Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! *Immanuel Kant*
Nicht jeder Mensch kann alles zu Ende tun, aber zu Ende denken kann jeder. *Werner Bergengruen*
Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. *Immanuel Kant*
Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen. *Max Horkheimer*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*

Radtour in den Kraichgau zum Ottilienberg und zum Jägersee

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Vor ein paar Tagen sind wir von Zuhause aus über Bönnigheim und Stocksheim zum Ottilienberg und zum Jägersee geradelt. 

Der Tag versprach, interessant zu werden und schon von weitem haben wir das Schloß Stocksberg bei Stocksheim gesehen. 

 Das Schloß Stocksberg liegt wunderschön, doch leider kann man es nicht besichtigen, weil es in Privathänden ist. 

 Stocksheim ist übrigens ein Stadtteil von Brackenheim, das habe ich auch schon oft darüber berichtet, weil ja der 1. Bundespräsident der Bundesrepublik 
Theodor Heuss hieß und der wurde in Brackenheim geboren. 

 Es ist schon irre, was dieses Schloß geschichtliches zu bieten hat.  

 HIER 

 




 

 Mein Freund war so angetan von dieser Aussicht, dass er gleich mal ein Video gedreht hat. 





 Wir wollten nach Eppingen zum Ottilienberg und dann zum Jägersee.
 
 


Auch interessant, 
dieser historische Grenzstein markiert den Verlauf der ehemaligen Landesgrenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden. Bis zur Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 verlief hier die Grenze zwischen zwei eigenständigen deutschen Staaten. 

Ich hätte nichts dagegen, wenn es heute wieder so wäre.  
Aber der Volksentscheid ging damals halt anders aus. 

Da bin ich nicht alleine. 
Es ist nur ein Grenzstein, aber ich habe die Vorder- und Rückseite fotografiert. 
 
 



Auf dem Ottilienberg war ich vor einigen Jahren schon mal mit einer Bekannten.
Hier haben wir aber den Jägersee nicht angesehen. 

Wir haben uns damals auch die Chartaque angeschaut, das wollte mein Freund dann nicht mehr. Er hat schon so viele von den Chartaquen angeschaut, weil er auch schon oft an den Eppinger Linien war. 

Über die Eppinger Linien habe ich auch schon sehr viel berichtet und die haben eine ganz besondere Geschichte, die mit dem Pfälzischen Erbfolgekrieg - deshalb gibt es auch einen Württembergischen Landgraben - zusammenhängt und vor allem mit Melac, er hat in diesem Krieg das Heidelberger Schloß zerstört. 

HIER  

Damals war die nebenliegende Hütte bewirtschaftet und man konnte auf den Turm, dieses Mal gings leider nicht. 

So, wie ich es mitbekommen habe, ist einmal im Monat die Hütte an einem Sonntag bewirtschaftet. 

Information zum Ottilienberg









 In der Ottilienkapelle steht ein spätgotischer Schnitzaltar (Hochaltar) aus der Erbauungszeit der Kapelle um das Jahr 1474. 
Diesen Altar kann man nur durch eine Glasscheibe von außen betrachten.
Es ist eine feine Holzschnittarbeit im Stil der Spätgotik. 
Der Hochaltar enthält unter anderem Skulpturen von Jesus Christuns (oft mit Reichsapfel dargestellt) sowie der heiligen Ottilia als  Patronin. Versehen ist der Altar mit Inschriften wie "Rex miserere nobis" (Erbarme dich unser o König) oder "ora pro nobis" (Bitte für uns).  
Die Kapelle und die sakrale Ausstattung wurde vom Adelsgeschlecht derer von Gemmingen gestiftet. Nach den schweren Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und einem Brand am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der historische Ort samt Inventar in den 1950er Jahren wieder hergestellt.  

Hochaltar


 

Ich war ja letztes Jahr schon mal in Eppingen und auf dem dortigen Friedhof, den Eppinger Linien und dem Friedwald und habe auf dem Friedhof einen Mann getroffen, der hatte mir erzählt, wie der Ottilienberg im 2. Weltkrieg beschossen wurde. 

HIER  

Auf dem Weg zum Ottilienberg kommt man auch bei der Skulptur "Arm und Reich" vorbei. 

Es gibt immer wieder Scherzkekse, die ihren Müll irgendwo abladen, das war eine Spülmaschine. Unglaublich dreist ist das.  



Zur Geschichte dieser Skulptur 

Kunstwerk der Künstler Heinrich Zürn und Thomas Stopp-Ultes, das die Schere zwischen Arm und Reich damals wie heute thematisiert und damit auch zum Nachdenken anregt. 







