Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil. *Albert Einstein*

Das Wesentliche kommt meist auf leisen Sohlen. *Eduard Mörike*

Wenn ich meinen Purzelbaum machen kann, was ficht die Politik mich an. *Eduard Mörike*

Tour über den Nordbahnhof in den Rosensteinpark, die Villa Berg und in den Pomeranzengarten

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 Mein Freund und ich haben uns an diesem Tag am Pragbunker in Stuttgart getroffen. Wir hatten an diesem Tag tatsächlich eine Blumentour vor, ich war erstaunt, denn das ist nicht so sehr die Sache meines Freundes, er hat aber dann doch mit dem Handy fotografiert, auch hier sind das schöne Bilder geworden, ich kann das so nicht. 
Wir haben uns an diesem Tag auch sehr viel Zeit gelassen. 

Ich bin an diesem Tage vom Favoritepark aus in Ludwigsburg mit der S-Bahn zur Haltestelle Nordbahnhof gefahren. Dieses, weil hier der Aufzug schon seit Wochen kaputt ist. 

Die Haltestelle Favoritepark hat eine Rampe und so radele ich eben dort hin, das sind nicht mal 5 Kilometer und gut ist. 

Ich wollte das Stromhäuschen am Nordbahnhof schon so lange fotografieren, denn es steht hier an der Haltestelle schon geraume Zeit. 

Es ist wie immer von dem Graffitikünstler Jeroo, wer die Kunst von Jeroo kennt, kennt auch an der Graffiti den Künstler. 



Auf dem Wege zum Pragbunker habe ich noch ein paar Fotos gemacht.
Hier lässt man "das Gras wachsen" und es ist immer wieder schön, dass hier nicht gemäht wird, denn es gibt sehr viel zu sehen. 

Aber viele Insekten, die sich dort heimisch fühlen, habe ich schon gezeigt und immer wieder dieselben Bilder zu zeigen, das mache ich nur ganz selten. 

Ist doch immer wieder schön, die Wilde Möhre.  

 





 Die Tour geht wie meistens durch den Rosensteinpark und hier haben wir am Rosengarten angehalten. 

Wer meinen Blog kennt, weiß auch, dass der Rosensteinpark, in dem auch die Wilhelma ist, sowie das Schloß Rosenstein immer wieder eine Reise wert sind. 

Alles habe ich ja schon in meinem Blog vorgestellt. Hinzufügen möchte ich noch, dass das Schloß Rosenstein im Krieg 1945 zerstört wurde und es hat 10 Jahre gedauert, bis man es in seiner klassizistische Bauweise wieder herstellt hat. 

Also in gewisser Hinsicht auch ein Nachkriegsbau, wie eine Bloggerin mal meinte.

Dieser saudumme Kommentar wird mich wohl bis in das Grab begleiten. 

Das Schloss Rosenstein wurde als klassizistisches Landschloss unter 
König Wilhelm I. von seinem Hofbaumeister Giovanni Salucci erbaut. Auf der Ostseite des Schlosses kann man auch durch den Rosengarten spazieren. 




Ich war schon lange nicht mehr in der Villa Berg in Stuttgart. 
Früher haben wir dort in der Nähe gewohnt, ich als Kind und dann später als junge Ehefrau im Hause meiner Schwiegereltern. 

Warum wir damals nicht in die Villa Berg gegangen sind, das ist mir immer wieder schleierhaft. Aber damals hatte sich auch der damalige Süddeutsche Rundfunk breit gemacht und hat nach seinem Abzug doch einiges hinterlassen, was nicht so schön war. 

Ich habe hier mal davon berichtet. In diesem Post berichte ich von der Königin Wera, die eine russische Großfürstin war und ja, sie hatte es auch "faustdick hinter den Ohren". Olga und Wilhelm I., ihr Schwiegervater konnten sich nicht leiden, aber wer kann es ihr verdenken, ich kann ihn auch nicht leiden. 

HIER  

Schade, dass man dieses Schloß in diesem Park so verkommen lässt, aber der damalige SDR hat es nicht sehr gepflegt. In dieser Villa befand sich auch der Sendesaal der Villa Berg, in der in den 1950er bis in die späten 1970er Jahre immer wieder sehr schöne Sendungen veranstaltet wurden, die immer im Radio gesendet wurden. Hans Rosendahl war hier an frührenden Stelle und auch die Herren Häberle und Pfleiderer. 


