pastorkynká (Ihre Ziehtochter), das 1890 am Prager Nationaltheater aufgeführt wurde, heftige Kontroversen. Mit Ladislav Stroupeznický,
Alois Jirásek und den Brüdern Vilém Mrstik und Alois Mrstik gehört Gabriella Preissova zu den Hauptvertretern eines ländlichen Realismus in der techischen Literatur.
2023 war die Oper in der Stuttgarter Staatsoper zu sehen. Leider habe ich sie damals nicht gesehen und hoffe, dass sie einmal wieder in das Programm aufgenommen wird.
Ich war damals leider noch nicht soweit.
Die Handlung der Oper
In Leos Janaceks Oper Jenufa versucht die junge, schwangere Jenufa, ihre uneheliche Schwangerschaft vor ihrem Liehaber und dem Dorf zu verbergen. Um ihre gesellschaftliche Schande abzuwenden, begeht ihre Ziehmutter eine Verzweiflugstat, die in eine bewegende Geschichte über Schuld, Reue und schließlich bedingungslose Vergebung mündet.
- 1. Akt: Die verheimlichte Schwangerschaft
Jenufa erwartet ein Kind von Steva. Als dieser vom Militärdienst verschont bleibt, feiert er betrunken im Dorf. Jenufas strenge Ziehmutter, die Küsterin (Kostelnicka), verbietet daraufhin die sofortige Hochzeit und verlangt ein einjähriges Bewährungsjahr. Stevas Stiefbruder Laca, der Jenufa ebenfalls liebt, schneidet ihr aus Eifersucht versehentlich in die Wange, um ihre Schönheit zu zerstören. - 2. Akt: Das Verbrechen der Küsterin
Jenufa hat den kleinen Steva heimlich zur Welt gebracht. Während Jenufa krank im Bett liegt, bringt die Küsterin den Säugling im eisigen Winter in den Fluss. Sie redet Jenufa ein, das Baby sei gestorben. Anschließend arrangiert die Ziehmutter die Hochzeit mit Laca, verschweigt diesem aber die Wahrheit über den Verbleib des Kindes. - 3. Akt: Aufdeckung und Vergebung
Bei der Hochzeitsfeier wird im Frühling die Leiche des Säuglings gefunden. Die Küsterin gesteht die Tat und wird abgeführt. Die Dorfgemeinschaft will Jenufa lynchen, doch Laca steht schützend zu ihr. Jenufa erkennt die Verzweiflungstat ihrer Stiefmutter, vergibt ihr und findet schließlich im aufrichtig liebenden Laca neues Glück.
Die Entstehungsgeschichte
Den 1. Akt der Jenufa schrieb Janacek 1895-1897, die beiden restlichen erst 1901-1903. Vollendet war die Oper drei Wochen nach dem Tod seiner Tochter Olga. Ihr ist das Werk gewidmet. Aus der Zeit der früheren Arbeiten, von 1894, stammt eine thematisch eng mit der Gefühlswelt der Jenufa verbundene erste, verworfene Ouvertüre, die als Konzertouvertüre unter dem Titel
Eifersucht
weiterlebt.
Max Brods (ziemlich freie) deutsche Übersetzung der Oper unter dem Titel Jenufa setzte den Bedeutungsakzent dann folgerichtig auf die Ziehtochter als eigentliche Hauptfigur, dem Originaltitel weitgehend entsprechend.
(eine besonders schöne Arie)
ist der hymnische Schlußgesang Jenufas und Lacas der einzige wirklich ariose Teil der Oper.
Die Entstehung der Jenufa fiel in die Periode der intensiven Beschäftigung mit der Volksmusik Mährens doch sind die volkstümlich -opernhaften Passagen, die Rekruten- und Mädchenchöre, keine Zitate von Volksweisen, sondern kunstvolle Umarbeitungen volkstümlichen Materials. Weil Janaceks Musizierhaltung melodische und harmonische Wendungen der Volksmusik geradezu aufgesogen hat, ergibt sich gleichwohl der Eindruck eines folkloristischen Hintergrunds. Jenufa enthält wenige Themen, lediglich einige ständig wiederkehrende Klänge- des Mühlradklapperns durch das Xylophon.
Ein Jahr nach ihrer Vollendung kam Jenufa mit ihrer Musik "voll wilder Ironie" (M Ewans) in Brünn heraus, nicht etwa am Prager Nationaltheater, da dessen Chefdirigent Karel Kovarovic das Werk nicht schätzte. Das änderte sich erst 1916, Janacek mußte allerdings in Kovarovics Retuschen der Rollen einwilligen. Durchgesetzt hat sich Jenufa nach der Wiener Aufführung 1918 mit Maria Jeritza und Lucie Weidt.
Ich kann damit leben.
Diese doch hochwertige Sportwäsche bekommt man nicht kaputt und da ich doch auch in der Hüfte fraulich geworden bin (bleibt mit 76 Jahren, bald 77 Jahren, halt nicht aus) und das Zeug eng geschnitten ist, passt es so recht nicht mehr.
Morgen werde ich nun endlich zu "meiner" vorgesehenen Burg radeln, ich hoffe, alle Züge kommen pünktlich und die Aufzüge sind in Ordnung.
Sonst muß ich mein Rad in der bewährten Weise hochtragen, oder aber es hilft mir jemand.
Man kann nur darüber lachen, sind doch so viele auch nur eine Karikatur ihrer selbst.
Übrigens ein Zitat von Friedrich Schlegel, der hatte es schnell erfasst.
Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst. *Friedrich Schlegel*
Sie sonnen sich gerne in ihrem vermeintlichen Ruhm als Bloggöttin, ähhhhh Bloggergöttin, aber sie fallen mit Sicherheit noch gehörig auf die Nase.











Kommentare:
AntwortenLöschenHuhuu, ja ich weiss, wen du im letzten Absatz meinst und habe gelesen.
AntwortenLöschenBloggergöttin, ja darin sonnt sie sich gerne.
Zitat ist gut.
Gruß ????
Was soll ich dazu sagen. Mir bleibt hier nur ein Zitat
LöschenIntelligenz ist die Fähigkeit, seine Umgebung zu akzeptieren. William Faulkner
Gruß Eva
Nun habe ich was vergessen:
LöschenIch weise auch auf das Zitat in meinem Header hin.
:-))
LGEva