Wir alle sitzen täglich zu Tisch. Doch wie verschieden ist das, was auf den Tisch kommt. Biegt sich der Tisch unter verschwenderischer Fülle oder bleibt der Tisch leer. Unterschiedliche Tischformen - edel oder grob, stilvoll oder roh - stehen oft schon symbolhaft für die Lebensumstände eines Menschen. Der Tisch aus rostendem Eisen symbolisiert den Gegensetz von arm und reich. Die Skulptur zeigt einen Tisch mit ungleichen Seiten. Die kurze, reiche Seite ist präzise geschnitten und mit barocken Ornamenten verziert. Die lange, arme Seite dagegen wirkt rau, die Tischplatte wurde grob geschlitzt, dass sie aus einzelnen Bohlen zu bestehen und auf wackeligen Beinen zu stehen scheint. 

In historischen Filmen und Romanen wird die Barockzeit gerne als Zeit des höfischen Prunks dargestellt. Ob nun Versailles, Schwetzigen, Rastatt, Ludwigsburg oder Bruchsal - punkvolle Schlösser und Kirchen dominieren auch die geschichtliche Aufarbeitung dieser Zeit. Vergoldete Engel, gepuderte Perücken und kunstvoll angelegte Gärten repäsentieren aber nur 3 Prozent der damaligen Bevölkerung nämlich den Adel und den Klerus. Die Lebensumstände der arbeitenden Bevölkerung, der Bauern und Handwerker, standen dazu in größtem Kontrast. Kriegshandlungen, Abgaben, Frondienste oder auch nur die Rücksichtnahme auf herrschaftliche Jagdreviere sorgten für dauerhafte Armut und viele Hungersnöte in der Bevölkerung. 

Wieder gibt es ein Video vom Ottilienberg und der Kapelle. 



 Der Jägersee liegt unterhalb des Ottilienberges und es ist eine nicht so feine Strecke zum Radeln, sonst muß  man ganz außen herum und das wollten wir Beide nicht. Gottseidank war es doch recht trocken, denn der Jägersee liegt in einem Sumpfgebiet. 

Landschaftlich traumhaft und es waren gar nicht viele Leute vor Ort. 

So schön. 

Zwischen dem Ottilienberg und Ravensburg bei Eppingen liegt der Jägersee eingebettet in die Waldlandschaft des Naturparks Stromberg-Heuchelberg ruhig und beschaulich. 

Es ist wunderschön und wie ich sagte, ist es ein Moor- bzw. ein Feuchtgebiet, das aber anhand der Trockenheit schon arg gelitten hat, sonst hätten wir hier nicht so herumlaufen können und unsere Fahrräder schieben. 

Was ich hier wieder gesehen habe, ist der Zwergholunder, den habe ich schon so oft vorgestellt. 

HIER  



Hier kann man auf Dielen gehen und das Moor auskundschaften. 



Ich glaube, das habe ich noch nie gesehen.

Es ist ein Ampferspanner (Timandra Comae). Er zeichnet sich durch seine zarte ockerfarbene Zeichnung und dem auffälligen rosa- bis rotfarbenem Rand aus. 

Er ist ein Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 23 bis 28 Millimetern. 
Ocker- bis hellocker mit einer charakteristischen geraden Querlinie und einer pinken bzw. rötlichen Umrandlung der Flügelspitzen.

Man findet ihn häufig in kräuterreichen Umgebungen, an Wegrändern, in Gärten oder auf Feuchtwiesen.  






Ein kleinen Springfrosch (Ranba dalmatia) habe ich auch noch erwischt. 






Und nun radelten wir noch ein Stück weiter vor an den See und da gab es alle möglichen Arten von Schmetterlingen am Sommerflieder.  

Die Kaisermäntel hatten aber schon einige Flugstunden hinter sich. 

 




Wunderschön ist es hier.

 



Es gab auch noch einen Kohlweißling


 Und ein Herr machte mich auf diese Spinne aufmerksam. Er meinte, das könnte die Radnetzspinne sein. 
 

 

 Unterwegs kamen wir dann noch an den Hügelgräbern vorbei, aber so recht haben wir vor lauter Bäumen nichts gesehen. 



 

 War eine tolle Tour und ich bedanke mich bei meinem Freund für seine Geduld. 

 Natürlich habe ich vom See auch noch Videos.





 Zusammenstellung

Tour am 16. August 2026
81 Kilometer
2.333 Höhenmeter
1.168 Climb
1.165 Downhill
4,0 Stunden Fahrzeit
Temperatur: 23 Grad
Luftfeuchtigkeit: 61 %
Gesamtkalorien 2.579 KCAL
Luftqualität: 3

CO 2 Einsparung = 13,2 KG


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Freu, Karten für das Stuttgarter Ballett sind nicht so leicht zu bekommen. Aber ich habe gestern doch noch eine Karte in der 1. Reihe leider etwas außen bekommen. 

Allerdings erst im Februar und nicht für Onegin, den ich eh schon gesehen habe, aber für 
Don Quijote.

Da freue ich mich ganz toll drauf.

 Ich habe leider kein Video von Stuttgart.


 




Kommentare

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Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt, wie "ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.