 Zwei schwäbische Urgesteige
Oscar Heiler und
Willy Reichert
-------- 
 
Für Hannelore du woisch scho, 
ond die Uhrzeiten. 



S. Käpsele erklärt die Uhrzeit


 


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 Der damalige SDR hatte unter dem schönen Vorplatz vor der Villa Berg eine Tiefgarage gebaut, die heute verlassen und geschlossen ist. 
Daraufhin verkümmerte dieser Vorplatz. Wir waren erstaunt, dass er nun gerichtet wurde und an diesem Tag auch gearbeitet wurde. 

Inzwischen höre ich diesen Sender genauso wie diese öffentlich-rechtlichen Sender nicht mehr, für die ich bezahlen muß. Ich hoffe, dass sich das endlich mal ändern wird. Ich mag mir diese Lügen nicht mehr antun. 

Was mit der Villa Berg geschieht, es soll ein Kulturzentrum errichtet werden. Eigentlich sollte sie abgerissen werden, aber es ist vielen Leuten zu verdanken, dass das nicht geschieht. Aber es muß dann viel gerichtet werden und das Geld, nun wie immer gibt man es anderswo aus, sich darüber aufzuregen, hat keinen Zweck. 

Wie immer schreibe ich zur Villa nicht viel, denn man kann ja den o.g. Link anschauen. 

Wir hatten aber auch das Glück an diesem Tage auch kurz die Villa aus einer anderen Perspektive zu sehen und haben das auch genutzt. Normalerweise kommt man hier gar nicht rein. Aber es hat sich gelohnt, vor allem den Brunnen von Albert Gültenstein anzusehen, den habe ich bislang nur von unten gesehen, auch im o.g. Link habe ich ihn beschrieben.  





Im Park der Villa Berg gibt es viele Blauglockenbäume, die zu meinen Lieblingsbäumen gehören und sie samen sich selbst aus und sieh hier an der Treppe kommen schon dies Sprösslinge. 



Dann ging es hinunter zum Rosengarten der Villa Berg, ich habe auch schon einmal darüber berichtet. 

HIER, das war allerdings im Herbst und es ist genauso schön hier, zu jeder Jahreszeit.  

Der Park der Villa Berg wurde 1850 vom Architekten Christian Friedrich von Leins und dem Hofbaumeister Joseph von Egle im Stil italienischer Landhäuser für das Kronprinzenpaar Olga und Paul gebaut. 
















 Olga mochte das Schloß Rosenstein nicht und wollte so eine Villa, wie sie es vom Schwarzen Meer her kannte, haben. Dabei hat sie den Wilhelm I. ganz schon über das Ohr gehauen. Aber gut so. 

Hier in diesem Park trafen sich Zar Alexander und der französische Kaiser Napoleon III. zu Friedensgesprächen nach dem Krimkrieg. 
In den Jahren 1861 und 1863 wurden Belvedere und Rosengaren samt dem Springbrunnen nach Plänen von Hofbaumeister Joseph von Egle geschaffen. 
Einen Teil der Kosten übernahm Olga selbst aus dem Erbe ihrer verstorbenen Mutter, der Zarin Alexandra Feodorowna. 
Olga wandelte gerne im Rosengarten beim Belvedere und bewunderte den Springbrunnen mit seiner Fontäne. 

 Die Rosensorten, die hier wachsen, kann man anhand einer Tafel sehen. Schon sehr sehr schön. 


Was uns auch noch begegnet ist, ist der Goldglänzende Rosenkäfer, ich habe ihn mal etwas angeschubst, aber der hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. 




Wir sind dann in Richtung Innenstadt gefahren, weil wir dort uns den Wittwerbau anschauen wollten, der im Moment in Diskussion zu einem Abbau steht. 

Er gehört der Dinkelacker Brauerei und die will in abreissen. Wahrscheinlich muß man etwas zum Abschreiben haben. Aber, noch ist es nicht soweit. 

Wittwer war mal in Stuttgart eine renomierte Buchhandlung, die es heute nicht mehr gibt. Ich gehe gerne dort mal zu Thalia hinein, aber das Angebot erschlägt mich immer wieder. 

Der Abriß sorgt für Aufregung, denn der vorgesehene Entwurf passt nicht in das Baurecht. Hier gilt, überschreitet ein Neubau die Baugrenze, muss der Gemeinderat über eine neue Baugenehmigung entscheiden. 
Aber noch ist es ja nicht soweit. 

