Radtour in den Kraichgau zum Ottilienberg und zum Jägersee
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Vor ein paar Tagen sind wir von Zuhause aus über Bönnigheim und Stocksheim zum Ottilienberg und zum Jägersee geradelt.
Der Tag versprach, interessant zu werden und schon von weitem haben wir das Schloß Stocksberg bei Stocksheim gesehen.
Das Schloß Stocksberg liegt wunderschön, doch leider kann man es nicht besichtigen, weil es in Privathänden ist.
Stocksheim ist übrigens ein Stadtteil von Brackenheim, das habe ich auch schon oft darüber berichtet, weil ja der 1. Bundespräsident der Bundesrepublik
Theodor Heuss hieß und der wurde in Brackenheim geboren.
Es ist schon irre, was dieses Schloß geschichtliches zu bieten hat.
Mein Freund war so angetan von dieser Aussicht, dass er gleich mal ein Video gedreht hat.
dieser historische Grenzstein markiert den Verlauf der ehemaligen Landesgrenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden. Bis zur Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 verlief hier die Grenze zwischen zwei eigenständigen deutschen Staaten.
Ich hätte nichts dagegen, wenn es heute wieder so wäre.
Aber der Volksentscheid ging damals halt anders aus.
Da bin ich nicht alleine.
Auf dem Ottilienberg war ich vor einigen Jahren schon mal mit einer Bekannten.
Hier haben wir aber den Jägersee nicht angesehen.
Wir haben uns damals auch die Chartaque angeschaut, das wollte mein Freund dann nicht mehr. Er hat schon so viele von den Chartaquen angeschaut, weil er auch schon oft an den Eppinger Linien war.
Über die Eppinger Linien habe ich auch schon sehr viel berichtet und die haben eine ganz besondere Geschichte, die mit dem Pfälzischen Erbfolgekrieg - deshalb gibt es auch einen Württembergischen Landgraben - zusammenhängt und vor allem mit Melac, er hat in diesem Krieg das Heidelberger Schloß zerstört.
Damals war die nebenliegende Hütte bewirtschaftet und man konnte auf den Turm, dieses Mal gings leider nicht.
So, wie ich es mitbekommen habe, ist einmal im Monat die Hütte an einem Sonntag bewirtschaftet.
Hochaltar
Ich war ja letztes Jahr schon mal in Eppingen und auf dem dortigen Friedhof, den Eppinger Linien und dem Friedwald und habe auf dem Friedhof einen Mann getroffen, der hatte mir erzählt, wie der Ottilienberg im 2. Weltkrieg beschossen wurde.
Auf dem Weg zum Ottilienberg kommt man auch bei der Skulptur "Arm und Reich" vorbei.
Es gibt immer wieder Scherzkekse, die ihren Müll irgendwo abladen, das war eine Spülmaschine. Unglaublich dreist ist das.
Zur Geschichte dieser Skulptur
Kunstwerk der Künstler Heinrich Zürn und Thomas Stopp-Ultes, das die Schere zwischen Arm und Reich damals wie heute thematisiert und damit auch zum Nachdenken anregt.
In historischen Filmen und Romanen wird die Barockzeit gerne als Zeit des höfischen Prunks dargestellt. Ob nun Versailles, Schwetzigen, Rastatt, Ludwigsburg oder Bruchsal - punkvolle Schlösser und Kirchen dominieren auch die geschichtliche Aufarbeitung dieser Zeit. Vergoldete Engel, gepuderte Perücken und kunstvoll angelegte Gärten repäsentieren aber nur 3 Prozent der damaligen Bevölkerung nämlich den Adel und den Klerus. Die Lebensumstände der arbeitenden Bevölkerung, der Bauern und Handwerker, standen dazu in größtem Kontrast. Kriegshandlungen, Abgaben, Frondienste oder auch nur die Rücksichtnahme auf herrschaftliche Jagdreviere sorgten für dauerhafte Armut und viele Hungersnöte in der Bevölkerung.
Wieder gibt es ein Video vom Ottilienberg und der Kapelle.
Der Jägersee liegt unterhalb des Ottilienberges und es ist eine nicht so feine Strecke zum Radeln, sonst muß man ganz außen herum und das wollten wir Beide nicht. Gottseidank war es doch recht trocken, denn der Jägersee liegt in einem Sumpfgebiet.
Landschaftlich traumhaft und es waren gar nicht viele Leute vor Ort.
So schön.
Zwischen dem Ottilienberg und Ravensburg bei Eppingen liegt der Jägersee eingebettet in die Waldlandschaft des Naturparks Stromberg-Heuchelberg ruhig und beschaulich.
Es ist wunderschön und wie ich sagte, ist es ein Moor- bzw. ein Feuchtgebiet, das aber anhand der Trockenheit schon arg gelitten hat, sonst hätten wir hier nicht so herumlaufen können und unsere Fahrräder schieben.
Was ich hier wieder gesehen habe, ist der Zwergholunder, den habe ich schon so oft vorgestellt.
Es ist ein Ampferspanner (Timandra Comae). Er zeichnet sich durch seine zarte ockerfarbene Zeichnung und dem auffälligen rosa- bis rotfarbenem Rand aus.
Er ist ein Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 23 bis 28 Millimetern.
Ocker- bis hellocker mit einer charakteristischen geraden Querlinie und einer pinken bzw. rötlichen Umrandlung der Flügelspitzen.
Man findet ihn häufig in kräuterreichen Umgebungen, an Wegrändern, in Gärten oder auf Feuchtwiesen.
Ein kleinen Springfrosch (Ranba dalmatia) habe ich auch noch erwischt.
Und nun radelten wir noch ein Stück weiter vor an den See und da gab es alle möglichen Arten von Schmetterlingen am Sommerflieder.
Die Kaisermäntel hatten aber schon einige Flugstunden hinter sich.
Wunderschön ist es hier.
Unterwegs kamen wir dann noch an den Hügelgräbern vorbei, aber so recht haben wir vor lauter Bäumen nichts gesehen.
War eine tolle Tour und ich bedanke mich bei meinem Freund für seine Geduld.
Natürlich habe ich vom See auch noch Videos.
Tour am 16. August 2026
81 Kilometer
2.333 Höhenmeter
1.168 Climb
1.165 Downhill
4,0 Stunden Fahrzeit
Temperatur: 23 Grad
Luftfeuchtigkeit: 61 %
Gesamtkalorien 2.579 KCAL
Luftqualität: 3
CO 2 Einsparung = 13,2 KG
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Freu, Karten für das Stuttgarter Ballett sind nicht so leicht zu bekommen. Aber ich habe gestern doch noch eine Karte in der 1. Reihe leider etwas außen bekommen.
Allerdings erst im Februar und nicht für Onegin, den ich eh schon gesehen habe, aber für
Don Quijote.
Da freue ich mich ganz toll drauf.
Ich habe leider kein Video von Stuttgart.























































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