Keltenweg andersherum
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Mein Freund wollte an diesem schönen Tag mit mir etwas anders den Keltenweg radeln, denn ein Bekannter hatte uns in Hirschlanden zum Frühschoppen eingeladen.
Mein Freund und ich, wir trinken ja keinen Alkohol und ich esse kein Fleisch usw. da ist das immer ein wenig schwierig für die, die uns einladen.
Es gab aber dann ein Apfelschorle, für meinen Freund Weißwürste und für mich Grünkernküchlein und Kartoffelsalat aber mit Gemüsebrühe angemacht, weil ich esse keinen Kartoffelsalat mit Fleischbrühe. Wenn mir das Jemand unterjubeln möchte, das merke ich sofort, da bin ich komisch. Alles von der Hausfrau selbst gemacht.
Mein Freund hat aus der Tour, die ich vor ein paar Tagen gemacht habe, eine Graveltour mit einigen "netten" Passagen gemacht.
Hier habe ich den Keltenweg gezeigt.
Er radelt nun mal keinen Asphalt, doch schon, aber eher dann Grobschotter und auch Feldwege.
Wir sind dieses Mal wieder - wie meistens - von hier über die Solitudeallee geradelt.
Im Hintergrund sieht man den Güterbahnhof Kornwestheim, da möchte ich auch mal hin und fotografieren.
Ich habs ja schon oft geschrieben. Die Solitudeallee war früher die direkte Verbindung vom Schloß Solitude zum Schloß Ludwigsburg.
Auf der Karte unten ist es das lange gerade Stück zwischen Kornwestheim und Ludwigsburg.
Früher zu Herzog Carl Eugens Zeiten soll es so gewesen sein, dass Herzog Carl Eugen in jungen Jahren seine Gäste mit aufwendigen Vergnügungen bei Laune gehalten hat. Als Höhepunkt der Verschwendungssucht wird gerne die Geschichte von der Schlittenfahrt erzählt.
Der echte Schnee fehlte ja im Sommer und so soll der Herzog den Befehl gegeben haben, Salz auf die 13 Kilometer lange Solitudeallee zu streuen, damit die Schlittenfahrt stattfinden konnte.
Ich habe das noch nie geglaubt, denn Salz war ein wichtiges Handelsgut und ein teueres Gewürz und Konservierungsmittel und das wäre viel zu teuer gekommen.
aber die Geschichte wird gerne erzählt.
Was aber wahr ist, ist, dass Unsummen die rauschenden Feste verschlungen, die am württembergischen Hof gegeben wurden. Es war wohl aus damaliger Sicht notwendig, weil Württemberg außenpolitisch unbedeutend war und nur durch ein hohes Maß an Repräsentation Aufsehen erregen konnte. Carl Eugen ließ Künstler und Schauspieler nach Württemberg kommen um große Theaterhäuser zu errichten und zu bespielen.
Sogar Casanova beschrieb den Herzoghof in seinen Memoiren als den "glänzendsten in Europa".
Im Grunde genommen, war es auch nicht viel anders als heute.
Es war ein Prunk, der die wirtschaftlichen Kräfte Württembergs weit überstieg und es regte sich Widerstand. Carl Eugen wurde von der Ständevertretung, die in Württemberg eine hohe Position gegenüber den Herzögen besaß, 1764 bei der Reichshofkammer in Wien verklagt.
Aber er holte sich eine sehr gute Beraterin (Karoline Kaula), damit das Land wieder aus der Krise gekommen ist.
Damit hatte er eine jüdische Finanzministerin, nachdem Jud Süß Oppenheimer auf der Prag aufgehängt worden war.
Veit Harlan hat damals einen furchtbaren Film darüber gedreht.
Ich habe darüber berichtet.
HIER
Heute ist dort, wo Jud Süß aufgehängt wurde eine Gedenktafel.
Sie ist nicht leicht zu finden, aber mein Freund und ich haben uns mal dran gemacht.
HIER habe ich darüber berichtet.
Ich habe im alten Blog schon mal über Frau Kaula berichtet und kann es gerne mal wieder tun.
Die Beziehung zu Franziska von Hohenheim, die seit 1772 die Mätresse von Carl Eugen war mäßigte den Herzog und hatte einen guten Einfluß auf ihn und wurde gegen später dann auch seine Ehefrau. Ihr Tagebuch ist ein Genuß zu lesen. Beide beschäftigten sich eifrig mit den Gartenanlagen im Schloß Hohenheim.
Franziska schrieb:
uch säde ich im Dörfle Salad u. der Herzog rechneden hinein.“
Über Franziska und die Anlagen von Hohenheim habe ich
HIER
berichtet. Was man hier alles sehen kann ist schon wundervolle württembergische Geschichte.
So, das war jetzt ein wenig württembergische Geschichte, die ich klasse finde und mich hier auch schon sehr damit beschäftigt habe.
Ich radele meistens, wenn ich nach Stuttgart radele die Solitudeallee und komme hier auch am Garten der Triangulation vorbei.
Ich finde es ganz interessant.
Meine Güte bin ich schon viel abgeradelt, das weiß ich zum Teil alles gar nicht mehr. Aber von nix kommt halt au nix.
Hier in der Burg steht eine Gleditschie (Gleditsia triacanthos).
Weiter ging es dann zum Schloß Schöckingen, da war mein Freund auch noch nie, also mußten wir hier auch hin.
Ja, doch, ich kenne meine Heimat wie meine Westentasche.
in Leonberg. Ich gehe hier immer wieder gerne hin, weil es wirklich sehr schön dort ist. Nur gerade jetzt hat es mir nicht so sehr gefallen.
Ich war hier noch nie mit dem Auto und bin immer von hier aus mit dem Rad dorthin gefahren.

Haben dann die Leutchen in Hirschlanden besucht und ein wenig geschwatzt. Sie haben dann auch ihre "Rösser" gesattelt und sich mit uns weitergefahren.
Erst zum Hirschlander, das ist ein Steinbruch und dann zum Krieger von Hirschlanden, alles das kann man bei dieser Tour anschauen.
Hier gibt es jede Menge Silberdisteln und die Bekannte wollte unbedingt in der Enz baden, mir hätte es da gegrustelt.
War richtig schön.
Ich schicke den Post heute los, denn morgen bin ich etwas weiter weg zum Radeln und kann hier mit der S-Bahn fahren.
Ich bin mal gespannt, auch auf die Wahlen und ob ich bis zur Auszählung wieder zuhause bin, weiß ich noch nicht, aber das kann ich dann unterwegs mir anhören. Ich bin der Meinung das Ergebnis steht eh schon fest. Es würde mich wundern.
Zusammenfassung:
Tour am 23. August 2026
72 Kilometer
1.926 Höhenmeter
964 Climb
962 Downhill
4,5 Stunden Fahrzeit
2.387 Gesamtkalorien KCAL
Wetter: 13 Grad, sonnig
87 % Luftfeuchtigkeit
Luftqualität 2
CO2 Einsparung = 11,6 KG
Ja, meine CO2 Ersparnis ist richtig gut.
Ich mach etwas für das Klima.
Noch etwas, ich mache diesen Blog ja auch hauptsächlich für mich und wer sich darüber aufregt, der muß doch nicht kommen. Ich zwinge niemand auf meinen Blog und schon gar nicht einen Kommentar abzugeben. Ich gehöre auch nicht zu der Sorte, die nur einen Kommentar schreiben um dann auch einen zu bekommen.
... und was ich nicht bin, ist opportun.
Das habe ich überhaupt nicht nötig.











































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