Hier stand einmal das Kronprinzenpalais ein wunderschöner Bau, der leider abgerissen 1963 wurde. 
Ich habe das damals noch mitbekommen, damals habe ich aber noch nicht erfasst, was damit für ein wunderbarer kunsthistorischer Bau verloren gegangen ist. 
Vieles Bauteile kann man übrigens
HIER 
noch sehen. 

Es war auch verkehrstechnisch ein wenig ein Problem, man mußte immer wieder die Stadt umfahren, um von einer Seite zur anderen zu gelangen. 

HIER hat Wikipedia dazu viel geschrieben. 

Hier entstand auch der sogenannte Kleine Schloßplatz, der in den späteren Jahren immer wieder etwas "anrüchig" wurde. Heute gibt es hier das Kunstmuseum, an dem ich mich immer wieder erfreue und ..... ja, das waren noch Zeiten, als ich noch gearbeitet habe.  

Es ist doch schön, immer wieder Gebäude zu sehen, an denen man mitgearbeitet hat.  

 


 

Der Wittwer-Bau ist - wie soviel Gebäude in Stuttgart - im Stil des Brutalismus erbaut. 

Ein Baustil, der lange in Verruf geriet, aber inzwischen einen Neustart erlebt. 

Meine Meinung, jeder Baustil hat etwas für sich und kein Baustil kann man mit dem anderen vergleichen.

Es kann einem nur der eine oder andere gefallen. Aber jede Zeit hat nun mal ihren Baustil. Ich bin da ziemlich offen. 

Über den Westen, ging es nun über die Solituderennstrecke in Richtung Leonberg und somit zum Pomeranzengarten. 

Die Rennstrecke Solitude, was sind wir dort in den 1960er Jahren gewesen und haben geschaut. Heute entspricht diese Rennstrecke nicht mehr den Vorschriften und was hätte da passieren könnten, als die Leute so ohne Schutz am Hang gesessen sind. 


Hier das Haus von Start und Ziel, das unter Denkmalschutz steht und renoviert wurde und hier habe ich meinen absoluten schönen Schweden gesehen, ein bildschöner Mann. 
Joakim Bonnier, ein so schöner Schwede, leider bei einem Überholmanöver in Le Mans verunglückt. 

Berichtet habe ich HIER davon.  

Sodele, dann haben wir noch einmal den Pomeranzengarten besucht. Es ist immer und immer wieder schön dort. 

Ich denke meine Leser kennen ihn aber wenn nicht, kann man HIER gucken und auch seine Geschichte lesen. Ich habe ja lange in Leonberg gewohnt, aber ich war nie in diesem Garten, aber damals war er auch noch ziemlich heruntergekommen. 

Als erstes mal das Brandkraut, das ist inzwischen auch schon viel weiter, auf einer Tour, die als nächstes kommen wird, habe ich es auch nochmal fotografiert. 

Aber auch in diesem Zustand sieht es gut aus. 

Ich glaube kaum jemand weiß, warum es so heisst:

Das Brandkraut (Phlomis) hat seinen Namen aufgrund einer historischen Nutzung. Früher wurden die filzig behaarten Blätter und Stängel dieser Pflanze von den Menschen als Dochte für Öllampen verwendet. 

 


Aber es gibt noch viel mehr und mit Sicherheit radele ich - dieses Mal über das Glemstal - in Richtung Pomeranzengarten zu einem Gebäude in Stuttgart, das in der neuen Sachlichkeit erbaut wurde. 




Die Weinraute (Ruta Graveolens), die Blume des Leudelbachtales bzw. des dortigen Rotenacker Waldes, der seinen Namen durch sie hat. Aus Weinraute wurde im Laufe der Zeit sprachlich dann Rotenacker Wald. Habe auch schon darüber berichtet. 

Die westliche Honigbiene mag sie auch, weil diese Weinraute ein Insektenmagnet ist. 





Faszinierend finde ich immer wieder den Fruchtstand der 
Küchenschelle





Die Dahlien blühen hier auch schon. Dieses Jahr werde ich in eine andere Stadt zur Dahlienschau gehen. Ich bin da schon richtig gespannt, ab August ist es soweit. 


 

Nichts gegen den Killesberg, aber die Dahlien möchte ich mir in dieser Stadt, die ich sehr mag, doch auch mal anschauen.

Von hier aus sind dann über Ditzingen nach Hause geradelt. 

Zusammenfassung:
Tour am 30. Mai 2026
76 Kilometer
1.473 Höhenmeter
737 Climb
736 Downhill
4,5 Stunden Fahrzeit
1.900 Gesamtkalorien
Temperatur: 22 Grad sonnig und bedeckt
Luftfeuchtigkeit 56 %
Luftqualität: 3

CO2 Einsparung = 12,3 KG
 



Der Freund hat mir gestern ein Tourenprofil geschickt. 
Er ist ja zur Zeit mit seinen Radlern in Südtirol.

Gestern hat er 2.239 Höhenmeter hinter sich gebracht. 

1.119 Clmb und 1.120 Downhill.

Allerdings nur 37 Kilometer, aber da gings so richtig schön rauf und die Radler haben ordentlich Strom verbraucht. 

Dazu ist zu sagen, dass der älteste der Radler immerhin schon 83 Jahre alt ist. 
Immer sportlich unterwegs und auch so heute noch. Das möchte ich auch. 

Ich werde jetzt unter die Dusche hüpfen, mich mit einer Bekannten bei IKEA treffen und dann den Nachmittag mit ihr verbringen. 

In den Baumarkt müssen wir auch noch, ich habe da ein paar interessante IKEA Hacks gesehen.  

Übrigens, ich    l i e b e e e   meine Stadt, trotz Stuttgart 21 und kenne sie doch - nicht alles - aber doch wie meine Westentasche und sie hat Geschichte. 

 


 


Kommentare

  1. Antworten
    1. Wunderbar geschrieben und so schöne Bilder. Ich bin ein freundlicher Stuttgarter.

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  2. 😅, die Uhrzeit ja da bleibe ich bei unserer Sprache.
    Die Villa Berg könnten wir ja evtl. nächstes Jahr in Angriff nehmen, allerdings fließt da ja noch jede Menge Wasser in unseren Flüßen.
    Die sprechende Socke ist sehr Lustig, so einiges wird hier auch anders genannt z.B. dieser Suppenlöffel heißt bei uns Kelle.
    Na ja, vielleicht war diese Frau noch nie in Stuttgart, aufjedenfall hat sie keine Ahnung.
    Ich mag keinen Städtevergleich, aber irgendwie ist die eigene Stadt immer am schönsten, egal was andere dazu sagen.
    Eine schöne Woche
    L.G.
    Hannelore

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    1. Wäre ja nur ein Abstecher gewesen, aber so wars auch recht.
      Richtig, wer weiß was im nächsten Jahr ist, vielleicht haben wir da wieder eine Pandemie
      die Capillus tip scindendi morbo.
      Ja, Kelle kenne ich auch, aber die ist bei uns wohl größer.
      LG Eva

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    2. Die Uhrzeit habe ich gerade eingesetzt.
      Vielleicht kannst du was lernen.
      :-))))
      LG Eva

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    3. 🤣, ich bin halt ne Rheinländerin und bleib dabei.
      Habe mal gegoogelt, eure Sprechweise ist unserer klar unterlegen, allerdings habe ich die Ounkte nicht gezählt.
      https://www.atlas-alltagssprache.de/runde-7/f11e/

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  3. Glatt, komisch unterlegen, dabei isch doch die schwäbisch Uhrzeit wie Bruchrechnen, aber das können ja die wenigsten heute.
    Also viertel, halber, dreiviertel, ganz.

    So lernt mr au de Kender Uhrzeit:

    Viertel, halber, dreiviertel, ganz,
    Ührlein, Ührlein, dreh dein Schwanz!
    Belüg mich nicht, betrüg mich nicht,
    sag mir, wie viel Uhr es ist!

    LG Eva, die jetzt aber einkaufen muß

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    Antworten
    1. Also Hannelore, wie kansch du mir no an Link zu einer österreichischen Seite schicken.
      Da kann doch nix dabei rauskommen.
      :-)))
      LG Eva

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    2. 😉Ach, daran habe ich gar nicht gedacht.
      Ich bin jetzt auch einkaufen.
      Schöne Woche noch.
      Gruß
      Hannelore

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  4. Komisch isch aber au, dass sich in unserem Ländle hier gerade in Württemberg soviele "´roigschmeckte" romtreiba.
    Dene gfällts wohl hier.
    In meinem Nachbarhaus wohnt sogar ein Österreicher, der isch Single ond recht nett.
    :-)))
    LG Eva

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